lotto

Das Lottofieber steigt, ganz Deutschland spielt mit, ihr auch? Ich jedenfalls auch, schon die 3. Woche. Letzte Woche hatte ich sogar 3 Richtige!! Immerhin. Der Gedanke an den Lottogewinn lenkt ja ganz schön vom normalen Leben ab. Wie wirkt sich das massenpsychologisch aus? Oder umgekehrt? Was geht kollektiv in unseren Köpfen vor, wenn eine ganze Nation eine Situation kreiert, in der jedeR über absuloten Reichtum nachdenkt?

Klassiker: Geld macht nicht glücklich. Glaub kein Mensch. Zweiter Klassiker: Alle bisherigen Lottogewinner haben nach ein paar Jahren nichts mehr von ihrem Geld, ja es geht ihnen schlechter als jemals zuvor. Glaubt auch keineR.

Also Gedanken um den möglichen Gewinn. Wem gebe ich was ab und wieviel? Familie, klar. Meine Oma fragen, was sie will. Weiß ich jetzt schon. Dass ich sie besuche und mit ihr Karten spiele.

Was mach ich dann überhaupt mit 39 Millionen? Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich garnichts machen kann, wegen meiner Mitze. Ich kann nicht aus meiner Wohnung ausziehen, weil sich immer meine Nachbarin so nett um die Mitze kümmert, wenn ich nicht da bin. Wenn ich umziehe, kann ich nicht mal mehr verreisen. Meine Wohnung kann ich auch nicht renovieren, weil sich das nicht lohnt. Sie gehört mir nicht und ist mir eh zu hellhörig. Kann ich also schon mal knicken, das mit der Villa. Oder den Apartments in den mir wichtigsten Großstädten der Welt (New York, Rom, Paris, Berlin, Shanghai, Dubai, Moskau...). Oder die Idee mit dem Führerschein und dem großen Wohnmobil und dem Zigeunerleben. Alles Essig wegen Mitze.

Arbeiten aufhören? Hm. Ist schon blöd, das Aufstehen in der Frühe. Ich hab das hin- und herüberlegt. Wo zieht es mich hin? Doch wieder ins Internet. Das macht mir wirklich Freude. Also irgendetwas mit Internet, dass mir Freude macht... Nur für den Papierkorb arbeiten ist das nicht. Ich habe festgestellt, je mehr ich mich für ein Thema interessiere, desto umfassender und leichter beschaffbarer sind Informationen die mir dazu regelrecht zufliegen. Das allein fasziniert mich schon. Das sind die Momente, in denen ich in der Arbeit am glücklichsten bin. Wenn ich irgendwas rausfinde, was ich bisher nicht wusste. Und wenn das, was ich rausfinde, wirklich genial ist und mir hilft alles besser zu verstehen und ich eine bessere Grundlage habe, zielorientiert zu handeln. Wenn ich schon dran denke, geht merklich die Post ab. Und die ganzen Leute in der Arbeit! Die hab ich alle voll lieb.

Was ich wirklich gerne hätte, wäre einfach keinen Gedanken an Geld verschwenden zu müssen. Ich will da und dahin reisen? Ok, Geld ist da. Ich will ein neues Buch, einen Pullover, Essen gehen. Das will ich mal machen ohne gleich in meinem Budget zu sehen, dass ich mich dafür dann den Rest vom Monat finanziell echt zusammenreißen muss. Das ist ein wirklicher Wunsch. Ich würd die 39 Millionen einfach auf meinem Girokonto lassen, in meiner Wohnung bleiben und weiter arbeiten gehen. Aber nur noch Spätschicht.

