global

Gabi hat mir angekündigt, dass sie mir zu Weihnachten ein Buch schenkt, in dem es um die Angst vor Autonomie bei Männern und Frauen geht. Da bin ich schon sehr gespannt. So hab ich ja auch mein kleben in Beziehungen erlebt, dass ich den Schritt zur Trennung nicht wagte, weil ich abhängig war und mir keine Selbstständigkeit zutraute, Angst davor hatte, ich wäre nicht fähig für mich selber zu sorgen.

Mal globaler geschrieben, komme ich immer wieder auf mein Tanten-Gesellschafts-Modell zurück. Was heißt "mein", eigentlich hat Angelika diesen Titel in mein Leben gebracht. Fakt ist doch, das herkömmliche Familienmodell wird rissig. Frauenzeitschriften sind voll davon, wie frau eine Beziehung aufrecht halten kann. Viel Glück und Unglück ist daran gekoppelt. Staatlich wird das Modell auch ziemlich gut finanziert. Eine Oma wie ich zahlt genauso viel Steuern wie ein junger Mann, der noch bei Mutti wohnt. Meine Freundin, nicht verheiratet, 3 Kinder, bekäme grad mal 40 Euro mehr, wenn sie den exakt gleichen Brutto-Lohn hätte wie ich. Gewinner ist jemand, der verheiratet ist, und dessen Partner nicht arbeitet. Er/Sie hätte 3-400 Euro mehr bei gleichem Brutto (ohne Kinder!!). Die Haltung von Hausarbeits-SklavInnen wird also deutlich begünstigt. Nichts neues, ich weiß. Des ist doch unwürdig, oder nicht??

Das stammt doch wohl offensichtlich noch aus der Zeit, als sich Männer Hausfrauen hielten. Das ist auch eine Angst vor Autonomie. Die Angst ohne Mutti zu leben.
Was ich gut verstehe, ist, dass es schwieriger wird, eine Beziehung zu verlasssen, wenn Kinder da sind. Meistens ist es ja so, die Beziehungen sind nicht die reine Hölle, es geht auf und ab. Frau hat Vor- und Nachteile. Mit Kindern wirds ja schwierig, mit dem Arbeiten gehen so allein. Zweite Schwierigkeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind: meistens haben sich Ehepaare ein kleines Vermögen geschaffen, ein Häuschen gebaut und Abbezahlt. Einer der Partner hat wegen der Kinder auf Karriere verzichtet und arbeitet eventuell nur Teilzeit. Die Vermögenstrennung wird schwierig, der Monatslohn reicht nicht für ein schönes Leben.

Das sind doch Probleme, die sich aus dem staatlich-gesellschaftlich vorgegebenen Modell ergeben. Frauen leiden darunter, weil sie sich unfrei fühlen und suchen meist die Schuld bei sich. Ich schreib hier das hundertausendste Feministische Manifest glaub ich. Das ist ja alles klar.

In einer Tantengesellschaft wäre die Kinderbetreuung nicht mehr in Händen von einem Paar. Es würden sich größere Zellen bilden. Daran unbeteiligte wären dann automatisch in der höchsten Steuerklasse und würden dadurch die Gemeinschaften finanzieren. (Ich weiß, es klingt ein wenig naiv, angesichts dessen, was tatsächlich mit unseren Steuern geschieht.) Ich sehe da schon einen deutlichen Zusammenhang, dass sich immer mehr Frauen zu einer gewandelten Matriarchatstruktur hingezogen fühlen. So was kommt nicht ohne Grund in der kollektiven Seele auf. Die Kleinfamilie ist ein Auslaufmodell. Das Festhalten daran verursacht Leid.

Frauen wollen ausbrechen, und die mögliche Alternative ist momentan, gar keine Kinder zu bekommen. Weil Kinder zu bekommen in unserer Gesellschaft zum größten Teil Abhängigkeit oder Armut bedeutet.

