permanent
Morgen mal für ne Woche runter von dieser wahnsinnigen Insel. Bin leer im Kopf. Ganz. Musste lachen über Luisas Satz: " ...also jetzt langweilt mich nicht mit dieser weichgespülten frauenangepasstheit". Ich stelle mir immer vor, wie sich Mächtigen dieser Welt manchmal im "stillen" Kämmerlein vor Lachen kugeln, wie doof wir doch alle sind, und wie leicht sies haben.
Das katholische sitzt aber anscheinend bei manchen zu tief. Weil: mit einer Angst verknüpft, in die ewige Verdammnis zu geraten. Geschickt schon als Kind Gehirnwäsche verpasst bekommen, gezielt Ängste geschürt, und als Krönung dann behaupten, Gott straft sowieso, vor allem wenn du dich abwendest. Diese Absolutheit. Näher beleuchtet ist auch das Christentum nichts absolutes, sondern einfach nur eine Zeiterscheinung. Eine Sekte, die sich alles mögliche an Symbolen und Geschichten von anderen zusammengeklaut hat und ihre Macht mit vielen Toten, dem schüren von Angst und politischen Machtspielen zementiert hat. Und wieso um alles in der Welt, soll ich vor ihrem grotesten, altersschwachen Oberguru irgendwelche Respekt-Gefühle haben? Nö.
Ich musst ja so lachen über Juansi, sie schrieb in ihrem Blog sinngemäß, die katholische Kirche sei mit der permaneten Platzierung ihres Symbols ähnlich penetrant wie McDonalds. So schauts aus.
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76 Kommentare:
Ein weites Feld!
Ich in meiner Welt habe die "Mächtigen", die hier anscheinend mit Männern gleichgesetzt werden, stets so erlebt, dass sie nicht agierten und Frauen unterdrückten, sondern die Frauen die eigene Unterdrückung schon selbst übernommen haben und die Männer nur re-agierten. Das Beste für sich daraus machten.
Womit ich keinesfalls leugnen will, dass es Frauen gibt, die unter Männern leiden!!!
Ich ärgere mich ein wenig, dass "katholisch" immer für "die Kirche" steht. Es gibt ja auch noch die Evangelen. Die sind nicht ganz so schlimm. Und auch nicht die Spur frauenfeindlich.
Und noch sooo viele andere Richtungen innerhalb des Christentums, genau wie im Islam und in allen anderen Religionen dieser Welt sicher auch.
Insofern gebe ich dir Recht, da ist nichts absolutes. Tatsächlich ist das Christentum nur eine Möglichkeit unter vielen.
Ich persönlich bin auch nicht gut auf die Katholen zu sprechen und habe für den Papst rein gar nichts übrig. Allerdings achte ich sehr auf seine Äußerungen - Feindbeobachtung halt.
Und was die Hexenverbrennungen angeht, so war da meiner Meinung nach nix mit systematischer Frauenvernichtung. (s. Luisa)
Ich glaube, das war ein rein wirtschaftliches Problem: wer sich mit Kräutern selbst helfen kann, kauft keine Reliquien und keine Ablassbriefe. Die Hexen machten einfach die besseren Geschäfte.
Blanker Pragmatismus also. Wären Hexen Männer gewesen, hätte es sie meiner Meinung nach genauso erwischt.
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... und mich wundert es zutiefst, wenn ich die Formel "Vater, Sohn und Heiliger Geist" höre - fällt es denn überhaupt nicht auf, WER da fehlt? Inzwischen finde ich es einfach nur noch grotesk ...
Es war eine immense Kraftanstrengung nötig, damit es so weit kommen konnte. Dieser Prozeß ging über mehrere Generationen. Und das alles nur aus wirtschaftlichen Gründen? So einfach war es nicht, leider. Und der "Gott des Geldes" (<- als lebensbestimmendes Prinzip) wird soo lange noch nicht verehrt. Die Reduktion auf das Materielle und Profit waren eher die Folge des Prozesses, als einziger Lebenssinn, der noch übrig war.
Vielmehr wollten "sie" das Wissen und die Kraft der Frauen. Und wenn sie es nicht bekommen konnten, dann sollte es wenigstens vom Planeten verschwinden.
Ich hatte einen Traum, in dem saßen die Popen am Rande, schauten den Scheiterhaufen beim Brennen zu und fraßen die Seelen, damit sie nicht wiederkamen. Und wenn doch, dann mindestens soo traumatisiert, dass sie das Wissen nicht mehr wollten. Und wie Seelen - lebenübergreifend - traumatisiert werden können, nun, das Wissen war damals ganz anders präsent als heute - wenn es heute passiert, eher unabsichtlich.
Heute sind die Auswirkungen davon immer noch da - Frauen leugnen ihre Kraft, ihr Wissen. Vorauseilender Gehorsam, die Seele reagiert mit Panik. Und die, die früher gezündelt haben oder foltern ließen, sind ja auch wieder da - als Chef, in Aufsichtsräten, als hohe Würdenträger in der Kirche ...
Nur, was sich noch nicht bis zu den "weichgespülten angepaßten Frauen" herumgesprochen hat: Die Göttin - in ihren vielfältigen Erscheinungsformen - ist wieder in der Welt. Und damit ist wieder die Entscheidungsfreiheit in die Welt gekommen.
Es wurde auch langsam Zeit. Und - Göttin und Euch sei Dank - gibt es Frauen wie Luisa und wie dich, die den Mut haben, öffentlich zu schreiben.
Danke.
Wenn man Frauen massenhaft tötet um an ihre " Kohle" zu kommen, hat das natürlich nichts mit Frauen zu tun.
Mit Kinderaugen die Welt bestaunen und lächelnd und abwägend darin umkommen, dazu vom Papst oder von seiner Heiligkeit dem Dalai Lama einen Segen.
"Unbeschreiblich weiblich!"
"Wenn man Frauen massenhaft tötet um an ihre " Kohle" zu kommen, hat das natürlich nichts mit Frauen zu tun", sondern mit Kohle.
Ich sagte ja, Männer hätte es genauso erwischt, wenn sie diejenigen gewesen wären, die die besseren Geschäfte gemacht hätten als die Popen.
Es ist doch nichts Schlechtes daran, dass die Hexen mit ihrem Bewusst-Sein und ihrem Wissen ihren Lebensunterhalt verdient haben, indem sie andere am Nutzen teilhaben ließen! Soviel zur Reduktion auf Profit.
Nachdenklich macht mich jedoch der Aspekt, dass das damals erlittene Trauma womöglich bis heute nachwirkt und schuld daran hat, dass wir unsere eigenen Gefängniswärterinnen sind.
Trotzdem weigere ich mich, eine systematische Unterdrückung des Weiblichen durch das Männliche zu sehen. So einfach ist das nicht.
Die Männer haben sich mit den Gegebenheiten arrangiert und jeder Einzelne macht für sich das Beste daraus.
Die Ursachen? Wo liegen die wirklich? Wann hat das angefangen?
Nee, Mädels, so einfach ist das nicht.
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Und die Reformation ist ja im weitesten Sinne auch als eine Abkehr vom Materiellen als bestimmendem Faktor im religiösen Ämtergefüge zu betrachten.
:0)
ich seh das schon definitiv als brechen der Frauenkraft, was damals passiert ist. das frauenbild sollte sich wandeln aus keusch, devot und gläubig. das waren diese frauen nicht. die lebten ihre kraft, frauenkraft, stolz, unabhängig, vermögend manchmal, wissend (hebammen, kräuterfrauen, anderweitige Bildung..), netzwerkend (beginen), sexuell aktiv. es waren eben zum großteil keine männer, weil frauen eben so sind, wenn sie ihre energie leben. dieses eigen-energie-leben war nicht mehr erwünscht, solche frauen lassen sich nicht zu zahlungen bewegen, um in den himmel zu kommen, nicht zu devotem verhalten männern und kindern gegenüber.
bei meiner eigenen entwicklung stellte ich so oft fest, wie tief das noch alles geht, wie die angst vor dem geächtet, "verbrannt" werden noch sitzt, wie gerne ich mich in die "obhut" von männern begab, aus angst davor, meine eigene macht leben zu müssen.
männer haben im zusammenhang mit kirche eine ganz andere problematik, will ich hier nicht diskutieren, ich kümmere mich nur um meins.
gleichsetzten und beliebig austauschbar machen kann ich das nicht. ich mache es am gender fest. es stimmt einfach nicht, "frauen sind selbst schuld" "männer haben die gleichen probleme".
das die gesellschaft patriarchal ist, auf hierarchie und unterwerfung basiert, heißt nicht per se, dass der einzelne mann böse ist. der steckt ja auch in der gehirnwäsche. er hat aber eine andere energie und einen anderen weg als eine frau.
oder, wenn frauen sich angeblich selber in die unterwerfung begeben, müsste da nicht ein vernüftiges männerwesen sie davon abhalten, als sie zu bestätigen und das auszunutzen?
lg ingrid
Müssten da nicht ein vernünfiges Männerwesen uns abhalten? Hallo, geht's noch? Der vernünftige Mann muss das dumme Frauchen an die Hand nehmen??? Wieso denn???
Das ist nun wirklich kein Gegenbeweis.
Ich kann natürlich nur über die Männer sprechen, die ich persönlich kenne, und wenn ich sie mir so ansehe, dann sehe ich da eher eine gewisse Ratlosigkeit gegenüber Frauen. Dass diese Männer bei sich sind, davon ausgehen, dass die Frauen ja wissen müssen, was sie da tun. Und wenn sie meinen, das müsse so sein, na, dann sollen sie doch.
Systematische Brechung der Frauenkraft sehe ich da nicht. In der Jetzt-Zeit. Welche Rolle jahrhundertealte Traumata da spielen, entzieht sich völlig meinem Urteilsvermögen. Aber das es sie gibt, kann ich ja auch nicht ganz ausschließen.
Außerdem riecht das ein bisschen paranoid für mich, das mit der Verschwörungstheorie. Ein bisschen!
Und ich bin auch nicht bereit, das "Frauen sind selber schuld" zu akzeptieren. Falls soeben dieser Eindruck entstanden sein sollte.
Ich sage ja, so einfach ist das nicht!
:0)
Ein systematisches Brechen von Frauenkraft??? Nein, das sehe ich auch nicht - dazu müßte sie erstmal vorhanden sein. Sie ist gebrochen ...
Ich kann sie nicht entdecken, das lustvolle Leben von Frauenkraft - durchgängig, in gesellschaftlichen Bereichen - ab und zu gibt es ein Erinnern und Aufflackern in Nischen, eher am äußersten Rande der Gesellschaft ...
Ich würde mir ein systematisches Entdecken und Leben von Frauenkraft wünschen ... stattdessen sehe ich das Pendel in die andere Richtung ausschlagen, nicht nur bei Eva Hermann, Hartz IV usw. ...
lg
"Systematische Brechung der Fauenkraft in der Jetztzeit" findet aktuell und allerorten in Form von einer Menge Massenmedienarbeit statt - wenn eine es sehen will, kann sie es, nur die Aufmerksamkeit mal gezielt drauf lenken. Nicht zuletzt diese Riesenwerbekampagne für die unterbelichtete Eva Hermann und das Buch, das sie selbst geschrieben haben will (?), welches eine Beleidigung darstellt für alle gestandenen kraftvollen und mutigen Weibsbilder, deren Bücher in der Regel nicht einmal Erwähnung finden und schon gar nicht in der BREITEN Öffentlichkeit. Breit meine ich hier durchaus literal, im Sinne von hypnotisiert und tumb.
