renovieren

Hab einen Satz gelesen, der mir endlich eine wichtige Frage beantwortet hat. Und zwar die, wie Männer eigentlich auf die Idee kommen können, ihre kleinen Töchter zu missbrauchen. "Und die vielen Männer, bei denen sexuelle Erregung vor allem durch die Stimulanz eines sehr jungen Mädchens in Gang gebracht wird, das möglicherweise auch noch von ihm abhängig ist, zeigen anschaulich, wie schwach sie sich fühlen müssen." (Julia Onken - Herrin im eigenen Haus - Weshalb Frauen ihr Selbstbewusstsein verlieren und wie sie es zurückgewinnen)

Mit fiel es wie Schuppen von den Augen. Deswegen hatte ich auch noch nie ein Statement von Männern dazu gehört. Sie tun das, weil sie sich so klein und mickrig fühlen. Zu klein und mickrig für eine richtige Frau. Und es wurden immerhin nahezu 80% aller Frauen missbraucht. Erst gab es mir einen Stich. Ich wollte das nie sehen, weil ich "ihm" praktisch viel zu viel Macht und Einfluss gegeben hatte. Das ist alles, was ich jetzt tue, MIR verzeihen. Und lachen.

Es hat auch mal ein sehr guter Freund und Liebhaber zu mir gesagt, die eigentliche Angst der Männer sei, wir Frauen fänden heraus, dass sie sich im Grunde ihres Herzens schwach fühlen. Wir sind ja auch nicht von ihnen (als uns überlegen und stark) überzeugt, sondern eben nur dahingehend eingeschüchtert und dressiert. Möglicherweise haben sie zurecht Angst. Wenn alle Frauen aus ihrer Narkose erwachen, werden mit Sicherheit alle kostenlosen Dienst- und Versorgungsleistungen eingestellt. Aber Jungs, macht nichts. Es ist wirklich super, wenn man sich sein eigenes Essen kochen kann.

Hatte ein sehr schönes Wochenende. War an einem keltischen Kultplatz und hatte einen Moment totaler Energiedusche, Zellerfrischung. Es war warm und schön und ich hab mich mit Angelika, bei der ich am Wochende war, total wohl gefühlt. In der Nacht hatte ich einen interessanten Traum. Ich war wieder in meiner Wohnung, in der ich mit 18 gewohnt hatte. Das war ein kleiner 1-Zimmer Bungalow hinter dem Haus meines Onkels. Von diesem Ort träume ich öfter, hat wohl irgendeine bestimmte Bedeutung. Mittlerweile ist der Onkel tot. Ich verstand mich nie gut mit ihm. Ich war ihm zu wild und eigenwillig und hatte zu viel Jungs zu Besuch. Naja, jedenfalls träumte ich von seinem Haus. Wir renovierten das Haus, zusammen mit mehreren Personen. Ich war dann eine Zeit lang in meinem Zimmer im Bungalow. Dann brannte das Haus drüben. Ich erschrak, denn mir fiel ein, ich hatte eine Pfanne mit Öl auf dem eingeschalteten Herd vergessen, die hatte den Brand verursacht. Durch den Brand wurde aber alles in dem Haus so frei gelegt, dass die Renovierung nun viel besser funktionierte und wir bald damit fertig waren.

frage lachen schwach stark haus renovieren



66 Kommentare:
"Und es wurden immerhin nahezu 80% aller Frauen missbraucht. Erst gab es mir einen Stich."
Mir stehen sämtliche Haare zu Berge!
80% welcher Frauer? Weltweit? Deutschland? Klar, missbrauch ist vielfältig.
Völlig verschwiegen wird eine perfide Form von Missbrauch an kleinen Jungs durch ihre Mütter!
80% bezieht sich auf USA und den deutschsprachigen Raum, also da gleichen sich die Zahlen.
Mit Missbrauch ist sexueller Missbrauch an Kindern durch Erwachsene innerhalb der Familie gemeint.
Gut es gibt auch Jungs, die missbraucht werden, ja. Zahlenmäßig ist aber der bei weitem größere Anteil Väter-Töchter.
Verhält sich genauso wie der Anteil Frauen, die von ihren Männern geschlagen werden zu Männern, die von ihren Frauen geschlagen werden.
den stich gab es mir aber nicht wegen den 80%, sondern weil ich merkte, dass der Missbrauchende nicht so mächtig ist, wie ich immer dachte, sondern nur ein armes mickriges feiges Würstchen ist.
das Leiden der Jungs, die du ansprichtst möchte ich nicht schmälern oder ignorieren. ich hab aber immer das Gefühl, sowas wird gerne schnell zur Argumentation herangezogen, dass doch Frauen genauso "schlimm" sind wie die Männer.
Jau Ingrid, genau!
Wobei der Missbrauch der Jungs weniger sexueller Missbrauch ist, als übermäßiges Rundum-Versorgen, das von Mutti abhängig hält. Ich kenne total unselbständige Typen über dreißig und es gibt Rentner, die völlig verkommen, wenn ihnen die Frau wegstirbt, weil sie nie gelernt haben, für sich selbst zu sorgen. Kein Wunder, wenn die sich schwach fühlen, aber kein Grund, sich an kleinen Mädchen zu vergreifen.
Männer, werdet erwachsen! Werdet selbständig!
Viele Grüße
Atta
Männer, werdet erwachsen! Werdet selbständig!
Hmm, komisch. Wenn ich meinen Missionarischen hab, möchte ich immer GENAU das DEN FRAUEN zurufen:)
Liebe Ingrid,
da ich stets auf der Suche nach schlagkräftigen Quellen bin, wäre mir sehr geholfen, wenn du mir sagen könntest, auf welcher Quelle dieser Wert von 80% beruht. (Ich kannte bisher nämlich nur die mindestens 33% weltweit von Amnesty International - und die bezogen sich nicht nur auf Kindesmissbrauch, sondern auch auf Gewalt gegen erwachsene Frauen.)
Herzliche Grüße,
Nimien
Männer, werdet erwachsen! Werdet selbständig!
Hmm, komisch. Wenn ich meinen Missionarischen hab, möchte ich immer GENAU das DEN FRAUEN zurufen:)
Klar, Sam, die Frauen natürlich auch. Das hab ich als Emanze als selbstverständlich angenommen, aber das ist es wohl nicht, da hast Du Recht, jedenfalls, was das selbständig betrifft. Was sprichst Du an, wenn Du sagst, dass Frauen erwachsen werden sollen? Sich von romantischen Vorstellungen von Beziehung verabschieden vielleicht?
Viele Grüße
Atta
Zu Jammern aufhören, abhängige Dummchen zu sein wahrscheinlich. Spekulier' ich jetzt mal.
die 80% hab ich aus einem Buch, das sind aber auch hochgerechnete Schätzungen, das buch ist von einem amerikanischen therapeuten, in deutschland hab ich ähnliche zahlen gesehen, erfahren, gelesen.
das mit den 30% halte ich auch weit untertrieben. ich kenne keine frau, die nicht wenigstens einmal im leben mit irgendeiner form von gewalt konfrontiert wurde.
es kommt ja auch darauf an, ob es sich um zur angezeige gebrachte vergehen handelt oder eine tatsächliche zahl gemeint ist.
