Sonntag, September 25, 2005

trimseln



Verbringe einen wunderbaren Sonntag mit rumtrimseln. "Trimseln" ist ein Ausdruck von Ilona, für vor sich hin tun, was einem gerade so einfällt, ohne besondere Leistung zu erbringen. Ach, einfach herrlich.



Gestern waren wir, 5 Frauen, an einem Teich und haben Herbst Tag- und Nachtgleiche gefeiert. Wir haben einige Rituale gemacht. Ein sehr schönes hat Melanie mitgebracht. Man nehme Stoffstücke, Hirse, Mais, oder sonstige Körner, eine lange Schnur. Jede Frau nimmt eine Handvoll Körner, spricht hinein, für was sie in ihrem Leben dankbar ist, füllt die Körner in die Stoffstücke und bindet das Säckchen an die lange Schnur. Das geht so lange, bis alle gesagt haben, was sie sagen wollten. Die lange Schnur mit den vielen Paketen wird dann an einen Baum in die Äste gebunden. Kann man auch alleine machen.



Ich entziehe mir gerade Kaffee. Ich denke er fährt meine ganze Energie zu sehr hoch, da will ich alles auf einmal und mache doch garnichts, weil ich ja nicht alles auf einmal machen kann und er lässt mich dann so müde zurück, dass ich abends wieder irgend einen Aufputscher brauche. Meine Launenhaftigkeit verträgt sich auch nicht mit dem Kaffee.



Ich meine ich finde Stimmungsschwankungen nicht schlimm, aber mit Kaffee verpuffen die so in Wutanfällen, das geht bestimmt auch konstruktiver. Ich experimentiere jetzt mal mit Kräutertees und Sojamilch.



Was ich die letzte Woche stark hatte, waren Gliederschmerzen. Ich weiß allerdings nicht, ob die was mit dem Kaffeeentzug zu tun haben. Als ich Freundinnen fragte, fielen Stichwörter wie die auskristallisierten Substanzen ändern sich, das spüre man in den Knochen und den Gelenken.



Bin schon ein wenig im Reisefieber, weil ich am nächsten Samstag um 20:30 Uhr nach Ägypten fliege. Da ich es so mit Kraftorten habe, wird mich das wohl gewaltig beeindrucken. Während den 14 Tagen, in denen ich weg bin (vom 1.10 bis 16.10) mache ich natürlich Fotos und schreibe auch Tagebuch, weiß aber nicht, ob ich die Möglichkeit habe, die Sachen hochzuladen. Auf alle Fälle wenn ich wieder daheim bin. Die Fotos heute sind alle aus dem Garten, bei einem kurzen Rundgang aufgenommen.

Dienstag, September 20, 2005

hochzeit



Wenn ich jetzt die Wahl als eine Äußerung des deutschen kollektiven Bewusstseins sehe, bin ich wirklich zufrieden. Keine Macht für Niemand und Jamaika-Koalition. Pharmakonzernchefs springen im Dreieck, weil das Volk nicht so will wie sie. Schröder outet sich so, dass alle genug haben von engstirnigen machgierigen kindischen Politikern. Wir wollen Dialog, Annäherung, Verständigung. Auch wenns noch so schwierig ist. Wir müssen ja auch die ganze Zeit flexibel sein.



Mein Sohn hat geheiratet am Samstag. Jetzt sind beide auf Hochzeitsreise in Tunesien. Es war schön, meine Rolle als Schwiegermutter natürlich ungewohnt. Ein neues Kapitel beginnt für uns alle.



Sonst bin ich wirklich durch eine dunkle, ja also relativ dunkle, Zeit gegangen. Mir prügelt es ja das Universum nicht mehr so hin, ich kriegs doch in kleinen Signalen. Ich war unglaublich unaufmerksam. Bahncard vergessen, Mantel bei meiner Mutter vergessen, hab gemeint, dass meine Fotos von der Hochzeit gelöscht waren und ich hab die nach 2 Jahren Betriebszugehörigkeit versprochene Lohnerhöhung nicht bekommen. Das alles, bedingt durch meinen kurzen Zyklus, 22 Tage, womit Blutung durch alle Mondphasen wandert, diesmal mit einer Vollmondblutung. Ich bin schier explodiert. Erst mit Migräne, dann vor Wut und am Schluss fuhr mir ein Gewitter aus dem Unterleib in den Boden, noch dazu in den Friedhofsboden. Jetzt hat sich auf einmal alles in Wohlgefallen aufgelöst. Auch die Fotos sind wieder da, es waren nur die Ordner umbenannt.

