Montag, Januar 30, 2006

ritualgedanken



Bin mal wieder dabei etwas magisches Handwerk zu üben. Heilige Räume mit Kreisen zu generieren. Kerzen. Karten legen. Visualisiern. Das ganze Geheimnis ist kurz gesagt, in die Welt jenseits unserer materiellen Welt einzutauchen und von dort heraus mittels Vorstellungskraft und Emotion Dinge und Ereignisse in die materielle Welt zu ziehen. Ich tauche wieder eine Schicht tiefer. Mache die gleichen Sache, verstehe wieder einmal mehr.



Kann man jetzt mit allem möglichen Schnickschnack machen. Macht ja auch unheimlich Spaß. Interessant sind auch diverse Hilfs- und Unterstützungsmächte. Wer sind die, was machen die, welche passen zu mir? Ich merke im Ritual, dass der Name "Ingrid" nicht passt. Irgendwie ist das nicht meiner in der anderen Welt. Bin also auf der Suche nach meinem wahren Namen.



Sehr wohltuend ist das Abgeben an eine höhere Macht. In meinem Fall eine mütterliche Göttin. Wünsche um Heilung einfach fortschicken und loslassen. Wünsche um Verbesserung der Situation. Alles mögliche. Mit sowas konnte ich endlich eine unglücklich Liebe beenden vor Jahren. Ich schickte mehrere Wochen den Wunsch, den Mann loslassen zu können. Hat natürlich geklappt.



Kennt jemand von euch das Hexenkult Tarot? Habe Probleme bei der Interpretation einiger Karten, bräuchte Rat.

Dienstag, Januar 24, 2006

energie



Hatte ein unglaubliches Energietief letzte Woche. Der laufende Mond war in Konjunktion zu meinem Pluto und Opposition Mond. Ich bekam meine Blutung am Wochenende und die ganze Woche vorher gings mir dreckig. Ich sehne die Menstruationshäuser herbei. Ich bin extrem zyklisch leistungsfähig. Ich überlege, was ich an so schlappen Tagen machen kann. Was kann ich da für mich tun? Wie komme ich, obwohl ich in die Arbeit gehen muss, aus der Leistungsspirale heraus?
Es ist für mich wirklich auch belastend, sonst fühle ich mich immer, als hätte ich den Finger in der Steckdose, energiegeladen bis zum geht nicht mehr. Einen anderen Zustand halte ich nur schwer aus.



Die vielen Comments zum Thema Frauenraum waren ja überwältigend. Kein Thema hat bis jetzt so viele Kommentare hervorgerufen. Außer vielleicht das mit Frauen und Geld. Sehr interessant und auch sehr individuell, die Meinungen. Mir fällt auf, dass sich auch hier ein Frauenraum gebildet hat.

Und: ein Foto von mir mit den kurzen Haaren.



Ich denke schon die ganze Zeit an Cornwall, es sind noch 8 Wochen bis wir hinfahren! Wir fahren momentan zu fünft. Eine Frau ist noch am Überlegen. Ich war ja wirklich in der letzten Zeit viel unterwegs, aber diese Sehnsucht... das geht nur bei Cornwall.

In der Arbeit läuft es diese Woche ganz prima. Es sind (endlich!!!) Teamgespräche eingeführt worden. Da bin ich in meinem Element, wie geschaffen für mich ... ich liebe es.

Nochmal zum Frauenraum, ein Text von mir von 2002: Göttin sei Dank sind Neuigkeiten in unserer Welt nicht linear, was für die eine Schnee von Gestern ist, ist für die andere das Allerneueste und umgekehrt und durcheinander. Manchmal ist die gleiche Nachricht zu einer anderen Zeit von anderem Wert, allso ist diese Seite immer aktuell...

Mittwoch, Januar 18, 2006

noch nicht so weit



Ihr habt ja viel zum Thema von letzten Eintrag geschrieben. "Frauenraum". Das spiegelt auch zum Teil die Diskussion im Frauenzentrum wieder. Eine Dimension kam noch dazu, an die ich nicht gedacht hatte. Die meißten Frauen dort sind ja christlich orientiert. Daraus entsprang die Auffassung, dass es eine angemessene Entwicklung bedeutet, wenn wir Frauen mit den Männern letztendlich wie Brüder und Schwestern zusammenleben können.
Dieser Gedankengang ist auch gut beschrieben in dem Buch "Schwarzmond Tabu" von Jutta Voss. Es gibt eine Bewegung von christlichen Feministinnen, die meinen, man könne nicht zurück zu den alten GöttInnen. Das Christentum sei eine menschliche Weiterentwicklung, und richtig verstanden, und im Sinne Jesu, sei das Ziel, dass sich Männer und Frauen brüderlich/schwesterlich vereinen.