Selbst ICH, die ich immer männliche Protegers und Freunde hatte sowie die Herren oft in Schutz genommen habe verbal vor vermeintlich diffusen Schuldzuweisungen,habe nun mit über 40 Jahren doch noch begriffen, daß die Ermordung von tausenden UNSCHULDIGEN Frauen noch bis heute nachwirkt, da muß man ein bischen TIEFER in sich gehen und sich mal aufrichtig mit den eigenen Ängsten unterhalten. Es besteht also auch noch für das Anonym die Gelegenheit, die Zusammenhänge ein wenig lichter zu sehen, never to late.
Oder würdest du auch behaupten, daß die Überlebenden des Holocaust und ihre Nachfahren nicht traumatisiert sind durch die brutale Ermordung und vorhergehende Demütigung, Enteignung, Folter etc., von sechs Millionen Angehörigen? Und glaubst du, die werden das in dreihundert Jahren einfach vergessen haben?
Gestern abend im 3SAT-Kabarett-
Festival im TV ein erfreulicher und aufschlußreicher Beitrag von Hagen Rether, der nette junge Mann am Flügel mit Frack und Fliege, der aussieht wie der Traum einer jeden Schwiegermutter aber messerscharf gemein dabei ist. Er zog über seine Artgenossen her und sagte ganz offen, daß er die Schnauze gestrichen voll hat vom Patriarchat mit seinen Männerrollen und daß sich mit den immer weiter kriegstreibenden Männern nichts zum Guten wendet (sinngemäß), Aufzählung folgte. Machte sich lustig über Grönemeier´s "Wann ist ein Mann ist ein Mann" und brachte seine Version von "Wann ist eine Frau eine Frau" - intelligent, bissig, ehrlich, echt und bezog sich u.a. auch auf die Hexenverbrennungen... wer Gelegenheit hat, das zu hören, es lohnt sich, es in solcher Form mal von einem Mann zu hören, finde ich.
Vielleicht sollten wir die Jungs mal alle schleunigst ausfindig machen, die ebenfalls genug haben und sich nach einer Welt sehnen, in der die Liebe und das Wohlwollen die oberste Rolle spielen? Und ihnen ermöglichen, sich zu outen in der "harten Männerwelt". Oder noch besser: Sie tun es selbst.
Sehr präziser Beitrag kürzlich von wegen eigene Gefängnisse bauen von Luisa Francia, finde ich.
Noch ein letztes, für´s Anonym:
Was glaubst du, wie fühlt es sich WIRKLICH für uns an, daß der Papst sich zwar inzwischen nach und nach bei aller Welt für alle möglichen Morde der Kirche in den letzten Jahrhunderten entschuldigt und Fehler zugibt (nach tausend Jahren), jedoch die Hexenverbrennungen dabei immer noch einfach unter den Tresen fallen läßt?
Labbatú und ihr Rabe, in wichtigen Dingen ausnahmslos unhöflich und radikal
PS zur Traumatisierung, wie sie über viele Jahrhunderte sehr lebendig nachwirkt: Ich möchte noch explizit die wenigen überlebenden Indianer in Nord- und Südamerika sowie alle afrikanischen Sklaven und deren Angehörige erwähnen, die deutlich zeigen, wie lange solche Traumas wirklich im kollektiven Bewußtsein bis heute nachwirken!
Aber: Über uns Hexen spricht niemand offen.
Herzlichen Dank an dich Labbatú für die klaren Worte! Ganz viel Liebe für dich und deinen Raben.
Die Juden sind seit Jahrhunderten ein traumatisiertes Volk.
Meine Generation, die Enkel derjenigen, die den Krieg als Erwachsene erlebte, ist traumatisiert von diesem Krieg. Traumatisiert davon, ohne ihn erlebt zu haben.
Weil Traumata, die nicht aufgelöst werden, von den Opfern vererbt werden und so unverarbeitet weitergereicht werden.
Ich könnte ein Lied singen vom Trauma meiner Mutter, dem ihrer Mutter, deren Mutter und deren Mutter... und vom Trauma meiner Generation...
Darüber muß man mir nichts erzählen. Ich könnte auch noch ein paar Beispiele dafür bringen, die hier noch nicht aufgezählt wurden.
Darum kann ich glauben, dass die Hexenverbrennung ein speziell weibliches Trauma ist, dass möglicherweise auch in mir noch nachwirkt.
Es macht Sinn.
Einer der Gründe, warum ich aus der katholischen Kirche - deren Mitglied ich im Alter von sieben Tagen ohne eigenes Zutun wurde - ausgetreten bin, ist deren Frauenfeindlichkeit, ist der Papst und ist seine eigene sowie die Verlogenheit der Institution, die er verkörpert.
Das hat nichts mit irgendeiner wie auch immer gearteten Gottheit zu tun.
Und auch all' die erklärten Atheisten, die aus der Kirche ausgetreten sind, sind viel katholischer, als sie glauben. Weil das katholische viel weiter reicht als in die Kirchen. Es ist keine Verschwörung. Es ist eine Kultur und die reicht bis ins Kinderzimmer, ins Ehebett und vor allem an den Stammtisch.
Mich plagt die Frage: Was passiert wirklich? Was ist das, was da vor sich geht? Wie groß ist unser eigener Anteil daran?
Vielleicht bin ich naiv.
Vielleicht ist die Unterdrückung und Ausmerzung des Weiblichen aber auch gar keine reine Männersache. Vielleicht gibt es ebensoviele Frauen, die daran mitarbeiten, wie es Männer gibt, die dieser Vernichtung Einhalt gebieten wollen?
Wofür steht denn "das Weibliche"?
Dieselben Frauen, die sich weigern, ihre Beine zu rasieren, weil sie keine Liebchen, keine braven Kätzchen sein wollen, schneiden sich ihre Kopfhaare kurz, weil lange Haare soviel Arbeit machen und sowas ja auch nur getragen wird, um Männern zu gefallen.
Sind das freie Entscheidungen???
:0)
Hallo,
vor sechs Wochen habe ich bei einer Schamanin eine Seelenrückführung gemacht, weil es mir vorher immer schlechter ging; ich konnte kaum noch Essen, viele Projekte wurden abgelehnt, das Geld immer weniger ... Ich warf mir gebirgeweise Steine selbst in den Weg und mein sonstiger Optimismus, dass ich doch noch irgendwie materiell richtig in die Welt komme wurde immer weniger.
Ich arbeite als Künstlerin und Designerin. Anerkennung der Qualität erhalte ich sehr viel, aber genügend Geld bekomme ich noch nicht für meine Arbeit.
Wie oft habe ich schon zu hören bekommen: "Das können wir bestimmt nicht bezahlen (Werbeagenturen) oder ungläubiges Staunen über meine Bilder. Männer scheinen besondere Angst vor mir zu haben, weil sie vielleicht merken, dass sie in meine Welten wohl niemals hineinkommen werden (Weiblichkeit und Kunst). Da ich auch noch virtuos mit dem Computer arbeite, können sie sich auch nicht hinter ihrer Technik verstecken.
Jedenfalls durchlebte ich bei der schamanischen Reise meine eigene Verbrennung auf dem Scheiterhaufen der Inquisition, schon damals als unangepaßte Künstlerin.
Ich war erschüttert!
Die Schamanin meinte, dass meine Seele nach diesen bestialischen Mord (vorher grausamste Folterungen!) jetzt Angst hätte wieder voll und ganz Kunst zu leben, weil dann sowas wieder passieren könnte!
Sie hat mit mir gemeinsam eine Heilung begonnen (mit Hilfe von Wesen aus der Anderswelt ...).
Ich fühle mich jetzt viel autonomer, mutiger und freier.
Wenn eine Seele sowas durchsteht, was kann einer da noch passieren?
Es liegt noch viel vor mir.
Was ich sagen wollte, diese Frauentraumata werden nicht nur in Familien "weitervererbt" sie können uns auch aus anderen Leben noch anhaften!
Das war mein Beitrag zur "Hexenverbrennungstraumatisierung.
Herzliche Grüße,
Ulrike
eine klasse diskussion!! was mir auf-/einfällt: vielleicht hat "anonym" ja seelisch garnichts mit der hexenverbrennung zu tun. kommt mir so der gedanke, weil ich vor längerer zeit mal was gesehen habe über leute, die sich sicher sind, mal in atlantis gelebt zu haben und sich heute auch wieder zusammenfinden, und ich das interessant finde, aber einfach nicht dazugehöre. wichtig ist vielleicht, auch wenn man manches mangels eigner entsprechnder erfahrung nicht nachvollziehen kann, das trotzdem nicht gleich in die schiene "paranoid" zu stellen...
lg ingrid
Was da ein bisschen paranoid riecht, ist nicht das Hexentrauma. Ich will Leid und Schmerz ja gar nicht abstreiten - ich dachte, das sei in meinem vorigen Eintrag deutlich geworden?
Was ich nicht bereit zu glauben bin, ist die Vorstellung konspirativer Männertreffen - im Hier und Heute!!! - unter der Überschrift: "Wie kriegen wir die Frauen klein und endlich die Weltherrschaft?".
Unbestritten läuft da ein Ding ab in dieser Welt, nicht unbedingt zwischen Männern und Frauen, aber ganz sicher zwischen männlichen und weiblichen Kräften.
Aber eben keine Verschwörung. Eher ein Kampf. Einer ohne Vorsatz.
:0)
wer hat den hier was von verschwörung gesagt?
Und wer sagte etwas von konspirativ? Es steht auf allen Plakatwänden, schreit uns an, wie wir sein sollen - und nicht sind. Nur mal ein Beispiel von der Fahrradmesse vergangenen Woche in Kölle - und zwar die Kölnmesse daselbst (!) warb in der ganzen Stadt mit "Wie wär´s mit einem neuen Fahrgestell für ihre Frau?!" Alles klar? Weißt du, wofür du da bist? So funktioniert es.
Selbstverständlich arbeiten auch Frauen mit daran, andere Frauen abzuwerten. Vermutlich versprechen sie sich davon etwas, vielleicht Anerkennung der Männer im Umkreis, ohne es zu wissen. Oder du hattest mal was mit ihrem Ehemann bzw. es reicht ja oft, daß sie das vermutet, oder ihr hattet mal Streit ... und schwups - mal eben bei der Hexenpolizei denunziert und weg ist die lästige Andere. Wie bei den Nazis auch.
Und natürlich können wir die Liste der traumatisierten Völker und Gruppen verlängern bis zum Sanktnimmerleinstag (ich weiß gar nicht, wann der ist). Hatte u.a. auch die Sinti und Roma gestern vergessen.
Zu den Kurzhaarfrisurträgerinnen: Ja, das sind freie Entscheidungen, was denn sonst? In dem Moment der Verfassung und dem inneren Wissen derjenigen entsprechend, die sich die Haare abschneiden läßt. Kann sich ja auch wieder ändern. Freie Entscheidung zum Widerstand. Es ist eine ebenso freie Entscheidung wie die der Wahl deines Pullovers morgen früh. Du wirst deine Gründe haben für deine Wahl.
Sehr spannend deine Rückführung, Ulrike. Wir drücken fest Daumen und Krallen. Deine CD´s liegen seit ein paar Wochen fertig gebrannt hier... bringe sie in Kürze auf den Weg.
Die gute Meldung des Tages: In Spanien dürfen halbverhungerte Modells ab sofort nicht mehr auf den Laufsteg. Maßnahme zur Bekämpfung der um sich greifenden Magersucht.
Noch eine gute meldung des Tages: Der erste Tourist im Weltraum ist eine Touristin. Die Frau hat Klasse, Macht und sehr viel Geld. Sie trägt symbolisch zwei Flaggen an ihrem Anzug: Iran und USA, Geburtsland und heutige Staatsangehörigkeit. Sie will anderen Frauen Mut machen, so mutig und erfolgreich zu sein, wie sie es ist.