Mittwoch, September 14, 2005

abend im wald

Gestern war ich mit Ilona wieder mal im Wald. Ein Abendspaziergang. Wir haben viel gelacht und viel geredet. Schön.













Heut gibt es nicht so viel zu schreiben. Fühle mich nicht besonders. Unruhig, unwohl. Hab das Kaiserinnen-Buch gestern bekommen. Werde ich heut noch weiterlesen. Ist was ganz besonderes, dieses Buch....

Montag, September 12, 2005

sinnlichkeit



Es duftet im Kerzenschein. Ich sitze hier beweihräuchere mich, höre Oberton und Zimbelklänge, bin ganz verzaubert vom sinnlichen Ritual gestern. Das war wirklich faszinierend, noch nie habe ich so eine Lust verspürt mit dem sinnlichen Umgang mit mir selbst. Das war schon mal wunderbar, ich möchte das vertiefen, ich denke, das ist es, was ich brauche und wie ich mir selbst auf eine neue Art begegnen kann.



Baden, räuchern, kerzen, Göttinnen anrufen, sanfte Musik, Düfte, Spiegel, Glanz in den Augen und auf der Haut.



Eine Sinnlichkeit, einfach um zu sein. Nicht um zu gefallen. Keine teueren Pflegeprodukte, kein um-zu. Einfachheit. Selbstbegegnung. Ich lache.



Da ist noch viel Raum zum Experimentieren, zum Ausprobieren. Heute: keine Überstunden, kein Fernseher bis mir die Augen zufallen. Keine Teilhabe an erfundenen Geschichten.



Feen, Zwerge, Naturgeister. Kräutertee und Orakelkarten. Ich bin froh, es ist fast wieder Tag- und Nachtgleiche. Ich liebe die Dunkelheit.



Ich lerne mich zu verwöhnen. Weichheit. Sanftheit. Öle. Gerüche. Seit Jahrtausenden liebten wir es. Wir schmückten uns und badeten in Milch und Honig.



Ich konnte das alles nicht mehr. Ich fühlte zwischen mir und dem Genuss grabschende Männerhände, gierige Augen. Minderwertige Produkte mit teuerer Verpackung, ohne Sinn und Sinnlichkeit. Um zu gefallen. Um in eine Norm zu passen.



Gestern habe ich ganz etwas anderes gefühlt. Es wird immer bei mir bleiben. Einen Hauch wahrer Sinnlichkeit und Schönheit. Es hat mit Ruhe zu tun, mit den eigenen Sinnen. Dem Öffnen der eigenen Sinne. Ein inneres uns äußeres Lächeln.



Danke für eure lieben Zeilen und euren Beistand. Ich fühle mich getragen.

Sonntag, September 11, 2005

wert



Etwas ganz seltsames geht vor. Ich werde auf eigenartige Weise mit meiner Vergangenheit konfrontiert, im Leben, in meinen Träumen. Ich begegne Menschen von früher, träume von meinem Vater, der mir meine Pläne druchkreuzt.



Mein Vater hatte mich missbraucht, ewige Jahre lang. Die Leute früher, die mich nicht so gut kannten, kennen mich ja nur betrunken oder völlig zu halt. Dem allen begegne ich jetzt wieder. Nachdem ich 7 Jahre schon ein ganz ganz anderes Leben führe. Diese Meinungen von damals ärgern mich immer noch und im Traum ließ ich meine Vorhaben durch die Befehle meines Vaters durchkreuzen.



Ich mache heute Abend ein Ritual, ein Ritual der Selbstvergebung und der Selbstliebe. Verwöhnen, Baden, mich feiern. Ich lasse mir nicht von so kleinen versteckten Fallen in meinem Bewusstsein den Teppich wegziehen.



