ägypten teil 2

Besuch in der Moschee von Assuan. Wieder Gedanken über den Islam. Religionen. Mir persönlich sagt ja keine der großen Religionen zu. Alle zu neu und zu männlich. Ich mag die Urform und die Kraft des Weiblichen lieber. Über den Islam kann ich mir kein Urteil erlauben. Über das Christentum schon, weil ich damit aufgewachsen bin und ich weiß, was es von mir wollte und was ich nicht wollte.

Romantische Aussicht auf den Nil, kurz nach Sonnenuntergang.

Abends waren wir alle in der Stadt. Dies ist eine Metzgerei. Links Leber, rechts Lunge. Fragt nicht, wie es da gestunken hat.

Geheimnisvoller Laden in Bazar.

Gewürzladen. Das Blaue ist Indigo, ein blauer Farbstoff zum Stoff färben. Alle Mitreisenden waren etwas genervt von Bazar, da die Händler einen ziemlich bedrängen. Ich hatte eine Menge Spaß und lachte und scherzte mit den Leuten. Brachte mir wieder 2 Heiratsanträge ein, gekauft hab ich nichts. Aber ganz frech im Cafe eine Wasserpfeife geraucht, den bösen Wirt zur Weißglut gebracht und total high den Bus zum Schiff zurück fast nicht mehr gefunden.

Sonnenaufgang in der Nubischen Wüste auf dem Weg nach Abu Simbel mit dem Bus. Bei der Gelegenheit ging mir der Sinn und Zusammenhang von Amun Ra, Nut und dem Skarabäus auf. Der Mythos ist ganz klar, wenn man auf dem Nil ist, seine fruchtbaren Ufer sieht. Der Nil geht ja von Süd nach Nord. Die Sonne geht im Osten auf, da wo die Seele wiedergeboren wird. Da ist in Luxor der Karnak-Tempel, der Amun-Ra geweiht ist. Im Westen, also am anderen Nilufer geht die Sonne unter, die Seele geht auf ihre Reise durch die Nacht und Dunkelheit. An diesem Ufer liegt das Tal der Könige und das Tal der Königinnen, die Gräber und die Totentempel.

Abu Simbel. 4 mal Ramses II ganz groß. Innen im Tempel sind die schönsten Malereien von ganz Ägypten, da die Farben noch sehr gut erhalten sind. Die Ägypter sind ganz stolz auf diesen Tempel. Vor allem auch, weil er vor den Fluten des Nasserstausees gerettet wurde. Ich bin mir sicher, dass der orginale Berg, aus dem der Tempel gehauen wurde, schon vorher ein Kultberg war. Ramses II lies den Tempel als Zeichen bauen, dass er die Nubier unterworfen hat. Der Reiseführer sagt immer gerne: Ramses baute. Das hasste ich schon im Geschichtunterricht. Es geht nur um die Herrscher, die Menschen sind völlig unwichtig. Rames blickt jetzt majestätisch über den Nasserstausee.

Der See hat Ramses Werk weitergeführt, die Nubier musster ihr Land verlassen und leben jetzt entwurzelt in künstlich angelegten Unterkünften. Der Berg an dem die Figuren stehen, ist gar keiner. Es ist ein hohle Betonkuppel, an der die zerschnittenen und wieder zusammengestetzten Felsstücke befestigt wurden. Eine tolle Ingenieurleistung halt. Einfach protzig und hohl.

Der kleiner Tempel für seine Frau Nefetari. Im Inneren sehr schön. Weiblich. Ein wunderbares Wandbild, wie sie der Isis opfert. Leider darf man innen nicht fotografieren. So toll wirds aber nicht gewesen sein. Sie war eine von 42 Frauen. Seine Lieblingsfrau oder die beste Partie von den 42, ich weiß es nicht.

Isis und Hator haben mit der Zeit etwas an Substanz verloren. Ägypter sprechen heute von den Göttinnen der Liebe, der Schönheit und der Mutterschaft. Das klingt lieb, war aber ursprünglich etwas tiefer und essentieller. Genau das Gleiche, wie alle weiblichen Idole, die in unserem Raum gefunden wurden, Fruchtbarkeitssymbole genannt werden. Das trifft es irgendwie, aber nicht so ganz.

Blick auf den Nassersee. Er ist wirklich riesig. Da sind wir schon fast 4 Stunden von Assuan entfernt und immer noch kein Ende des Sees abzusehen.

Nachmittags, wieder zurück in Assuan und im Botanischen Garten. Endlich die ersten ägyptischen Katzen, die ich sehe.

Und ein Blümchen.

Wir fahren mit Schiff wieder zurück nach Luxor. Unterwegs Halt in Kom Ombo. Das ist ein Tempel der Heilung, geweiht dem Gott Sobek. Er hat einen Krokodilkopf. Viele Abbildungen zeigen, wie die Gottheiten den Menschen wieder Lebenskraft spenden.

An den Wänden Rezepte für Arzneien.

Endlich mal ein Foto von Schiff. Ich sah es kaum von Außen, da es fast immer als 3. oder 4. in einer Reihe am Ufer stand.

Leben am Nil. Wasserbüffel. Sieht alles idyllisch aus.

Höhlen am Westufer, sehen sehr alt aus. Keiner weiß, was sie bedeuten.

Ägyptische Eisenbahn.

Die wunderschönen Feluken. An diesem Tag war ich wirklich ständig an Deck und nur am Fotografieren. Leider hat mein Foto keinen anständigen Zoom. Will einen Neuen.

Dörfer am Ufer.

Maisfeld.

Abends Ankunft in Esna. Warten vor der Schleuse.

Es ist Ramadan und die Moscheen sind beleuchtet wie ein Rummelplatz.
Erst mal wieder genug, bald mehr. Es kommt noch Theben und Kairo...



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