Montag, November 27, 2006

oben



Bin mal wieder über so eine Art Gipfel gekommen. Leer im Kopf, Projekt beendet. Merke ihr könnt nicht so viel anfangen mit meinen abstrakten Wirklichkeitserklärungen. Sowas hat mich immer ein wenig isoliert. Für mich ist das ziemlich normal, ich fühle mich in einer derartigen Gedankenwelt richtig heimisch, für mich ist das ganz leicht. Ich bewundere Autorinnen wie Eva Ulmer Jones die solche Gedankengänge sehr gut erklären können und nachvollziehbarer machen. Wenn ich sowas lese, ist das alles nicht neu für mich, ich weiß es einfach schon. Ich bin dann nur fasziniert, wie gut es manche Menschen ausdrücken können.



Mein ganzes Leben an sich ist an einem Punkt angelangt, an dem ich eine Zielvorgabe erfüllt habe (in dem Fall beruflich). Das ist so eine Art Pause. Bei der Gelegenheit hatte ich auch gleich mal eine Halsentzündung und Husten und war krank geschrieben.



Ich bastle gerade an neuen Vorstellungen, Zielen, Schöpfungen. Was will ich, was ist mir wichtig? Was kann ich schaffen, er-schaffen, was will ich überhaupt. Die "dunkle" Zeit ist immer genau die Richtige dafür, obwohl mir solche Phasen immer schwer fallen, weil ich das Gefühl habe, untätig zu sein.



Montag, November 20, 2006

verschiebung



Denke weiter über Realitäten nach. Experimetiere mit Verschiebungen. Wie leicht das ist. Denke nach über die Menschen meiner Umgebung, wie sie sich verhalten, wie ich es beurteile, wie sie reagieren.



Das ist so leicht verschiebbar. Und mit jeder Verschiebung reagiert auch der andere dann anders auf einen.



Relativ viel Energie kostet dabei jemand abzulehnen, jemand ändern zu wollen, jemand besitzen zu wollen. Das alles erzeugt einen Widerstand zu der Person. Und den überwinden zu wollen kostet zu viel Energie, bzw. ist nicht möglich. Der einzige Weg ist eine Verschiebung im Inneren. Hin zum reibungslosen Energiefluss.



Widerstände, Sperren, schlechte Gefühle, alles sind Abbilder innerer Konstrukte, realisiert im Außen. Sichtbar gemacht im bestimmten Augenblick um bewussten Zugriff zu erlauben. Denkschablonen sehen, durchtauchen bis auf den Grund, damit spielen, lachen, ändern.



Was mich bei diesen Gedankengängen sehr unterstützt: einmal das Tarot von Margarete Peterson, zum anderen das Buch "Magie im Management" von Eva Ulmer-Janes. Der Titel ist ein wenig irreführend, es geht so garnicht um Manager, nur so am Rande, im Zusammenhang mit dem Umgang mit Menschen im allgemeinen. Im Kern geht es um schamanische Techniken der hawaiianischen Hunas. Sehr interessant. Ein extrem freies und flexibles Konzept. Zum Beispiel bezügl. Karten legen und orakeln im Allgemeinen. Da die "Zukunft" jederzeit änderbar ist, schlägt sie vor, sich nicht die Zukunft zu legen, sondern Empfehlungen zu legen, die zum bestmöglichen Ergebnis führen können.



Sonntag, November 12, 2006

wahre wirklichkeit



Wahrheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es so schön. Wahrheit ist für mich nicht fest definierbar. Und auch nicht verifizierbar, genau wie Wirklichkeit. Was wir für Wahrheit halten, hängt von so vielen Faktoren ab. Auch von unserem Wertesystem und dem, was wir für Wirklichkeit halten.



Ein anderer Punkt ist natürlich, dass wir "unsere" Wahrheit durch Handlung umsetzen, die Werte, die wir haben auch leben. Das ist aber schon Schritt zwei. Weil wir durch unsere spezifische Wirklichkeitssicht in Konflikt mit anderen kommen. Wenn es unsere spezifische Wirklichkeitssicht ist, dass sowas passieren kann. Wenn wir glauben, Wahrheit muss man verteidigen, dann muss ich sie auch verteidigen.



Als Magierin und Schamanin halte ich die Wirklichkeit für extrem formbar und direkt abhängig von inneren Faktoren, eigentlich spiegelt sich inneres im außen. Das führt bestimmt zu Diskussionen, wenn ein Einzelfall auf diese Vorgabe hin untersucht wird. Da klappt das nicht. Es ist ähnlich wie auf einem Computer. Ich kann einen Ordner nur löschen, wenn alle enthaltenen Dateien geschlossen sind, und ich mich außerhalb des Ordners befinde.

Sonntag, November 05, 2006

aenderung



Seit meinem letzten Eintrag hat sich natürlich einiges gewandelt. Ich habe einige wilde Mails mit der Frau, Freundin hin- und hergeschrieben. Wir hatten uns voll in der Wolle und haben uns wieder vertragen.



Ist nach wie vor etwas ungewohnt für mich. Ich habe immer die Befürchtung, Wahrheit und Konflikt bedeutet verlassen werden. Aber dass ein Konflikt bedeutet, in Zunkunft mehr Nähe zulassen zu können, muss ich mir noch öfter auf der Zunge zergehen lassen.



Ich versteh auch das Posting von "anonymus", sie schreibt, es ginge eigentlich letztendlich ums Trösten. So ungefähr ist das auch gewesen. Die von jedem gefühlte "Wahrheit" war nur ein Fragment, wesentlich war die Verletzung einer jeden.



Was anders ist immer noch die Frage, wie ich die Jahreskreisfeste fortsetze. Was das für eine Bedeutung für mich hat. Wen ich treffen will, ob allein und wenn was tue ich?



Das andere Problem, dass ich hatte, war, ich glaubte echt unfähig zu sein mit anderen klar zu kommen. Oder anders ausgedrückt, passt jemand nicht 100%ig zu mir wird er/sie ausgemustert. Ist das ok? Andererseits, muss ich mich mit unbequemen Bekanntschaften belasten? Ich weiß es nicht.

Mittwoch, November 01, 2006

heftig



Tja, gestern hab ich das mal ausprobiert, mit der Wahrheit. Es kam ja gleich der Knall und mir wurde die Freundschaft gekündigt. Trotzdem wars ok, finde ich. Das ist hart, aber effizient. Das ist ja immer meine große Angst, dass ich Harmonie zerstöre und Freundschaften verliere, wenn ich direkt sage, was ich denke. Dann richt ich lieber hintenrum Leute aus. Auch nicht schick. Unfair. Ne das wird jetzt anders. Und die Aufkündigung der Freundschaft? So schlimm ist das auch nicht, wie ich dachte. Jemand der mich nur mag, wenn ich sage, was er hören will? Ist ja auch nicht das Wahre.



Gestern das ganze Samhain-Fest durch Streitereien verdorben. Mei Weiber. Ist es echt so schwierig mit mehreren Frauen? Ich feiere glaub ich wieder allein. Obwohl, da würde mir echt was fehlen. Aber diese Fest-Verderberei kenn ich ja schon von Zuhause. Da gabs an Weihnachten auch oft einen riesen Familienstreit. Klappt wahrscheinlich nicht mit "jetzt feiern wir schön und lassen alle Konflikte draußen".



Seufz. Die Fotos erinnern mich an David Bowie "Station to Station".