Zu dem Fall von Frauen, deren Kinder schon aus dem Haus sind, aber deren Vermögen "eingefroren" ist hab ich kürzlich was nettes gelesen, von Frauen, die sich kleine Wohnungen mieten, die sie als Rückzug nutzen um so beides zu haben, Freiraum und Beziehung. Wär auch eine Idee.

weihnachten titel hausfrau kinder seele matriarchat



20 Kommentare:
Liebe Ingrid,
auch wenn du das 100ste feministische Manifest schreibst, ich lese es GERN
bei dir.Da hast du sauber nachgerechnet.ABER:Wenn die Frau sich darauf einlässt und nicht arbeitet,
ich mein nicht nur stundenweise sondern richtig angemeldet,dann ist sie abhängig von ihm bis sie in die Kiste juckt.Mir wurde das bewusst als meine Freundin,die bei der Heirat zu arbeiten aufhörte,mir das vor Augen führte.Die Bequemlichkeit ist teuer bezahlt!Und so bequem ist das auch nicht.Ich fürchte wenn ich heut noch mal jung wäre,würde es mich total lähmen,wüsste nicht was ich tun soll.Bin grad froh,dass ich
nur drüber reden darf und mich für nichts entscheiden muss.
Grüsse
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Seufz.
Für euch mag das das hundertste Manifest sein, für mich ist dieser Blickwinkel zumindest in dieser fiskalischen Deutlichkeit neu.
Zunächst mal habe ich zu arbeiten aufgehört, als ich zum ersten Mal schwanger war. Das ich zu Hause bleibe, war von vornherein klar, weil - schlechter ausgebildet - ich weniger verdiente als mein Mann.
Der hat sich in den letzten Jahren noch weitergebildet - was kein Zuckerschlecken war - und verdient verdammt gut. In seine Einkommensklasse komme ich in diesem Leben nicht mehr!
Damals, als der Bauch allmählich dicker wurde, freute ich mich darauf, nicht mehr arbeiten zu müssen und fühlte mich gleichzeitig ein bisschen feige. Aber wie wunderbar, nicht mehr in diese Tretmühle zu müssen, dachte ich.
Lächerlich, wenn ich mir meinen Alltag heute ansehe: keine geregelten Arbeitszeiten, kein Urlaub, kein Tarifvertrag. Könnte ich sagen.
Andererseits: dieser Mann hat diese Kinder genauso gewollt wie ich, jedes einzelne von den dreien. Wo wäre er ohne mich?
Angenommen, ich hätte ihn allein gelassen mit SEINEN Kindern. Wie hätte er sich weiterbilden können? Und Vollzeit arbeiten? Hätte er jemanden einstellen müssen, der meine Jobs macht - dafür hätte er wahrscheinlich mehrere Arbeitskräfte gebraucht ;D - hätte er nicht diesen Lebensstandard erreichen können, den er heute hat.
Und so sehe ich die Kohle, die da monatlich auf unser gemeinsames Konto fließt, auch als UNSER GEMEINSAMES EINKOMMEN an.
Aber trotzdem hat er mir grade wieder einen Spruch reingewürgt, bei dem ich dachte:
WILLKOMMEN IM PATRIARCHAT!
Liebe Kvinna,
wie alt sind denn Deine Kinder ?
Ist es nicht möglich, TROTZ niedrigerem Einkommen, einfach, um wieder in Deinen Beruf zu kommen (unter Leute, aus dem Haus..), arbeiten zu gehn.
Bei mir war's in D ja umgekehrt..
Er hatte keine Ausbildung und ich ne ganz gut bezahlte Stelle, da bin ich halt arbeiten gegangen.
Ging zumindest eine Zeit lang.
Liebe Ingrid !
Ich hatte miene "Wohnung" bzw. meinen Freiraum im Bereitschaftsdienst alle paar Tage. Das war echt wichtig für mich :)
Zu Deiner "Tantengesellschaft" fällt mir nur spontan ein, dass ich meine Kids zwar zeitweise gern, aber nicht ständig bei den Tanten, die ich hier hab, lassen würde.
Die Erziehungskonzepte sind doch zu unterschiedlich.
Vielleicht wäre das in Deutschland weniger problematisch für mich, aber auch nicht ganz o.k.
Liebe Juansi !
Ich schreib Dir mal wieder ne Mail, wenn wir aus dem Urlaub zurück sind !
Alles Liebe an alle
Ursel
