Freitag, Juni 23, 2006

urlaub

Bin ab Morgen 10 Tage in Urlaub, Kärnten, Waldkraiburg und bei meiner Enkelin. Melde mich wieder!

Sonntag, Juni 18, 2006

funnzt



Beziehe mich auf Juansis Kommentar zum letzten Eintrag. Diesen Hinweis auf den freien Willen höre ich nicht zum ersten Mal. Ich sehe die Astrologie etwas anders, als sie hier in den paar Zeilen rüberkommt. Mein Weltbild trennt sich nicht in Subjekt-Objekt. Nicht in den Satz: das Universum zerfällt in zwei Teile: ich und der Rest. Alles fließt, wie ich letzte Woche im Pupquiz gelernt habe, alles fließt, wie Heraklit von seiner Frau schon erfahren hat. Trennung ist ein Illusion.



Astrologie ist eine Krüke um unserer höheres Bewusstsein anzuzapfen, so wie alle Orakel. Zum einen. Zum anderen ist hier alles nur symbolisch. Wie Margarete Peterson Menschen als Stoffe sieht, beschreiben kann. Unser Bewusstsein bildet diese Ebene, diese Realität, unsere Erlebnisse. Unser Bewusstsein ist mehr als das, was wir im Wachzustand wahrnehmen. An seinen Rändern fließt es mit Dimensionen zusammen, die ganz anderes sind, als alles was wir uns im Wachbewusstsein vorstellen können.



Ich schüttle immer den Kopf bei der enttäuschenden Feststellung, alles sei "nur" genetisch oder "nur" ein chemischer Prozess im Gehirn. Das ist doch sowas von toll, unser genetischer Code. Wer hat den geschrieben? Wahrscheinlich wir selbst. Welch einen Spaß ich dabei hatte, das zu lernen. Ich kanns mir richtig vorstellen. Auch das "upps" als es funnzte und ich "hier" war. Wie fazinierend unsere Körperchemie ist. Warum ernähren uns Pflanzen? Es ist "nur" ein chemischer Vorgang. Atome, Moleküle, Kristalle, Hormone. Alle unsere Moleküle sind auch im gesamten "restlichen" Universum vorhanden.



Es haben also eine Menge Menschen durch alle Zeiten die Sterne beobachtet und festgestellt, wie oben so unten. Jede interpretierte das so, wie es zu ihr passte und wie sie fühlte. So mache auch ich weiter, auf den Schultern der VorgängerInnen stehend und eine ganz eigenwillige Methode verwendend.



Wenn eine bestimmte Konstellation etwas bei mir auslöst, komme ich mir energetisch wie ein Pudding vor, bei dem ab und zu ein Keks hochgeschwemmt wird. Zu anderen Zeiten liegt dieser Keks am Boden der Schüssel und er ist zwar da, aber ich sehe ihn nicht und denke auch nicht dran. Sowas sind für mich Gelegenheiten, Chancen, spannende Phasen. Die riesen Möglichkeiten kennenlernen, die mein Selbst umfasst. Noch dazu ist es nicht fest, also nichts, was ich erst entdecken kann und dann "kenne". Mit jedem Atemzug erschaffe ich es neu, bastle, ändere, verfestige, lasse los.



Determination oder freier Wille, beides ist da nicht relevant, es verfließt im Werden und Sein und wieder vergehen. Habe ich mir meine Aufgaben nicht sowieso selber gestellt? Oder wie weit geht mein freier Wille, wenn ich auf der Bank sage, her mit den Millionen? Alles relativ. Klar hab ich so betrachtet auch bei jeglichem Keks im Pudding eine freie Wahl. Ich kann ihn auch ignorieren. Ich kann total durchdrehen, was der dämliche Keks denn in meinem Pudding verloren hat, oder ich kann ihn fasziniert untersuchen.



Jedenfalls sehe ich mich nicht hilflos den schicksalgebenden Sternen ausgeliefert. Ich sehe es wie eine Landkarte für meine Psyche und eine Zeitangabe für auslösende Energien. Auf denen surfe ich dann wie auf einer Welle. Es ist richtig geil, ich sags euch.

Donnerstag, Juni 15, 2006

transit

Bin wieder ganz anders drauf. Für astrologisch Interessierte: der Ausflug in die Tiefen meiner Sexualität fiel mit einem Lilith Transit zusammen. Laufende Lilith in Konjuktion zum Radix Pluto in Haus 8. Das war wirklich ein Ding. Langsam werde ich wieder nüchtern. Es war wirklich derb, aber ich steh dazu. Das ist wohl auch das einzige, was zählt im Schattenreich.