@sam ... klar. denk ich mir auch. ich finds halt nur für frauen schwerer, z.B. jetzt mit 2 kindern den mann mit dem sie sich nicht mehr verstehen zu verlassen und auf eigenen füßen zu stehen. oder auch nachdem die kinder aus dem haus sind, und die frau auf ihre karriere verzichtet hatte und jetzt nicht gehen kann, weil sie über 40 ist und keine aussicht auf einen job für ihren lebensunterhalt mehr hat.
ich sehe aber durchaus auch dass es trotzdem geht, an mir selbst persönlich. ich hab auch erst mit 40 meine berufliche karriere angefangen und es klappt.
ich bekam aber damals auch eine ausbildung vom staat bezahlt (wiedereinstieg für berufsrückkehrerinnen) die es jetzt nicht mehr gibt. das es sie gab hab ich auch nur durch zufall erfahren.
ich will sagen: männer sind nicht selbstständig aus bequemlichkeit, frauen aus angst und aus knallharter wirtschaftlicher not.
ich will sagen: männer sind nicht selbstständig aus bequemlichkeit, frauen aus angst und aus knallharter wirtschaftlicher not.
Guten Morgen Zusammen!
Ja.
Tatsache ist:
Männer können sich heute weit häufiger selbst eine ganz hervorragende Suppe kochen UND das Geld für die Zutaten verdienen UND selbst ein Haus bauen, das Dach decken und selbst das Auto schrauben --- als Frauen das können.
Und wenn Mann keine Lust hat auf Hausarbeit, aus Bequemlichkeit zum Beispiel, oder weil ihm das zu langweilig ist, dann nimmt er sich eine, die das für ihn macht und Schluss.
Viele Frauen sind froh um Haushälterinnenjobs, weil der ohne Herausforderungen, Stress und Konkurrenzkampf zu erledigen ist.
Ich hab mich schon ausführlichst aufgeregt über die Kindrollenspiele der Frauen, auch meine, ihre Abhängigkeit, mangelnde Souveränität,ihre Dummheit, Handlungsschwäche, Wirklichkeitsfluchten etc. und alles (siehe die richtig getippthabende Kvinna).
Und ich reg mich jetzt nimmer auf, weil ich was begriffen habe:
Die letzten 50 Jahre sind ein verhältnismässiger Klacks gegenüber dem zig-tausendjahrealten genetischen Erbe der Frau, in der sich Dauerschwangerschaft ab Pubertät und die daraus resultierende soziale Abhängigkeit (von Schutz, Nahrung: Mann) festgeschrieben haben. Und ausserdem sind wir alle Töchter von Müttern, die das so erlebt haben - keine ist Tochter einer kinderlosen, freien Frau! Die Söhne erleben ihre Väter durchaus so, dass die nach der Zeugung ihrer Wege gehen können, wie es ihnen die Biologie ohne weiteres gestattet. Es ist die Frau, die ab Zeugung für 16 Jahre mindestens festhängt und ausserdem bei der Geburt Gesundheit und Leben riskiert. Nach wie vor sind wir offensichtlich in weit grösserem Ausmass von unserem steinzeitlichen Erbe gesteuert als uns das lieb ist. Die Hormone liefern uns die Phänomene dessen, was wir als "kollektives Unbewusstes" bezeichen und die Phänomenen ändern zu wollen berührt ihre Ursache überhaupt nicht.
Und es waren Männer, die der Frau die Möglichkeiten der Empfängnisverhütung brachten. Die Frauen selbst haben es die ganze Menscheitsgeschichte nicht auf die Reihe gebracht zu verhüten, bzw. ihre fruchtbaren Tage zu erkennen.
Es ärgert mich glatt, dass ich dahingehend solang auf dem Schlauch gestanden habe und erst zehn Bücher lesen musste, im Blog schimpfen, mit 20 Leuten mailen und reden - typisch Frau halt:)
Ingrid, für Dich als Astrologin: Die Frauen "haben" in der überwiegenden Mehrzahl ihren Uranus nicht, der muss ihnen von Aussen geliefert werden. Sie "schöpfen" nicht selbst. Ich hab im Lupoforium drüber geschrieben, wenns Dich interessiert, zum Thema "Frau zementiert sich als Opfer" = Ve/Ur - Phänomene.
Vielleicht sollte man diese biologische Tatsache mal anerkennen, bzw. die Angst und wirtschaftliche Not durch diese Brille betrachten.
Es ist m.E. kein erwachsener Weg, die Stärke der Frau über die angebliche Mickrigkeit der Männer zu definieren. Schau Dich doch mal um in der Welt wer hier mickert! Das ist wieder diese "weibliche" Gegenwelt, die wie eine Blase über der Wirklichkeit hängt und keiner Berührung mit ihr standhält. Es läuft auch nicht über Quoten, Kampagnen und staatliche Hilfe zur Unterstützung von Frauen: Das wär wieder dieses Kindrollenmuster der Bedürftigkeit.
Wieder wär frau in ihrem Empfängnis- Status gefangen.
Die Frauen selbst haben es die ganze Menscheitsgeschichte nicht auf die Reihe gebracht zu verhüten, bzw. ihre fruchtbaren Tage zu erkennen.
interessanterweise gibts aber genug berichte über pflanzliche verhütungsmittel in den verschiedenen kulturen, die durchaus wirksam sind. ansonsten wäre bei völker, wo promiskuität vor verheiratung absolut üblich ist wohl ein übermaß an kindern da - ist es aber nicht.
http://hannelore.org/grossegoettin/abtreibung_natuerlich2.htm
der verlust um derartiges wissen bzw. anwendung desselben trat erst ein, wie unsere ach so tolle zivilisation den menschen erklärte, wie sie zu leben haben.
hier ist auch noch mal eine liste von denen die nachweislich pflanzliche verhütungs- und abtreibungsmittel verwendeten - und zwar ganz ohne moralinsauren attitüden.
http://hannelore.org/grossegoettin/abtreibung_natuerlich3.htm
lucia
WIR FRAUEN sind die Hälfte dieser Menschen, die die Zivilation begründet haben...
Leider klappen die Adressen der angegeben Links bei mir nicht.
Es gibt verhütende und abortive Mittel auch bei uns, bis heute, frei verfügbar, auch homöopathisch. Wir haben viel pharmakologisches Wissen drüber, aber frau hat kein praktisches Wissen mehr davon (wann/was/wie welche Woche)
Zeig mir eine Frau die damit umgehn kann! Zeig mir eine, die um ihre fruchtbaren Tage ohne technische Gerätschaften weiss.
Liegt/lag es an den Männern dass sie es nicht wissen, ihren Zyklus nicht kennen? Die allermeisten Frauen können Dir nicht mal erzählen, wie er zustande kommt, dieser Zyklus (obwohl wir es alle mal gelernt haben) geschweige dass sie spüren an welchem Punkt darin sie sich gerade befinden.
Ich hab z.B. den abortiven Umgang mit Homöopathie von EINEM MANN gelernt (und die ganze Ausbildung in die Richtung, Astrologie ebenfalls: alles, was dort Relevanz hat, stammt von Männern. Der PC, der diese Kommunikation ermöglicht: Vom Manne erfunden. usw.)
Es ist ein Tabu mit Heilmitteln abzutreiben- weil Medizin niemals schaden darf. Und das Wissen um die Fruchtbarkeit ist ein Tabu, weil es Macht bedeutet: über den Fortbestand der Menscheit. Es sind die Frauen, die gebären oder nicht gebären. Ist es Zufall, dass sie über ihre ureigenste Angelegenheit nicht Bescheid wissen, darin ungesteuert sind, bzw. von Hilfsmitteln abhängig? Ist es die Natur, die dieses Wissen vor ihnen verhüllt?
äh - nur ganz kurz - ada lovelace byron ist die computerpionierin, der wir die programmiersprachen verdanken.
nix mit pc hamma dem manne zu verdanken.