Es gibt sehr viele Puzzleteilchen im großen Spiel, es genügt, ein paar davon zusammenzufügen, um sich ein ziemlich klares Bild machen zu können zur tatsächlichen Stellung von Frauen in dieser Welt.
Das wichtigste aber bleibt meines Erachtens die eigene Positionierung.
Ein Toastbrot auf und ein aufrichtig-freudiges Dankeschön an alle mutigen Frauen, die sich weit vorgewagt haben dafür, daß ich mich heute so frei bewegen kann !!!
Subtile Grüße von Labbatú y ElCuervoConspirativo
... und noch ein Puzzleteilchen:
* fast alle nehmen die "Pille" - sie verhindert die Menstruation im spirituellen Sinne. Das heißt, dass die Blutung eine Abbruchsblutung ist - und die Kraft, die Menskraft kann weder gefühlt noch gespürt geschweige denn gelebt werden kann ... Sie ist immerhin so stark, dass es weltweit ein Menstruationstabu gibt.
Frauen, die die Kraft ihrer Menstruatin nicht kennen, haben einen Frauenraum geschlossen - da ist dann nicht mehr viel, was gebrochen werden könnte ...
Klar kann ich mich positionieren - und wir werden immer mehr ... und immerhin werden wir nicht mehr verbrannt und können uns hier austauschen -
an dieser Stelle ein Danke für dein tolles Blog, Ingrid :-)))
He! Ich versuche auch nur, zu einer Meinung zu kommen und mir ein Bild zu machen! Irgend jemanden anzugreifen, liegt mir fern! Niemandem in diesem Kreis will ich auf die Füße treten!
Liebe Ingrid, "wer hat den hier was von verschwörung gesagt?"?
Ich zitiere:
"Ich stelle mir immer vor, wie sich Mächtigen dieser Welt manchmal im "stillen" Kämmerlein vor Lachen kugeln, wie doof wir doch alle sind, und wie leicht sies haben."
Ich habe das so verstanden. Und ich sträube mich einfach nur gegen die Vorstellung vom bewußten Vorsatz. Das mit den konspirativen Männertreffen war schlicht eine überspitzte Ironie. Und ich sagte schon, dass ich es interessant finde, dass "die Mächtigen" hier gleichbedeutend ist mit "die Männer".
Liebes Corriendo Mundo, warum zahlen wir denn den Männern das mit dem Fahrgestell nicht einfach mit gleicher Münze heim statt beleidigt zu schmollen? Woran liegt das? Täten wir's, wäre dann nicht schnell Ruhe? Bei kleinen Jungs funktioniert das jedenfalls...
Die erste Touristin im Weltraum ist auch lediglich die erste Touristin. Einen Touristen hat es vor einigen Jahren schon gegeben, da bin ich mir ziemlich sicher. War ein amerikanischer (was sonst?) Millionär.
Das nur wegen der sachlichen Richtigkeit. Damit will ich den Erfolg dieser Frau keineswegs schmälern. (Bin halt' 'ne olle Haarspalterin.)
Und das mit den kurzen Haaren ist nur ein Beispiel von vielen. Ist es wirklich eine freie Entscheidung, wenn ich sie daran ausrichte, wie ich nicht sein will? WIRKLICH? Überspitzt ausgedrückt: Hauptsache, es ist NICHT das, was den Männern gefällt?
Für mich ist das nur eine Illusion von Freiheit.
:0)
P.S.: Schön, dich mal aus der Reserve gelockt zu haben, liebes Corriendo Mundo.
P.P.S.: Zu den spanischen Models:In meiner Welt stehen Männer gar nicht auf dicke Titten und Hungerhaken. Auch ein Beispiel, wie wir ALLE manipuliert werden. Wobei die Wirtschaftswelt wohl leider durchaus eine männliche ist...
Liebe Ingrid,hallo Rabe,
lese interessiert mit,bin tatsächlich sprachlos.Der Rabe ist,wie sooft, von einer unglaublichen Brillianz!Dagegen friert es mich wie immer,wenn jemand tönt,er freue sich,dass eine Person
"aus der Reserve gelockt"wurde.
Grüsse
Na!
Wohl ist der Rabe brilliant, aber auch die Besonnene :o) Anonym vermittelt ihre Gedanken sehr klar, wägt ab, regt an... Und der Rabe wetzt gerne mal seinen durchaus provokanten Schnabel- so what???
Auch wenn Dich das sprachlos und frierend zurücklässt, gauzibauz: Ich denke, die, die es angeht haben ihre Freude dran (und ich auch)
"Liebes Corriendo Mundo, warum zahlen wir denn den Männern das mit dem Fahrgestell nicht einfach mit gleicher Münze heim statt beleidigt zu schmollen? Woran liegt das? Täten wir's, wäre dann nicht schnell Ruhe? Bei kleinen Jungs funktioniert das jedenfalls..."
Das Corriendomundo schmollt nicht beleidigt - es ist schon erwachsen und beobachtet lediglich erstaunt, wie das kollektive Trauma um es herum andauert. In vielerlei Hinsicht. Und der Rabe ist zwar durchaus brillant, jedoch provoziert er nicht, sondern so manches Gegenüber fühlt sich provoziert. Das ist etwas anderes.
Wir sind so. Und es geht uns sehr gut dabei.
Etwas mit gleicher Münze heimzuzahlen liegt mir völlig fern und fand ich auch schon immer ziemlich niveau- und vor allem einfallslos.
Nochmal zur Klarstellung: Ich befinde mich in keinem Kampf mit Männern, wieso auch.
Und eine Reserve haben wir nicht, deshalb kann uns auch niemand aus derselben locken - wir stehen doch ganz offen da auf dem weiten Feld.
Zum Thema Menstruation werde ich in Kürze mal einen wie ich finde sehr interessanten Text in meinen eigenen Blog stellen, der ganz sicher bei vielen nicht auf Gefallen trifft - aber für mich ist es eine völlig logische Angelegenheit. Es geht darum, daß bei Frauen, die sich von Rohkost ernähren (habe damit begonnen), die Menstruation von alleine aufhört, weil der durch eine rundum gesunde Lebensführung gereinigte Körper die Menstruation als Vorgang der Entgiftung nicht mehr benötigt. Die Fruchtbarkeit und Gebärfähigkeit bleiben gleichzeitig erhalten. Es geht also auch noch ganz anders ... nur halt ohne Mythos und Menstruationsromantik.
In diesem Sinne weiterhin eine erquickliche Unterhaltung, muß nochmal mit dem Taxi zum Flughafen, Labbatú y ElCuervoContento
Yip! Ich habe meine Freude daran. Nur leider endet die Sache meist gerade dann, wenn ich richtig warm geworden bin.
Glücklicherweise kommt dann von Ingrid wieder guter, neuer "Stoff".
(Gerade schnalle ich, was "corriendo mundo" bedeutet, leider, leider bin ich des Spanischen nicht mächtig, sorry, aber als alte Lateinerin...)
Ich fühle mich hier auch nicht provoziert, bemühe mich darum, sachlich zu bleiben.
Was mich aber fuchst, ist, wenn ich nicht verstanden werde. Manchmal einfach, weil die Leute nur das lesen, was sie lesen wollen, manchmal, weil ich falsch formuliert habe. Aber ich feile... :0}
"Aus der Reserve locken" hat aber für mich sowas von gar nichts mit zurückgehaltenen Vorräten zu tun... es leitet sich bei mir eigentlich von Reserviertheit ab!!!
Und ich brauche mich auch über das Fahrgestell nicht zu wundern. Es gibt genug Weibchen, bei denen das funzt. Die sind dann eben so.
Wenn mich solche Dinge stören, gebe ich sie zurück, das bleibt dann in der Ecke, in die es gehört und wird nicht hochgestylt. Insofern finde ich, macht zurückzahlen schon Sinn.
:0)
Auge um Auge , Zahn um Zahn ist aber so, sorry, langweilig und ganz und gar nicht mein Stil und Haarspaltereien auch nicht. "Weibchen" find ich als Wort auch irgendwie hm - fühl mich von so viel, letzlich dann doch ein wenig einseitiger, Sachlichkeit in eine Sackgasse gelockt - mal sehen ob ichs doch noch schaff zu entrinnen? Hoppla - ja, habs geschafft - gerade noch. Tschüüss
Liebes Anonym,
nicht wegen Dir oder jemand anderm im Blog bin ich sprachlos.Vielmehr weil mir meine 20jährige Tochter an dem Tag, an dem Ingrid dieses Thema aufmachte,erklärte,dass sie wenn sie ein Kind hätte,dieses katholisch oder "mindestens"
evangelisch taufen würde.Auf meine Frage nach dem Warum hatte sie keine Antwort.Ich trat vor 9 Jahren aus der Kirche aus und hab mir den Mund fusselig geredet über Frauenfeindlichkeit,Zwang,Hexenverbrennung usw.Frage:Wenn ich meine Tochter nicht beeinflusst habe,wer war es dann?Eine Antwort hab ich bis jetzt noch nicht gefunden,auch bei euch im Blog nicht.Ich sehe zwei junge Frauen in eine fremdbestimmte Zukunft rennen und kann nichts dagegen tun.Das hat mir die Sprache verschlagen.
Grüsse
Wenn sie dir keine Gründe nennen kann, argumentier' sie doch einfach an die Wand. (Spontane Reaktion von mir)
Meine Tochter ist erst fünf und ihr Weltbild wird bisher noch im Wesentlichen von mir bestimmt. Daher kann ich da noch nicht so mitreden.(Überlegte Reaktion)
Das ist schon ein Aspekt, was wird bei solchen Vorgaben wie dem Fahrgestell aus unseren Töchtern?
Welche Auswirkungen hat das Eva-Prinzip auf die kommenden Frauen?
Aber ist das nicht doch auch ein Schichten-Phänomen?
Wenn ich das für mich persönlich klar habe, heißt das noch lange nicht, dass das für den Rest der Welt auch gilt. Und das da dann keine Gefahr mehr drinsteckt.
Insofern kann ich Corriendo Mundo doch zustimmen.
Das Frauenbild unserer Töchter. Auweia. "Den Mund fusselig reden" tun wir uns ja bei unsern Kindern häufiger - und erreichen oft das Gegenteil.
Hm. Mal angenommen, Eva Herman und Konsorten wirken nur bei Frauen bestimmter Alters- oder Bildungsgruppen. Wird denn die Gegenbewegung überhaupt jemals alle erreichen?
Ich weiß, die Formulierung ist heikel und ich werde mich hüten, hier von bildungsfernen Schichten zu sprechen!
Aber ich kann sehen, dass welche Wahrheit auch immer mitunter für jeden einzelnen Menschen eine andere ist. Wird es also nicht immer Gruppen geben, die nicht erreicht werden können, weil sie ihre eigene Wahrheit haben?
Muss man das nicht zulassen?
Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen, wie ich mir jetzt meinen Kaffee...
:0)
Hallo Anonyme,
erklärst du mir das Wort "schichten" ?
Ich nehme mal an, dass das keine neutrale Frage ist. Dass du dich von dem Wort provoziert fühlst.
Ich weiß, dass das ein heißes Eisen ist und bin selbst unglücklich mit dem Ausdruck.
Ich will nicht diskriminieren.
Wie soll ich verdeutlichen, was ich meine?
Die "bildungsfernen Schichten" sind jedenfalls ein mangels Erinnerung ungenaues Zitat der Formulierung irgendeines Politikers in irgendeinem anderen Zusammenhang.
