Freitag, Januar 12, 2007

emma



Emma hat 30. Geburtstag. Durch diese Zeitschrift, die ich Anfang der 90er Jahre eine Zeit lang abonniert hatte, habe ich zum ersten Mal richtig von Frauen gehört, die Politikerinnen, Forscherinnen, Künsterinnen, Geschäftsfrauen usw. sind. Also erfolgreiche Frauen, die etwas leisten und bewegen. In der traditionellen Medienwelt tauchen Frauen als Schönheiten, als Schmuck der Männer auf, oder wenn erfolgreich und nicht "schön" im üblichen Sinne, dann ehr beleidigend, siehe Angela Merkel.



Ich lernte auch, dass Frauen eine Geschichte haben. Eine Geschichte, die uns verschwiegen wird. Ich hatte lange den Eindruck, wir müssten es erst allen beweisen, dass wir alles so gut können wie die Männer. Ich lernte, dass es schon längst in der Vergangenheit Frauen gab, die das lebten. Und diese Frauen stehen nicht in unseren Schulbüchern. Mein Selbstbewusstsein blühte auf einmal ganz anders auf.

Später vertiefte ich das alles noch spirtuell oder anders gesagt, ich verband meine Spriritualität mit dem Ur-Weiblichen. Seitdem stehe ich ganz anders im Leben.



Was ist nach 30 Jahren Emma, nach mehreren Jahrzehnten Emanzipation? Brauchen wir noch Emanzipation, oder ist es schon geschafft? Um die Wahrheit zu sehen, schaut mal ein paar Stunden Boulevard-Magazine im Fernsehen an. Heute war ein Beitrag, in dem Jungs Mädchen daten konnten. Aussage des Jungen: "Sie sollte so aussehen wie Pamela Anderson, mit den geilen Titten. Pamela ist die Mutter aller Geräte." Und das ist ok, das wird nicht kritisiert. Diesem Kerl wird auch noch ein nettes Mädchen "präsentiert". Nächstes Magazin, Zitat eines 18jährigen über seine 16jährige Freundin: "Meine Freundin soll schon alle Freiheiten und ihr eigenes Leben haben, aber in einem bestimmten Rahmen, mit bestimmten Grenzen." Dem brauch ich nichts mehr hinzufügen, das spricht für sich.

Bin jetzt mal 5 Tage nicht online, mache bei Christine am Wochenende einen Masken-Workshop und von Montag bis Mittwoch fahre ich zu meiner Freundin Vera. Bringe bestimmt viele Fotos mit!!



25 Kommentare:

Am/um 8:06 AM , Blogger Juansi meinte...

Hallo Ingrid,
und immer noch und immer wieder scheint der Mann das Maß aller Dinge zu sein:
„erfolgreiche Frauen, die etwas leisten und bewegen“
Was ist denn mit denen, die einfach nur ein gutes Leben leben wollen?
„wir müssten es erst allen beweisen, dass wir alles so gut können wie die Männer. Ich lernte, dass es schon längst in der Vergangenheit Frauen gab, die das lebten“
Wieso denn "wie die Männer"? Was ist mit weiblichen Werten, einer weiblichen Welt, die möglicherweise ganz anders aussieht, als die unsrige? (s. Matriarchatstheorien)
„Brauchen wir noch Emanzipation, oder ist es schon geschafft?“
Wieso eigentlich die Emanzipation im Sinne von Gleichziehen mit den Männern? Lasst uns doch stattdessen lieber kreativ und experimentell an einer ganz neuen Welt schaffen. Einer, in der das Leben selbst in all seinen Facetten die oberste Priorität hat.
Juansi

 
Am/um 9:24 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

und wie sollen wir ein gutes leben leben? indem wir den Männern weiterhin die Macht an den Schlüsselpositionen überlassen?
Wie die Männer ok. Es ist aber schon ein Unterschied wie ich was mache, ich kann eine weibliche oder eine männliche BiologIn sein. Es muss aber erst mal gewährleistet sein, dass ich , egal welches Geschlecht überhaupt mal BiologIn werden kann.
Ich will kein Mann werden, wirklich nicht. Ich sehe das aber differenzierter. Um kreativ und experimentell zu sein, brauchen wir eine stabile Grundlage. Sonst peitschen uns die Gewehrkugeln um die Ohren, während wir im Steinkreis singen. Oder die Scheiterhaufen warten um die Ecke. Obwohl wir uns eben auch durch Experimente und kreative Energien eine Grundlage schaffen.
Ich lese Emma nicht mehr regelmäßig, und mein Feminismus ist ein spiritueller geworden. Ich finde aber, dass Emma einen wichtigen Beitrag leistet. Und alle Frauen habens nicht mit der Spirtualität, trotzdem sollte nicht mehr jede Woche eine von ihnen von ihrem Mann umgebracht werden, weil sie ihn verlassen will.

lg ingrid.