"Ada bekam eine streng naturwissenschaftliche Erziehung, quasi ein Gegengewicht zum “romantischen Erbe” des treulosen Vaters. Schon früh entwarf sie Konstruktionspläne für allerlei Maschinen und korrespondierte mit den berühmten MathematikerInnen Mary Somerville (1780-1872) und Charles Babbage (1792-1871). Babbage wurde ihr bester Freund und Vertrauter; man verbindet beider Namen mit der Entwicklung der (Vorstufen der) ersten Computer."
Ich weiß ja nicht, ich komm' bei diesen ganzen Überlegungen immer wieder an denselben Punkt:
WARUM?
Dass ist ein bisschen wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei, was war zuerst da?
Aber ganz ehrlich, spielt es eine Rolle, wer schuld ist? Wie das gekommen ist? WIRKLICH?
Entscheidend ist doch eher die Frage: Wie kann sich was ändern? Egal, wie alt der Zustand ist:
WAS GEHT?
Und da muss jede(r) bei sich selbst anfangen.
Augen auf, anpacken, in Frage stellen.
Und vielleicht mal ein paar mehr WEIBLICHE Professoren in der Gynäkologie... ;)
@ sam, da bist du auf patriarchale gehirnwäsche reingefallen. frauenunterdrückung gibt es noch nicht so lange. das mit der hilflosen frau in der steinzeit ist ein mythos, der so überhaupt nicht stimmt.
wegen verhütung und abtreibung: auch deswegen wurden im mittelalter so viele frauen (kräuterfrauen, hebammen) verbrannt, um dieses wissen gewaltsam in männliche hände zu bekommen und die frauen damit zu kontrollieren.
du schreibst selbst, dass du bei männern gelernt hast. und was dabei herauskommt, ist, dass du frauen entwertest und die lage der frauen aus männlicher sicht siehtst. es ist durchaus legitim, sich mit den siegern zu identifizieren, das hab ich auch lange gemacht, anderes wäre ich wahnsinnig geworden. aber was man dabei vergisst - wir frauen haben eine geschichte, ein wissen, eine grundlegende stärke. die müssen wir uns wieder zurückholen. wir waren nicht immer auf die versorgung von männern angewiesen, nur heute ist die gesellschaft so gestrickt, dass wir es sind und es für die einzelne frau schwierig ist, sich da zu behaupten.
@ kvinna
ich finde es schon wichtig die wahrheit zu kennen, um eine änderung herbeizuführen.
es ist doch fakt, dass wir 5000 jahre patriarchat haben, wer zweifelt das noch an? und es ist auch fakt, dass es sich überlebt hat, und wir neue formen finden müssen, auch klar, jammern allein bringts nicht.
danke für ada.. mir fiel es auch ein, konnte mich aber an ihren namen nicht erinnern.
bei mir hat sich in der psyche gewaltig was geändert, als ich merkte, frauen sind keine mängelwesen, die dem überlegenen mann ihre selbstständigkeit und geschicklichkeit beweisen müssen, sondern dass wir eine geschichte haben, dass es viele wissenschaftlerinnen und künsterlerinnen gegeben hat, die uns verschwiegen wurden, und wir damit nicht neu anfangen, sondern uns auf die schultern von riesinnen stellen können. das gibt eine ganz andere qualität von kraft, energie und selbstwert.
@kvinna:
Ja, das mit dem WARUM, mich hat das eben umgetrieben, ich wollte es zumindest für mich klarhaben, wie Du sicher gemerkt hast:)
Mir wars wichtig zu BEGREIFEN warum Frauen so lange Zeiten hindurch hartnäckigst die A...karte hatten und auch keine andere auspielten.
Für mich war der Weg nach der Schuld zu fragen der Weg, der mich im Kreis geführt hat.
@lucia: Schön, noch ne Ausnahme...
@ingrid: Ich entwerte Frauen nicht. Ich hör mir an was sie erzählen und nehme parallel wahr, wies ist. In aller Regel kann man, so ab 40 aus deren Sicht der Dinge fast vorhersagen, woran sie leiden, bzw. welches Organ ihnen schon fehlt (der gute alte Uranus...)
Die Wirklichkeit hinter den Zuständen nicht wahrzunehmen mag im Augenblick schmeicheln und trösten, a la long ists ungesund.
Eine Frau, die IN ihrer Weiber- Kraft steht, ist stark und gesund, eine die die Vorstellung der starken (oder besser: so "stark" wie die Männer) Frau hochhält, ist es in der Regel nicht.
Da gehen unsere Erfahrungen wohl auseinander:)
sam wir schreiben doch schon wieder aneinander vorbei.
deine sicht: wir können alles von den männern lernen, weil sie uns zeigen wie es geht
meine sicht: das konnten frauen schon immer selber (verhütung, medizin, technik, kunst)
das dilemma heute:
frauen sind nicht mehr in ihrer kraft durch patriarchale gehirnwäsche (sie haben ihre vergangenheit und ihre wurzeln vergessen, wenn auch nicht vollständig, und das dringt jetzt wieder nach oben) und gewalt (einen mann zu verlassen und selbstständig werden zu wollen wir noch oft mit dem leben bezahlt)
meine lösung genau wie deine: IN meiner weiblichen kraft sein und sie leben
"als ich merkte, frauen sind keine mängelwesen, die dem überlegenen mann ihre selbstständigkeit und geschicklichkeit beweisen müssen,"
Mir kommt es so vor, als müsse jede einzelne Frau für sich diesen Flash haben - weil es sonst nicht funzt. Ich hatte ihn auch.
"deine sicht: wir können alles von den männern lernen, weil sie uns zeigen wie es geht"
Ich glaub' nicht, dass Sam das meint. Wenn ich sie bisher richtig verstanden habe, will sie eben nicht auf ein Lehrer-Schülerin- Verhältnis 'raus, sondern darauf, dass wir aus der "hilfsoses-Weibchen-Falle" kommen sollen.
Wie ich schon schrub:"Augen auf, anpacken, in Frage stellen."
Und das heißt auch: Nach vorne sehen, nicht andauernd zurück.
sam schreibt ja:
"Und es waren Männer, die der Frau die Möglichkeiten der Empfängnisverhütung brachten."
und:
"Astrologie ebenfalls: alles, was dort Relevanz hat, stammt von Männern. Der PC, der diese Kommunikation ermöglicht: Vom Manne erfunden."
so kann ich nicht aus der hilflose-weibchen-falle kommen, wenn ich nicht verstehe, dass die verhütung früher in frauen-händen war und erfolgreich betrieben wurde, der computer auch mit von frauen erfunden worden ist und es für mich sehr relevante beiträge von Frauen zur Astrologie gibt.
ich kann ja nur so aus der Mangel-Wesen Falle kommen, wenn ich verstehe, dass nicht alles von Männer kommt, nie gekommen ist.
nun - dann sind das wohl alles ausnahmen
Biologie & Umwelt
- Rachel Carson
- Ruth Patrick
- Beatrix Potter
- Barbara McClintock
Physik
- Marie Curie
- Lise Meitner
- Maria Goeppert-Mayer
- Rosalyn Sussman Yalow
Chemie
- Marie Lavoisier
Astronomie
- Caroline Herschel
- Jocelyn Bell Burnell
- Sophie Brahe
Computertechnik
- Grace Murray Hopper
- Ada Lovelace
Medizin
- Nettie Stevens
- Trotula
- Mary Montague
- Virginia Apgar
- Anna Wessel Williams
Architektur
- Kate Gleason
- Eleanor Raymond
"ausnahmen" die man schon mal ganz leicht im internet auf einer kinderseite findet.
