Donnerstag, September 28, 2006

momente



Gestern Abend war ich allein ganz edel aus. Am Strand in Illetas, Lieblingschilloutbar und anschließend Essen, drei Gänge. Kalte Melonensuppe mit grösteten Seranoschinkenstückchen, Kalbsmedalions mit Kartoffelgratin und Granatapfelsoße, warmer Schokokuchen mit Vanilleeis.



Erstens: ganz allein. Gerne teile ich Genuss, aber ich verwöhne mich auch liebend gerne. So wie ich es immer von meinen Partnern, Eltern usw. erhofft hatte, mach ich es nun für mich. Ich lebe die Liebe zu mir selbst. Ich übertrage meine innere Schönheit nach außen, gönne mir was. Genieße Luxus. Selbstzufriedenheit.



Zweitens: Genuss in schöner Umgebung. Ich hatte Zeiten in meinem Leben, da hab ich eine Woche lang von Tütensuppe gelebt. Essen geschnorrt. Nichts gehabt. Wieviel ist das Schicksal und wieviel ist es das Einreißen innerer Mauern? Denke darüber nach, wie es wäre, mit einem goldenen Löffel im Mund auf die Welt zu kommen. Leichter?
Anders? Ich wollte eine andere Erfahrung machen, wie ist es kein Geld zu haben, der Kühlschrank leer. Ist eh noch harmlos, wenn ich mir die Welt so ansehe.



Wobei die allerschönsten Momente, die ich erlebe überraschend kommen, ganz kurz sind, mich total durchströmen und immer etwas mit Natur und Energie zu tun haben. Nicht mit bezahlbarem Luxus. Letztens erst, bin ich morgens in die Arbeit gegangen, ein bestimmtes Sonnenlicht, dann auf einmal ein Schwarm Vögel über mir und vollkommenes Glücksgefühl macht sich breit. Passierte auch mal als ich einen Laubbaum sah, der sich mit den nachmittäglichen Lichtstrahlen spielte. Die übliche Realität verschwimmt und kristalisiert in einem Moment wundervollen intensiven Gefühls....








Montag, September 25, 2006

gogo tänzer



Ich unterbreche ja eure sagenhaft tolle und lebhafte Diskussion jetzt ganz ungern mit einem neuen Post... Mal weiterspinnen: schön, dass es eine neue Frauengeneration gibt, die das Brechen der eigenen Kraft nicht kennt. Interessant auch, dass Artemis die Meinungen der "Älteren" relevant findet. Nützliches Feedback. Danke.
Zu allem anderen: ich lese Eva Hermann nicht und höre auch keine Papst-Geschichten. Weil: in meiner Zeit lese und höre ich Geschichten, die mir näher liegen. Ich kenne aber schon das Problem, "sprich nicht vom Brunnen, aus dem du nicht getrunken hast...", habe aber einfach kein Interesse an Äußerungen vom Papst. Lese lieber in der gleichen Zeit Ute Schiran, Luisa oder Jane Roberts, das bringt mir mehr. Oder schreibe gleich selber, noch besser. Ihr ja auch, deswegen die wahnsinnig vielen comments...



Bei Eva Hermann ist's mir auch wurscht, was in dem Buch steht, es ist ja schon der Hype um sie, und der ist ein Schlag ins Gesicht aller engagierten Feministinnen. Sie ist einfach eine Patriarchats-Wasserträgerin, nicht mein Fall, nicht mein Stil. Wissenschaft, ja ok. Ich kann die Ansicht nachvollziehen. Auch, dass ich nie definitv aus historischen Daten ersehen kann, wie die Leute wirklich gefühlt haben. Das alles wird immer eine Projektion aus unserer Zeit heraus bleiben.



Das Hexenverbrennungstrauma ist ja auch nicht ausschließlich von außen nachvollziehbar, es ist ein Symbol für einen Zeitenwandel, der auch in unserem kollektiven Unterbewusstsein so abgespeichert ist, oder hoffentlich mittlerweile wieder überspeichert wird, der Frauen eine unbestimmte Angst einflößt, wenn sie ihre Kraft leben wollen. Für mich ist sowieso das Abtauchen nach innen das wichtigere, nicht so sehr die Nachvollziehbarkeit an äußeren Tatsachen. Es ist alles eine Frage des Settings und der Interpretation, das angebliche "Außen". Wahrheit finde ich nur in mir. Meine. Was wäre sonst relevant?



Ich war ja kurz wieder in Deutschland, bin jetzt wieder in Palma, noch für 3 Wochen. Von Deutschland aus bekam ich eine Sehnsucht nach der Insel, ganz unglaublich. War nicht schlecht, diese Pause. Die Energie hier ist zwar heftig, tut mir aber gut, konnte fast nicht mit der Deggendorfer Energie leben. Muss das aber schamanisch klären, wenn ich wieder zurück bin. Fühle an jedem Ort eine Art Präsenz, die Geistin des Ortes sozusagen, wird immer deutlicher. Hier ist die Energie sehr geeignet für Zukunftsvision, so "Gespräche mit Seth"-artig, Systeme, Zusammenhänge, Strukturen... Palma ruft in mir längst vergessene Seiten hervor. Ich gehe nächtelang tanzen .... mein Lieblingsclub: LaMetro, da gibts Techno, Homosexuelle, goldene Gogo-Boys, Palma Underground und es riecht ständig von irgendwoher nach Haschisch.