Tut mir ehrlich leid! In diese Ecke wollte ich absolut nicht, deshalb schrieb ich ja auch: "ich werde mich hüten"
Was ich meine, ist, dass das, was Luisa, Ingrid, all' die anderen Frauen hier und nicht zuletzt ich selbst, für sich entdecken und was mit "Magie" und "Kraft" meiner Meinung nach noch immer nicht hinlänglich beschrieben ist, einfach manche, egal ob Männlein oder Weiblein, nie erreichen wird, weil sie zugemacht haben.
Manchmal unterhalte ich mich mit Menschen und merke: die leben in einer ganz andern Welt als ich. Die werden nie verstehen, was ich meine.
Wie meine Mutter, die eine interessante Unterhaltung am Telefon mit mir unterbricht, weil sie ja jetzt noch den Abwasch machen muss.
Oder meine Schulkameradinnen damals, die hofften, bloß ja einen Kerl zu kriegen, der sie nicht dauernd mit anderen betrügt.
So eingeschränkt in ihrem Spielraum.
Ich kann mich nicht daran aufreiben, ihnen meine eigene Wahrheit zu erklären. Das wäre uferlos.
Loslassen. Das meine ich.
Ich habe nicht speziell deine Tochter gemeint. Die kenne ich ja gar nicht. Genausowenig wie ich dich und du mich.
:0)
Hallo Anonyme,
gibs zu,jetzt könnt ich den Deckel zumachen,was ich aber absolut nicht will.
Du hast oben schon mal was von selber schuld gesagt und das meine ich auch wieder durchzuhören.Bildungsferne Schichten sind Menschen die nicht regulär arbeiten,zu Hause sitzen und die Erziehung der elektrischen Grossmutter überlassen,allerdings laufen da keine jugendfreien Filme.In Köln und Umgebung soll es da ganze Stadtviertel geben.Du könntest aber auch die proletarische Unterschicht
gemeint haben.Beiden ist gemein,dass
die Frauen dieser Gruppen eben nicht selbst Schuld sind.Schätze dich glücklich wenn du zu früher Zeit die Möglichkeit hattest für die Sache der Frauen zu kämpfen!
Es muss an etwas anderem liegen,denn
ich komme aus dem Proletariat,ich hab mein ganzes Leben lang für andere -
aus dem "Bürgertum" und die,die sich für was besseres hielten - geputzt und den Dreck entfernt.Ich habe saudummer weise mit einem Süditaliener aus dem
"Subproletariat" 3 Kinder in die Welt gesetzt und mein bestes getan.Vermutlich tat ich dies in dem Glauben,dass ich sowieso keinen besseren verdient habe.
Und jetzt sind wir am Punkt:Was um himmelswillen lässt eine Frau sich für soeinen Mann entscheiden? Eins weiss ich gewiss,Liebe war es nicht!
Bin ich selber schuld weil ich mich in diese Knechtschaft begab?
Natürlich hab ich meinen Töchtern die ersten Jahre ganz bestimmt keine Frauenmacht vorgelebt,aber ich hab mich getrennt als die Grosse 11 und die andere 7 war.Weisst du aus eigener Erfahrung was das für ein Spiessrutenlaufen ist in einer Kleinstadt? auch von Seiten der kath.
Kirchengemeinde? Weisst du wieviel Mut das braucht?
Und jetzt, da ich glücklicher Weise Bücher von Luisa und anderen fähigen Frauen lese,bin ich aufgewacht(oder liegt es doch am jetzt fehlenden Östrogennebel? ) und ich lebe meine neue Freiheit und meine Kraft.Niemand wird sie mir je wieder entreissen!
Da sagst du,einen Teil wird man nie erreichen,es sei zu mühsam ihnen das nahezubringen,denn sie hätten zugemacht! He,die waren gar nie auf!
Für meine Töchter akzeptiere ich das nie und nimmer.
An dieser Stelle ein grosses Danke an
Ingrid,Luisa,den Raben und alle anderen die sich in die Frauensache
ehrlich einbringen und nicht nur um
morgens wach zu werden bloggen.
Grüsse
Corriendomundo´s Taxi ist vom Flughafen zurück.
Eine Sache erscheint mir noch bemerkens-wert, liebes Anonym:
Mit dem Verstandenwerdenwollen ist es so eine anstrengende Sache. Wozu denn auch bloß!?
"Du verstehst dich ja nicht einmal selber, wie kannst du da glauben, daß dich irgendjemand anders verstehen könnte" sagt einer meiner Lieblingsmeister dazu und besser kann ich´s gewiß nicht sagen.
Du hast u.a. geschrieben: "....Wie meine Mutter, die eine interessante Unterhaltung am Telefon mit mir unterbricht, weil sie ja jetzt noch den Abwasch machen muss."
Wenn die Unterhaltung für deine Mutter ebenso interessant wäre, wie für dich, würde sie das nicht tun. Der Abwasch ist ihr wichtiger. Und das ist ihr gutes Recht.
Es ist wirklich leichter im Leben, mit dem Verstandenwerdenwollen einfach aufzuhören. Niemand wird dich jemals verstehen und niemand hat dich jemals verstanden. Und das ist in Ordnung so. Im Übrigen ist mein Eindruck bei jemand, der insistiert, daß er/sie doch NUR verstanden werden will eher der, daß er doch MEHR daran interessiert ist, Recht zu haben, als einfach so glücklich zu sein.
An das Gauzibauz: Ich bin in meiner dunkelsten Vergangenheit auch an einige solcher Exemplare geraten. Nur kürzer und ohne Nachwuchs. Im Nachhinein waren es gute Lehrer für mich, um mir das zu zeigen, was ich wirklich nicht mehr brauchen kann im Leben.
Gute Nacht zusammen, Labbatú y ElCuervoCansado
Puh! Ich fühle mich jetzt mal nicht begiftet und provoziert. Und gehe der Reihe nach vor.
Liebes Gauzibauz, ich mache das weder am Geld noch an der Bildung fest. Denn das trifft frau überall. GENAU DAS WOLLTE ICH SAGEN, DASS ICH EBEN NICHT PROLETARIAT UND BÜRGERTUM MEINE!!!
Du kennst Neugeboren aus eigener Anschauung. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass ihre Gesichter in den ersten Stunden und Tagen uralt aussehen? Meine drei waren in mir und wussten das alles schon, als sie auf die Welt kamen. Sie waren mir so nah, wie sollten sie nicht alles wissen?
Glücklicherweise vergessen sie es in ihren ersten Wochen allmählich wieder. Und das sieht man auch in ihren Gesichtern, das diese Last allmählich von ihnen abfällt. Ich bin mir sicher, dass es Kinder gibt, die schon im Mutterleib beschließen, dass es besser ist, zuzumachen. Soviel zu "He,die waren gar nie auf!" Sie sind nicht schuld.Habe ich das geschrieben? Zitier mich!
Und natürlich sollst du das für deine Töchter nicht so stehen lassen.
Du hast mit Sicherheit einen ziemlichen Streifen durchgemacht und hast überlebt. Meine Hochachtung! Du hast dich entwickelt, was viele andere nicht können.
Aber was ich meine, ist, wenn man für sich selbst entdeckt hat, wie es geht, dann ist das nicht die ultimative Lösung für alle andern. Manche wollen da bleiben, wo sie sind.
Und es ist weder deine noch meine Aufgabe, uns daran aufzureiben, sie da raus zu holen. Für mich war es ein langer und bitterer Weg, zu erkennen, dass meine Mutter nicht heraus will aus ihrer selbst gewählten Sklaverei.
Wie ein Huhn aus einer Legebatterie, wenn du verstehst, was ich meine: du befreist es aus seinem Elend, setzt es ins Hühnerparadies, wo es nach Herzenslust scharren, picken und staubbaden kann und es verkriecht sich panisch in einem Schuhkarton.
Meine Mutter ist in einer Therapie bis zu einem Punkt gekommen, wo sie den Schmerz nicht mehr ertragen konnte und sich weigerte, weiter zu gehen. Seither steht sie unter Psychopharmaka und funktioniert nur noch. Wie eine kaputte Puppe. Mein Vater steht hilflos daneben, aber er selbst ist auch nicht in Ordnung.
Weißt du, wie weh mir das tut? Dass ich erkennen musste, dass ich nur lindern kann, nicht heilen? Dass es nicht meine Aufgabe ist, zu heilen? Weil ich mein Leben leben muß und nichts ändern kann am Kindheitstrauma meiner Mutter. Weil ich akzeptieren muss, dass sie das nicht haben will, was ich für das Beste für sie halte. Loslassen tut scheisse weh!
Und natürlich musst du deiner Tochter den Kopf zurechtrücken! Das ist deine Aufgabe als Mutter. Und ich wünsche dir von Herzen, dass du keinen so schmerzreichen Frust erleidest wie ich.
Ich bin hier, weil ich mich entwickle. Meinen Weg suche. Weil ich geistige Nahrung brauche. Weil ich die Dinge, die mir wirklich wichtig sind, nicht in der Eingangstür vom Kindergarten oder an der Haltestelle vom Schulbus klarkriege. Soviel zum Thema: ehrlich einbringen und herkommen, um wach zu werden.
Liebes Corriendo Mundo, ich verlange hier von niemandem, dass er mich versteht. Ich habe nur ein ehrliches Interesse daran, meine Worte verstanden zu wissen, so, wie ich sie gemeint habe. Das ist ein Unterschied. Und es macht mir Freude, weil ich mich daran weiterentwickeln kann.
Und das mit meiner Mutter, tut mir leid, nehme ich dir übel. Du spekulierst. Du hast schon entschieden, in welche Schublade ich passe.
Was ich nämlich sagen wollte, war, dass viele Menschen und vor allem Frauen - so wie meine Mutter in ihrem Medikamentennebel - nur noch funktionieren.
Was mit meiner Mutter ist, konnte natürlich keiner aus diesen Zeilen herauslesen, schon klar, aber was ich sagen wollte, war: dieses nach außen orientierte, Heile-Welt-Spielchen raubt so vielen Menschen alle Energie. Und es ist so nutzlos, dass ich heulen könnte.
Jetzt habt ihr mich aus der Reserve gelockt. :0D
Hallo Anonyme,
bitte nicht das ,sondern DER Gauzibauz!
Ich bin in meinen Träumen ein roter,schöner Hauskater mit glänzendem Fell.Danke!
Na,das hört sich jetzt doch anders an.
Schön,dass du aufmachen und zum wesentlichen kommen konntest.Deshalb liebe ich die Kommentare so,sie geben dir die Möglichkeit ehrlich zu sein,mehr
oder weniger anonym kannst du sagen wie es in deinem Herz aussieht.Ich halte das für wichtig,weil es mit uns was macht wenn wir das so öffentlich niederschreiben und mit diesem EINEN Click für andere sichtbar machen.Ingrid hat da eine sehr vertrauensvolle Rolle übernommen.
Nach deinem letzten Kommentar ist erfühlbar,dass auch DU auf der Suche bist.Das ist gut so,aber nicht weil ich schadenfreudig bin,sondern weil man sieht,dass wir ALLE auf der Suche sind und Alle ein schweres Gepäck mitschleppen.Mich ärgert es manchmal wenn sich 2 die Sätze zuwerfen
und sich für so über der Sachestehend halten,dass die andern automatisch(oder sollte ich nur für mich sprechen) für minderbemittelt halten.Tatsächlich habe ich aus den Diskusionen und Kommentaren einiges gelernt was mir half bestimmte Dinge besser zu verstehen.Darum halte ich auch nicht mehr als 2 Wochen Abstinenz aus wenn mich jemand richt geärgert hat.Hoffentlich bleibt uns diese Plattform noch recht lange erhalten
und nochmals Danke an Alle.
Grüsse
Ich kann nur immer wieder betonen, dass ich nicht auf der Suche nach Kampf bin, wenn ich herkomme. Ich will niemandem meine Meinung aufzwingen!!
