imbolc

Stehe noch unter dem Einfluß des Workshops bei Ute Schiran. Es war dort so eine starke Energie vorhanden, die weiter wirkt. Irgendwas in mir stellt sich um. Schwer zu beschreiben, aber solche Workshops haben immer ihre Nachwirkungen, man kennt das ja.

Gestern haben wir Lichtmess gefeiert, zu dritt. Erst waren wir bei einer kleinen Marienkapelle, Maria im Stein, im Bayrischen Wald, in der Gegend von Regen. Die Kapelle steht am Waldrand. Solche Plätze sind für uns einfach alte Frauenplätze, eine "Maria im Stein" war, bevor das Christentum Einzug hielt auch schon ein heiliger Platz mit erdiger Frauenkraft.

Natur, Wald, Wind und Himmel gaben ein wundervolles Schauspiel und unterstützten unser Ritual. Lichtmess, Imbolc, Mittwinter. Der Tag ist schon um eine Stunde länger, die Bäume beginnen wieder Saft aus der Erde zu ziehen. Die Zeit der Wendung nach Innen in Ruhe und Stille geht zu Ende. Wir wenden uns wieder dem Licht zu.

Nach dem Ritual haben wir gemeinsam gegessen und geratscht, dann noch Karten gezogen, welche Kraft uns bis zum nächsten Jahreskreisfest, der Frühjahrs-TagundNacht-Gleiche, begleitet.


ute schiran workshop marienkapelle ritual licht



26 Kommentare:
Sehe ich richtig, Ute Schiran trägt Bart? Hab das Bild auch bei Luisa gesehen. Aber Hallo, das ist... ja, was ist das? mir fehlen die Worte.
liebe Grüße
silvia
Ja so geht's mir auch, seit ich das Bild gesehen habe. Stellt irgendwie ziemlich viel auf den Kopf in meinem Kopf. Und unsereins zupft sich nen Wolf...
Wie ging's Dir damit, Ingrid?
Schöne Grüße von Juansi
Tja, das legt bei mir die alte Frage mal wieder neu auf: Was macht eine Frau aus, was einen Mann? Und ist das wirklich wichtig? Und liegt das Wesen außen?
Der Kopf sieht den Bart und sagt:"Ja, aber...darf die das?" und der Bauch sagt:"Ja, sie darf das. Warum nicht?"
Schöner Widerstreit.
ich fands schon irritierend. ich hab ute aber auch nicht gefragt, was ihre intention dahinter ist. auf den ersten blick, mit jacke sieht sie aus wie ein mann, ohne jacke und wenn sie spricht, ganz weiblich. bringt das eingefahrene geschlechterdenken ziemlich durcheinander. und die verwunderten blicke muss eine auch erstmal aushalten.
vielleicht denkt sie sich auch, wenn mir schon ein bart wächst, lass ich ihn auch.
ich persönlich bin für sowas zu angepasst. ich rasier mir auch die beine, ich finde es einfach schöner.
aber soll klar jede machen, wie sie sich wohlfühlt, egal was andere denken.
Das Bild der bärtigen Frau liess mich die ganze nachtüber nicht mehr los.
Interessant ist wie ihr Gesicht die Grenze zwischen Mann/Frau verschwimmen lässt.
Bei uns die grosse Diskusion.
"Mama,das machst du aber nicht"!
Zur Beruhigung:So schön gleichmässig wächst er mir nicht.
Grüsse
ja das faziniert mich am meisten, wie schön kräftig und gleichmäßig ihr bart wächst, da könnte so mancher mann bestimmt neidisch werden :-))
Liebe Ingrid,
die faszinierende Frau mit dem schönen Bart lässt und lässt mich nicht los.Hab jetzt zwei Bücher von ihr gekauft und bin gespannt.Ausserdem bin ich auf die Zeitschrift Lachesis gestossen und werde uns 4 Exemplare bestellen.In letzter Zeit hab ich ein Loch und kein/e Autor/in aus der Fülle unseres Bücherschatzes vermag es zu stopfen.Es ist wohl Zeit für was Neues.
Hab mir überlegt wie es sich wohl anfühlt wenn ich einen gut sichtbaren Bart hätte und KEINER mich drauf anspräche.
Grüsse
Hallo Ingrid !
Ob Damen- oder Herrenbart: Unästhetisch bleibt unästhetisch. Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich muß zugeben deine Fotos von den Mädels vorher sind hübscher!!!