lottofieber deutschland lottogewinner oma 39 Millionen wunsch girokonto



6 Kommentare:
Spätschicht ist genehmigt, wenn du mir was abgibst ;-)
Aniti
Ps: Wir haben dich auch so lieb!
Liebe Ingrid,
mir wäre angst und bang, müsste ich 39!
Millionen haben ... verteilen ...
Schmerzfrei leben, wenn man sich das kaufen könnte, wäre schön.
Auf deine Villa müsstest du doch nicht verzichten, du könntest Leute anstellen
die deine Mieze versorgen, oder deine
Nachbarin bei dir aufnehmen was auch immer.Ich hab nicht gespielt
Grüsse
Ich spiele immer. Weil ich nochmal gewinne werde, ich weiß das sicher, irgendwo gaaaaanz tief in mir drin.
Und ich kann die beiden Klassiker aus eigener Erfahrung bestätigen - auch, wenn es etwas unwahrscheinlich klingen mag. Nur, daß es damals - lange ist es her und ich habe immerhin gut 15 Jahre meines Lebens davon gezehrt, war zwischendurch auch immer mal wieder arbeiten, aber die Geschichte ist vorbei und zu lang - also nochmal: Es war zuviel, als eine(r)mit normaler Arbeit verdienen kann und zuwenig, um das ganze Leben davon zu leben.
Die ersten sieben Jahre ging es dennoch weiter stetig bergab in meinem Leben, die zweiten magischen sieben bergauf und mit freudigen Schritten in den Heilungsprozess.
Eine Villa habe ich nicht kaufen können und damals auch nicht wollen, nicht einmal eine Eigentumswohnung oder sowas, dafür war ich gar nicht der Typ, auch kein neues Auto, ich hatte ja eines, was gut lief. Aber ein tolles Bett zum Beispiel, das habe ich immer noch.
Und später vor allem meine wunderschönen Congas!!! Der Jaguar unter den Congas quasi.
Materiell gesehen habe ich außer den vielen schönen Instrumenten keine "Überbleibsel" aus der fetteren Zeit, dafür aber umso mehr gelernt und die Dinge tun dürfen, die ich tun wollte.
Auch nach Cuba reisen.
Es hat sich dann sozusagen irgendwann ätherisiert. Jetzt geht es auch, irgendwie. Ich habe immer bei mir gedacht, daß ich auch weiterhin in meinem Leben fähig bleiben will, ohne Luxus zufrieden zu sein und vielleicht auch wieder auf einer Matzratze auf dem Boden zu schlafen. Wollte mein Herz nie an materielle Dinge hängen.
Im Grunde ändert sich durch Geld eher wenig, außer, daß es ungemein beruhigt und mich reisen und (anders) lernen läßt. Mein damaliger Partner war schockiert und sagte statt Mitfreude lediglich "Da wirst du dich ja jetzt ziemlich verändern."
Noch ein letztes: Alles, was jemand vorher darüber denkt, ist heiße Luft. Es wird ganz anders kommen; vor allem die Lektionen, die das Leben dazu mitschickt.
Viel Glück für Euch, aber aufgepaßt: Die 39 Mios nehme ich, ich habe schließlich schon die nötige Vorübung und - jetzt auch - Gelassenheit im Umgang mit Riesenvielkohle. Hahaha, der Rabe hat die Flügel gekringelt und wir zischen mal wieder los.... Labbatú y ElCuervoRelajado
Nee echt, Du hast mal im Lotto gewonnen? Ich dachte immer, sowas gibt's nur im Fernsehen und in der Bildzeitung.
Viel Geld hätte ich auch gern, gar keine Überlegungen, was ich damit machen würde, auch keine christlichen. Einfach raushauen und gut ist. Reisen, kaufen, wonach mir dann ist, oder auch ganz anders, wer weiß? Null Problemo.
Aber ich spiele nicht, aus Prinzip nicht, in meinen Augen ist das genauso eine patriarchale Verar...e wie der ganze Rest auch. American way, vom Tellerwäscher zum Millionär, jeden kann's treffen - pah, Pustekuchen, ein Blick auf die Statistik, und ich bin kuriert. Wünsch Dir trotzdem Glück Juansi
Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stehts am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wann die anern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln;
Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud' und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?
von Hoffmann von Fallersleben
Alles Liebe und Gute zu deinem Geburtstag!!!
Deine Chaos-Crew aus Deggendorf!
Liebe Ingrid,
auch noch gaaanz nachträglich
alles Gute zum Geburtstag !
Und ein gutes Wieder-Ankommen zuhause..
Gruss
Ursel (auch Waage :)
Kommentar veröffentlichen
<< Startseite