dauerhafter wohlstand

Habe einen zweiten Blog angefangen www.astrologie-blog.de , das wird nicht wie ein Tagebuch, sondern ehr eine langsam wachsende Sammlung von Texten zur Astrologie, auch zum Lernen und Diskutieren geeignet. Mit der Zeit werde ich Postings über sämtliche Sternzeichen, Planeten und Häuser machen. Auch allgemeines über die Sichtweisen der Astrologie, die ja sehr unterschiedlich sind. Es gibt dort eine Menüstruktur, damit ihr die Themen leichter findet, auch wenn die Artikel schon älter sind. Würde mich freuen, wenn ihr alle ab und zu mal reinschaut, der Link dazu ist dann immer in der rechten Spalte oben.

Beschäftige mich gerade mal wieder mit dem Thema Glaubenssätzen. Bin irgendwie gerade in so einer Übergangsphase. Die Art, wie ich arbeite und wie dafür bezahlt werde hat sich in letzter Zeit grundlegend gewandelt und es ist irgendwie komisch, mich daran zu gewöhnen.
Früher ist es immer so gewesen, wenn ich mal ein wenig weiter kam, brach nach einiger Zeit alles wieder über mir zusammen. Zwei mal schon war ich Sozialhilfeempfängerin. Ich denke darüber nach, wie diese Situationen entstanden sind und wie wichtig mir Geld und Arbeit sind.

Ich kenne von Kindheit an dieses Hadern mit Knappheit, das Sparen und Verzichten müssen. Irgendwie spüre ich, dass es Menschen gibt, die mit Geld ganz anders umgehen können. In unserer Familie war es immer verknüpft, schwer arbeiten zu müssen um Geld zu verdienen. Arbeit machte keinen Spaß, war schwer zu bekommen, wurde schlecht bezahlt. Vermögen hatten nur andere. Die wurden bewundert, als etwas, dass wir nie erreichen würden.

Wenn Geld da war, gab es zwei Möglichkeiten: mein Vater verschwendete es, gab auch mehr aus, als wir hatten, meine Oma und meine Mutter sparten. Beides geht mir auf die Nerven. Im Moment lebe ich so, dass ich immer exakt genau so viel Geld brauche, wie ich habe. Beim Sparen hab ich das Gefühl, andere würden mit meinem Geld Dinge machen, die ich nicht will. Gespartes Geld ist tote Energie. Andererseits denke ich, es würde mir gefallen, ein sicheres Polster zu haben, nicht immer so exakt auf Null zu sein am Monatsende.

Auf alle Fälle gärt in mir die Angst, so wie es jetzt ist, wird es nicht mehr lange sein und dieser Zustand nervt mich. Das ist so eine innere Angst, Wohlstand stünde mir nicht zu. Ist eindeutig ein Glaubensatz. Ich komm nur nicht so ganz an die Wurzel.
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21 Kommentare:
Hallo Ingrid
Bei mir war es seit der Kindheit genauso mit dem Geld. Erst in den letzten Jahren änderte es sich. Ich habe alte Denkmuster losgelassen und alte Zöpfe abgeschnitten. Natürlich schemissen wir nun das Geld nicht zum fenster heraus, aber wir müssne auch nicht mehr knapsen damit. Wir habe es einfach liessen lassen. Geld ausgegeben, im Fluß gehalten auch mal mit Freude ausgegeben, uns etwas gegönnt und nach einem Jahr kam dann das erstaunliche. Arbeit macht Spaß, Geld ist immer da und ein kleines Polster hat sich auch angelegt. Eben ein Notgroschen fals mal die Waschmaschine oder ähnliches den Geist aufgibt. Man gewöhnt sich daran und es fällt leichter Geld herzugeben, wenn man weiss es kommt auch wieder rein und manchmal sogar mehr. Verkaufe ich was bei ebay, dann kauf ich mir mit dem Erlös etwas was mir Spaß bereitet und horte nicht die klebrigen Scheinchen zu Hause. Irgendwie hat es funktioniert nachdem ich loslassen konnt und meine Existenzängste und Sorgen um das schnöde Geld hinter mich brachte.
Ganz liebe Grüße Baerenpfad
Bei mir war's grad' umgekehrt. Geld war immer da und ist es bis heute.
Lediglich 4 Jahre eigene Wohnung mit Lehrlingsgehalt haben diesen Streifen unterbrochen, als ich Anfang zwanzig war. Das war zwar eine harte Schule, aber sozusagen mit Netz 'drunter, denn hätte ich meinen Stolz 'runtergeschluckt, wär' Papas Geld da gewesen.