Ich respektiere natürlich die Anschauung und die Spiritualität der Frauen, klar. Was für mich nicht so ganz ok war, dass sie sagten, wir seien eben noch nicht so weit, und würden in altem Schmerz und aufgewühlten Emotionen stecken bleiben. Ach ja, noch zur Ergänzung, es stand nur zur Debatte, dass Männer mit den Ladendienst übernehmen können, aber nicht an den sonstigen Aktivitäten und Sitzungen des Frauenzentrums teilnehmen dürfen. Wobei es ja dann so ist, dass man diese Männer ja dann auch nicht von gewissen organisatorischen Besprechungen ausschließen kann.
Also gut, ich "bin also noch nicht soweit". Das ist genau das gleiche wie bei meiner Psychologin. Warum ist denn die Spitze der Entwicklung, dass ich mich auf einen Mann einlasse? Der Frauenraum wurde auch nicht richtig verstanden, also die Frauen, die auf den Frauenraum bestanden, fühlten sich nicht verstanden. Wir kommen nämlich alle gut mit Männern aus, einige sind verheiratet, ich habe z.B. einen Sohn, alle haben mit Männern zu tun, am Arbeitsplatz, im Alltag. Und dort passt es ja. Wir sind ja alle nicht mehr diese Männer-hinterher-Dienerinnen. Wir wollten aber einen Raum für uns, nur mit anderen Frauen, um uns besser kennenzulernen, anders zu erleben und um unsere Weiblichkeit durch andere Frauen in vielen Facetten zu spiegeln.



Es gab 3 Richtungen in der Diskussion, die brüderlich/schwesterliche, die Frauenraum, und einigen war es egal, sie konnten nichts damit anfangen, dass einige diesen Frauenraum brauchen. Das ist ja auch in den Comments so beschrieben, so nach dem Motto, wir können wir selbst bleiben, auch wenn Männer dabei sind. Diese Frauen haben klar recht, ich bin immer ich. Probierts es aber einfach mal aus, über längere Zeit etwas nur mit Frauen anzufangen. Das hat einfach eine andere Qualität und wirkt wieder positiv auf die Begegnungen außerhalb des Frauenraums. Es entsteht dort einfach eine besondere Energie. Männer und Kinder wollen ja auch mal unter sich sein, ne. Die wissen schon warum.



Das Argument, das dann zog, war ein ganz anderes. Der Weltladen ist unterhalb des Frauennotrufs. Da könnten Männer einfach stören. Das war zwar das rettende Argument, aber in der Diskussion kamen wir uns nicht näher. Andererseits kam ich mir auch etwas übertrieben und fehl am Platz vor, vielleicht war das ja der Weg der Gruppe, wenn sie sich spirituell mit Gott Vater und Jesus beschäftigen wäre die Annährung an Männer folgerichtig. Es ist ja auch ganz komisch, was ich da für eine andere Energie reinbringe. Die sind alle so sanft und besinnlich. Ich bin so laut und temperamentvoll. Habe Mars in Krebs. Schon alleine deswegen ist das Christliche nichts für mich. Mir sind noch zwei Sachen an den für-Männer-Frauen aufgefallen. Sie wollten den Männern, die dann im Laden arbeiten etwas geben. Etwas vermitteln. Also wieder geben. Und sie taten sich auch mit dem "nein" schwer. Einem Interessenten, der fragt, ob er im Laden Dienst machen kann, einfach zu sagen "nein". Sie brauchten Begründungen und Argumente, um ihn nicht zu "verletzten".



Also das mit dem "weiter in der Entwicklung" ist ganz furchtbarer Bullshit. Ich glaub einfach, es gibt solche und solche Frauen. Ich bin einfach so ein Amazonen-Typ. War schon immer in Konkurrenz zu Jungs, später zu Männern, mehr oder weniger ernst, je nach dem. In meinen Partnerbeziehungen hörte meine Sehnsucht, allein zu leben nicht auf, auch wenn es gut lief. Ich kann den Wunsch vieler alleinstehender Frauen, wieder einen Partner zu finden überhaupt nicht nachvollziehen. Aber wenn sie es wollen....

Sonntag, Januar 15, 2006

teekessel



Habe lange nicht geschrieben. Es ist wenig aufregendes passiert. An meinem Arbeitsplatz hat sich viel verändert, leider kann ich da wenig drüber schreiben, da das Firmeninterna sind. Nur soviel: ich habe jetzt andere Chefs. Wir sind von einer größeren Firma übernommen worden. Der Vorteil ist in erster Linie mal die Zahlungskraft.