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Mittwoch, September 13, 2006

permanent

Morgen mal für ne Woche runter von dieser wahnsinnigen Insel. Bin leer im Kopf. Ganz. Musste lachen über Luisas Satz: " ...also jetzt langweilt mich nicht mit dieser weichgespülten frauenangepasstheit". Ich stelle mir immer vor, wie sich Mächtigen dieser Welt manchmal im "stillen" Kämmerlein vor Lachen kugeln, wie doof wir doch alle sind, und wie leicht sies haben.



Das katholische sitzt aber anscheinend bei manchen zu tief. Weil: mit einer Angst verknüpft, in die ewige Verdammnis zu geraten. Geschickt schon als Kind Gehirnwäsche verpasst bekommen, gezielt Ängste geschürt, und als Krönung dann behaupten, Gott straft sowieso, vor allem wenn du dich abwendest. Diese Absolutheit. Näher beleuchtet ist auch das Christentum nichts absolutes, sondern einfach nur eine Zeiterscheinung. Eine Sekte, die sich alles mögliche an Symbolen und Geschichten von anderen zusammengeklaut hat und ihre Macht mit vielen Toten, dem schüren von Angst und politischen Machtspielen zementiert hat. Und wieso um alles in der Welt, soll ich vor ihrem grotesten, altersschwachen Oberguru irgendwelche Respekt-Gefühle haben? Nö.



Ich musst ja so lachen über Juansi, sie schrieb in ihrem Blog sinngemäß, die katholische Kirche sei mit der permaneten Platzierung ihres Symbols ähnlich penetrant wie McDonalds. So schauts aus.

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Sonntag, September 10, 2006

wochenende acht



So Wochenende vertrödelt, mit Schlafen, Surfen, Rumsitzen, Filme schauen. Keinen Meter draußen, außer kurz am Samstag zum Einkaufen. Lag auch daran, dass es heiß war, 34 Grad, ich am Donnerstag bei einer Cluberöffnung war (Club King Kameamea.. irgendwas, gibts auch in Frankfurt) bis 5 Uhr früh. Dort waren überwiegend Millionäre aus Andratx, komische Sippe. Aber nett angezogen alle. Geld hätt ich gerne, so ne Frau möchte ich aber nicht sein. Viva la Fassada! Habe aber durchaus auch Verständnis für so ein Programm, obwohl, sicher hat alles seinen Preis. Ich hätte lieber das Geld, ohne Mann. Klar.



Habe Miami Vice geschaut, war überrascht, es wurden nicht reihenweise Mädels flachgelegt, sondern richtige Gefühle gezeigt. Soso. Heiß. In der Hauptrolle die Asiatin, die in Cannes ihr Oberteil verlor. Info von Anita.



Am Donnerstag flieg ich heim für eine Woche, besser gesagt bis Mittwoch, dann weiter nach Düsseldorf. Online-Marketing-Tagung. Dann wieder hierher nach Palma. Am Montag seh ich meine Enkelin mal wieder.



Sonst bin ich extrem ausgeruht, der sexuelle Wahnsinn war wohl mal wieder so ein Mega-Eisprung, verflüchtigt sich wieder in fast Nichts. Habe mal gelesen, dass der Mond eine große zyklische Frauen-Manipuliermaschine ist. Such daheim mal den Text raus, will ich euch nicht vorenthalten. Nach letztem Wochenende bin ich geneigt das zu glauben fast. Vollmond+Eispung=Sexueller Aufschrei. Aber schön wars trotzdem....



Meinen Münchner Schwestern ein "alle Achtung" für den verschlossenen Hostien-Container. Witzig. Jaja, Ratze, die Menschen sollen wieder mehr blind glauben, nicht so viel nachdenken. Schon blöd. Die ewige Nachdenkerei.

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Freitag, September 08, 2006

botschaften

Die täglichen Botschaften auf dem Weg zur Arbeit:

Alles für die Be(er)leuchtung


Installationen


(TV) Mallorca - das muss man sehen


Logistik


Makro - Eingang


Toys'R'Us Spielzeugland Eingang

Dienstag, September 05, 2006

wochenende sieben



Wieder mal Gedanken zu Sex. Die Insel macht mich noch irre. Da sie ja eigentlich eine mystische Toteninsel ist, könnt ihr euch ja vorstellen, es bleibt einem nichts erspart, das Fleisch fällt von den Knochen, auch der versteckteste Winkel in der Seele wird beleuchtet.