Also, 'rausgeschmissen wurde Geld bei uns nie, da war schon immer vorher die ernsthafte Frage: Brauchen wir das wirklich? Das mache ich eigentlich heute noch, wenn mich so ein "Haben-Wollen" überkommt, dass ich genau nach dem Nutzen frage. Und meistens verkneif' ich mir's dann. Umso mehr Spaß macht es, mir dann doch mal was zu gönnen.
Ich kann mich auch über ein Geldgeschenk freuen, ich mach' dann ein Ritual daraus, mir dafür etwas ganz Besonderes zu kaufen und das kann durchaus was rein Nützliches sein.
Hoffentlich habe ich mich jetzt nicht geoutet :-\
Keine Geldsorgen zu haben ist schon ein gutes Gefühl. Aber, wie soll ich mal sagen, es disqualifiziert einen manchmal auch ganz schön.
Liebe Ingrid,
genauso wie bei dir ist es bei mir auch gewesen. Ständig ein Gefühl des Mangels.In meiner Therapie wurde auch dies erfolgreich behandelt, in dem mir die Augen geöffnet wurden wie grosszügig und üppig Mutter Erde für uns sorgt und uns nährt.Gerade in diesem besagten Sommer und Herbst trugen die Obstbäume und Beeren-
sträucher, dass sich die Äste bogen.
Wie genau die Umkehrung funktioniert hat weiss ich nicht,aber heute hab ich nur noch selten Existenzangst.Klar,wenn Stromnachzahlung angesagt ist und Holz gekauft werden muss,dann dann muss ich schon rechnen.Aber wir verfügen über keinerlei Rücklagen.
Nur einen Sparvertrag über monattl.
13.-Euro hab ich damit dann mal meine Krematoriumkosten bezahlt werden können und ich post mortem
niemand was schulde.
Das was wichtig ist,kann man sowieso für kein Geld der Welt kaufen.Ich glaub nicht dass das Gefühl von Sicheru.-geborgenheit
von den Mitteln abhängig ist, sondern es muss was mit Urvertrauen zu tun haben.
Grüsse
Grad seh ich nochmal deine Überschrift.Ha, vermutlich liegt`s an
FENG SHUI!
Huch, ich sehe gerade welche Schreibfehler sich bei mir eingeschlichen haben.
Ich sollte doch bei ausreichend Licht auf den tasten herum hämmern :-)
Ich hoffe man kann es sich trotzdem zusammen reimen.
Gruß Baerenpfad
Ich kenne diese Angst auch, es könnte eines Tages nicht mehr reichen und habe damals auch, frisch Mutter geworden, fast zwei Jahre lang von Sozialhilfe gelebt.
Ich habe, über Jahre jetzt, erfahren:
Wenn ich meine Arbeit -egal was- nicht mit Freude und Engagement mache, oder wenn ich nicht hinter meiner Arbeit stehen kann, langt mir auch das Geld kaum, oder ich hab Ärger mit der Bezahlung und muss meinem Geld hinterhersausen.
Und das, obwohl ich nicht glaube, wie Gauzi, dass Arbeit und Geld so viel miteinander zu tun haben. Entweder ich bin eingebunden --- Es ist ja nun wirklich genug da für alle! und werde versorgt, oder ich verlier die Verbindung und muss ums Geld kämpfen. Immer dann, wenn ich auch sonst gegen mein besseres Empfinden lebe, arbeite, bzw. glaube, das tun zu müssen.
Das war dann aber oft von Ängsten anderer beeinflusst: "Wie kannst Du nur (z.B. kündigen) in DIESEN Zeiten! Du hast doch Verantwortung etc. ... und ich hab den Ängstlichen ein bisschen geglaubt, die haben in eine bereits vorhandene Kerbe gehauen bei mir.
Mit Sparen oder z.B. wochenlang Nudeln und Aldi- Gemüse essen hab ich allerdings kein Problem. Mir schmeckts trotzdem.
hm, das stimmt schon auch wieder. In den Sozialhilfe-Zeiten war bei mir auch so im Leben alles durcheinander, bzw. in mir selber drinnen.
Ich hab auch gemerkt, dass ich mit wenig Geld auch auskomm, stimmt. Oder anders gesagt: egal, wieviel ich pro Monat zur Verfügung hab, ich kann alles ausgeben, und hab bis zum 31. was im Kühlschrank.
Aber dieses damisch indifferente Gefühl will ich los haben. So ne Umkehrung, wie sie Gauzibauz beschreibt...
kvinna, find ich klasse, wenn jemand nie Geldsorgen hatte, durch die Ausbildung weißt du ja auch wie es ist, wenn weniger da ist. Ich denke, es ist umgekehrt auch nicht einfach ein Maß zu behalten, wenn man Geld im Überfluss hat. Hm. Vielleicht häng ich da fest?