Obwohl ich fast glaube, dass mir mein Bewusstsein zeigt, warum es mit dem Kennenlernen von Männern und der Sexualität nicht so gut klappt. Da ist doch immer noch so ein versteckter Befehl, mit dem ich mich für schlecht, unzulänglich, wertlos usw. halte. Der muss weg, der Befehl.



Da kipp ich immer noch um bei solchen Botschaften. Da bringt es auch nichts, dass ich es von schlampigen Kneipen in 5 Sterne Hotels geschafft habe. Da kommt mir das alles vor, als würde ich versuchen, meinen unzulänglichen Kern mit irgendeiner Angeberei zu übertönen. Das ist echt der Gipfel. Diese Gedankenkonstruktion ist alles andere als hilfreich, und ich löse sie auf.



In meiner Pubertät ist das immer so gelaufen, dass die Leute schlecht über mich geredet haben, und ich habe sie näher kennengelernt und ihnen gezeigt, dass ich doch in Ordung bin. Was sie dann auch überrascht wahrgenommen haben.



So läuft das aber nicht. Das ist doch meine Ausstrahlung, die aussendet, ich bin ganz mies und wertlos, wenn ich mich aber richtig bemühe und ganz toll bin, werde ich akzeptiert und gemocht.



Da sitzt klar der Missbrauch drin, die Meinung die ich dadurch von mir bekommen habe, eben dass ich wertlos und schlecht bin. Und das größte war dann zu erreichen, dass irgendwer sagt, ich bin doch ganz toll oder so.



Klar bin ich toll, aber nicht nur weil ich das beweise oder mir das jemand sagt. Das sind auch schon Weisheiten, die ich schon lange kenne, aber sie sitzen ganz schön tief und im Moment ist wohl so eine Zeit, dieses Programm durch ein neues zu erstetzen.Möglicherweise hab ich es auf verschiedenen Ebenen gelöst, aber es kommt wieder mein Körper ins Spiel und da lebt es wieder auf. Jedenfalls feiere ich heute Abend mein Selbst, mich, meine Schönheit, meinen Wert, meine Großartigkeit.

Freitag, September 09, 2005

kontaktanzeige



Die Diskussion war ja schön zum letzten Posting. Das macht die Seite lebendig, gefällt mir.



Diese Woche Arbeit Arbeit Arbeit.



Und Gedanken über meine Sexualität. Da: Eisprung. Wenn ich einen Eisprung habe, ist die Sehnsucht nach Sex mit einem Mann immer groß. Aber es ist uferlos, ich sags euch. Wenn die ned alle so einen Knall hätten.



Diesmal hab ich es übers Internet probiert, so ne Partnersuchseite. Es ist ja so, dass ich keine Beziehung suche, nur eben mal gelegentlichen Sex mit einem sympatischen Mann, halt scho a bissel mit Stil.



Da war ja da einer, der mir ganz unverblümt schrieb, er suche eine Frau, witzig und sympatisch für gelegentliche Treffs, bei denen es hauptsächlich um Sex geht.



Tschaka, dachte ich und schrieb am Montag zurück, super klar, treffen wir uns am Samstag, da hab ich Zeit und dann schaun wir mal,
was passiert ;-). Darauf hat er dann nimmer geantwortet. Ey die Kerle spinnen scho oder?

Sonntag, September 04, 2005

träumen und reisen



Hab seit ewigen Wochen wieder einmal Kopfweh. Seufz. Heute Nacht hatte ich intensive Träume. Ich habe einen Raben getroffen, und mich sehr gefreut, weil ich Raben liebe. Er sah mich an und ich bin in seine Energie eingetaucht. Dann ging ich ein einen dunklen Wald aus lauter Eichen und kam an ein Flussufer. Am Ufer lagen erst Holzstücke, umgesägte Bäume. Als ich näher hinsah war auch Schrott dabei, und alte Kühlschränke.