 
Am/um 12:16 PM , Blogger Sam meinte...

Heute kann eine Biologin werden, wenn sie will und wir haben diese Tatsache den feministischen Vorkämpferinnen zu verdanken.
Das Problem kommt m.E. hinterher, wenn eine Biologin SEIN will, davon gut leben will, in dem sie in dieser Fachrichtung oder welcher auch immer, ihren eigenen beruflichen Weg gehen will.
Dann kommt die Herausforderung: Macht sie IHR Ding, oder ordnet sie sich den von mir aus "männlichen", also überkommenen, bisherigen Wissenschaftsstrukturen unter, macht sie sich weiterhin davon abhängig beliefert zu werden, entweder mit Wissen oder mit Geld, privat oder beruflich?
Für mich fängt ein gutes Leben mit (auch finanzieller) Unabhängigkeit und Beweglichkeit an, und zwar angstfrei das Ganze. Das gibts m. E. aber nicht geschenkt, das muss eine schon selbst erleben und wagen.

 
Am/um 12:16 PM , Blogger Sam meinte...

Heute kann eine Biologin werden, wenn sie will und wir haben diese Tatsache den feministischen Vorkämpferinnen zu verdanken.
Das Problem kommt m.E. hinterher, wenn eine Biologin SEIN will, davon gut leben will, in dem sie in dieser Fachrichtung oder welcher auch immer, ihren eigenen beruflichen Weg gehen will.
Dann kommt die Herausforderung: Macht sie IHR Ding, oder ordnet sie sich den von mir aus "männlichen", also überkommenen, bisherigen Wissenschaftsstrukturen unter, macht sie sich weiterhin davon abhängig beliefert zu werden, entweder mit Wissen oder mit Geld, privat oder beruflich?
Für mich fängt ein gutes Leben mit (auch finanzieller) Unabhängigkeit und Beweglichkeit an, und zwar angstfrei das Ganze. Das gibts m. E. aber nicht geschenkt, das muss eine schon selbst erleben und wagen.

 
Am/um 12:17 PM , Blogger Juansi meinte...

Gegen die Emma habe ich ja gar nichts. Will bloß selber nicht mehr auf das schielen, was die Männer machen und haben und dabei meinen, wenn ich das auch hätte und machte, ging's mir endlich gut, und die Welt wär gerecht und in Ordnung.
Ich will keine "Schlüsselposition", weil ich weiß, dass mich das nicht glücklich machen könnte. Ich würde lieber Schlüsselpositionen abschaffen. Und überdies wäre ich viel lieber Schäferin oder Fischerin als Biologin - nenn mich ruhig Utopistin.
Die anderen Brötchen sind mir zu klein.
Grüße von Juansi

 
Am/um 2:53 PM , Anonymous Anonym meinte...

Liebe Juansi, du spricht mir aus der Seele. LG von einer anonymen Individualistin

 
Am/um 6:09 PM , Anonymous Anonym meinte...

Guten Abend,

warum soll das Berufsbild Schäferin Utopie sein? So ein Schmarrn. Utopie ist, sich die von Männern beherrschte Welt anders oder schön zu reden.
Um den "Feind" besiegen zu können, muss ich ihn auch kennen. In der beruflichen Umwelt ist der Mann an sich immer mein Feind.

 
Am/um 8:55 PM , Blogger Sam meinte...

Utopie, also eine Wunschvorstellung BLEIBT nur eine solche, wenn eine gern Schäferin oder Fischerin wäre, aber diesen Weg nicht geht. Die Herrschaft wackelt in dem Moment, indem eine ihre Utopie verwirklicht.
Konkret bedeutet das aber leider, dass die Fischerin nicht zu ihren Fischgründen kommt, solange sie mit einwärtsgedrehten Füssen jammernd vor dem Dieselmotor steht wenn der nicht anspringt.
Und dass sie es sich als Schäferin nicht lange erlauben kann, nachts im Schäferwagen vor Angst kein Auge zuzukriegen, allein auf weiter Flur.
Es hängt schon auch an solchen Sachen, also an mangelnder Selbständigkeit, an Handlungsschwäche und an Angst, wenn die beherrschte Welt noch keine andere ist.
Und an dem ewigen Warten vielleicht auch: auf morgen, auf bessere Zeiten, auf Vorturnerinnen, Mitstreiterinnen. Ich finde, es fehlt ein bisschen an der puren, ungebremsten LUST aufs Eigene, Unabhängige.