Sonst noch? Meine Haare hab ich superkurz schneiden lassen. Weil ich es leid bin. Ich habe ganz extrem feines und dünnes Haar und wenn da eine Frisur einigermaßen passabel aussehen soll, muss da Volumenschaum und Fön ran. Hatte die Schnauze voll, mir Chemie ins Haar zu schmieren, jeden Tag.



Was aber ganz aufregend war, und weswegen ich eine halbe Nacht nicht schlafen konnte, ist am Freitag passiert. Dazu erstmal weiter ausholen: ich arbeite "ehrenamtlich" ein Mal im Monat im Weltladen (Trans Fair und so). Der Weltladen bei uns ist ein Projekt des Frauenzentrums Deggendorf. Dort finden noch andere Aktivitäten statt. Es gibt einen Ausstellungsraum für Künstlerinnen, der ist auch zugleich Vortragsraum. Es werden ReferentInnen eingeladen, je nach Interessenlage.



Im Laden kann jede Frau, die etwas herstellt, ihre Ware in Kommision geben. Wir haben Ketten, handgemachte Seife, Gestricktes, Engel aus Ton usw. Die Frauen treffen sich auch um ihre Spiritualität zu leben. Es finden christliche Treffen statt, das ist nicht mein Ding, aber sie versuchen ihren Glauben abseits von der Amtskirche zu leben, in weiblicher Eigenart, das respektiere ich. Genauso werde ich respektiert. Ich bin auch überzeugt davon, dass ich, hätte ich mehr Engagement, eine weitere spirituelle Gruppe mehr in meiner Richtung, machen könnte. Es besteht kein Religionszwang und die Frauen sind auch sehr vielfältig orientiert.



Es gibt Teilnahmen an Hilfsprojekte in anderen Ländern, die besonders Frauen unterstützen. Der Laden ist auch eine Art Kontaktbörse um Treffen und Kurse anzubieten. Beispiel: Tanzen, Yoga, Frauenwandern, Trommeln bauen, Synergieseminare usw. Es besteht auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein "Freundinnen der Donau", die sich für den Erhalt des letzten Stücks frei fließender Donau einstetzen.



Der Verein hatte Schulden, die sind aber mittlerweile fast abgebaut, weil seit 2 Jahren eine Frau dabei ist, die sensationelle Ideen hat, Geld zu verdienen, die Schatzmeisterin, die zusieht, dass die Kasse stimmt. Alles in allem ein Traum.Wie schon gesagt, ich beteilige mich (bis jetzt!!) nicht allzu aktiv daran, find es aber alles Klasse. Ich weiß, dass ich dort mal meine Fotos ausstellen kann, meine gestrickten Pullis verkaufen kann, Freundinnen hab ich schon gefunden dort.



Und jetzt kommts. Die Treffen der Frauen sind auch oft unter der Woche, kann ich halt nicht, da Arbeit. Diesen Freitag Abend wurde zur Supervision geladen, da es Spannungen unter den Frauen gibt, und viele Frauen schon ausgepowert sind. Da wollte ich hin, mal sehen was da los, mal wieder ein bisschen Anschluss an die Gruppe bekommen. Die Supervisorin konnte aber nicht kommen, da sie aus Versehen einen Doppeltermin hatte. Der Abend wurde von der Frau, die da die Führungsrolle inne hat geleitet und wir versuchten auch ohne die Supervisorin ein wenig an die Thematik ran zu kommen.



Da wurde auf einmal nach 2 Stunden deutlich, dass einige Frauen der Meinung sind, wir müssten unbedingt Männer mit in das Projekt aufnehmen. Ich fühlte mich augenblicklich wie ein kochender Teekessel. Mittlerweile habe ich mich wieder beruhigt. Heute Abend ist Jahreshauptversammlung, da ist diese Frage Tagesordnungspunkt. Ich habe mir ein Konzept zurechtgelegt, werde mit Engelszungen sprechen. Was für ein Glück und was für ein "Zufall", dass ich das rechtzeitig mitbekommen habe. Da sind viele Frauen in der Gruppe dagegen, dass Männer aufgenommen werden. Sie hatten dass schon am Sommerfest heiß diskutiert, da war ich leider auch nicht dabei. Sie fanden, dass ich mich sagenhaft klar und stimmig ausgedrückt habe, als das Thema auf den Tisch kam, und wollten, dass ich sicher zur Jahreshauptversammlung komme, um zu helfen, die Frauen, die für Männerbeteiligung sind, zu überzeugen.