mit "tantengesellschaft" meine ich jetzt nicht richtige tanten, sondern eine freiwillige gemeinschaft von frauen mit und ohne kindern, in verschiedenen altersstufen, die sich gemeinsam um die kinder kümmern, um sich gegenseitig freiraum zu schaffen , sei es um arbeiten gehen zu können oder um mal für sich selbst sein zu können.
Liebe Ursel, meine Kinder sind 5, 7 und 9 Jahre alt. Und das mit der Berufstätigkeit ist so eine Sache bei mir.
Ich habe eine solide Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht, möchte aber nicht in die Sparkasse oder sonst ein Kreditinstitut zurück.
Für die kreativen Berufe, die ich gern ausüben würde, müsste ich eine neue Ausbildung machen. Zur Zeit fehlt mir dafür die Geduld.
Im letzten Jahr hatte ich für sechs Monate eine Stelle, die ich angenommen habe, um aus dem Haus zu kommen, um etwas für mich zu haben, um mal aus dem Themenkreis "Kinder, Küche, Kirche" 'rauszukommen.
Es war ein Minijob und er machte mir Freude. Die Kolleginnen, der Anfahrtsweg, die Arbeitszeiten, alles passte prima, auch wenn es keine superanspruchsvolle Tätigkeit war. Etwas geängstigt hat mich die Urlaubsplanerei, da fühlte ich mich so in meiner Freiheit eingeschränkt.
Aber das habe ich akzeptiert genau wie den Blödsinn im Kindergarten: eigentlich brauchte ich ja nur eine Betreuung bis 14 Uhr. Im normalen Beitrag werden die Kinder von 7.30 Uhr bis 12.15 Uhr und dann wieder von 14 Uhr bis 16 Uhr betreut. Diese zwei Nachmittagsstunden brauchte ich ja gar nicht.
Aber die Zeit von 12.15 Uhr bis 14 Uhr, die musste ich extra bezahlen: wir wurden im Beitrag von 170 Euro auf 220 Euro hochgestuft und Mittagessen kostet nochmal 45 Euro extra.
Die verlässliche Halbtagsschule für die Jungs bis 13.30 Uhr kostet 30 Euro pro Kind. Ausserdem habe ich aus meinen 400 Euro Einkommen auch noch freiwillig 30 Euro monatlich für meine Rente gezahlt.
Kannst ja mal ausrechnen, was übrig bleibt. Frau kann sagen, ich hab' für mein Vergnügen gearbeitet. Und genauso war's auch: ob Auto kaputt oder Kind krank, ich hab' alles getan, um zur Arbeit erscheinen zu können. Wenn ich nicht kam, dann weil's wirklich ABSOLUT nicht ging. Und das war selten.
Zwei Wochen vor Ablauf der Probezeit hat man mir ohne Begründung gekündigt.
Das hat wehgetan. Ich erfuhr von der Kündigung im Urlaub und brauchte dort ein paar Tage, um das zu verdauen. Aber wieder zu Hause bin ich dann erst richtig in ein Loch gefallen. "Sch..., jetzt hockst du wieder zu Hause!"
Mein Mann, meine Freunde, meine Familie, sie haben mich aufgefangen und nach und nach kam ich wieder auf die Beine. Ich war einfach menschlich sehr enttäuscht.
Und in letzter Zeit stelle ich fest, dass dieser Drang zur Berufstätigkeit, von der ich mir soviel versprochen hatte, einfach nicht mehr da ist.
Mein Leben ist auf andere Art ausgefüllter geworden. Aber das schreibe ich vielleicht doch besser in meinen eigenen Blog.
Danke an Ingrid, für den Raum!
Noch ein Nachsatz, um der Gerechtigkeit willen: wir leben alle prima vom Einkommen, das ich nach wie vor als unser gemeinsames ansehe.
Es ist auch ein Luxus, nicht berufstätig sein zu MÜSSEN. Aber deshalb ARBEITE ich ja trotzdem. Ich bin nur in mancher Hinsicht ein bisschen freier als mein Mann.
Deshalb habe ich aber nicht den leichteren Job von uns beiden. Das ist doch der Punkt.
Probleme mit der Selbstachtung habe ich nicht wegen Geld. Ich sehe das einfach nicht so, dass ich mir auf seine Kosten einen schönen Tag mache.
Hm. Dazu bliebe immer noch eine ganze Menge zu sagen....
Liebe Ingrid, das mit der Tantengesellschaft und den "Besuchsmännern" (ist das der richtige Ausdruck? Ich erinnere mich nicht mehr so genau...) hast du ja an anderer Stelle schon geschildert und einerseits klingt das verlockend.