jede menge findet man dann auch noch in geschichtlich relevanten büchern - und das sind nur die, die für unsere "zivilisation wichtig" waren.
die frauen - und wohl auch männer - die in anderen kulturen viel wertvolles vollbracht haben, fallen ja bei uns im schulunterricht genauso unter den tisch, wie eben auch die frauen, die für unsere "zivilisation" wichtig waren.
nix desto trotz - sie gab es, und sie waren keine ausnahmen.
was im übrigen gaaaanz leicht zu recherchieren ist, wenn man sich nicht so sehr in der opferhaltung gefällt oder gar das vorherrschende system unterstützen will.
da frag ich mich schon, von welcher seite aus das wort "ausnahme" in dem fall genutzt wird.
dazu fällt mir noch eine frau ein:
die wissenschaftlerin donella meadows. sie hat in den 70er jahren an dem buch "die grenzen des wachstums" mitgearbeitet. in dem buch wird aufgezeigt, wo wir enden, wenn unsere industrie und unser konsum weiterhin so ohne rücksicht auf die umwelt und die menschen wächst. leider hat ja keiner drauf gehört und bald ist die erde unbewohnbar.... sie ist expertin für komplexe systeme, sie hat auch lösungen.. oder hatte, sie ist 2001 gestorben.
kernsatz: "small shift in one thing can produce big changes in everything"
mehr über sie:
http://en.wikipedia.org/wiki/Twelve_leverage_points
und
http://en.wikipedia.org/wiki/Donella_Meadows
Ja, sorry, im Verhältnis trotzdem samt und sonders Ausnahmen. Macht doch nix!
Mich freut eh jede einzelne davon!
Und ich tausche mich wirklich gern mit Frauen aus, die was auf dem Kasten haben, Klugheit, ein eigenes Leben, Fachkenntnisse, Forscherdrang ...
Und wenn es irgendjemand hilft, sich Vorbilder zu suchen - bitte, gern!
aber sogar wenn anno Tobak das Matriarchat friedlicher funktionierte oder eine Frau das Rad, das Feuer und den Reissverschluss erfunden hätte: Schaut Euch JETZT mal um! Wir haben alle zu Essen, zu Wohnen, Freizügigkeit, Mutterschutz, Elterngeld - wir leben (noch) so frei und so reich und unabhängig wie nie zuvor. Frau kann studieren UND Kinder kriegen UND einen Beruf haben, soviel oder sowenig Sex haben wie sie will, ihre Männer nach Gusto wählen, verhüten, sich informieren, reisen - wir können uns wirklich so frei bewegen wie noch nie.
Und was macht Frau draus?
Es liegt, leider und gottseidank, allein in ihrer Verantwortung. Auch wenn die Welt, das System, die Ökologie im Argen hängt.
Wie Kvinna sagt: Wenn nicht jede einzelne ihre Entscheidungen trifft - und vor allem auch durchzieht - IHR Leben lebt, da können unsere Ahninnen so schöpferisch und gut drauf gewesen sein, wie nur was. Das Leben findet immer jetzt statt und es bietet uns eine Menge Platz - oder findet ihr nicht?
ja find ich auch.
ich bin am weltfrauentag aus einer podiumsdiskussion abgehauen (ich war im publikum) in der es um das leben von frauen, benachteiligt, opfer, 2. wahl ging ... ich konnte die soß nicht mehr hören.
aber nicht, weil diese zustände nicht existieren oder weil mich die schwachen frauen aufregen, sondern weil ich meine, die diskussion müsste konstruktiver und visionärer sein.
Es tut so weh wenn Ikonen fallen...
hi gauzibauz!!!
was meinst du? welche ikonen?
DICH!
hä? wieso eine ikone??? wieso gefallen??? kapier ich überhaupt nicht
"...weil ich meine, die Diskussion müsste konstruktiver und visionärer sein...."
Ja, das meine ich auch. Allerdings ausschließlich für jede einzelne, freie Frau, die sich immer noch für eine solche (also für eine Frau) hält und immer noch mit den gängigen Urteilen, Vorurteilen, genetischem oder historischem Zeugs identifiziert ist, weil sie noch nicht sieht, daß die Wahrheit ganz woanders liegt.
Was mich betrifft: Mir graust es bei der Vorstellung, irgendein Komittee, welchen Geschlechtes auch immer, möchte anstatt meiner selbst, "für mich als Frau" Visionen entwickeln! Hahaha, das muß ein Witz sein. Das tue ich lieber selbst.
Ingrid, du scheinst immer noch im Krieg mit "den Männern", oder wie kommt es sonst, daß Du von "Siegern" sprachst?
Eine hartnäckige Identifizierung mit was auch immer aufgrund ein paar weniger anatomischer Merkmale seit Äonen - das ist wirklich albern. Besser wäre, wenn jede(r)für sich zumindest schon mal in dem Spiel erkennt, daß es lediglich bestimmte energetische Qualitäten gibt, die mit den Begriffen "weiblich" und "männlich" klassifiziert werden und daß jede(r) von uns sogenannten Menschen hier im Universum von beidem reichlich hat.
Ich kenne eine ganze Menge Männer, die oft mehr sogenannte "weibliche" Eigenschaften an den Tag legen, als ich das tue. Richtig sanfte, be-herzte Männer sind unterwegs hier in der Stadt. Die sich nach nichts weiter sehnen als Liebe - so wie wir alle.
Wir haben schon völlig neue Männer im Land, viele junge Männer, die sich ganz un-verschämt um Haushalt und Kinder kümmern und für die es so selbstverständlich ist, Frauen als gleichwertig zu akzeptieren, daß es gar kein Thema ist. Der Vater eines Kindes, welches ich morgens zur Schule bringe, ist ein sehr sorgender Mann, dessen Frau ganz oft unterwegs ist wegen ihrer Karriere. Usw. etc.
In alten Geschichten herumwühlen und nach Gründen für irgendetwas suchen ist ungefähr so erfrischend und sinnvoll, wie Urlaub auf dem Friedhof. JETZT spielt die Musik und findet der einzige Moment statt. Wenn ich nun auch noch erzähle, daß sowieso weder Trennung zwischen Mann und Frau noch Zeit besteht, ist es sicher ein wenig zuviel des Guten.
Aber wenn jede(r) ihr/sein Leben einfach schon mal so lebt , wie er/sie es tun muß - darüber gibt es nämlich tatsächlich keine Wahl, wie ich mittlerweile herausgefunden habe - also von der Quelle her, in welcher Form sich das auch immer zeigt, dann kommt das Neue von allein.
Das Zweigestirn, nie getrennt
ja da sind wir wieder bei den verschiedenen ebenen. mir ist durchaus bewusst, dass es eine ebene gibt, in der wir alle liebend eins sind und nichts verletzt ist.
möglicherweise bin ich noch im krieg der geschlechter, ja. für mich ist der kampf noch nicht vorbei, kann auch sein, dass das eine illusion von mir ist, aber ich halte nach wie vor daran fest.
ich hab auch nicht von einem kommitee gesprochen, dass für dich visionen entwerfen soll. ich fand halt bei der diskussion am weltfrauentag, an der ich anwesend war, im alten rathaussaal in deggendorf, wurde so viel über leid und ohnmacht und so wenig über kraft und macht gesprochen. ich weiß, es gibt leid und ohnmacht, aber ich arbeite lieber an meiner kraft und macht. deswegen bin ich dann gegangen, weil ich mich gelangweilt habe. es wurde auch ein lebenslauf einer frau als beispiel genommen, der meiner hätte sein können, mit dem unterschied, dass ich allein die kurve gekriegt habe. ich kannte das alles schon, über was da geredetet wurde, und hatte schon eigene lösungen gefunden, die in der diskussion nicht zu sprache gekommen waren. ist meine aussage von vorhin jetzt verständlicher?
mein sohn ist auch so ein mann, der sich um seine tochter, 11 monate alt, kümmert, wenn seine frau in der arbeit ist.
trotzdem schickt bush junge leute in den tot und 2/3 der welt arbeit wird von frauen verrichtet, die 1/10 des lohnes dafür bekommen und 1/100 des besitzes haben.
ich kann da nicht abrücken, alles andere käme mir vor, als würde ich eine rosa brille aufsetzen.