Aber vielleicht ist das auch ganz ok so und es fehlt gar nichts. Vielleicht sind manche mit ihren Utopien glücklicher als mit deren Wirklichkeit, vielleicht wären manche ohne Utopie unglücklich.

 
Am/um 2:00 PM , Blogger kvinna meinte...

Vorsicht vor Wünschen, die Wirklichkeit werden! Diesen Spruch gibt's wohl nicht umsonst.

Unerfüllte Sehnsüchte sind vielleicht Selbstzweck.

Kann sein.

Was anderes ist es, unter der Realität zu leiden und aus der oben erwähnten Handlungsschwäche und aus LUST am Jammern heraus zur Änderung unfähig zu sein.

Vorgestern verfolgte ich auf WDR 5 ein Interview mit einem Schweizer Herzchirurgen, der sich zum rechten Zeitpunkt einen Lebenstraum erfüllt hat: vom Ersparten hat er sich einen roten (!) Vierzigtonner gekauft und arbeit seither als Fernfahrer.

Über diese verwirklichte Utopie kann mensch mal nachdenken.

 
Am/um 2:00 PM , Blogger der Gauzibauz meinte...

Hallo miteinander,
@Sam,du sprichst mir aus der Seele!
Ich persönlich sehe mich als Neutrum und möchte als solches wahrgenommen werden.Klappt aber selten.
Hat gestern jemand zufälig Frank Elstner gesehen? Da war die ganz blonde Susanne Fröhlich,die den vor ihr drangewesenen Italiener ungeniert angemacht hat.Ist das auch eine Form von Emanzipation?Was mich dabei ärgert ist, dass sie den Eindruck erweckt,alle Frauen laufen durch die Gegend und sind auf der Suche nach einem Sexualpartner,allzeit bereit zu Allem.Vielleicht hat mich auch nur ihre hektische Sprache und ihr Getue geärgert,als Romy Schneider damals dem Burkhard Driest sagte,
sie gefallen mir sehr,hat mich das nicht gestört,bis heute nicht.Möglicher Weise komm ich immer wieder bevorzugt auf`s Sexuelle,weil ich nicht berufstätig bin und mich nicht derart mit Männern messen muss.Aber die täglichen Machtspiele in der Küche
hab ich zu Hause auch.Wäre interessant zu wissen,ob das wenn ich mit einer Frau zusammen wäre,genauso sein würde.

Frage an euch:Glaubt ihr,dass Emma
für junge Mädels richtungsweisend sein könnte?Dass meine Töchter dem
Magazin mehr Glauben schenken als mir?Wenn ihr die Frage mit ja beantwortet,werde ich sie abbonieren.
Grüsse

 
Am/um 9:05 AM , Blogger kvinna meinte...

Wer hätte Anstoss genommen, wenn der Italiener die Blonde ganz ungeniert angemacht hätte?

Ich habe die Sendung nicht gesehen und weiß auch nicht genau, ob das Emanzipation ist, wenn eine Frau einen Mann auf die Art anmacht, auf die sonst Männer Frauen anmachen.

Aber, Gauzi, mal abgesehen,was EMMA bei deinen Töchtern bewirken könnte oder nicht, glaubst du, wenn sie so nicht auf dich hören, hörten sie, wenn du sagtest, lest diese Zeitung?

 
Am/um 10:50 PM , Blogger der Gauzibauz meinte...

@Kvinna,
ich weiss nicht,ich finde diese Anmache generell blöd.Wenn es umgekehrt gewesen wäre,hätten sich sicher etliche Frauen drüber mokiert.

Von der "Emma" tät ich mir erhoffen,
dass meine Mädels sehen könnten,dass
auch andere Frauen,und diese noch vielmehr als ich,über sich selber bestimmen wollen.Dass frau sich für ihr eigenes Wohlbefinden schön macht und nicht um den Marktwert beim andern Geschlecht zu erhöhen.
In einem Satz:Dass die Zeitung ihnen bei der Selbstfindung hilft.

Bei den jungen Frauen scheint irgendwas schief zu laufen,Freiheit
und Selbstbestimmung scheint nicht mehr erstrebenswert zu sein.Oder ist das nur bei meinen Mädels so,
etwa weil ich ihnen erst spät vor
zuleben begann, dass Selbstbestimmung wichtig ist.
Grüsse

 
Am/um 1:33 PM , Blogger kvinna meinte...