Was mir aber gerade in meiner Diskussion mit Labbatú in ihrem und meinem Blog aufgeht, ist, dass das vielleicht nicht wirklich weniger kompliziert wäre.
Ich glaube, dort würde genauso aufgerechnet und nicht verstanden werden wie in einer Ehe.
Das Unverständnis und das Fremdsein rührt vielleicht eben nicht daher, dass die Geschlechter verschieden sind.
Sondern daher, dass man in verschiedenen Welten lebt. Und das gäbe es eben auch in einer Tantengesellschaft: Eine ist "nur" Hausfrau und Kinderbezugsperson, eine andere geht 'raus und verdient die Brötchen.
Meinst du nicht, dass die Konflikte und Anklagen dann dieselben wären?
Beides teilen, also beide verdienen gleich viel und bringen sich in gleichem Umfang in die Gemeinschaftsarbeit (Haushalt, Soziales) ein - das hängt ja nicht am Geschlecht. Oder?
Liebe Ingrid,
und nach welchen männlichen Vorbildern sollen sich die Söhne dann entwickeln? Es wird doch schon bedauert, dass im Kiga und in der Grundschule "nur" Frauen unterrichten.
Grüsse
mit "tantengesellschaft" meine ich keine zweierbeziehungen. des ist klar, dass bei zwei frauen die gleichen probleme auftauchen würden, wenn eine daheim bleibt und eine in die arbeit geht. ich denke da an das modell der beginenhöfe. an allgemeinere flexibilität. an größere Gruppen. es ist ein utopie. wahrscheinlich genauso undurchsetzbar wie der kommunismus.
ich will einfach nur den denkanstoß geben, ob nicht grundsätzlich die zweierbeziehung überholt ist. ob es nicht freiere angemessenere systeme geben könnte. ich will auch wirklich keine hausfrauen als minderwertig hinstellen.
verlasst mal die struktur, als würdet ihr vom boden abheben und betrachtet das mal von oben, von außen so im gesamten.
und: brauchen mädchen keine männlichen vorbilder? und wie ist es denn überhaupt grundsätzlich mit männlichen vorbildern bestellt? wenn papi dauernd in der arbeit ist? die tantengesellschaft hat keine männerbesuchsverbot. oder: jungs könnten mit 12 zu den männern zur initiation in ihre gruppe geschickt werden z.B.
Ich glaube, ich bin zu egoistisch, um mir was außerhalb einer Zweierbeziehung vorzustellen! :0D
Nein, der Fehler war mir aufgegangen. Aber auch mit mehreren Frauen wäre es doch die gleiche Aufgabenstellung: alle Erfordernisse gleichmäßig auf alle verteilen, damit alle alles mit denselben Augen sehen und wissen, wovon sie reden.
Und das ist ziemlich utopisch, oder?
Die, die die Brötchen verdienen, gucken doch eben zwingend irgendwann mit Verachtung auf die, die unbezahlt arbeiten.
Nach meinem Erleben liegt doch da der Fehler.
Schließlich, ob mit Kindern oder ohne, überall im Miteinander gibt es Aufgaben, die gemacht werden müssen, aber deren Bewältigung kein Prestige einbringt.
Respekt außerhalb vom Lohnstreifen, daran hapert's.
Oder?! Kopfkratz...
ich stelle mir halt nicht vor, dass es welche gibt, die geld verdienen und welche, die dann die anderen arbeiten machen. abwechslung in der kinderbetreuung, damit jede ihren lebensunterhalt verdienen kann. also wirkliche aufgabenverteilung aber auch weitestgehende autonomie.
@kvinna: ich hab auch schon als hausfrau gelebt. ich weiß, dass es für viele frauen so auch ok ist. ich bin aber fast irre geworden dabei. und total unglücklich.
Hallo miteinander,
ich glaub die ganze Einstellung zu Arbeit ist falsch. In unserer Zeit in der soviele Menschen arbeitslos sind
einfach weil nicht genügend Arbeit da ist,ist der ganze Denkansatz falsch.
Irgendwo hab ich mal gelesen:Es ist viel einfacher ein zufriedener Arzt zu sein,als ein zufriedener Strassenkehrer.Wenn ich mich draussen
umschaue und den Energietausch bewusst wahrnehme, denke ich jedesmal:Diese Wertschätzung die Menschen im öffentlichen Leben erfahren,muss ich mir jeden Tag ganz allein aus der Nase ziehen.