Hmpf. Ich glaube nicht ans Patriarchat.
hm. genauso könnte man auch schreiben, ich glaube nicht an umweltverschmutzung, ich glaube nicht an krieg, ich glaube nicht an leid und unterdrückung ... usw.
oder du meinst doch damit, dass du nicht glaubst, dass sowas wie das patriarchat existiert? nicht, dass ich's falsch verstehe...
Jetzt, wo du's so hinschreibst, genau - an all' diese Dinge glaube ich nicht.
Ich meine, ich leugne nicht die Existenz von Dingen, die so genannt werden.
Aber ich bin überzeugt davon, dass all' das ganz anders funktioniert, als allgemein geglaubt wird.
Besser gesagt, anders, als gerade "politisch korrekt" ist, zu glauben.
"Der böse Mensch, der die Erde kaputtmacht aus Geldgier und Ignoranz" Glaube ich nicht.
"Die Männer, die sich ins Fäustchen lachen, wie dumm die Frauen doch sind" Glaube ich nicht.
"Es kann keinen Gott geben. Soviel Leid würde er nicht zulassen" Glaube ich nicht.
Uff. Da sind jetzt wieder so viele Fäden, die ich aufnehmen müsste....
Ich wollte dazu immer mal einen eigenen Post machen, hab's noch nicht schlüssig zusammen.
Aber ich arbeite daran.
An eines glaube ich ganz sicher: An das Leben.
ja ich versteh schon was du meinst, habe auch gedanken, die in diese richtung gehen. bin mir aber auch noch nicht über die zusammenhänge schlüssig. ich denke ja, die realität ist so, wie wir so kollektiv erdenken. und gewisse dinge müsste deswegen nicht so sein, wie sie sind, weil sie flexibler wären, wenn wir flexibler wären. wir leben ja in der materie, und neue gedankenströmungen müssen ja auch materiell verankert werden, "geerdet", sonst bleibt es nur eine seifenblase.
aber es ist immer auch eine gradwanderung zwischen orginellen denken und suchen von neuen möglichkeiten und nicht wahr haben wollen von tatsachen.
wobei "tatsachen" ja auch von der quelle der information abhängen und gebogen werden können wie man will (medien). das ist nochmal ein aspekt.
da bin ich mir aber selber auch wie du noch nicht schlüssig, das ist so ein ganzer komplexer gedankenentwurf, den hab ich auch noch nicht ganz ausgebrütet.
Ich glaube nicht an verschiedene Ebenen - ich WEISS definitiv, daß es nur eine gibt, aus der heraus alles entsteht und wieder vergeht.
Und ich weiß auch, daß es kein "kollektives Denken" gibt, sondern nur das Denken.
Hören die Gedanken auf, verschwindet die Welt. Komplett. Nenn es Samadhi, wenn es einen Namen braucht. Alles, was als Welt erscheint, erscheint aus dem Einen und es gibt niemand Anderen.
Weit und breit nicht.
Wenn Du das erlebst, verschwindet so einiges von selbst und vor allem diese seit Äonen andauernden und erfolglosen Aktivitäten aufgrund von Konzepten, wie die Welt besser sein sollte als sie jetzt ist.
Es ist nichts, was der Verstand greifen könnte - der ja wieder mal von "verschiedenen Ebenen" sprach.
Es gibt nichts zu verbessern. Gott ist perfekt.
Alle (ALLE!!!) Kriege und Verletzungen finden in Dir statt und Du materialisierst sie ins Außen - könnte man auch sagen.
Ich empfehle die Worte direkt von der Quelle von Ramana Maharshi oder Papaji, die es als Bücher gibt. Sie weisen am treffendsten auf die Wahrheit: "Sei still." Es offenbart sich von alein, denn es ist immer da.
Enough, keine Trennung und keine Geschichten mehr, welch ein Segen, alles ist nur aus Liebe gemacht, tschüß, das Ungetrennte Zweigestirn
Ich hatte noch vergessen, es zu erwähnen: Das ist nur für die, die wahrhaftig müde sind, zu kämpfen und die wirklich Frieden suchen. Frieden, Freiheit, Liebe, wie es auch immer genannt wird. Für die, die weiterkämpfen wollen, ist es nicht. Und halbherzig geht´s auch nicht. Also, wer sich lieber im Rad der Welt weiterdreht: Viel Spaß dabei. Und immer schön ernst bleiben.
Ich liebe diese stille Glückseligkeit, mit der ich die Welt sehen kann - inklusive aller Schrecken, die in ihr existieren (und mit denen ich mich lange genug identifiziert habe).
Eine rosarote Brille ist das allerdings nicht.
hm das seh ich als zustand, wenn ich mal nicht mehr auf der erde inkarnieren will. solange ich in fleisch und blut bin, spucke, pisse und scheiße, setze ich mich auch mit den niederungen der materie auseinander, kämpfe, schreie, raufe, lebe, motze, kritisiere, streite und lache ich.
Das ist ja schön und gut. Solange du nicht leidest - unter der Vergeblichkeit.
Loslassen, fließen lassen, habe ich für mich gelernt, verhindert, dass ich mich wundscheuere.
Die Erkenntnis ist die eine Sache. Das wirklich so zu leben, eine andere.
Dann ist es nichts für Dich.
Ich bin übrigens ebenfalls "auf der
der erde inkarniert, in fleisch und blut, spucke, pisse und scheiße, setze mich vermutlich weit intensiver mit den niederungen der materie auseinander, als viele Mitmenschen, schreie, raufe, lebe, streite und lache."
Du hast einfach eine bestimmte Vorstellung von Trennung.
Während du das alles für real hältst, deine Person und dein "reales Leben", tue ich das nicht, sondern weiß, daß es alles lediglich Erscheinungnen im allgegenwärtigen Bewußtsein sind, die auftauchen und wieder verschwinden. Das ist sehr entspannend und viel realer, als du glaubst.
Wie gesagt: Es ist nur für die, die nicht mehr leiden und kämpfen wollen. Übrigens kann es auch durchaus mal ein sehr schmerzhafter sein, die Wahrheit zu erkennen. Und viel mutiger und realer, als du glaubst.
Ist es nicht sehr anstrengend seltsam, an einer Person, Realität und Kampf festzuhalten, obwohl alles nur Fiktion ist, ein Spiel des Bewußtseins, Leela?
Wie gesagt: Wer nicht will, braucht ja nicht.
Samsara läßt grüßen, das Multigestirn, verschiedene Ebenen und die Ewigkeit gleichzeitig durchkreuzend
auch wenn die Menschen zwischenzeitlich alle geglaubt haben, dass die Welt eine Scheibe ist und die Sonne um sie herum kreist, ist es trotzdem nie so geworden. Nicht alles woran eine glaubt, wird auch zur Realität und umgekehrt.