Hm.

Wir erziehen unsere Kinder durch das, was wir sagen. Mehr noch durch das, was wir tun. Am meisten aber durch das, was wir sind.

Der kann manchmal ganz schön wehtun, dieser Spruch.

 
Am/um 2:35 PM , Anonymous Doris meinte...

Hallo, miteinander!
@gauzibauz:nö, ist nicht nur bei deinen mädels so. Meine töchter sind 18, 20 u.22 Jahre jung, ich habe mich erst vor 2 jahren aus meiner ehe befreit, also spät aber immerhin vorgelebt, dass es auch anders geht und meine girls gehen in ganz unterschiedliche richtungen.Die älteste lebt grade ihren nesthocker aus, ich habe manchesmal schreckensvisionen, dass ich sie "ewig derhalten"soll, die mittlere ist seit vorigen herbst finanziell auf eigenen füßen, die jüngste noch in der schule, aber schielt schon sehr nach der freiheit.
Nun gehöre ich zwar nicht zu den emma-leserinnen, aber bin durchaus kein heimchen am herd, auch nicht gewesen.Ich befürchte, was wir uns an freiheit etc.mühselig angeeignet haben, sagt unseren kindern vielleicht garnicht so zu. Auch im bekanntenkreis macht sich unter den jungen z.zt. sowas wie die neue bequemlichkeit breit.
Auf mich kommen noch viele gespräche und möglicherweise unpopuläre entscheidungen zu.
Lg,
Doris

 
Am/um 11:36 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

meiner Erfahrung nach, der eigenen als Jungendliche und die mit meinem Sohn ist es nicht nur die Erziehung und das Vorbild der Eltern. Es gibt so viele, zusätzliche andere Faktoren. Gesellschaft, Schule, Freunde, Medien.
@ juansi: finde dass jede Frau die Schäferin werden will, dass auch machen soll. wollen aber nicht alle Frauen, klar.
@ gauzibauz: vielleicht gibt es bei euch in der Städtischen Bibliothek die Zeitschrift Emma, da kannst du mal welche ausleihen und deinen Töchtern geben, bevor du sie abonnierst und sehen, ob es ihnen zusagt. Wahrscheinlich gibt es auch noch andere Zeitschriften für Mädchen, jenseits "wie gefalle ich Jungs" und "wie schminke ich mich". Hoffe ich jedenfalls. Wer kennt da Beispiele?

lg ingrid

 
Am/um 12:20 AM , Blogger der Gauzibauz meinte...

Liebe Ingrid,
das ist eine gute Idee,werde ich machen.Die Jüngere stöbert eh 2-3 x die Woche in der Stadtbücherei.

Zu dem Einwand,dass man als Schäferin evtl. nachts nicht sicher wäre, fiel
mir folgendes ein:Frau hat ja dann eh Hütehunde.Wenn ein abgerichteter mit
im Pferch schliefe, würde ich mich
maximal sicher fühlen.
Aber soweit ich weiss schlafen Schäfer/innen nicht mehr bei der Herde sondern werden vom Partner/in abgeholt.Da ist keine Romantik mehr
dabei.Übrigens wollte ich auch mal Schäferin werden,da hat mich der Berufsberater ausgelacht und gesagt
dazu bräuchte ich Abitur.Das hat mich
dann entmutigt.Wusste damals noch nicht,dass ganz in der Nähe meiner Heimatstadt eine Schäfergenossenschaft ist,die als
WG immer noch existiert.Wir haben vor 5 Jahren unsere Schafe dort gekauft.
Grüsse

 
Am/um 9:23 AM , Blogger kvinna meinte...

Was den buntbedruckten Blätterwald angeht, so habe ich da wenig Hoffnung. Ich find' ja schon für mich nix und bei den Teenieblättern seh' ich immer nur viel Pink und Glitzer.

 
Am/um 10:46 AM , Blogger Sam meinte...

Die Kinder und Jugendlichen lesen eben, was SIE interessiert: Die Jungs "Gitarre+Bass" und "Freeride" oder andere Fachzeitschriften, die Mädels das Format Mädel+Pferd, Mädel+Jungs.
Das sind doch die ersten Schritte auf dem Weg zur Selbstbestimmung, dass ich nicht das lese, was die Mama für mich gut fände!

