Samstag, Februar 11, 2006

schnee



Mitten aus der Schneekatastrophe, einige Fotos. Gestern Abend gegen 21 Uhr räumten Soldaten den Schnee direkt gegenüber auf der Turnhalle. Den Schnee finde ich nicht so schlimm, habe kein Auto, kein Flachdach und wohne 5 Minuten zu Fuß von der Arbeit weg. Mir macht der Gedanke Angst, was ist, wenn das alles taut. Möglicherweise mit viel Regen dazu. Visualisiere ich mir eine Katastrophe? Gedanke über die Natur und Natur"katastrophen" drängen sich auf. Gibt es den Klimawechsel? Sind wir schuld? Schlägt die Natur zurück? Ich denke, die Natur "ist" einfach. Wir bekommen sie nie unter Kontrolle. Das macht Angst. Ist aber so. War immer so, wird so bleiben. Alles, was wir tun können ist, das zu respektieren und mitzuschwingen.



Gehe in letzter Zeit durch Ängste. Über die sich immer leicht reden lässt, wenn man selber nicht davon betroffen ist. Arbeitslosigkeit zum Beispiel. Oder eben alles zu verlieren in einer Überschwemmung. Es sagt sich leicht: loslassen und neu anfangen. Es muss sein. Es ist aber nicht einfach und nicht leicht. Immer wieder sterben und neu geboren werden. Es ist unser ureigenster Rhythmus. Einatmen, Ausatmen.



Ich lege Karten. Es gibt wieder eine Standortbestimmung in meinem Leben.
Eine liebe Freundin hat mir geschrieben. Sie war auch in Chymorgen. Dieser Ort zeigt uns, was in uns steckt, wer wir sind, was wir können. Faszinierend. Liebe Grüße ins Sauerland!



Habe heute im Hexenboard gelesen. Das ist ein Forum, ganz interessant, viel los. Ich las über den Altar in der Wohnung. Alle beschrieben ihren Altar oder zeigten Fotos davon. Schon Zsusa sagte letzte Woche, es ist immer wieder interessant, wie verschieden jeder seine Persönlichkeit in der Wohnung zeigt. In meiner Wohnung gibt es eigentlich nur Altäre. Keine Deko. Oder anders, jede Deko ist kultisch.



Noch ein interessanter Artikel: "Einer im Tee"

5 Kommentare:

Am/um 3:01 PM , Anonymous Anonym meinte...

liebe ingrid,
ich möchte mich nicht lustig machen über die lage der menschen, die durch die katastrophen der vergangenen jahre alles verloren haben und neu anfangen mussten. ich denke aber, viele dieser katastrophen wären nicht gekommen, wenn wir sorgsamer mit der natur umgegangen wären.so hat man z.b. in ischgl die berghänge derart bearbeitet, dass sie für den schitourismus noch attraktiver wurden. reines profitdenken natürlich. die folgen waren vor ein paar jahren furchtbar: zwei lawinenabgänge in galtür und valzur ( beides in der region um ischgl) kosteten vielen menschen das leben.
inwiefern es sinnvoll ist, menschen schuld für katastrophen anzulasten, mag dahin gestellt bleiben. verantwortliche, welche z.b. lagerhallen aus billigsten materialien und in billig-bauweisen in auftrag geben( "billig" hier im sinne von "schlecht"), gibt es überall, und leider sind sie sehr oft auch juristisch immun.
ich meine, wir sollten uns sehr wohl auch einmischen, wenn es sinnvoll ist, wenn also z.b. katatsrophen vorhersehbar sind.das setzt aber wieder voraus, das wir uns informationszugänge sichern, uns untereinander vernetzen und verbünden (auch das ist nicht leicht, weiß ich aus eigener erfahrung), alle sinneskanäle stets möglichst offenhalten und letzendlich mitfühlen mit denen, die das auch wirklich brauchen.
das erste foto ganz oben erinnerte mich übrigens an einen perchtenumzug!
lg, ranunkula

 
Am/um 2:19 AM , Blogger Ursel meinte...

Liebe Ingrid,

wo wohnst Du nochmal ? War es nicht Düsseldorf ? Und da liegt soviel Schnee ?

Ich schicke gleich mal den Link von Chymorgen an ein paar Freundinnen weiter.
LG Ursel

 
Am/um 8:08 AM , Blogger Ingrid meinte...

nö. ich wohn in Deggendorf. Niederbayern, an der Donau. Hinter uns der Bayrische Wald, in der Mitte zwischen Regensburg und Passau.

 
Am/um 11:07 AM , Anonymous Berkana meinte...

Mir macht nicht die Natur Angst sondern wie der Mnesch sie benutt und ausnutzt. An vielem sind wir doch selber schuld, z.B. an den Begradigungen der Flüsse, das bauen im Schemmland, wennss dann stark regnet oder die Scneeschmelze kommt wo soll das Wasser denn hin? Da wo es sich früher den Weg gebahnt? Ist ja meist alles gegradigt und zubetoniert. Aber es suchgt sich doch den alten Weg und da stehen halt öft Häuser im Weg dies es dann mitreisst. Wer denkt auch schon beim bauen dran dass er auf Schemmland baut, wichtig ist nur der Bauplatz muss billig sein, und wenn dann das Hochwasser seinen altgewohnten Weg geht wird gejammert.

Versteht mich nicht flasch, ich bedauere die Mneschen auch die ales verloren haben oder verlieren, aber anderseits wirds Zeit dass der Mensch wach wird und begeift was nötig ist um in Einklang und Einvernehmen mit Mutter Erde zu leben, denn wir brauchen sie, aber sie uns nicht.

 
Am/um 8:16 PM , Blogger Ursel meinte...

Aaah,
doch ein Dorf, aber ein anderes :)
Allerdings, da habt Ihr ausserdem noch reichlich Flüsse dabei !
Kennst Du Arnstorf ? Da war ich mal ein paar Jahre lang immer wieder bei Franziskanerinnen zu Besuch und wär' fast dort gelandet. War knapp ;)

Liebe Grüsse
Ursel

 

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