Ich möchte gar nicht persönlich werden, sondern bei der Sache bleiben. Und ich bin dankbar für den vielen Denkstoff.
So hat sich jetzt in meinem Kopf auch allmählich das Bild mit dem Hexentrauma gerundet.Ich bin noch immer der Meinung, dass das kein planvolles Vorgehen der Männlichkeit war, jedenalls nicht im Hinblick auf das Ziel, das Weibliche aus der Welt zu drängen.
Ich halte für möglich, dass Anfangs die Kirche wirklich nur die Frauen vom Markt drängen, aus dem Geschäft haben wollte und dass sich das Ganze, vermengt mit den Vorstellungen der tumben Masse und abergläubischen Ängsten, zu einem Wahn verselbstständigt hat, der der kirchlichen Obrigkeit freilich gut in den Kram passte.
Dann machte sich tatsächlich Angst breit und Frauen trauten sich nicht mehr, für sich selbst einzutreten, ihren Teil zur Welt beizutragen, traumatisiert wie sie waren.
In diesem Moment entstand ein Ungleichgewicht und diesem Umstand verdanken wir wahrscheinlich die Entwicklung der letzten Jahrhunderte bzw. die Art und Weise WIE diese vor sich ging. Zu entdecken, zu erfinden, Nutzen zu ziehen, ich sage nur: die sogenannte Aufklärung, die Industriealisierung, die Wissenschaft, die Entwicklung des Heilens zur heutigen Pharmaindustrie....
Das alles geschah doch, wenn man mal genau hinsieht, auf sehr männliche Weise, oder nicht? Frauen haben die gleichen Fähigkeiten, aber sie wären es eben auf andere Art und Weise angegangen. Wären männliche und weibliche Kräfte im Gleichgewicht geblieben, wäre unsere Welt dann heute eine andere?
Und ich bin mittlerweile so weit, das Hexentrauma auch in meinem eigenen Leben für möglich zu halten. Denn ich habe festgestellt, dass es bei mir auch einen Hang gibt, zu kuschen. Nicht für mich einzutreten.
Bei einem Mann würde frau sagen: den Schwanz einzukneifen :0D.
Aber es wird besser. Immer mehr.
Kleiner Nachtrag zum Beginn des Traumas: "Wenn DIE dafür verbrannt wird, dann sind diese Dinge, die ich in mir fühle, bestimmt falsch und schlecht und schmutzig" könnte eine Zeugin einer Hexenverbrennung doch gedacht haben - und wie muss sie sich da gefühlt haben!
Deshalb ist es Erlösung (hallo Ingrid!), zu erkennen, dass diese Magie gut und richtig ist und keine paranoide Spinnerei! Luisas "Das Gras wachsen hören" war für mich ein Schlüsselerlebnis in dieser Richtung.
:0)
Für´s Anonym noch kurz:
"Und das mit meiner Mutter, tut mir leid, nehme ich dir übel."
Das geht für mich in Ordnung. Bin ich gewohnt - von denen, die MICH nicht verstehen.
"Du spekulierst. Du hast schon entschieden, in welche Schublade ich passe."
Da muß ich dann aber doch nochmal einhaken (kannst du mir auch gerne wieder übelnehmen), denn was ich lese,ist diametral entgegensetzt: Du scheinst sehr viel über deine Mutter zu spekulieren und diese in eine Schublade gepackt zu haben - ich zitiere:
"Weil ich akzeptieren muss, dass sie das nicht haben will, was ich für das Beste für sie halte." Du kannst doch nicht wirklich glauben, du wüßtest auch nur für irgendeinen anderen Menschen, was das Beste für diesen ist? Loslasen ist ganz einfach, wenn du das kapiert hast.
Labbatú y ElCuervoSünDenBock
"Weil ich akzeptieren muss, dass sie das nicht haben will, was ich für das Beste für sie halte."
Dieser Satz war selbstkritisch gemeint, siehst du das nicht? Und es WAR ein schmerzhafter Prozess, zu so einer Haltung zu kommen.
Ich leide nicht mehr an meinen Eltern. ICH habe mein Kindheitstrauma, vielleicht noch nicht ganz, aber weitestgehend überwunden.
Und das hat wehgetan, jeder der behauptet, das täte nicht weh, dorthin zu kommen, lügt oder hat keine Ahnung.
"Loslassen ist ganz einfach!" Natürlich ist es ganz einfach. Es befreit, wenn du das meinst. Ja, das tut es. Es geht mir gut damit. Aber es war dennoch eine Hölle, dahin zu kommen.
Und ich nehme dir übel, den Satz über meine Mutter und den Abwasch gegen mich ausgelegt zu haben, ohne dass du verstanden hast, was ich gemeint habe.
:0)
P.S.: "diametral" habe ich bei "Meyers" nachschlagen müssen. Es bedeutet allgemein "entgegengesetzt". Kleiner Nachtrag zum Weltraumtourismus: Dennis Tito hieß der Mann. Wikipedia spuckt da einiges aus. Google auch.
P.P.S.: Es ist nicht so, dass ich ich Antipathien hege. Es geht mir nach wie vor rein um die Inhalte.
Jetzt habe ich mich von dir zum kritteln hinreißen lassen. Im P.S.! Tja, ich bin halt' auch nur ein Menscht, tut mir leid!
:0)
Anscheinend ist das Thema erledigt. Schade! Ich hätte gern noch ein paar Meinungen mehr gehabt...ein paar andere Aspekte des Weiblichen im Allgemeinen und des Hexentraumas im Besonderen...
'Tschuldigung, Ingrid, dass wir hier so ein bisschen auf den Hühnerhof geraten sind.
Gack!
:0)
Nein, eine Meinung kommt noch! ;)
Ich lese hier sehr interessiert mit...
Finde den Austausch wunderbar...
und alles was hier zur Sprache kommt...
Die Sache mit dem Hexentrauma kann ich nicht nachspüren - natürlich gab und gibt es immer Angriffe auf meine weibliche Kraft (täglich?), von Frauen, von Männern, von Institutionen. Aber diesen Aufschrei, diese Wut - wie ich sie hier lesen kann - kenne ich nicht.
Vielleicht bin ich blauäugig -
vielleicht bin ich zu jung -
bin nicht ent-täuscht worden -
gebrochen worden -
die Frage ist halt nur: wer bestimmt denn, ob ich gebrochen werde?
Ich lebe weitgehend still, so gut ich kann,
ich sammle Wissen (über mich, über die Welt),
ich lerne für mich alleine zu sorgen,
Verantwortung zu übernehmen,
ich weine, will manchmal mit dem Kopf durch die Wand,
ich kenne meinen Weg nicht,
aber ich weiß was mich ganz macht und was mich zerbricht.
Ich weiß nicht, wie groß meine Kräfte im Vergleich zu einer "waschechten" Hexe sind,
aber für mich sind sie groß und erstaunlich genug, so dass ich mich "Hexe" nennen könnte.
Aber: ich habe wirklich nie (!) das Gefühl gehabt, beschnitten werden zu können, wenn ich das nicht will.
Wenn mir etwas oder jemand meine Kraft, mein Menschsein entzieht, dann muss ich weggehen. Niemand kann mir sagen wie ich mein Leben zu leben habe, keine Kirche, kein Mensch, nichts - solange ich ihm aus dem Zentrum heraus begegne. Wenn mir mit Einsamkeit und Verachtung gedroht wurde und es mir Angst gemacht hat - dann deshalb, weil ich noch nicht gelernt habe, mir selbst eine gute Gefährtin zu sein und somit noch nicht in meinem Zentrum war.
Für mich ist Weggehen nicht:
Die Augen verschließen vor einer Wahrheit
es bedeutet, einer Sache die Aufmerksamkeit zu entziehen und damit die Kraft, die sie durch mich erhält.
Ich frage mich sogar, ob sich Frauen nicht vielleicht sogar auf ganz masochistische Art und Weise damit etwas antun, dass sie ihre Kraft- und Mutlosigkeit, Stagnation usw. auf das Hexentrauma zurückführen - eine Sache die so schwer nachweisbar ist, schwer begreifbar, und damit auch nichts, womit sich meiner Meinung nach in der Praxis gut arbeiten ließe (ich bin halt mehr a Erdige). Soll nicht heißen, dass Nicht-Nachweisbar = Nicht-Existent ist!
Ich studiere u.a. Kunstgeschichte, arbeite viel auf diesem Gebiet und kann aus Erfahrung sagen:
auch mit den besten wissenschaftlichen Methoden können wir uns an das tatsächliche Lebensgefühl unserer Vorfahren immer nur annäherungsweise herantasten. Menschen aus verschiedenen Zeiten haben tatsächlich eine unterschiedliche Anatomie, damit auch unterschiedliche Bewegungs- und Denkmuster. Gerade im 20. Jh. lässt sich das sehr gut nachvollziehen. Wir können uns einfach nicht anmaßen zu wissen, was mittelalterliche oder frühneuzeitliche Frauen und Männer (allein das schon so viele Jahrhunderte!!!) aus den verschiedenen Schichten (!), Ländern und deren Regionen (!) tatsächlich gedacht und gefühlt haben mögen. Auch wenn ich eine durch die jahrhunderte geschleppte Traumatisierung für möglich halte, denke ich, dass es auch eine Frage des Respekts unseren Ahnen gegenüber ist, ob wir aus deren Geschichte einfach nur herauspicken, was uns passend erscheint, um Begründungen oder gar Sündenböcke für unsere Probleme zu finden. Da sehe ich eindeutig eine Abrutschgefahr. Wir sind halt Menschen und Menschen lieben Erklärungen und ich befürchte, manchmal tun wir beim Erklärungs-Suchen ein bisserl zuviel des Guten... Ich denke nicht, dass wir das Recht haben, diesen Teil der Menschheitsgeschichte so ohne Weiteres heraus zu schneiden und für unsere Zwecke (egal welcher Art) zu verwenden.
So, das war mein in aller Eile hinzugefügter großer, historischer Batzn Senf!
:)
Artemis
Also, ich glaube schon, dass wir das Recht haben, das, was wir in uns selbst entdecken und erspüren auch zu verwenden. Wer sollte es uns verbieten?
Gerade aus Achtung vor, und Liebe zu unseren AhnInnen. ( es gab auch männl. Hexen)
Ich glaube auch, dass mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise es nicht leichter wird den eigenen inneren Schatz zu heben, weil der Kopf bekanntlich nur denkt und nicht ist.
Das Herz könnte fühlen warum eine für den Moment "gebrochen" scheint, wütend ist, und dabei trotzdem ihren Weg in Schönheit weitergeht, wenn man es nur ließe.
Liebes anonym,
Ich finde, wir haben sogar die Pflicht, uns selbst zu entdecken!
Die "wissenschaftliche Herangehensweise" finde ich sogar sehr nötig. Leider wird Wissenschaft sehr häufig mit etwas verwechselt, was die Argumente des Herzens ignoriert und nicht an persönlicher Entwicklung interessiert ist. Das stimmt nicht. In meinen Augen benützt "wahre" Wissenschaft beide Herz- und Hirn-Hälften gleichermaßen, wobei das integrierte Hirn und das integrierte Herz auch noch in einem ständigen Dialog miteinander stehen. "Mit dem Hirn fühlen und mit dem Herz denken", wie ein weiser Mensch einmal gesprochen hat, an dessen Namen ich mich nicht erinnern kann.
Im Bezug auf das Hexentrauma bin ich trotz allem sehr skeptisch, inwiefern wir die Geschichte so einfach verwenden dürfen und vor allem, inwiefern das wirklich heilsam und nützlich ist! Wir sind zwar in die Geschichte eingeflochten, wir gehen auch auf Geschichte und es ist ein schlauer Zug, auf die Weisheit gelebter Leben zurückzugreifen.