@Sam,
liess noch mal was ich sagte,wollte eben nicht sagen,dass Geld von Arbeit abhängt.
Ja,man lässt sich von andern was einreden und sich beirren.Z.B. ich verschicke immer noch,allerdings seither mit Bedenken,Geld per Brief.
Die Taufpatin meiner Grossen sagte mal sie wolle Geld nicht mehr so versende,sie wolle eine KTOnr.
Das hat mich nachhaltig verunsichert und bei mir was beschädigt.
Wenn die dummen Leut nur ihren ungefragten Mund halten könnten.
Die Sicherheit in der ich mich wiege ist viel mehr wert als so ein dummer Schein.
Und so ist es bei allem.Immer hat
einer gute Gründe einzuwenden.
Grüsse
@Gauzi:
@Sam,
liess noch mal was ich sagte,wollte eben nicht sagen, dass Geld von Arbeit abhängt.
Ich hab gschlampert formuliert, sorry: Ich wollte sagen, meine Erfahrung deckt sich da mit Deiner.
Und dieser "Umkehrung" ist bei mir damals ein LmaA- Gefühl vorrausgegangen. Ich hab mir für seeehhr viel Geld damals ein erstes Paar Glückstiefel gekauft (nein, ich habe sonst keinen Schuhtick!) als ich mir die überhaupt nicht habe leisten können. Die haben mich angesprungen mit dem Gefühl: In diesen Stiefeln kann Dir nix mehr passieren. So wars dann auch.
@Sam: Dieses Gefühl habe ich auch mal bei einem Paar roter Sneaker gehabt, die hab' ich noch immer. Stimmt, genauso hat sich das angefühlt: in diesen Schuhen bist du auf der sicheren Seite. Ist wahrscheinlich Unsinn, aber hat das was mit der Verbindung zur Erde zu tun...? Abschweif...Hab' übrigens in meiner Lehrzeit auch öfter mal zwei Wochen von Nudeln mit Ketchup gelebt... :)
@Ingrid: Geld ist natürlich ein Thema, das keinen kalt lassen kann. Manchmal denke ich auch, was wäre, wenn plötzlich keins mehr da wär'? Und dann fällt mir wieder meine Lehrzeit ein und ich weiß ganz klar, dass ich auf viele Annehmlichkeiten ganz leicht verzichten kann und mein Herz beruhigt sich wieder. Nachhaltig Angst machen mir eigentlich nur Schulden, die durch die pure Lebenshaltung entstehen. Wenn ich da hinkäme, hätte ich echt Angst.
Naja, Geld und Gefühle: Geschenktes Geld kann auch ganz schön unangenehm sein. Ich habe einmal von Herzen etwas verschenkt, das einfach gar nicht zu mir passte und wie gemacht war für die Frau, der ich es geschenkt habe. Und sie ließ sich nicht davon abbringen, mir dafür Geld zu geben. Das war Geld, das mich richtig geärgert hat, obwohl es weit unter dem Wert des Gegenstandes lag, also symbolisch gemeint war. Vielleicht deshalb.
Andersrum habe ich mal 20% Finderlohn für eine prall gefüllte Brieftasche bekommen, also das doppelte des üblichen Satzes, und das hat sich einfach nur saugut angefühlt.
Und was die Arbeit angeht: Arbeitszeit ist Lebenszeit, das ist mir mal klar geworden, als ich eine ganz eklige Vorgesetzte hatte, so eine richtige Hexe, die einfach IMMER schlechte Laune hatte, wo ich dachte: "Ist die im Privatleben auch so??" Was nützen schließlich 100 Euro mehr in der Lohntüte, wenn der Job einem so richtig die Mundwinkel nach unten zieht? Ich glaube, da nützen auch 1000 Euro nix.
Das isses nich' wert!
Geld
Money
Dinheiro
Lohn
Salary
Salário
Wohlstand - Steht mir nicht zu ??
Und ob mir der zusteht :)
Ich hab auch als Kind die weinroten (igitt !) Hosen meiner Cousinen aufgetragen, hatte keine Coca-Cola zuhause, aber Querflötenunterricht, einen Vater, der uns (Grimm's) Märchen am Bett vorgelesen hat, ein Elternhaus, in dem wir rumtoben durften und in den Weihnachtsferien aus der Massagepraxis ein riesen Spielzimmer machen durften zum Sockenrutschen und Eisenbahnaufbauen und einen Garten, Spielplatz nebenan und ein kleiner Bach hinterm Haus..