Muß ich meine Emanzipation über einen Damenbart sichtbar machen!?
Außerdem: Du schreibst Ute Schiran sei trotzdem weiblich. Wir stellen uns mal vor, da kommt ein femininer Mann in einen Männerkreis und die Kerle bemerken, er sei trotzdem sehr männlich.... . ibsi
Hihi, so richtig auf den Punkt kriegt's keine, und das amüsiert mich grade: Frauen können ohne Probleme Rock oder Hose tragen, zieht ein Mann ein Kleid an, ist das meist nur lächerlich...
und was macht einen Mann feminin? Was??? Das ist nicht einfach irgendein Kleidungsstück und mittlerweile können auch lange Haare sehr maskulin sein. Was einen Mann weiblich macht - ich schreibe absichtlich nicht weibisch! - sind doch viel feinere Dinge, Gesten, Haltung, Mimik.
Und was macht eine Frau männlich? Ich finde diesen Bart nicht unästhetisch, nur verstörend, und das im positiven Sinn.
Jetzt stelle ich mir gerade vor, aus meinem Kinn würden solche Haare wachsen und ich würde meiner Umwelt zuliebe zupfen und rasieren.
Auatsch.
Nöö, dazu hätte ich keine Lust...
@anonym:Wer lehrt dich Ästhetik,wem gibst du die Macht über dich dir zu sagen das ist schön,und dieses nicht?
Ich kenn niemand der nur aus eigenem Ermessen etwas schön oder "unästhetisch" findet,denn Vorlieben werden durch unsere Umwelt gebildet.
Aber keine Sorge, dir wächst er auch noch!
@Kvinna:Als ich noch im Hochhaus wohnte kam jeden Mittwoch eine Bauersfrau zum Obstverkaufen.Die hatte auch einen starken Bartwuchs.Aber bei ihr sah es nicht schön aus.Sie hatte eben auch nur einzelne Bartinseln mit 7cm langen Drahthaaren.Also da ist zupfen schon das Mittel der Wahl.
Bei Frau Schiran macht es die schonmal bestaunte Gleichmässigkeit.Ich finde sie einfach toll und konsequent.Diese Art von Konsequenz würde auch zu mir passen.Vielleicht beschäftigt mich der Bart deshalb so.
Grüsse
Gauzi, was heisst da "Dir wächst er auch noch?" *droh* :)
In unserer Familie erinnere ich nicht EIN altes Weib mit Bart. Und ich glaube nicht, dass sich da eine gezupft oder rasiert hätte, früher und aufm Land waren Barträgerinnen nichts ungewöhnliches.
Und die Katholiken kennen die Hlg. Kümmernis (die Frau mit Vollbart) - die Legende geht meines Wissens so, dass ihr der Herrgott einen Bart wachsen liess, damit sie für den vom Vater zugeteilten Bräutigam uninteressant wurde - was ganz in ihrem Interesse lag.
Ich hab ein braunes Muttermal an der unteren Backe, so gross wie eine gekochte Linse etwa, und da wachsen seit Pubertätszeiten Haare raus. Kein Flaum, richtige Kringel in Schamhaarqualität. Und die lass ich da auch wachsen, ich bin noch nicht auf die Idee gekommen, sie zu entfernen oder sie hässlich zu finden.
Im Gegenteil, ich mag die, wie ich alle meine (Körper)Haare mag und zwirbel sie mir zwischen den Fingern, wenn ich in Gedanken bin.
Ich kenn nur einen, den das wirklich gestört hat, bzw. von dem ich das erfahren habe, dass es sein ästhetisches Empfinden beleidigt. Und das ist ein schwuler Visagist, ein ganz lieber, aber der betreibt um seine Erscheinung mehr Aufwand als so manche angepasste Frau und hat auch mit dem (äusserlich wahrnehmbaren) Älterwerden Probleme.
Ja, der ist auch sonst sehr feminin, und @Ibsi, der würde sich auch schön bedanken, wenn ihm jemand bescheinigen würde, er sei n'echter Kerl, das würde der negativ assoziieren (*Augenbrauen vorwurfsvoll-erstaunt hochzieh*---dann die feminin indirekte Anklage :"wie soll ich daaas denn verstehn, bitte", jede Wette ...:)
Ich glaube, Frauen ists einfach wichtiger WIE sie WIRKEN, bei Männern ists wichtiger, WAS sie BEWIRKEN, und vielleicht liegt darin auch ihr geschlechtsspezifisches Talent, mit dem sie beim jeweils anderen Geschlecht punkten.