Aber ich frag mich halt, wenn hier so von Hexenverfolgung und Hexentrauma gesprochen wird: worauf genau stützt sich das? Bitte glaubt nicht, ich sei so verknöchert zu behaupten, ein Mensch müsse tausend schlaue Wälzer wälzen und sich in alte verstaubte Bibliotheken verkriechen, um schlussendlich von der Hexenverfolgung sprechen zu dürfen. Nein, so meine ich das nicht.
Es ist ganz leicht, sich von den Bildern, die einem zum Thema in den Sinn kommen, in eine bestimmte Ecke drängen zu lassen. Aber wir dürfen nie behaupten, dass wir wirklich wüssten, worum es da gegangen ist. Aber wenn mich die Bilder von Ent-machtung, Ent-eignung, Vernichtung und Brechung so betroffen machen und so tief anrühren und aufwühlen, dann weil ich selbst irgendwann einmal erfolgreich entmachtet, enteignet, vernichtet und gebrochen wurde. Und die Tatsache, dass die europäischen Hexen und Hexer eben meine Vorfahren sind, macht es noch leichter, einen Bezug zu meiner Geschichte herzustellen. Deswegen habe ich aber nicht das Recht, diesen Teil der Geschichte für mich zu vereinnahmen. Ich will hier keine Diskussion über "wer hat das Recht wozu" vom Zaun brechen, weil das nur für mich gilt: ich gebe mir nicht das Recht, Geschichte zu vereinnahmen (weil das ebenso Festhalten ist wie alles andere) und weil ich aus meiner Geschichte gelernt habe, was dann passiert (das könnte man jetzt auch im politischen oder ideologischen Sinn anwenden). Egal mit welchen Absichten wir eine Epoche nachzufühlen und zu -denken beginnen, irgendwann ist es nicht mehr so einfach, die Weisheit der Geschichte ins Jetzt zu tragen.
Ich schätze mal, ich bin ein bisschen jünger als der Durchschnitt hier, und ich schätze auch, dass ich es *pardon* leichter gehabt habe, was das Entdecken und Entwickeln meiner Kraft angeht. Ich bin allen Frauen dankbar, die mir den Weg dahin gezeigt haben, und interessanterweise waren dass viel mehr sog. "ent-machtete" Frauen, deren Leben ich gesehen habe. Ich selbst habe Entmachtung nie so krass am eigenen Körper erlebt, wodurch mich die Thematik der gebrochenen Menschen wesentlich weniger anrührt (Mitgefühl hab ich schon)... Ich plädiere halt immer für den kühlen Kopf und das warme Herz...
Alles Liebe,
Artemis
Erstmal danke, Artemis, dass du mich darauf zurückgebracht hast, dass jede Objektivität Illusion ist! Natürlich kann man in Vergangenes alles mögliche hinein interpretieren, genau wie in Gegenwärtiges. Also KANN eine gar nichts wissen, sondern nur spekulieren, vermuten - geschweige denn, be- oder verurteilen, siehe Geständnis Grass.
"ich habe wirklich nie (!) das Gefühl gehabt, beschnitten werden zu können, wenn ich das nicht will."
Was soll ich dazu sagen? Vorstellen kann ich mir das nur schlecht, weil es für mich nicht zutrifft. Soll ich dich darum beneiden? Das widerstrebt mir. Denn ohne meine Vergangenheit wäre ich nicht die, die ich heute bin und die bin ich eigentlich ganz gerne, inzwischen.
Ich kenne dich nicht, kann das nicht beurteilen (soll ich ja wohl auch nicht, oder? :0))
Aber die Erfahrungen, die ich gemacht und die Dinge, die ich erlebt habe, seit ich Anfang zwanzig war, die kommen für dich erst noch. Die kann man auch gar nicht vorher machen.
Ich wünsche dir, dass du dabei so frei bleibst, wie du es jetzt zu sein scheinst.
:0)
P.S.: Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang ("kühler Kopf, warmes Herz") die Lektüre des heiß diskutierten Vortrages des Papstes vom 12. September an der Uni in Regensburg in der vom Vatikan autorisierten Fassung.
Na wer hat es noch immer nicht gemerkt was hier aufgeführt wird? Und von wem? ;-)
Ich !!!
Was wird hier aufgeführt, von wem bzw. wozu und wem nutzt es???
Hallo,
ich hab auch seit 2 oder 3 Tagen das blöde Gefühl jemandem auf den Leim gegangen zu sein.
Grüsse
Liebe Artemis,
es ist schon komisch darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass man jetzt zur älteren Generation gehört. Ist mir noch gar nicht so aufgefallen. Aber ist vollkommen in Ordnung und stimmt ja auch. Weißt du, ich glaube, dass in meinem Leben die prägendste Erfahrung war, als ich als Kind über die Zeit des Holocausts erfuhr.
Meine Urgroßmutter, meine Großmutter, meine Mutter konnte ich fragen und war an diesem Teil der Geschichte somit sehr nahe dran. Alles was mir wichtig ist, ist sicher aus dem immer wieder darüber Nachdenken und Fühlen entstanden.
Und wichtig ist für mich ein weitgehend unabhängiges Inneres zu bewahren, mir selbst zu vertrauen, damit ich Situationen einschätzen kann - damit ich einen enstehenden kollektiven Wahnsinn früh genug als das erkennen und bezeichnen kann, was er eben ist - eben Sch......!
Mit der Hexenverbrennung mach ich es als frei denkender Mensch genauso. Als kleine Mahnung, wie schnell und umfassend die herrschende Meinung in einem Land umschlagen kann, steht bei mir im Bücherregal der Hexenhammer von den Inquisitoren Jakob Sprenger und Heinrich Institoris. LG
Liebes anonym nr.1, Du hast geschrieben:
Was soll ich dazu sagen? Vorstellen kann ich mir das nur schlecht, weil es für mich nicht zutrifft. Soll ich dich darum beneiden? Das widerstrebt mir. Denn ohne meine Vergangenheit wäre ich nicht die, die ich heute bin und die bin ich eigentlich ganz gerne, inzwischen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass ich nie das Gefühl gehabt hätte, meiner Kraft beraubt zu werden. Klar hab ich das. Aber ich habe Gott sei Dank von vielen Menschen gelernt, wie man sich gegen solche Übergriffe schützt. Ich bin schon des öfteren durch meine persönliche Höllen (und Himmel) spaziert und ich bin mir sicher, da kommt noch Einiges! Das Rad zurückdrehen möchte ich aber an keinem Punkt meines Lebens.
Liebes anonym Nr. 2, ich wollte die Aufmerksamkeit auf den Altersunterschied ganz bewusst lenken, weil ich auch zeigen wollte, was für einen Einfluss "Eure" Diskussion hier auf die Töchtergeneration hat, nämlich einen großen! Für mich ist das Lesen hier vor allem eine Lernsache. Ich bin gerade in einer Phase, in der ich mich auch äußerlich gänzlich von meiner Mutter löse (Auslandsstudium) und ganz allein für mich zu sorgen lerne. Die meisten hier haben schon Kinder oder sind auch schon Omas - für mich also Frauen, von denen ich mir was abschauen kann... Ich weiß, dass vieles in meinem Erleben noch sehr unbeschwert und auf mich bezogen ist, liegt an der Phase (auch am Alter?).
Meine Großeltern haben den 2. Weltkrieg ebenfalls miterlebt und ich hatte das Glück, mit ihnen darüber sprechen zu können. Da ein Teil meiner Familie französisch ist, gibt es viele verschiedene Geschichten und Erlebnisse. Mir wurde das Ausmaß des Leids und der Trauer immer sehr deutlich vor Augen gehalten. Aber ich habe auch viele persönliche, vererbte Mütter-Töchter-Dramen erlebt. Das alles hat mich aber nie wirklich nachhaltig gedrückt - und ab diesem Punkt kommt etwas ins Spiel, das ich wohl einfach "Glück" oder "Segen" nennen sollte. Es ist einfach so, ich bin tatsächlich ziemlich unverwüstlich.
Ich mag den Kontakt zwischen den Generationen, er ist mir sehr wichtig. Ich denke schon, dass ich über meine Weisheit verfüge, aber ich muss noch sehr viel lernen. Hier zu lesen hilft mir dabei, aber ich denke, dass meine Meinung (wenn sie auch "jünger" und weniger lebenserfahren ist) definitiv auch von Wert ist. Je älter ich werde, desto mehr Achtung habe ich auch für meine Mutter, für alle Mütter und grundsätzlich alle Frauen, die ich als gereift erlebe. Deswegen bin ich hier: um diese Achtung zu teilen und auch noch mal drauf hinzuweisen, dass nicht alle Töchter sich (wie oben einmal geschrieben wurde) wieder schnurstracks freiwillig in ein Gefängnis begeben, oder sich so einfach hineinstecken lassen.
Danke!
Artemis
Ich habe mir diesen Papstvortrag zu Gemüte geführt, weil alle so laut geschimpft haben, egal, auf welcher Seite sie stehen.
Ich habe nicht nur die vom Vatikan autorisierte Version gelesen, sondern auch noch andere.
Aus dem Bild, dass ich mir inzwischen gemacht habe, kann ich nur eines sagen: die ganze öffentliche Diskussion darüber geht völlig an Inhalt und Thema des Vortrages vorbei.
Allerdings unterstelle ich Benedict schon, dass Berechnung dahinter steckt. Sie geht nur nicht in die Richtung, die offensichtlich zu sein scheint.
Generell habe ich ein ungutes Gefühl, einer allgemeinen Meinung zuzustimmen.
In meiner Bücherei fragte ich nach dem Buch von Eva Herman und die sehr kompetente städtische Angestellte äußerte dazu: "Nee, das haben wir noch nicht und hoffentlich kriegen wir das auch nie!" Schnell schickte ich die Frage hinterher: "Haben sie's denn gelesen?" Die Antwort war "Nein..."
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen: Welcher Christ weiß den wirklich, was in der Bibel steht außer dem oft und gern zitierten "Auge um Auge..."? Oder welcher Moslem kennt den wahren Kern des Islam?
Lieber Gauzibauz, ich habe keinerlei Missionierungsdrang. Weder einen katholischen noch sonst einen. Welchen Leim sollte ich also ausgelegt haben?
Ich weiß nur gern vorher, wovon ich spreche, bevor ich eine wie auch immer geartete Kritik äußere. Und deshalb habe ich diesen Vortrag sehr genau gelesen.
Und den darin auftauchenden Appell, Glaube und Vernunft gleichrangig nebeneinander stehen zu lassen, finde ich nicht uninteressant, nur weil er vom Papst kommt.
Das kann man nämlich durchaus reduzieren auf: Wissenschaft geht nicht ohne Ethik. Glaube meint nämlich in diesem Zusammenhang eben nicht blinde Abhängigkeit, sondern Vertrauen auf das, was in uns ist. Ich trenne die Aussage durchaus von der Institution Kirche.
Das Intuitive in uns ist viel wichtiger als alles andere. Jede Wissenschaft - messen, zählen, wiegen, beweisen - ist immer nur eine Krücke.
Und das hat Artemis wunderbar zusammengefasst in: "kühler Kopf, warmes Herz!"
Das wünsche ich uns allen!
:0)
Und doch noch ein
P.S: Wenn ihr mir jetzt auch noch den Grass vorwerfen wollt, so kann ich dazu nur sagen: ich persönlich habe mir lange Gedanken gemacht, was seine wahren Motive waren, so lange zu schweigen bzw. genau jetzt damit herauszurücken usw. usw. Fest steht nur eins, und auch daran hat mich Artemis erinnert: ich habe in dieser Zeit und unter diesen Umständen nicht gelebt. Ich kann nur spekulieren. Welches Recht habe ich, zu be- bzw. zu verurteilen?