Und ich hab' mein erstes selbstverdientes Geld genossen. Es hat auch immer gereicht, auch wenn nicht viel übrigblieb. Die Reisen, Treffen mit Freunden, Kurse etc. kann mir keiner nehmen.
Und hier und heute, in Brasilien ?
Zuerstmal hat natürlich das Sparen in Deutschland möglich gemacht, dass wir nun ein schuldenfreies Haus haben. Das war mir sehr wichtig !!
Falls wir uns mal trennen sollten, kann es also verkauft werden und jeder bekommt die Hälfte !
Vom Hausbau sind die reserven ziemlich aufgebraucht, aber, es geht auch so, auch wenn's knapp ist, weil ich eben noch keine Arbeit habe. Ich kann halt die eine oder andere Rechnung erst bezahlen, wenn ich oder João selbst wieder was bekommen haben. Oder es werden Dienstleistungen getauscht gegen andere oder gegen Dinge, die ich nicht mehr brauche. Aber "es fliesst", wenn auch langsam :)
Eine Investition hat uns etwas gekostet, aber mittlerweile kommt der Gewinn wieder rein. João und sein Onkel bauen eletronische Hoftore etc. Die Leute können meist nur auf Raten bezahlen, aber IRGENDWANN zahlen sie und das ist o.k. so.
Ist jedenfalls rückenschonender als die Maurerarbeit.
Donnerwetter, ich weiss garnicht, wie der Onkel das mit seinen 50 Jahren aushält. Unter 35 Grad heisser Sonne, bei Regen geht meist nix, aber im Winter wird's auch kalt hier, so um die 5 Grad. Und die Arbeitsbedingungen sind schon irgendwie "primitiver" hier, nix ordentliches Gerüst und so ;)
Also RESPEKT vor der Männerarbeit :))
Und ich weiss auch , dass meine Arbeit respektiert wird, hat mein Mann doch in Deutschland die Kinder und den Haushalt versorgt..
Ich muss sie mir halt nur besser einrichten, mich von ihr nicht versklaven lassen !
So, nun bin ich mal wieder durch die Gedanken gesprungen. Nichts für ungut
und ein gutes, FROHES 2007 !!
Aber, Ingrid, dieses "Das-steht-mir-nicht-zu"-Gefühl, ist das nicht eher Selbstzweck? Hauptsache, IRGENDEINE Angst ist da? Immer schön klein bleiben, sowas in der Art?
@Kvinna,
du hast die Frage zwar an Ingrid gestellt,aber mir brennt es auf der Zunge.Dieses Gefühl von nie ist genug für alle da und im Besonderen nicht für mich, kommt von Traumata in ganz früher Kindheit.Warum es bei mir so war kann ich nur Abschnittweise erklären.Bei Norbert war es ganz schlimm.Auch noch als wir uns kennenlernten und schon zusammenlebten.Wenn das ganz ausgeprägt ist bringt es der betroffene fertig,sich mit ganz normalem Einkommen vorzumachen es reicht nicht und ich bin arm und muss quasi Scheisse fressen damit ich überhaupt überlebe.Da wird der Ramakübel zum Übertopf,wenn dir der ungepflegte Nachbar altes Brot schenkt wird`s tapfer gegessen und wenn es im Ramschladen billigen Schrott gibt wirds gekauft weil man sich was vernünftiges nicht leisten kann.Klamotten aus dem Container werden artig aufgetragen usw.UND egal wieviel Geld reinkommt,es reicht tatsächlich NIE!
Hauptsache man muss sich nicht für was entscheiden oder gezielt aussuchen.2003 hab ich dann das finanzielle Heft in die Hand genommen.Jetzt kann ich sogar Markensachen kaufen wenn mir danach wäre.Es hat was mit es sich wert sein zu tun.Und man kriegt es vorgelebt von derMutter? Oma?
Heute frag ich mich,wo denn nur die Kohle geblieben ist.Denn das Geld war alle,Vorräte hatte ich keine,zum Essen gab es nur Billigkram (haltbarkeit abgel.billigste Wurst im 2kg beutel)und! er hat es tatsächlich nicht für sich ausgegeben.
Ganz langsam kam für ihn sein Körpergefühl zurück,welches er vor langer Zeit verloren hatte aus dem gleichen Grund,aus dem es Frauen
verlieren* Existenzangst hab ich
jetzt selten,dafür hab ich eine Angst kennengelernt die alle andern Ängste übertrifft.Ich fühl mich dann irgendwie abgetrennt - von Gott und allen Geistern.Lacht nicht!Es fühlt sich furchtbar an.