Würde sich das je ändern, wär das eine lustige Vorstellung - und die halbe Weltordnung auf den Kopf gestellt.
Insofern find ich Frau Schirans Bart als Ausdruck eines gesunden Selbstverständnisses. Immerhin kennt sie aus eigener Erfahrung die andere Frauenwelt, die der Models und des schönen Scheins, und ich finds schon toll, wie sie einfach auf die Weise alt wird, wie sie eben alt wird.
Irritierend ist das insofern, da wirklich alle Frauen die ich kenne, Probleme haben, alt und "weniger schön" zu werden, siehe oben, die gute alte Wirkung nach aussen, die Abhängigkeit von den Antworten der verschiedenen Spiegel...
das ist man nicht gewohnt, dass eine da ausschert!
@Sam, ich sag das halt gern,vor allem zu den Mädels weil ihnen dann vor Entsetzen das Gesicht stehen bleibt.Meine es nicht so ernst.Wollt halt ein bisschen sticheln wegen der Gesichtsästhetik.Norbert ist Brandopfer,auf dem Foto im Kochblog müsste man es sehen.Und meine Grosse hat mehrere solcher Flecken wie du mitten im Gesicht.Denke wir sind eben wie wir sind.Deshalb wird sich keine/r aufhängen.Übrigens liebe ich Sommersprossen!
Wenn wir unsere Mitmenschen UND auch uns selber mit den Augen der Liebe sehen könnten,wäre vieles einfacher!
Grüsse
Da hast recht!
Aber dafür müsste frau sich erst selbst mal mit wahrhaftig liebenden Augen betrachten.
Sich rasieren ist offensichtlich einfacher :)
@Ibsi: "vor lauter Emanzipiererei einen Bart stehen lassen" - so liest du das, weil deine Abscheu so groß ist. Es gibt aber durchaus auch da ein unterschiedliches Schönheitsempfinden. Will heißen, was einer als unästhetisch empfindet, spricht der andere als interessant an oder auch als schön.
Andernfalls hieße das ja, du setzt dein eigenes Empfinden als absolut.
(Ich deute hier nur kurz an, dass ICH Spinnen schön und ästhetisch finde, sie für faszinierende, hochinteressante Geschöpfe halte. Assoziationsfreiraum...)
Übrigens denke ich, dass es Bartwuchs bei Frauen bestimmt immer schon gegeben hat, dass er ganz natürlich ist. Fragt sich, woher die Ansicht kommt, er sei ein Kennzeichen für Männlichkeit.
Hi, hier ist nochmal Ibsi:
Ich meine wir tun uns keinen Gefallen damit, wenn wir uns vor lauter Emanzipiererei einen Bart stehen lassen. Wenn´s schon so weit ist - gute Nacht. Im übrigen müsste ich altersmässig schon einen haben - als Grossmutter.
Aloha! Ich glaube, es ist nur eine Frage der Umgewöhnung in den Strukturen des programmierten Verstandes, und sie geht recht schnell, jedenfalls war es bei mir so.
Am Anfang, als ich das Foto sah bzw. vor allem das (geschriebene) Wort hörte, daß die Frau einen Bart trägt, fand ich es ebenfalls sehr unästestisch, abstoßend und sinnlos provokant.
Dann nahm die Irritation an Intensität ab und ich fand es ganz ok, aber nur bei dieser einen, speziellen Frau.
Und jetzt ist es mir schon völlig wurscht, denn es spielt im grunde keine wirkliche Rolle, wer nun einen Bart hat und wer nicht.
Ich habe einfach ein neues Programm schreiben lassen und schon ist die Sache integriert.
Das Zweigestirn
Liebe Ingrid,
jetzt weiss ich warum mich Frau Schiran nicht mehr losgelassen hat.
Lese grad ihr Buch Menschenfrauen fliegen wieder.Es eröffnet mir völlig neue Sichtweisen.
Grüsse
Warum Grenzen verwischen ?!
Zuviele männliche Hormone = Bartwuchs bei Frauen.
Wechseljahre.
Gibt´s auch 25 Jährige mit Bart?
Lass die Spinnen aus dem Spiel.