Alles was ich so empfunden habe, hab ich auch nicht hier reingeschrieben, klar. Aber, sexuelle Energie läuft schon auf Transformation heraus. Sie hat nicht so viel mit einem Partner zu tun, wie wir meinen. Denke ich jedenfalls. SM sehe ich auch mit anderen Augen als bisher. Nicht mehr als seltsame fehlgeleitete Neigung von mir. Sondern als legitime Färbung im Wunderland des Menschseins. Mein Hang dazu ist üblicherweise ehr latent vorhanden, taucht vielleicht im Fantasiebereich auf. Während dieses Transits drang das massiv an die Oberfläche. Das ist ziemlich unwiderstehlich. Energieläufe sind schon der Hammer.

Anfang Januar im nächsten Jahr habe ich dann eine Lilith-Lilith Konjunktion. In meinem Radix habe ich eine Lilith-Merkur Konjunktion in Haus 9 in Waage. Beim letzten Transit konnte ich wochenlang unglaublich gute düstere Gedichte schreiben. Thema: blinde Hingabe und Tod. Mal sehen, was diesmal passiert.

Montag, Juni 05, 2006

schule



Ein paar Gedanken zu den Schulen in Deutschland. Habe auf dem Sender Phoenix einen interessanten Beitrag gesehen. Es gibt natürlich Menschen, die sich darüber Gedanken machen und sehr schlaue Lösungen haben. Es wurden verschiedene Schulen vorgestellt. Was ich im Kern behalten habe, ist, dass es den "neuen" Schulen um das einzelne Kind geht, was es kann, was es lernen möchte. Dadurch entsteht auch automatisch eine starke Gemeinschaft. Die Pädagogen sagen, in herkömmlichen Klassen wird der Lehrplan höchstens 2-3 Kindern gerecht. Jedes Kind ist anders, hat einen anderen Wissenstand bei der Einschulung, ein anderes Lernthempo, andere Stärken, andere Schwächen. Es gibt gut ausgebildete, experimentierfreudige Pädagogen, die Methoden gefunden haben, Kindern individuelle Lernmöglichkeiten zu geben. Nicht nur für Eliteschüler, nicht nur in besonderen Internaten.



Die Methode, Lehrer vorne, alle hören zu, ist ja total veraltet und mittlerweile unbrauchbar. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es bereits andere Ansätze. War natürlich nichts für die Zeit die da kam, in den 60er Jahren gab es wieder vereinzelte Experimente. Heute ist es eine Notwendigkeit geworden. Dass sich Schüler mit Gewalt gegen das System und ihre Vertreter, die Lehrer wenden, ist nicht nur hirnlose Zerstörungswut unterprivilegierter agressiver Subjekte, sondern ein Auflehnen gegen eine überkommene Struktur, die für niemanden mehr etwas zu bieten hat.



Würde von Anfang an ein Kind ernst genommen in seiner eigenen Art, würde Freude am Lernen vermittelt, würde keine Gewalt ausbrechen. In der Sendung war auch ein Beispiel einer Schule an einem sogenannten sozialen Brennpunkt. Da läuft es prima mit anderen Methoden, die Schule schnitt auch als eine der Besten in der Pisa-Studie ab.



Viele meinen, in anderen Schulen würden die Kinder nicht fit genug für den Kampf als Erwachsene gemacht. Kinder sind die Zukunft, werden Sie auf miesen Konkurrenzkampt und auswendiglernen erzogen, wird die Zukunft so strukturiert. Neue Schulen fördern Individualitäit, Eigenverantwortung, Verantwortung für andere, Experimentierfreudigkeit.



Außerhalb der Schulen verändert die Technik unser Leben rasant. Auch die Technik ist nur ein Abbild unserer eigenen rasanten Bewusstseinsentwicklung. Wir lernen schneller und mehr als früher. Und in den Schulen? Wie noch vor 100 Jahren, das kann nicht gut gehen.



Die Tochter einer Freundin hat sich letzte Woche eine Gehirnerschütterung in der Schule zugezogen. Sie ist in der ersten Klasse. Ich dachte gleich: älterer, brutaler Schüler. Nichts dergleichen. Es passierte beim Brennballspielen. Sie ist mit einem andern Jungen bei dem Spiel zusammengeknallt. Also so lange an unseren Schulen im ersten Schuljahr noch Brennball gespielt wird, brauch mir kein Mensch mehr mit Gejammer über gewaltätige Jugendliche kommen. Woher sollen sie es denn lernen?



Zum letzten Eintrag: interessant sind die Interpretationen der Fotos. Es ist schön, und so gesehen eigentlich völlig unwesentlich, was die Fotos aus meiner Sicht zeigen, wo sie "wirklich" entstanden sind. Ich finde die Wirklichkeit wichtiger, die sie beim Betrachten auslösen. Meine ist da nicht die Richtige und alle anderen falsch, sondern meine ist nur eine von vielen möglichen.