Ich kann mich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, dass diese ganzen sogenannten Gurus ihre Erklärungen nur aus dem Grunde geschaffen haben, um die Verantwortung abzugeben und um die Menschen am konkreten Handeln zu hindern, insbesondere die Frauen, denn das sind ja meist die Anhängerinnen.
ja genau und sollte sich zufällig ein 10 jähriges Mädchen auf diese Seite verirren, so wird sie zu dem Schluß kommen das Papi recht hat, wenn er sagt, du willst es doch auch (Alle (ALLE!!!) Kriege und Verletzungen finden in Dir statt und Du materialisierst sie ins Außen) und ich tue das nur aus Liebe zu dir (alles ist nur aus Liebe gemacht), wenn er sie wieder einmal vergewaltigt.
Nur um den Bogen zurück zu Ingrids Ursprungsthema zu schlagen.
Wie weit manche Frauen gehen, um blos nicht mehr ihre Verletzungen zu spüren finde ich manchmal echt zum Kotzen.
Hallo,
es ist wichtig die Verletzungen zu spüren und sie dann loszulassen.
Wenn ich die Verletzungen (Schmerz) überspringe und gleich loslassen will, funktioniert das bei mir nicht.
Und dieser Prozeß kann lange dauern.
Wichtig für mich ist, immer mehr zu unterscheiden, wann ist es gut mich zu schützen und wann ist es gut mich zu öffnen.
Ja, wenn es im Außen kräftig rumpelt und blitzt, dann ist echt innen etwas nicht im Gleichgewicht.
Schöner Anlaß nach mir zu schauen!
(Vorher brülle ich den besoffenen Menschen, der mir ins Rad rennt und einen blauen Finger verursacht, an (was ich mir früher nicht getraut hätte!))
Das mein "Frühlingssenf"
"Wie weit manche Frauen gehen, um blos nicht mehr ihre Verletzungen zu spüren finde ich manchmal echt zum Kotzen."
Ich fand es bis vor kurzem noch viel mehr zum Kotzen, wie lange Frauen krampfhaft und zanghaft an ihren längst vergangenen Verletzungen festhalten - besser ein Opferidentität, als gar keine.
Und diese Logik zuvor mit dem 10-jährigen ist wirklich hanebüchen und ich denke, daß die Schreiberin das selbst merken kann.
Was oft und auch hier als "weltfremd", "Weltflucht" oder sonstwas bezeichnet wird, ist die völlige Duchdringung vom Schmerz an sich, der ganze Schmerz pur - ohne alte aufgewärmte Geschichten und Dramen, die jahrzehntelang sinnlos weiter aufrechterhalten werden.
Solcherart bleibt es beim Krieg und bei Schuldzuweisungen an andere und heilsam ist das sicher nicht.
Viel Spaß dann weiterhin beim Sulen in einer längst vergangenen Vergangenheit und bei dem schlechten Film mit Endlos-Wiederholung "Meine Verletzung ist aber viel schlimmer als deine Verletzung", wir fliegen jetzt zurück nach Hause und es tut uns wirklich leid, daß wir nicht mehr leiden, niemandem mehr für nichts Schuld geben, nicht einmal uns selbst, und meistens recht glücklich sind, das Universalgestirn
du liebe zeit, hier geht es zu wie auf dem schlachtfeld...
ich denke auch wie "anonym", wegen dem 10jährigen Mädchen, genau das gleiche hab ich an anderer stelle, als die diskussion ähnlich verlaufen war geschrieben.
ich wiederhole es auch nochmal: ansprechen und wahrnehmen von missständen heißt nicht, dass jemand in der opferhaltung ist.
überhaupt, das mit der opferhaltung und festhalten an alten verletzungen und loslassen und so weiter. wie stellt ihr euch das vor? als logotomie? amnesie? rückstandslose tilgung? nicht mehr vorhanden sein?
erlebt ist nunmal erlebt. das sind narben und einschnitte, die einfach da sind. die bleiben. man kann damit leben, es würdigen, es wahrnehmen, schlüsse ziehen, daran wachsen, lernen.
es klingt auch so durch, als wäre eine frau, die ihre erlebten verletzungen und wunden immer wieder anspricht, nicht würdig. innerlich wallt dann immer so eine wut in mir auf, wenn ich sowas lese oder höre. ich fühle mich dann herabgesetzt, als wäre ich eine versagerin, die nicht mit ihren verletzungen klar kommt. die müssen ja geheilt werden. frau muss sie heilen, sonst stimmt was nicht mit ihr. und sobald sie es anspricht, achtet keiner mehr auf den hinweis, dass es wohl nicht nur ihr problem ist, sondern dass es mehreren passiert (beispiel sexualisierte gewalt) sondern es heißt: lass los, heile, sei kein opfer, dann passiert dir auch nichts und alles wird gut. sobald du wahrnimmst und emotional reagierst, bist du verhaftet, identifiziert und damit auf dem falschen dampfer.
ich seh das völlig anders. das ist für mich ein cocktail aus fragmenten von psychologie und esoterik, der so überhaupt nicht funktioniert. ich empfinde das als feindlich, wenig konstruktiv, aggressiv, abwertend.
um was gings anfangs überhaupt? ich schrieb, männer sind schwach. sie fühlen sich schwach. doch haben sie den größten anteil an der macht auf erden. dieses system wird mit unterdrückung und gewalt aufrechterhalten. nicht mit liebe und natürlicher autorität, gegenseitiger achtung und unterstützung.
es geht mir nicht um die schwäche des mannes an sich. das ist menschlich, normal. es geht mir um die gewalt, die erniedrigung, die unterdrückung, das klein halten, das daraus resultiert. und 5000 jahre partiarchat haben ganze arbeit geleistet, es ist vielen garnicht mehr bewusst, sie halten alles für in ordnung. und das patriarchat hat versagt, die erde steht unmittelbar vor ihrem bankrott.
was tun wir also jetzt?
Hallo Ihr alle beisammen !
Ich denke auch, dass Schluss sein muss mit der ewigen Jammerei und das Verdammen der "bösen" Männer.
Konfrontieren ! Mit mir selbst, mit dem Täter !
ibsi
ich jammere nicht, ich benenne sachverhalte und rege zu einer diskussion über lösungen an
hihi und mit dem täter hab ich mich konfrontiert, hm, der hat ja sehr erwachsen reagiert... etwas gebracht hat mir ehr die therapie die ich gemacht hatte, da lernte ich, nicht mehr davon abhängig zu sein, dass mein vater seine schuld einsieht, sondern meinen eigenen weg gehe, und mir selbst vergebe.
und NOCHMAL: ich erwähne den Missbrauch nicht ständig, weil ich immer noch ein Opfer bin, und mein Schmerz noch so groß, sondern weil ich auf einen Missstand in unserer Gesellschaft hinweisen möchte, über den ich sprechen will. Auf was ich treffe ist feindseligkeit, ablehnung, auch zustimmung (danke), und immer wieder der hinweis, ich solle doch mein problem selbst lösen und die männer in ruhe lassen.
und noch ein zusatz: ich gehe nicht auf einzelne männer los, mir geht es um das ganze krank machende system in dem wir leben und wie wir es ändern können. das system ist patriarchal, also männer sind die chefs und bestimmen, wo es lang geht auf der welt. der einzelne mann an sich hat auch nicht viel zu lachen dabei. aber das ist deren problem, nicht meins. ich sehs halt aus frauen-sicht mit den spezifischen herausforderungen, die sich durch mein frau-sein ergeben.
Dieses System lebt von Deiner Energie, die Du ihm ja immer wieder reichlich gibst, indem es Deine Aufmerksamkeit erhält und Du es damit noch viel "realer" machst, als Du für es derzeit für möglich hältst.