Unästhetisch = ungepflegt, Damenbart, Pickel, Mitesser.... .
Frauenbart assoziiert: Siegmund Freud könnte mit seinem Penisneid doch Recht gehabt haben.
Provokant: ja.
Effekthascherei.
Auffallen wollen.
Pupertär.
Blöd.
Überflüssig ... wie das Einstellen von Kochrezepten ins Internet.
ibsi
@ ibsi
auf deine theorie passt ute schiran garnicht, du kennst sie wahrscheinlich nicht und hast noch nichts von ihr gehört. Sie ist eine lesbische, spirituelle Feministin, (sofern man sie überhaupt irgendwie ettiketieren kann), Schamanin trifft es eigentlich besser, die seit 10 Jahren in einem sehr abgelegenen Bauernhaus in Portugal ohne Strom und fließend Wasser lebt.
hallo Ingrid, verstehe das viele gerede um utes bart gar nicht... warst du in münchen auf ihrem workshop? ich war dort; hätte dich gerne kennengelernt - auch als gebürtige niederbayerin - ich bin auch noch ganz verzaubert. schöne grüße
anna
@ibsi: das ist alles deine Brille.
...... Reinhard Mey hatte also doch recht: ... und zum Zeichen deiner Emanzipation beginnt bei dir der Bartwuchs schon ....
@ anna:
war in Regensburg im workshop. wir können uns aber gerne mal in münchen auf eine tasse tee treffen, wenns wärmer ist, mach ich ab und zu tagesausflüge hin.
lg ingrid
der bart von ute schiran - der war hier bei uns in berlin auch thema *ggg*
ich persönlich hab zuerst mal ziemlich geglotzt. bemerkt wie sehr ich da doch mit dem geschlechterverständnis ins rudern komm - und dann fiel mir der bart meiner oma ein.
die hatte einen kinnbart, und hätte sie nicht dreimal die woche rasiert, wär der leicht so schön geworden, wie der von ute. *ggg*
na, ich bin jetzt 44 und hab seit gut 10 jahren einen leichten schnäuzer-ansatz. der wird auch immer stärker. da kann ich die zukunft schon sehen. wobei ein kinnbart mir mehr gefallen täte - schön lang werden lassen, einen zopf flechten und perlen rein ;-)
ja, anonym - auch eine frau kann ihren bart ganz feminin verzieren.
(achtung ironie)
grützli
lucia
Hallo Ihr Lieben,
so ein Damenbart ist natürlich schon ein Knall-Effekt. Erstmal habe ich dumm geguckt (in Luisas Tagebuch habe ich Ute mit Bart zuerst gesehen), aber nach etwas Geratter im Hirn wars integriert: Gehört wohl zu ihr dazu, Punkt. (Leider kenn ich Ute Schiran nicht persönlich, sondern nur ihre Bücher.)
Was mir aber auch schon passiert ist: ich lernte eine nette kommunikative Mitstudentin aus den oberen Semestern kennen, eine zierlich Person mit Haaren bis zum Hintern. Nach einigen Wochen stellte sich heraus, dass es sich um einen jungen Mann handelt. Keine tiefe Stimme, kein Bartwuchs. Da war ich platt und frage mich seitdem, ob ich Vorurteile habe, ob ich anders mit ihm ungegangen wäre, wenn ich gewusst hätte, dass er ein Mann ist. Vielleicht wäre ich verschlossener gewesen. Aber ich muss sagen, sein Kommunikationsverhalten würde ich nach wie vor als eher weiblich einstufen, sehr hingewandt zum Gegenüber. Aus diesem Grund finde ich es immer noch schwer zu begreifen, dass es sich wirklich um einen Mann handelt. Hat mich sehr verwirrt, diese Begegnung, wesentlich mehr als Utes Bart.
Viele Grüße
Atta
Danke Ingrid für das Foto und den Kurzbericht von dem Workshop und allen für die spannende Diskussion in den Kommentaren. Für mich ist es sehr ermutigend eure Offenheit zu lesen, besonders von denen, die bereit sind, ihre Meinungen und Weltbilder zu hinterfragen und zu ändern. Ich hab diese Seite mit meinem Blog über bärtige Frauen verlinkt. Hoffe, das ist ok, wenn nicht, nehm ich den Link natürlich sofort wieder raus.
Loewin, noch verschämt-versteckt bärtig
http://loewin.wordpress.com
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