Die Kühlschränke sind sehr giftig fürs Wasser. Luisa hat ja geschrieben das Wasser sei ein intelligenter Organismus und will kommunizieren. Der Spur bin ich auf einer Reise nachgegangen. Vor allem auch weil mir die Ereignisse in New Orleans so nahe gegangen sind, ganz ungewöhnlich nahe.



Von Wasser erfuhr ich, dass wir sehr viel mehr sind, als unsere körperliche Existenz und glauben lässt. Wir existieren in Räumen und Dimensionen, die uns nicht bewusst sind. Das Wasser ist auch nicht "böse" und will uns töten. Es ist aber schon so, dass es so mit uns nicht weiter geht. Wir können viel über unsere multidimensionale Existenz vom Wasser lernen. Und von Coexistenz mit allem lebendigem auf unserem Planeten.



Was in den USA so offensichtlich geworden ist, dass wir alle zu ohnmächtig sind, uns viel zu ohnmächtig verhalten und die Kontrolle Menschen überlassen, die nichts Gutes im Sinn haben. Wenn wir uns das weiter gefallen lassen, gehen wir unter als die Lebensform, wie wir es bisher kannten. Da kennt das Wasser dann nichts.



Wir wissen ja alle, dass die Erde ohne uns wunderbar klar kommt, und wir werden jetzt echt zur untragbaren Plage. Es könnte aber ganz anders laufen und es sind ja auch eine ganze Masse von Menschen am Arbeiten in der Richtung in den unterschiedlichsten Sparten und Dimensionen. Bei meiner Reise kam ich auch wieder nach Australien. Da war ich schon als Kind. Mir ist auch aufgefallen, wie einfach alles ist.



Also nichts spektakuläres Suchen, sondern mal in sich lauschen, was eine schon immer gerne und gut gemacht hat. Es fällt ja nicht so auf, weil man meint, das macht jeder, weils so einfach ist. Das ist bei mir zum Beispiel Australien. Ich war da schon immer und so oft. Ich dachte, es ist normal, weil das ja jeder kennt, die Aboriginies. Aber ich hole da meine Kraft und meine Visionen, da ist mein Kontakt zur Anderwelt.



Also in meiner Reise sahs ich wieder zwischen den Büschen auf der roten Erde mit anderen Menschen zusammen. Es tauchte ein riesiges, häßliches Wesen auf, wie so ein Gollum aus Schlamm. Mit diesem Wesen reiste ich in Weltall. Ich sah auf einmal große Moleküle und wusste, es ist unser Datenspeicher, die Master-DNS.



Ich sah die einzelnen Kugeln der Moleküle und wir kamen näher und ich sah, dass die Kugeln selbst noch Struktur haben und dass die programmiert werden kann. Da kann neue Master-DNS, kollektives Unterbewusstes geschaffen werden, können neue Impulse gestetzt werden. Rasend Interessant.



Und: zur Flut gibt es schon entsprechende Artikel: hier klicken

Donnerstag, September 01, 2005

flut

also ich sag jetzt gleich, dass ich wirklich keine Ahnung habe, was da tatsächlich in New Orleans abgeht und mir als verwöhnte Mitteleuropäerin so eine Extremsituation nicht vorstellen kann. Aber: Kriegsrecht? Plünderer erschießen? Hilfsaktionen aussetzten? Der Wilde Westen lebt. Echt. Die Amerikanische Führung hat nichts für ihre Leute übrig, garnichts. Die schicken Übermänner mit coolen Sonnenbrillen und Sturmgewehren (siehe Fotos auf web.de) da rein. Zum Leute abknallen. Da werden Leute als Diebe bezeichnet, die sich wahrscheinlich aus den Läden irgendwas zum Überleben holen. Und wenn nicht, drauf geschissen. Was ist denn das Zeug wert in so einer Lage? Nichts.



Das sind aber so heilige Kühe in der deutschen Presse. Ja keine Kritik an Amerika, und den Papst lieben sie ja auch alle.

Also: die Versagen da vollkommen ihren Leuten zu helfen. Verstärkung kommt nicht zur Hilfe für Menschen, sondern um Dinge zu beschützen und noch mehr Menschen zu töten. Da werden Kräfte mobilisiert. Das ist ja so typisch.