Liebe Artemis, als ich meinen letzten Beitrag schrieb, war deiner noch nicht auf meinem Schirm, ich bin technisch etwas eingeschränkt.
Fest steht, mit Anfang zwanzig war mein Blick noch nicht so scharf und klar wie deiner. Es verblüfft mich.
Aber, wie gesagt, es ist okay. Da ist kein Bedauern darüber, was ich damals nicht hatte. Denn inzwischen bin ich damit im Reinen.
Und ich bin in diesem Raum hier voller Vertrauen. Mich lässt kein Misstrauen "Verrat!" schreien.
:0)
Mir fällt auf, dass hier einige sich immer wieder fragen ob sie das Recht hätten etwas zu verwenden, einzuschätzen, zu beurteilen.........
Dazu möchte ich sagen: "JA, ihr habt das Recht auf eine eigene Meinung, ihr habt das Recht einen eigenen Standpunkt zu vertreten und ihr habt das Recht Fehler zu machen und diese wieder zu korrigieren. Und die anderen auch. Das ist doch die Basis für jede Diskussion - und ein halbwegs aufrechtes Leben."
Natürlich haben wir ein Recht auf eine eigene Meinung.
Deshalb informiere ich mich ja, bevor ich meine Meinung äußere.
Laut mitschreien kann schließlich jeder.
Aber wie objektiv ist letztlich die eigene Meinung?
Wie sehr vorgegeben durch das Geschrei der andern?
Wer bildet meine Meinung? Das Blatt mit den vier Buchstaben, dass sich selbst schon nicht mehr Zeitung nennt? Die WAZ-Mediengruppe? Die FAZ? RTL? ARTE? Das Geschwätz beim Bäcker, im Bus, am Stammtisch?
Wir werden manipuliert. Und deshalb immer Vorsicht mit dem endgültigen Urteil.
Wer, zum Beispeil, schreit denn je laut, wenn der Sprit plötzlich billiger wird?
:0)
Hallo?
Jetzt komme ich mit den ganzen Anonymen doch ein bisschen ins Schleudern.
Da es aber immer noch um das Hexenthema geht, noch eine Meinung von meiner einer.
Zitat:…"kein planvolles Vorgehen der Männlichkeit war, jedenfalls nicht im Hinblick auf das Ziel, das Weibliche aus der Welt zu drängen...
... Anfangs die Kirche wirklich nur die Frauen vom Markt drängen, aus dem Geschäft haben wollte und dass sich das Ganze, vermengt mit den Vorstellungen der tumben Masse und abergläubischen Ängsten, zu einem Wahn verselbstständigt hat, der der kirchlichen Obrigkeit freilich gut in den Kram passte..."
Es war wohl eher anders herum! Das hört sich vielleicht so an, wie: was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Aber Fakt ist das die spirituelle Präsenz der Frauen so selbstverständlich im Alltag war, das die christliche Priesterschaft gegen eine allgegenwärtige Konkurrenz antreten musste. Ich beziehe mich hier auf die Territorien in denen die Hexenverfolgung begann und dann wütete. Und wir dürfen auch den Zeitraum nicht vergessen, es handelt sich dabei um fast 500 Jahre, da wandeln sich auch schon mal die Intention und die Zielsetzung.
Da ging es erst mal nicht um „Kohle“. Dass es ein Geschäft wird, haben die Hexenjäger schon irgendwann gemerkt, vor allem die weltliche Justiz. Da wurde so manche reiche Witwe oder ein unliebsamer Wettbewerber im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf des 15. oder 17. Jahrhundert als Hexe angeklagt. Es gibt noch einiges an Belegen.
Hebammen, Kräuterfrauen, Heilerinnen sind selten wohlhabend gewesen. Das Potential, das Wissen und Überlieferungen, die sie besaßen, wurde eher vernichtet, denn als Wert erfasst. Manches wurde übernommen und genutzt, aber nicht mehr als Wissen der Weisen Frauen erkannt oder gewürdigt.
Und es stimmt auch so nicht dass erst ein Wahn unter der Bevölkerung sich breit gemachte und die Kirchenführer sozusagen Trittbrettfahrer waren. Es gab gezielte “Aufklärung“ gewissermaßen von der Kanzel der schlichten und gebildeten Bevölkerung und dann erst wusste „die öffentliche Meinung“ was Hexen doch für gefährliche Weiber und gotteslästerliche Anhängerinnen des Satans waren.
Dass in dieser Zeit, dass ohne hin bereits vorhandene Ungleichgewicht sich zwischen den Geschlechtern noch verschärfte, ist richtig. Und einiges davon waren (sind es immer noch) Selbstläufer. Erst seit kurzen haben Frauen angefangen zu schauen wo dieses oder jenes Gottesgesetz wirklich herkam oder was hinter einem „das war schon immer so“ tatsächlich steckt.
In diesem Sinne meine ich: Auf lasst uns weiter die Vergangenheit heraufbeschwören, das Heute wandeln und an dem Morgen hexen!
Gruß Stephanie
PS
DER rote Kater Gauzibauz hat also Kinder und lebt Frauenkraft? Das muss ich erst einmal verkraften.
Übrigens, das sächliche ist im Deutschen nicht selten genug Weiblich oder suggeriert Weibliches Sein. Das Mädchen zum Beispiel.
Ich wollte noch anmerken, wie gut mir die Generationenvielfalt hier gfällt.
Ich gehöre, wie einige schon wissen zu den Großmüttern und stelle immer wieder mit Begeisterung fest welche Entwicklung die Frauenschaft allein in den letzten fünfzig Jahren genommen hat.
Bei sieben Enkeltöchtern ist mir da auch gar nicht bange dass der Wandel weiter geht!
Tschuldigung, noch ein Nachtrag:
Es gibt kein "endgültiges" Urteil!
Und jede Meinung hat Gültigkeit.
Ich kann zwar Zweifel im Herzen hegen und mich lieber zurück halten, aber wer sagt mir, dass es nicht in diesem Augenblick auf diese meine, noch nicht ganz ausgegorene Bemerkung gerade jetzt ankommt?
Schöne Grüss
"In german a girl has no sex - but an onion has!" So sehen uns die Briten: "Im deutschen hat DAS Mädchen kein Geschlecht - aber DIE Zwiebel hat`s!"
Danke für die Einzelheiten zur Hexenverfolgung. Dass die soo lange ging, war mir nicht bekannt. Da stimme ich dir zu, kann sich die Zielsetzung schon mal ändern.
Die Zitate sind alle von mir :0) ja,ja, Anonymität hat so ihre Tücken.
Und ob der ganze Ärger wirklich damit angefangen hat, dass die Hexen ihr Zeug besser unters Volk bringen konnten als die Popen, ist ja auch nur Spekulation von mir. Vielleicht hab' ich zuviele Mittelalterromane gelesen. :0D
Wir waren nicht dabei.
Insofern kann ich das, glaube ich, jetzt so stehen lassen. Denn letzten Endes spielt es doch eigentlich nur eine Nebenrolle, ob mein Trauma von meinen Ahninnen immer schön weitervererbt wurde, aus einem früheren Leben herrührt oder in meinem jetzigen entstanden ist.
Was zählt, ist allein die Tatsache, dass ich es erkenne, annehme und überwinde - oder?
:0)
Liebe Anonym
es stimmt schon, die eine Seite ist die massive Last der Geschichte die im gesellschaftlichen Kontext immer noch nicht anerkannt wird, die andere die Wahrnehmung jeder einzelnen Frau, ob Trauma oder nicht, die Hexe hat uns immer begleitet. Zu meiner Kinderzeit war es nicht ohne als Hexe bezeichnet zu werden. Heute hat meine Enkeltochter Bibi-Blocksberg-Poster über dem Bett hängen und alle Bände von Harry Potter gelesen. Das allgemeine Hexentabu ist aber noch nicht gebrochen. Wenn du zu dem Thema noch eine kompetente weibliche Meinung lesen möchtest, kann ich dir das Buch von Erika Wisselink empfehlen: "Hexen - warum wir so wenig von ihrer Geschichte erfahren und was davon auch noch falsch ist"; Verlag Frauenoffensive.
Das wahre Ausmaß und die Hintergründe der Greuel, die politischen Zusammenhänge und die Einzelschicksale sind manchmal nicht auszuhalten, aber bei meiner „Traumabewältigung“ fand ich das Wissen hilfreich.
Ich bin nicht der Meinung, dass es nur eine Nebenrolle spielt, wo „es“ her kommt! Was spielt denn dann eine Rolle? Und was nimmst du denn da an?
Unsere Mütter haben sich nicht sehr als hilfreiche Führerinnen auf unserem Weg erwiesen und ich bin mir nicht sicher, ob ich meiner Aufgabe bei meinen Töchtern gerecht geworden bin, so schlau wie heute war ich nicht immer. Und wie gesagt, in meinem jungen Leben gab es keine Weise Alte .
Die deutsche Sprache ist beklagenswert vermännlicht, aber in der Herkunft weiblicher als wir oder die Engländer es heute sehen.
Uff! Jetzt geht's ans Eingemachte!
Es ist nicht unwichtig, woher das Trauma kommt. Natürlich nicht. Aber die Urheber anzuklagen, kann auch zur Falle werden. Zeit heilt Wunden, das stimmt nicht, aber irgendwann muss man auch aufhören, wehklagend in seine Vergangenheit zu blicken, das Leid loslassen.
Sonst gibt es keine Entwicklung.
Das Trauma annehmen heißt bei mir nicht, den Tätern zu verzeihen, sondern ihr Handeln zu erkennen.
Verstehen, was passiert ist und warum. Nicht "Verständnis haben", das ist ein Unterschied!!!
Und, nicht zuletzt, heißt annehmen auch, sich selbst zu verzeihen. Eben nicht auf der Schiene fahren:"Wie konnte ich nur so blöd sein!" - denn das ist destruktiv.
Nein, meine Mutter war auch keine hilfreiche Führerin, eher im Gegenteil. Auch sonst war da keine, die mir den richtigen Weg gezeigt hätte...
:0)
Kleine Anmerkung: die Täter von damals sind ja auch wieder da ... und der WEchsel der Rollen ist nicht vorgesehen, heißt: wir finden sie auch heute wieder in gesellschaftspolitisch relevanten Rollen. Im Aufsichtsrat. In der Kirche. Als Vorsitzender des Sportvereins ... usw. usw. ...
So als kleine Anregung, warum das manchmal nicht ausreicht, nur im persönlichen Bereich Frieden zu finden - ist eben schwer, wenn der ehemalige Widersacher der jetzige Chef ist ...
lg
ich
Liebe Anonym : ),
Du bist wirklich arm dran.
Kopf hoch, es gibt viele Frauen mit Mutter- Tochter- Dramen im Gepäck. Alles kein Grund so eine Art Täterreinwaschung vorzunehmen und über alles was du nicht gelesen hast oder dir nicht in den Kram passt den Vorhang des " Wir waren nicht dabei" zu ziehen.
Verzeihen ist super und ein leiser innerer Vorgang, den jede für sich selbst vornimmt, wenn sie so weit ist.
Ich bin nicht hier, um mich zu therapieren. Ich gebe mich auch nicht der Illusion hin, die einzige mit so einer Geschichte zu sein, nein, unsere Zahl ist Legion ;0}. Auch gebe ich keine Handlungsanweisung. Nichts liegt mir ferner, als "Täterreinwaschung, lies' mal genauer.
"Verzeihen ist super und ein leiser innerer Vorgang, den jede für sich selbst vornimmt, wenn sie so weit ist."