Grüsse
"Es sich wert sein", eben, sich was gönnen kann man nur mit ausreichender Selbstachtung, oder?
Wie meine Schwägerin das handelt, das beschäftigt mich oft: keine Kinder, Doppelverdiener, er hat 'nen Firmenwagen, sie einen kleinen, bezahlten Gebrauchten. Also bis auf das Haus keine großen Fixkosten.
Und trotzdem: sie beschäftigt sich sosehr mit Geld. Sie koordiniert sogar, wer ihr was zum Geburtstag schenkt und bestimmt selbst, wem sie wieviel wert ist - damit derjenige nur ja nicht zu viel ausgibt. Sich spontan etwas gönnen geht gar nicht: wenn sie mal was schönes Neues hat und ich mich für sie freue, erklärt sie gleich: "Da war ich schon lange hinterher, das war mir einfach zu teuer, da habe ich es da und da so und so günstig bekommen..." Sie erzählt mir immer sofort, was wieviel gekostet hat.
Ich meine, es mag ja klug sein, nicht zuviel auszugeben, aber oft gibt sie ganz klar zuwenig aus. Das gipfelt dann dahin, dass sie einen neuen Terrassentisch dreimal umtauschen muss - aber suupergünstig, das Stück!
Bei ihr ist es immer so, dass ich denke, ist das nun noch vernünftige Sparsamkeit oder schon zwanghaft?
Sie nennt das: ihr schwerverdientes Geld sinnvoll ausgeben. Aber wenn ich sehe, wie sie ewig lange Angebote verfolgt und ihr Reduzierungen um siebzig Prozent noch immer nicht günstig genug sind, sie quer durch die Republik fährt - diese stundenlange Autofahrerei auch noch! - für ein besonderes Schnäppchen, dann denke ich, warum benutzt sie ihr schwerverdientes Geld nicht, um sich solche Rackereien zu sparen?
Gut. Inzwischen denke ich, sie hat ihre Meinung und ich habe meine. Aber ich glaube trotzdem, dass es nicht gesund ist, ohne Not zuviel über Geld nachzudenken.
Und das es was mit Selbstachtung zu tun hat, das glaube ich auch - weil ich ihre Mutter gekannt hab'.
@kvinna: nö, selbstzweck ist es nicht. ich spüre das ganz real.
Ich habe mich blöd ausgedrückt. Was ich meinte, ist die Programmierung, die jede in ihrem Leben durchläuft und die dazu dient, dass frau sich klein und schlecht fühlt. Die funktioniert auf vielen Ebenen. Ziemlich raffiniert.
aso ja klar. das mit dem geld ist auch nur ein symptom von vielen, stimmt. andere sachen sind: die unzufriedenheit mit dem eigenen körper, überkritisch mit den eigenen leistungen umgehen, usw. usw. es ist bestimmt eine programmierung, wenig selbstwert und selbstachtung.
Jip. Sich selbst zu verzeihen finde ich dabei am schwierigsten.
..und vielleicht auch der Mutter..
DAMIT bin ICH durch. Im Moment ist es wohl eher die Mutter der Mutter, mit der ich hadere, jetzt, wo du's sagst. Womit wir wieder mal bei ererbten Traumata sind. :) Aber das bringe ich auch noch zu einem guten Ende. Da ist nämlich noch die Mutter des Vaters...
Aber das führt hier jetzt zu weit.
Geld und Ahnen, was für ein interessanter Aspekt!
Hallo, miteinander!
Ja geld ist eine faszinierende materie, was sie mit uns macht, was sie aus manchen macht, ich falle auch nur zu leicht in das große schwarze loch der "es-reicht-hinten-und-vorne-nicht-angst".
Zusätzlich zu all den persönlichen erlebnissen, die meinen umgang mit geld geprägt haben(vieles von dem was ihr erzählt, deckt sich mit meinem leben),interessiert mich, wie das thema"frau und geld"oder "frau und wohlstand"so in den medien rüberkommt.
Das empfinde ich dann etwa so: bitte arm aber glücklich sein, weil reich sein, heißt für frau, dass es sicher einen mann gibt, der für diesen reichtum verantwortlich ist, also genießt sie den wohlstand zu unrecht. Sicher überzogen ausgedrückt, aber so kriege ich das mit. Irgendwie wollen alle stinkreich sein und sich "ein schönes leben leisten", aber zugleich wird wohlstand bei den anderen auch moralisch bewertet,geneidet.
Ich arbeite als verkäuferin und erlebe da im geschäft die ganze spanne, wie frau mit geld umgeht.
Lg,
Doris
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