Montag, Juli 18, 2005

mondspaziergang

Es existiert ein seltsames Phänomen bei uns Frauen von dem immer wieder die eine oder andere erwischt wird. Einen völlig undiskutablen Mann zu lieben, furchtbar zu leiden und auch noch wider der eigenen und jeder Vernunft zu glauben, man sei sein persönlicher Rettungsengel. Verdächtig ist ja, dass jede Frau dabei merkt, es stimmt was nicht, sie kann aber in dem Moment nicht anders. Ich tippe ja auf einen Fluch. In so einer Zeit habe ich diese Zeilen geschrieben:

Mondspaziergang

Meine Füße berühren das Moos, mein Rücken den Baum. Längst trage ich keine Kleider mehr. Silbriges Licht bedeckt meinen Körper. Die Wölfin streift umher.

Es träumt mir von Erde und Fäulnis, vom Grab und von der Nacht. Von leisen Geschöpfen, deren Nahrung ich bin. Ewig liege ich da, alles ein sanftes fließen, bis ich wieder selbst Erde bin.

Das ist meine Sehnsucht, da bin ich wieder Zuhaus.

Da spüre ich deine Hände, störe nicht meine Ruhe, grab mich nicht aus. Du kennst kein Erbarmen und flehst mich an, du willst mich lieben, weil du selbst nicht sterben kannst.

Dein Herz ist hart, deine Tränen bitter, du hast alles verloren. So streifst du umher, allein in der Vollmondnacht...suchst nach meinen bleichen Knochen, hast mich doch selbst umgebracht.




Ich bin da raus, ich bin weg. Allerding musste ich mir dafür die Diagnose Borderliner verpassen lassen, aber drauf gepfiffen. Wie zufrieden ist eine doch da als Weiherhex....

1 Kommentare:

Am/um 12:13 PM , Anonymous yvonne Vaupel meinte...

Tja, was männer angeht sind Frauen einfach zu bekloppt! Als fluch habe ich das noch nicht gesehen, aber auch eine interessante sichtweise. komisch eigentlich, dass dem impuls da stimmt was nicht, nicht gefolgt werden kann!? naja, wir fressen ja so viel, was uns nicht passt und schubsdi pickel im gesicht -

 

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