Vemutlich wird Dir das nicht gefallen und Du wirst es vermutlich auch nicht be-greifen wollen - Du sagtest ja bereits klar, daß Du Deine Welt für die Realität hältst und so soll es bleiben.
Interessant finde ich diese seltsame finde ich diese Kombination, daß Du manchmal über Trancereisen berichtest und diese für echte Erfahrungen hältst (in denen man sich selbst zum Beipiel durchaus auch als männlichem Wesen in diversen Vorleben begegnen kann etc.pp.), aber die Erfahrung des All-Ein-Seins - also Erleuchtung und Nichtgetrenntsein von allem - für "esoterischen Schmus".
Ich sagte es ja oben schon einmal: Es ist genau andersrum und das ist die Hypnose, in der sich die meisten ungefragt befinden und an der sie inklusive des alltäglichen Leidens festhalten - Die Welt ist Schmus und Deine Gedanken gestalten dieselbe.
Praktischer Tip zu der Frage "Was tun?" weiter oben: Endlich sämtliche Barbiepuppen aus der Wohnung werfen und mal ausgiebig über Schuldzuweisungen an kontemplieren.
Nix für ungut und ungetrennte gutgelaunte Grüße, ElCuervoRiendo y SuMamitaBonita
das geht mir zu weit, dass du mir vorschreiben willst, wie ich meine wohnung gestalte.
und glaub mir, ich habe mich mit barbie-puppen auseinander gesetzt, aber das kleine mädchen in mir spielt gern damit, ende.
ich halt es nicht für esoterik schmus, dass unsere gedanken die welt erschaffen, das ist mir klar.
aber es geschieht auch kollektiv. ein einzelner kann da nicht ausbrechen, weil es gegebenheiten gibt, die durch gemeinsame abmachungen entstanden sind. wenn ich mich allein davon löse gerate ich ins irreale. erst wenn ich gegebene strukturen erkenne und benenne kann ich sie ändern und wandeln. und das auch mit kraft von ritualen und gedanken und vor allem gemeinsam mit anderen, die aus alten gegebenheiten eine neue realität erschaffen wollen. bei deinen gedanken fehlt mir immer die erdung. auch erlebnisse in der trance sind wertlos, wenn sie nicht geerdet werden.
klar sind geschlechter reinkarnationstechnisch variabel, aber ich bin jetzt nicht umsonst eine frau und habe diese gestalt gewählt, weil sie ideal für bestimmte aufgaben ist. es wäre auch möglich, als mann für die gleichheit der geschlechter zu arbeiten.. ich kenn auch welche, die das tun. aber als frau bekommt man die strömungen leichter mit.
im weltgefüge ist es zukunft, dass sich die geschlechter von macht-ohnmacht auf gleiche augenhöhe zubewegen. und das passiert nicht, weil ich es mir einfach nur vorstelle, dass es so IST, sondern es kann erst durch gedanken und daraus folgende handlungen entstehen.
zu schuldzuweisungen: ich habe an anderer stelle bereits geschrieben, dass es in einer höheren ebene keine schuld gibt, und der missbrauch, der auch nur eine methapher ist ehrlich gesagt, da die tatsächlichen mechanismen zu frauen unterdrückung subtiler sind, eine von gewählte erfahrung ist, die bestimmte entwicklungsprozesse in gang setzt.
Auf der irdischen Handlungsebene aber, geht es einfach garnicht, dass ein Erwachsener die Grenzen seiner Kinder derartig übertritt. Das ist schlicht falsch. Dazu sollte man auch stehen, dass das nicht in Ordnung war. Meine Mutter ist sich darüber bewusst, dass sie sich falsch verhalten hat. Manche Väter wahrscheinlich auch, meiner halt nicht. Aber das ist auch egal, daran mach ich mein Glück nicht fest. Er muss damit leben.
Es geht mir auch darum, dass es immer noch Kindern passiert, und dass das Gesellschaftsgefüge und die Ungleichheit Mann-Frau das immer noch ermöglicht, quasi die Hemmschwelle niedrig setzt.
dazu, was du beschreibst eine Trancereise von mir: Buddha wurde erleuchtet und hätte als leuchtendes Wesen die Erde mit alle ihrem Leid und Verirrungen verlassen können. Er entschied sich dazu, zurückzukommen und auf der Erde zu bleiben, bis auch der letzte der Menschen Erleuchtung und Freiheit erreicht hat.
Echt, also!
Ich finde es schon bemerkenswert, wie hier die fetzen fliegen.Und baff bin ich, wie überheblich und abgehoben hier so mancher tonfall ist.Vor dem Dogma"ich hab recht"ist wohl keine gefeiht.
@ingrid:
lese nach wie vor gerne deinen blog, du sprichst mir in vielem aus der seele, mir ist allerdings auch das positive gegengewicht wichtig(z.B.das männer auch dazulernen), sonst krieg ich leicht einen frust:-)
Was die barbiepuppen und so betrifft, meine große erkenntnis der letzten zeit ist:"das darf sein"...ich bin halt ein schlichtes gemüt, was mich nicht davon abhält, die augen offen zu halten.
lg
Doris
ja puh, es geht ganz schön ab hier. an mir selber merke ich, dass ich mich alles aufwühlt, ich mich (zu leicht) angegegriffen und verletzt fühle, und dann auch ganz schöne spitzen austeilen kann.
hatte einige aha-erlebnisse die letzten tage deswegen. vor allem, was das angegriffen-fühlen und die verteidigungshaltung anbetrifft und das austeilen danach, da hab ich noch zu lernen.
mit dem recht haben - ich versuch halt klar zu machen, was ich meine, weil ich mich nicht richtig verstanden fühle. meine freundinnen, die hier mitlesen, verstehen was ich meine, weil sie mich kennen. obwohl sie nicht unbedingt meiner meinung sind, teilen sie nicht so aus. wir versuchen uns auszutauschen und nachzuvollziehen, wie jede an den punkt kam, an dem sie steht.
ist nicht immer leicht, wenn man von jemanden nur ein paar elektronische zeilen kennt...
obwohl das im moment echt mein thema ist, kritik, reaktion auf kritik, selbstwert, wehren, usw. habe in der richtigen welt auch derartige erlebnisse momentan. ich lerne also gerade, ich selbst zu sein, auch wenn ich niemandem gefalle, mich keiner lobt und toll dafür findet. gefährlich ist bei mir mich aus selbstschutz auch einer mehrheit anzuschließen. das will mir wohl das universum beibringen, dass das nicht mehr geht.
".. das geht mir zu weit, dass du mir vorschreiben willst, wie ich meine wohnung gestalte."
Das habe ich auch nicht. Es war eine Anregung, mal über das Vorhandensein der Barbie - das Symbol für Frauenverachtung und Kleinmädchendressur an sich, also DAS Smbol schlechthin für alles, über das sich hier soviele immer wieder aufregen - in Deinem Bewußtsein nachzudenken. Und über die Barbie-Energie, die damit weiterhin ausgesendet wird.
"...ich halt es nicht für esoterik schmus, dass unsere gedanken die welt erschaffen, das ist mir klar.
aber es geschieht auch kollektiv. ein einzelner kann da nicht ausbrechen."
Wenn das wirklich klar ist, dann weißt Du auch, daß es niemand Anderen gibt und damit auch kein Kollektiv, keine Gesellschaft etc.pp. Es ist ein Wunder.
Und NUR ein Einzelner kann ausbrechen bzw. sich hineinfallen lassen, die Widerstände wie zum Beispiel solche Vorstellungen von "geerdet sein" etc. pp. aufgeben.