Und das heisst was! Genauso geht es Millionen Hausfrauen.Ich möchte
bezahlte Arbeit und Hausfrauenarbeit nicht bewerten müssen.
Die Zeit,in der es ein Privileg sein wird,arbeiten und sich für die Gesellschaft einbringen und dienen zu dürfen,kommt irgendwann,da bin ich sicher.Es wird dann sein,wenn sich alle Menschen ohne Vorbehalt lieben.
Im Übrigen glaub ich auch,dass die herkömmliche Zweierbeziehung bald
Schnee von gestern ist.Vielleicht hast du,Ingrid,Recht wenn du in der Vergangenheit nach Lebensmustern suchst.
Grüsse
Mir kommt da gerade ein ganz ketzerischer Gedanke: die Männer haben möglicherweise die Wirtschaftswelt erfunden als Ersatz für die Wildnis, sozusagen die männliche Variante derselben.
Frau bleibt bei der Brut und hütet das Feuer, weil sie mit DIESER Wildnis nix anfangen kann.
Nur so'n Flash von mir.
Aber, Gauzi, du meinst nicht zufällig, dass bei der Menge an Arbeitslosen Frau schön am Herd bleiben soll sofern Mann sie versorgt? Nein?
Die Vorstellung, das Familienleben auf viele Schulter zu legen find ich schon lange gut und hätte ich mir sehr gewünscht, als meine Tochter noch klein war. Ich gehörte auch zu denen, die für Mann und Kind den Beruf aufgegeben haben oder mußte, weil es keine adäquate Versorgung gab. Das kann doch nicht wirklich das Modell für Frauen sein, dieses entweder-oder, sondern sowohl als auch.
grüße von silvia
hallo ingrid,
du schriebst über die ungerechtigkeit in der gesellschaft, die das haussklavinnendasein fördert. ist es nicht so, dass viele männer in der heutigen zeit auf ihren job verzichten und sich um die kinder kümmern. außder dem fördert der staat ab nächstes jahr beide elternteile, wenn sie nach der geburt zuhause bleiben und in erziehungsurlaub gehen. danach kann ja derjenige, der am wenigsten mit dem "hausfrau-mutter/vater"-leben zurechtkommt wieder in die arbeit gehen.
übrigens, schöne fotos!
ja gut. was ist denn dann mit dem partner, der zuhause geblieben ist, wenn die kinder groß sind? und sich vielleicht das paar trennen will? der steht dann ganz schön im regen, ohne job und einkommen. oder der andere muss dann unterhalt zahlen und kann sich auch kein vernünftiges eigenes leben mehr aufbauen...
ein kompromiss wäre wenigstens, dass beide sich ums kind kümmern und beide teilzeit arbeiten.
ich bin aber nicht unbedingt eine freundin von kleinstfamilien...
Wunderschöne Fotos, interessante gedanken-kurz, ein schönes Blog!
Eine zufällige Besucherin
Vor Jahren, als ich grad' erst Mutter war, hab' ich den Vorschlag gelesen, Hausarbeit solle bezahlt werden. "Wie blöd!", dachte ich damals, und "Wo soll denn DAS Geld auch noch herkommen??"
Heute denke ich darüber anders. Denn Selbstwertgefühl und Achtung in unserer Gesellschaft hängen nun mal an nachweisbarer Produktivität. Und die wiederum ganz offenbar am Geld.
Ich bin nicht 100% unglücklich in meiner Hausfrauenrolle. Aber Erfüllung finde ich darin auch nicht.
Und es gibt schließlich auch bezahlte Jobs, die nicht gerade geistig anspruchsvoll sind. Aber da sie Geld bringen, scheint mir, sind sie noch immer besser angesehen als "zu Hause hocken".
@Liebe Kvinna !
Ja, das kann ich gut verstehn, dass frau nicht für garnichts arbeitet, jedenfalls nicht FÜR ANDERE, oder ?
Liebe Ingrid, Ihr Lieben !
Euch ein gutes 2007 !!
Ich bin z.Zt. auch NUR Hausfrau, was mir nach 8 1/2 Jahren 75 %-Stelle auch zuerst gut getan und gefallen hat. Aber mittlerweile merke ich, wie es mich auffrisst : ich gebe der Hausarbeit zuviel Raum und immer die erste Stelle. Ich kann irgendwie zuhaus nicht ideal organisieren, will immer alles auf einmal machen und verzettele mich...Hmmm..
LG Ursel
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