Es zeugt von Größe, zu verzeihen. Aber verstehen ist auch schon eine Leistung. Ob das leise vor sich zu gehen hat, entscheidet jede für sich selbst und nicht du oder ich. Und natürlich nicht, bevor sie soweit ist, wer hat das verlangt?
:0)
P.S: Warum sind hier so viele so misstrauisch? Ist der Frauenraum so bedroht?
Greetz vom multiplen Panoptikum
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Ja, noch ist Frauenraum sehr bedroht und ja, das Misstrauen wurde uns antrainiert.
Das sollte aber keine daran hindern Frauenräume zu schaffen oder vorhandene zu betreten, so wie diesen hier und Vertrauen und Anerkennung an die, uns umgebenden Frauen, heranzutragen. Ein bisschen Schwesterngefühl kann ja nicht schaden.
Tja, aber anscheinend liefere ich öfters Angriffsfläche. Warum auch immer.
Trotzdem kann ich hieraus viel für mich gewinnen. Und ich will nix weiter als mich mitteilen und mich austauschen - keinesfalls bekehren oder Recht behalten oder mich therapieren.
Und dann sehe ich auch viel Paranoia, nicht nur hier. Ich will ja nicht behaupten, dass ALLE Ängste und ALLES Misstrauen übertrieben sind.
Aber ich bin trotzdem optimistisch. Ich sehe hier die Göttin, die weibliche Kraft. Und am andern Ende der Skala sog. Weltreligionen mit ihrem männlichen Gott, der "Vaterfigur" im Christentum, mag eine dazu stehen, wie sie will.
Ich allerdings stelle mir eine göttliche Kraft vor, die sowohl weibliches als auch männliches in sich trägt, so wie jeder einzelne Mensch, gleich welchen Geschlechts.
Und davon abgeleitet, kann ich dann auch mit beiden Geschlechtern gut zurecht kommen.
Jetzt könnte man mir vorwerfen, ich mach's mir passend, klar. Aber letztlich, was lässt sich denn beweisen von all' dem? Welche von euch kann denn sagen, was davon richtig ist oder "wahr"?
Was bleibt mir denn übrig, als zu glauben? Im Kern beruht das religiöse Empfinden doch auf der Intuition des einzelnen und auch auf seiner Biographie.
Nicht einmal innerhalb der großen Weltreligionen gibt es eine gemeinsame Linie.
Wisst ihr was, ich denk' schon seit Tagen dauernd an Lessings "Nathan der Weise" ich sollt's mal wieder lesen. ENTSCHULDIGUNG, aber ich bin nun mal eine kopfgesteuerte Leseratte... ;0D
Frauenräume müssen da sein, sind wichtig, unbestritten. Aber doch nicht als letzte Zuflucht? Als Bollwerk gegen die Männer? Jetzt mal total überspitzt formuliert...
Vielleicht ist das ein Tick von mir, immer beiden Seiten ihre Berechtigung zu geben und sie aus ihrer Geschichte heraus zu verstehen. Das gilt für die Dinge zwischen Mann und Frau, zwischen Naturreligion und Christentum, zwischen Kindern und Erwachsenen...
Wobei verstehen eben nicht heißt, Verständnis haben. Ich sag's zur Sicherheit lieber noch mal.
Und all' diesen Dingen ihre Berechtigung einzuräumen, heißt eben auch, jedem Individuum seine eigene Wahrheit zu lassen, auch dem, das "zugemacht" hat. Zumindest da, wo ihm diese Wahrheit wegzunehmen bedeuten würde, eine ganz bestimmte Grenze zu überschreiten. Und wer wäre ich, die Wahrheit des andern zu werten und zu beurteilen?
Kühler Kopf und warmes Herz...
:0)
Liebe Anonymia
Richtig, denn Wahrheit hat vor allem etwas mit Wahrnehmung zu tun.
Aber noch ein paar andere Bemerkungen:
Und gäbe es noch drei Geschlechter, käme Frau selbstverständlich auch mit diesen gut aus!
Um es klar zu sagen: Ich bin nicht gegen Männer, Ich bin für Frauen! (stammt nicht von mir, ist aber trotzdem meine Meinung).
Das Thema Frauenraum wurde schon einmal in Ingrids Blog diskutiert.
Frauenraum, dass heißt nicht, dass sich Frauen darin verschanzen sollen, um gegen die armen Männer da draußen Schlimmes im Schilde zu führen und auch wenn dieser Raum nur als Zuflucht gesehen wird, fände ich es bedenklich
Als die Frauenhäuser entstanden, die aus Kostengründen immer weniger werden und nicht etwa weil ihre Existenz überflüssig geworden ist, schien das allen erst einmal suspekt, dann wurde die Notwendigkeit ein gesehen, dann gehörten sie zur Frauenlandschaft dazu.
So ist das mit Frauenräumen auch, sie müssen sich nur etablieren. Ob sie uns erhalten bleiben ist dann Frauensache, wir sollten auch nicht nur auf die Gegenwart, sondern ein bisschen in die Zukunft sehen
Frauenraum an sich, ob konkret, virtuell, öffentlich oder abstrakt, ist ein Raum, wo sich Frauen unbeschwert, angstfrei, selbstverständlich begegnen können, als Rückzugsmöglichkeit, Ort für Erholung, Kommunikation und Austausch, Raum für Entfaltung und Entwicklung, für Kreativität und für einfach „Sein wie frau ist“.
Muss da überall ein Mann dabei sein? Ist dafür die männliche Präsenz erforderlich?
Der Mann als solcher könnte sich ausgeschlossen fühlen? Na und, jahrhundertelang wurden Frauen permanent ausgeschlossen, reglementiert, bevormundet.
Es geht nicht um ein letztes Bollwerk gegen Männer und auch nicht um das Bemühen um Toleranz. Frauen sind meiner Meinung nach tolerant genug.
Leg doch mal den alten Lessing (dessen Werk ich hiermit nicht schmälern will) weg und greif zu Daly, Weiler, Francia, Wisselink und, und!
mit besten Grüssen
Stephanie
Francia hat mich ja eigentlich erst hierher gebracht. ;0D Und Nathan bezieht sich ja auch bloß auf Religion. Die andern kenn' ich noch nicht, kann ja noch kommen. In unserer Bücherei bin ich immer sehr intuitiv, habe manchmal das Gefühl, die Bücher suchen mich aus :-0
Ich hab's auch mal mit Alice Schwarzer probiert, aber - ich will nix gegen sie sagen, die Gefahr von Missverständnis ist mir da zu groß - das ist nicht meine Wellenlänge. Ansonsten kann ich dir nur voll zustimmen, im ganzen seh' ich das genauso ("die armen Männer" ;})
Und last not least gibt es ja auch einen Männerraum. Der liegt durchaus ausserhalb von Stammtisch und Sportplatz, wird aber von frau - ich schließ' mich da nicht aus - oft übersehen.
:0)
Hallo Anonyma
Genau, das denke ich auch.
Mit dem Thema Religion habe ich mich auch lange auseinander gesetzt.
Bis ich merkte wie müßig das war (für mich).
Die Weltreligionen sind in einer männlichen Weltsicht entstanden, sind nicht Ausdruck natürlich gewachsener Religiosität und (weiblichen) spirituellem Empfinden, sonder gehen auf einen Stifter zurück. Praktizierte Religion hat auch immer eine kulturelle und eine politische Dimension und Nathans Aufruf zur Toleranz hat daran nicht wirklich was geändert. Besonders krass sieht mensch das heute am Islam.
Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Ingrid bedanken, auf deren Blog wir uns hier austoben dürfen
Gruß Stephanie
Letzten Endes ist aber doch der Ursprung der Weltreligionen nicht mehr relevant - für mich jedenfalls.
(War's bei Luisa oder bei Ingrid, wo ersichtlich wurde, dass christliche Kirche Mutterreligion für sich vereinnahmt hat? Eine Heilige in Wahrheit eine weise Frau gewesen ist?)
Denn eigentlich kommt es doch darauf an, wie man es lebt. Wie eine Gemeinde funktioniert und was jede einzelne für sich daraus macht.
Fast wie in einer politischen Partei: da sind Spitze und Basis ja auch oft genug uneins.
Man kann auch in einer evangelischen Kirche eine Geistin finden. ;D
Mit dem Islam beschäftige ich mich gerade sehr intensiv, wie Ingrid sagt: "Sprich nicht vom Brunnen, aus dem du nicht getrunken hast." Ich wollt's halt' mal wissen...
Je nachdem wie man den Koran liest, ist er frauenfeindlich und gewalttätig oder eben nicht. Genau wie die Bibel eine Sache und auch ihr Gegenteil aussagen kann.
Gleiches gilt bestimmt auch für die Thora. Und dann noch all' die verschiedenen Übersetzungen und sich widersprechenden Auslegungen in allen drei Religionen...
Deshalb kann ich aber trotzdem meins daraus ziehen. Und das ist eben das Intuitive daran...
So, und wenn Ingrid - vor der ich mich jetzt auch mal dankend verbeuge - demnächst einen neuen Eintrag vornimmt (das WE naht!), wandert dieser Sack voll Kommentare ins Archiv und das war's! Oder?
:0)
hab ja schon 2 neue posts gemacht zwischenzeitlich... die posts bleiben ja ewig online auch, rechts im menü kann man ja alles, was jemals geschrieben wurde, wieder aufrufen.
Aber wenn der 3. Post kommt, kann man nicht mehr weiterschreiben an den Kommentaren zu diesem, oder?
Um noch mal auf die Geistin zu kommen, die Kirche unserer evangelischen Gemeinde steht an einem sehr starken Ort. Sie ist ein paar hundert Jahre alt und steht an einer großen Kreuzung.
Luisa könnte dazu sicherlich einiges sagen.
Der ganze Gebäudekomplex - Gemeindezentrum, Pfarrhaus - ist einfach sehr stark.
Sonst finde ich solche Kraft nur am Wasser. Aber es gibt im Hof einen sprudelnden Stein...
Alte Gebäude in einem sehr ursprünglichen Zustand haben eine interessante Wirkung auf mich...
:0)
Ja, das ist ja bekannt, dass christliche Kirchen auf den vormals heidnischen heiligen Kraft- und Kultplätzen gebaut wurden. Ich freu mich schon wenn du deinen eigenen Blog hast. Wird sicher sehr interessant.
Also, ich habe mir gerade die Kommentare zu viel älteren Posts nochmal angesehen und festgestellt, dass frau da doch noch weiterschreiben kann.
Nur wird das für mich allmählich immer mühsamer, allein diese inzwischen über siebzig Kommentare zu öffnen, dauert eine halbe Runde Solitär... analoges Modem ist nicht so der Brüller. Muss was ändern an der Hardware. ;0D
Auch das Internet ist ein faszinierender Ort. Danke, Luisa, dass ich von dir erfahren durfte, wieviel Magie darin ist!
Für mich ist das ein Tummelplatz voller Impulse. Ein Marktplatz... bunt und exotisch und trotzdem erdig und vertraut.
:0)
doch du kannst schon weiterschreiben. rechts ist ein menü mit dem titel "archives" und da klickst du dann auf den entsprechenden monat. dann siehst du alle posts des monats, und kannst auch weiter comments schreiben. es ist aber auch praktisch, einfach bei einem neuen post weiterzuschreiben, auch wenn es noch um ein thema von vorher geht, weil man es dann nicht übersieht.
lg ingrid
Das denke ich, dass das im Archiv dann irgendwann einschläft. Ausserdem scheint sowieso alles zusammenzuhängen, das alte mit dem neuen, meine ich. Jedenfalls habe ich manchmal Probleme, die Fäden zu ordnen.
Aber das schrieb ich ja schon...
:0)
"ne halbe Runde Solitär warten, bis die Kommentare geöffnet sind",
na IHR habt ECHT Geduld :o)
LG Ursel
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