Die ganzen Strukturen, Konzepte usw. lösen sich dann nach und nach von alleine auf.
Was ich vor allem erkenne, ist, daß viele Konzepte da sind, an denen festgehalten wird. So fehlt der Raum, an dem wirklich Neues entstehen kann.
Das ist Buddhas Geschichte, wieso Du es Deine Trance-Reise nennst, weiß ich nicht.
Er hat es sich gut und lange überlegt, ob er sich das antut und wirklich nochmal in die Welt zurückgeht, um seine Botschaft zu verkünden. Die ja dann auch gründlich mißverstanden wurde.
Was nur noch einmal zeigt, daß die Welt nicht der alleinige Ort ist, an dem das Selbst sich aufhält. Die Welt ist nur ein kleiner Teil darin, warum sich also weiter soviel Sorge um Erdung machen?
Stehe trotzdem auch heute mit beiden Beinen fest auf der Erde, geniesse die Erfahrung, im Körper zu sein und mit den Sinnen das Leben wahrzunehmen.
Jetzt verspreche ich, ruhig zu sein. Alles Liebe, das Zweigestirn
An Ingrid !
Wenn Dir "das System" nicht gefällt, DANN ÄNDERE ES !
ibsi
Ändern wir nicht alle das System, schon indem hier geschrieben wird?
Übrigens zu der immer gern genommenen Haltung: dir fehlt einfach die Erleuchtung!,
ist: Zuwendung - Bestätigung - Annahme -Aufmerksamkeit - Achtsamkeit - eine schöne Alternative
Wieso tritt eine als Duität auf, die immer ihre solitäres Selbst betont?
diesicheigentlichraushaltenwollteaber nachtagelangemlesennichtkann
über barbies hab ich mir viele gedanken gemacht, habe auch "let's kill barbie" gelesen und das symbol wieder entsymbolisiert, ich musste mich annähern, ich hab als mädchen sehr gerne damit gespielt, aber ein unterlegenheitsgefühl gegenüber blonden schlanken frauen mit stupsnase entwickelt, da musste ich durch. für mich bedeutet jetzt barbie etwas anderes.
ist interessant dein weltbild. bei dem dass kein anderer existiert und es kein nicht-ich, kein kollektiv nicht gibt, steig ich aus. das übersteigt meine vorstellungskraft. ich stelle mir ein quelle vor, und alles leben sind teile dieser quelle und kehren wieder zurück zur quelle. zwischendurch existiert die illusion des getrennt-seins. aber das alles nur ich ist? hm, kann ich mir nicht vorstellen.
Die Dualität oder Duität ist ebenso wie die Welt in dem Selbst enthalten.
Ebensogut könnte auch eine Trinität enthalten sein, es ist ja unbegrenzt - und nicht vorstellbar (weil das ja auch nur der Verstand tut). Eher wahrnehmbar. Und unveränderlich, immer da, überall und jederzeit. Auch der Verstand, aus dessen Logikabteilung die Frage ja wohl kam, ist nur ein Teil von alldem.
Ja, es ist wahr: Man kann vieles auch schön reden und ausschmücken. Es gehört leider nicht zu meinen Talenten und ich mach´s lieber kürzer und vielleicht auch aufrichtiger.
Die, die nur nochmal geantwortet hat, weil die immer wieder gleiche Frage ja wohl an ihre Adresse
gestellt war
Immer, wenn eine Frau auf ihrem Weg, den es ja nicht gibt Erkenntnisse hat und so etwas wie ein Wohlgefühl aufkommt - werden Fragen gestellt. Manchmal erinnern mich diese Fragen an die meiner Mutter, die mit einer diesen so gut gemeinten Fragen meine Begeisterung und meine Bewegung lähmen und zum Stillstand bringen konnte. Diese sachliche Fragerei brachte mich lange Zeit durcheinander und ich fühlte mich, wie ein angebundenes Pferd, das im Kreis rennt. Heute zählt für mich nicht so sehr, ob eine eine Barbie in ihrer Wohnung stehen hat, oder ob sie fähig ist ein Auto zu reparieren, sondern vielmehr ob sie über ihre Widersprüche lachen kann. Dann kann sie gerne meine Freundin sein - da mach ich dann die Tür weit auf. Diese genauen Vorstellungen darüber, wie eine Frau zu sein hat, ähneln für mich jenen des Patriarchats - dienen denen, die sie aufstellen als Bollwerk gegen ihre eigene Angst, nicht zu genügen. Da möchte ich lieber nicht mitspielen. LG
Meine Güte, kaum scheibt eine kritisch über Männer (und Frauen) und schon wird wieder versucht sie mit "Argumenten und Gegenargumenten" mundtot zu machen. Haben wir denn in jahrhunderte dauernder Abwertung durch patriarchale (Geschichts-) Schreibung nichts dazu gelernt?
herzlichst
silvia
Anscheinend nicht, denn gerade dieser letzte Kommentar ist etwa so alt wie die Zeitspanne, von der du schreibst und dient sicher nicht dazu, daß Frauen sich auch wirklich mal auseinandersetzen und nicht immer ab einem gewissen Punkt nur noch beleidigt dichtmachen.
Ich finde es im Gegenteil positiv und erstaunlich, soviele Kommentare hier zu finden, ohne, daß einfach beleidigt zugemacht wurde oder eine von den zahlreichen Harmoniesüchtigen auf Ruhe bestanden hat. Einige haben sich drübergestellt, andere sind nur genervt, und so gibt es eben viele Varianten.
Das Offenlassen des Raumes spricht für Ingrid, finde ich. Dankesehr dafür.
Adios, das Zweigestirn
Der letzte Kommentar von corriendo mundo spricht mir aus dem Herzen.
ibsi
mir nicht. Ich habe im Laufe meines Lebens herausgefunden, dass dieses System, egal wie wir es nennen wollen, dazu geführt hat, dass die negativen Auswirkungen größer sind als die positiven. Es wurde weiter oben gesagt, dass Ingrid das System verändern soll, wenn es ihr nicht passt. Mir passt es auch nicht. Aber ich kann das System nur verändern, wenn viele Mitmachen und das ist für mich der springende Punkt. Bei den meisten Kommentaren wird darauf geachtet die Unterschiede herauszuarbeiten anstatt die Gemeinsamkeiten. Das Trennende hat vorrang. Und da denke ich, dass wir diesem System auf den Leim gegangen sind, wenn wir da mitmachen. Denn auch wenn jede einzelne für sich vielleicht einen Weg gefunden hat, wie sie persönlich mit ihrem Leben zurechtkommt, so gibt es viele Menschen, aber eben auch die Tiere und die Umwelt, die das nicht einfach so können und die unter den Auswirkungen leiden. So wie es eben auch noch immer Mädchen und Frauen gibt die geschlagen und vergewaltigt werden.
Ich habe viele Jahre geglaubt, dass es wichtig ist die Einzelne aufzuklären, ihr zu helfen damit klar zu kommen. Heute bin ich der Ansicht, dass das so ein Fass ohne Boden ist, denn es wachsen immer wieder neue nach, solange sich an diesem System nicht grundlegend etwas ändert. Also bin ich dazu übergegangen gleichzeitig auch das System zu verändern, in dem ich akitv in die Politik eingestiegen bin.
Es gibt wohl nix verlogeneres als "Politiker"
Das mag sein, wobei ich mich diesem Pauschalurteil nicht anschließe, aber diese Menschen bestimmen über mein Leben und da will ich in Zukunft ein Wörtchen mitreden, auch wenn es erst einmal ein kleines ist.
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