Wären die Interessen anders, gäbs auch andere Zeitschriften. Man braucht sich nur mal den Zeitschriftenmarkt für Erwachsene anzusehen, der ist nur unwesentlich anders:
Lifestyle, Schönheit, Esoterik, Klatsch, Reisen und Liebesromanheftl für die Frauen, Fachzeitungen, Science Fiction, Sex und Autos für die Männer.

Was Doris schreibt:

"Ich befürchte, was wir uns an freiheit etc.mühselig angeeignet haben, sagt unseren kindern vielleicht garnicht so zu. Auch im bekanntenkreis macht sich unter den jungen z.zt. sowas wie die neue bequemlichkeit breit."

beobachte ich auch. Und denk mir: Mei, so ist es halt. Früher war der Leidensdruck grösser bei den Frauen. Wenn ich mir vorstelle, es gab die Schlüsselgewalt des Mannes, und Vergewaltigung in der Ehe war, glaub ich, bis in die 90er keine Straftat. Das ist heute unvorstellbar.
Und es stellt sich auch für die jungen Frauen die Frage: Was ist mir lieber, ein kurviges eigenes Leben oder ein behütetes abhängiges? Zweiteres ist sicher gemütlicher, wenn man den Drang zu ersterem nicht hat.
Wieso also nicht?
Wenn die sich damit wohlfühlen?

 
Am/um 10:52 AM , Blogger Sam meinte...

Und was Hüteberufe angeht:
Es gibt jede Menge SennerINNEN, die über Monate und natürlich auch nachts und natürlich auch bei Unwettern und anderen Gefahren allein fürs Vieh auf den Bergen zuständig sind und für die ganze Arbeit aussenrum.
Aber das ist m.E. ein völlig anderer Schlag Frau als die, die daheim vom Sessel aus von einem Leben in der Natur träumen.

 
Am/um 11:36 AM , Blogger der Gauzibauz meinte...

Ja Sam,das letztere ist wohl wahr.
Die unerfüllten Träume beschäftigen einen doch,vorzugsweise dann wenn es von der körperlichen Kraft her nicht mehr geht.So ist es jedenfalls bei mir.Angst vor der Arbeit hat ich nie,
aber zum in andere Kontinente reisen Fehlte mir zeitlebens der Mumm.

Aber meinst du nicht,dass die junge Generation irgendwann aufwacht und bereut sich so in Abhängigkeit begegeben zu haben?
Grüsse

 
Am/um 4:01 PM , Blogger kvinna meinte...

Das mag wohl sein, Gauzibauz. Und wenn es so kommt, was willst du dagegen tun? Jeder muss doch seine eigenen Fehler machen. Das wollen wir doch auch.

 
Am/um 11:12 AM , Blogger der Gauzibauz meinte...

Aber deshalb müssen doch nicht alle wieder bei Adam und Eva anfangen,oder?

 
Am/um 6:46 PM , Blogger kvinna meinte...

Auch wieder wahr... also mal wieder eine Gratwanderung, oder?

 
Am/um 3:33 PM , Anonymous Doris meinte...

Hm, die neue bequemlichkeit...
@sam:Hallo, sam, klar findet die jugend es mitunter total nett so im ewigen nest von muttern zubazen.
Hab ich auch nix dagegen, solange es nicht in meinen lebensbereich fällt, muß jede/r selbst entscheiden.
Sehr wohl hab ich was dagegen, wenn meine tochter solche züge an den tag legt, weil da setzt sie sich im meditationssitz auf meine schultern und läßt sich tragen(O-ton:"naja, eltern sind nunmal für ihre kinder verantwortlich!",sie ist 22).
Am rande sei erwähnt, dass ich mich vor 2 jahren von meinem mann getrennt hab und-obwohl ich mein leben supergut neu geordnet hab-finanziell stark am limit herumkrebse.
Und bei etlichen jugendlichen und müttern(!)orte ich so gar kein verständnis, wenn ich die bemerkung fallen lasse, dass ich eigentlich schon gern nur für mich verantwortlich wäre.
Der mütter-mythos läßt schön grüßen....
Liebe grüße,
Doris

 
Am/um 3:57 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

meinen Segen hast du. Meinem Sohn würde ich schon unterstützen, wenn er in einer Notlage wäre, das würde meine Mutter wiederum heute noch bei mir machen, aber Hotel Mama? ne. ich bín so froh, dass ich jetzt nur noch für mich sorgen muss. und mein sohn ist auch glücklich mit seiner eigenen Familie. von 18-21 hat er allein gelebt in einer wohnung, dann mit freundin, jetzt ist er 23 und hat eine tochter.

 

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