In meinem Kopf habe ich aber mal endlich rund, warum ich 5 Jahre keinen Sex mit anderen Personen hatte. Ich hab Wahrheiten gesehen und gehört, und bin echt durch die Hölle gegangen dieses Wochenende. Aber es hat sich wie immer gelohnt, durch die Unterwelt zu gehen. Ich weiß mal warum ich dauernd am Suchen bin und nicht Finden kann. Weil ich es selber bis heut früh um 4 nicht klar hatte.



Mein Mann wollte nie Sex mit mir. Einmal richtig am Anfang, dann sagte er komische Sachen, wie Seele verlieren, die ich nicht verstand, und das wars dann. Das zog mich absolut runter, ich fühlte mich total häßlich unattraktiv, ganz furchtbar. Es war zum Verzweifeln ehrlich. Jahre später wieder ein Schlüsselerlebnis: er hatte eine Freundin, die ihn liebte, aber er sie nicht. Mit der hatte er Sex ohne Ende. Er drückte mit Sex seine Verachtung gegenüber ihr aus. Ich war fassungslos. Ich verstand endlich. Aber es half mir nichts. Nur ein abenteuerlicher Ausflug in die männliche Psyche. Ein anderer Ausflug in die männliche Psyche zeigte mir, dass sie sich im Grunde ihres Herzens wie die letzten Looser fühlen. Deswegen verachten sie jede Frau, die sich mit ihnen einlässt. Selbsthass.



Wut und Verachtung. Andere Seite: ich schlief mit Männern, die voll abgefahren sind und garnicht merkten, dass ich Zeitung lese. Wie kann sowas passieren? Warum ist genau die Beschäftigung, die größtmögliche Nähe zwischen zwei Menschen erzeugt, so überlagert von gegenseitiger Verachtung und Ignoranz? Das ist genau der Punkt, an dem ich aufgehört habe, Sex mit anderen zu haben. Ich tu mir das doch nicht an, bin ich narrisch? Das ist eine energetische total-Katastrophe.



Wie ich mir das vorstelle? Jeder Mensch ist sein eigenes Universum. Ein riesiges, eigenes wunderbares Universum. Wenn ich jemanden kennenlerne, begegne, passiert es (selten, aber es passiert), dass ich eine Verbindung spüre, es ist wie ein Strahl der ins Herz geht. Oft sind solche Menschen gute Freunde geworden, Seelenverwandte. Davon gibt es mehrere, nicht nur einen. Und ein Schritt weiter in die Nähe eines solchen Menschen, ist es mit ihm/ihr Sex zu haben. Begegnung auf Augenhöhe. Fallen lassen. Stark sein können. Schwäche zeigen können. Den anderen dominieren bis er loslässt, totale Hingabe zulässt, wieder auffangen, Rollen tauschen. Lachen, weinen, trösten, ineinander versinken. Wellen erzeugen, den anderen Körper entdecken, den eigenen Körper neu entdecken. Botschaften hervorrufen lassen. Universen vermischen, ineinander explodieren lassen. Den anderen WIRKLICH ran lassen. Zwei Universen begegnen sich und verschmelzen miteinander in totaler Offenheit und Extase. Danach: lösen, trennen, aus eins wird wieder zwei. Das ist der Punkt, wo ich immer etwas Probleme hab. Aber ganz, ganz wichtig. Den anderen in Würde gehen lassen. Selber in Würde gehen. Nicht heiraten!!! Keine Socken waschen!!! Nicht klammern!!! Aber sich auch nicht wegschupsen lassen und den anderen wegschupsen müssen, um die Verschmelzung wieder aufzulösen. Soviel Nähe und Offenheit macht verletzlich, und das muss gewürdigt werden. Nach der Reise landet das Raumschiff. Auseinandergehen nach einer sagenhaften Entdeckungsreise. Den anderen und sich in Ehren halten. Integrität gewährleisten, Achtung ausdrücken.



Das ist komplett die einzige Form, die in mein Sein passt. In meiner Welt sind Männer einfach Vielfach-Befruchter. Einsperren macht unglücklich. In meiner Welt sind Frauen Jägerinnen. Für sie wäre zur Kinderaufzucht ehr ein Rudelleben angesagt, als ein armes Würstchen zum Geldverdienen zu schicken. Das ist eine total freie Existenzform. Meine Problematik liegt da immer im loslassen. Ich will selber frei sein, muss frei sein. Mir wäre es aber lieber, ein Mann wär mir so total verfallen, dass er keine andere Frau anschaut. Das ist schwarz, utopisch, geht garnicht. Ich bin mir auch sicher er wäre im Grunde lächerlich für mich wenns so weit wäre. Das ist meine Schwäche, mein Aua, mein Schmerzpunkt, der auch daher kommt, weil ich noch keine Trennung der zwei Universen (wenns denn überhaupt zur wirklichen Verschmelzung kam) in Würde erlebt hab, immer nur böse wegkicken. Auch als Täterin.



Ja jedenfalls weiß ich jetzt genau, was mit mir los ist. Was ich will, wie ich mir das vorstelle. Und wenns noch 5 Jahre dauerd oder nie passiert. Alles andere ist Schwachsinn, da mach ichs mir lieber selber. Eigenes Raumschiff un so.



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