Gut, ich habe mich deswegen beruhigt, weil ich einsehe, dass es Frauen gibt, die sich der Wichtigkeit eines Raums nur für Frauen nicht bewusst sind. Das möchte ich einfach heute Abend deutlich erklären, ohne Polemik und mit Verständnis. Andererseits könnt ich aufseufzen, weil das eine Diskussion ist, die Frauen schon 1000x geführt haben, immer mit den selben Argumenten. Ich bin es so verdammt leid, immer wieder von vorn anzufangen. Am besten nimmt man mal sowas auf Kassette auf und verteilt das, da spart man sich einen Haufen Energie. Aber ich selber hatte vor Jahren auch keine Ahnung von sowas, und hatte noch nicht begriffen, was "Frauenraum" bedeutet.



Nun die Argumente, der Frauen, die Männer beteiligen wollen. "Es kommen ja auch Männer in den Weltladen, als Kunden". Eine Frau hatte einen Notfall, ihr Bruder war gestorben, sie hatte 10 Frauen angerufen, ihren Ladendienst zu übernehmen. Keine konnte oder wollte. Eine sagte, sie hat sich entschieden, sich bei solchen Sachen mehr abzugrenzen und zurückzuhalten. Schließlich fand die Frau eine Vertretung und zwar eine männliche (also das klassische Argument: es gibt auch böse Frauen und nette Männer). Ein Argument war auch, dass das Projekt in der Öffentlichkeit einen ehr seltsamen Ruf hat. Deswegen wäre es besser, Männer dazuzuholen. (Dieses Argument hatte den schlagartigen "Teekesseleffekt" bei mir).



Also mal weitersehen, heute Abend. Positiv: ich hab mich noch nie so engagiert an dem Verein beteiligt. Jetzt merke ich erst, wie sehr mir das am Herzen liegt. Ich werde das mit dem Geist einer Löwin verteidigen.

Donnerstag, Januar 05, 2006

feinkost



Habe eigene Orakelkarten aus meine Fotos gemacht. 195 Stück. In Nachtschicht laminiert. Sind toll, aber viel zu viel, beim Mischen etwas unhandlich. Nehme immer nur 78 auf einmal. Ich muss ehrlich sagen, dass ich manchmal in meiner eigenen Symbolwelt nicht durchblicke. Aber sonst ist es wirklich witzig und interessant. Luisa hat auch selbstgemachte Orakelkarten, mit denen wir im Hirsehaus gelegt haben, das hatte mich auf die Idee gebracht.



Silvester mit Jutta, Zsusa und Besam war toll. Die beiden haben uns total verwöhnt. Wir hatten gute Gespräche. Ich denke wir entwickeln einen magischen Anarchismus.



Zsusa denkt in ganz anderer Form über das selbe nach wie ich: was kommt nach dem Überfluss? Oder nach dem Leben in der Überfluss-Konsumgesellschaft. Habe schon einige Bücher gelesen, "Lebe einfacher", "Simplify your Life" und so ähnlich. Das bringt es aber noch nicht so auf den Punkt, was ich meine. "Die Kunst des Stilvollen verarmens" ist auch nicht schlecht, passt aber auch nicht so 100% auf mich. Es geht darum, dass wahrer Stil nichts mit Geld zu hat. Der Autor kommt aus altem Adel, da verarmen immer wieder Familienmitglieder, die aber trotzdem ein reiches Leben führen. Das ist eben jetzt auch nicht so mein Ausgangs- und Zielpunkt.



Ich weiß, dass die Leute überall auf Fortschritt hinarbeiten, meine Großmütter z.B. Denen war es wichtig, dass sie bessere Geräte zum Wäsche waschen, kochen usw. hatten. In anderen Ländern ist es noch so, China ist ein Beispiel. Oft geht es nur ums überleben, aber in den Generationen danach geht es darum, "es mal besser zu haben".



Schönere Wohnung, elektrische Geräte, Bad, Bildung usw. Wir sind da irgendwie schon drübergekippt, find ich. Wir können uns den Luxus leisten, bewusst bescheiden zu werden. Aber nur sparen ist auch nichts. Weil: wenn alle sparen, werden wir alle bald keine Arbeit mehr haben, weil keiner mehr die Produkte kauft, die wir hochbezahlt herstellen. Also Geldausgeben muss sein. Nur für was, das ist es doch.



Habe letztens im Fernsehen eine Sendung über Österreich gesehen, die haben sich überlegt, dass sie in der EU gut überleben können, wenn sie ganz hochwertige landwirtschaftliche Produkte herstellen. Beispiele waren handgeschöpfte Schokolade, Mohnöl, hochwertiger Essig. Fand ich anregend.