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Heute mal medienlastig, mit zwei Videos. Das erste eine Dove-Kampagne in der sehr eindrucksvoll dargestellt wird, warum unser Schönheitsempfinden so gestört ist. Dove macht damit guten Umsatz, die erste Marke, die Beiersdorf (Nivea) in Deutschland ernsthaft Konkurrenz machen kann, dank dieser und ähnlicher Kampagnen. Frauen sind über diese Schiene gut ansprechbar. Wir sollten aber nicht vergessen, dass sich das Produkt nach wie vor nicht von anderen unterscheidet. Aber gut, das Gefühl, so wie frau ist ernst genommen zu werden ist auch schon was.
Das zweite Video, schon ein Klassiker, aber immer wieder lustig. Oder auch nicht. Edmund Stoiber erklärt die Vorzüge des Transrapids zwischen München Hbf und Flughafen. Der Transrapid hat Milliarden an Steuergeldern verschlungen. Wie kommen solche Männer in solche Postionen? Na gut, nicht zuviel nachdenken. Einfach lachen.
Mein Transrapitfoto, vergangene Woche am Flughafen München.

Anderer Irrsinn. Oder ist das schön? Der ordentlichste Waldweg Bayerns. Habe vor 2 Jahren schon von dem Projekt Geiersberg berichtet. Nun ist es fertig.

Aber trotz allem gibt es noch schöne Ecken am Geiersberg (Gaias Berg).



dove stoiber video youtube transrapid geiersberg



15 Kommentare:
Wahnsinn!
Stoiber wie immer ein grausig. Ja, wie kommen solche Menschen - Männer und Frauen - auf solche Posten?
Dove. Danke. Wieder einmal mehr hilft mir sowas (sehen wie betrogen und geschummelt wird) die Realitäten zu sehen und es nimmt mir das Gefühl, daß ich nicht schön genug bin für diese Gesellschaft. Aber was ist "diese Gesellschaft". Mein Spiegel lügt nicht und an guten Tag finde ich mich ganz in Ordnung. Und das reicht mir.
Grüße
Jutta
Das "und Frauen" muss halt immer sein. Bis jetzt war noch keine Frau Bayrische Ministerpräsidentin. Meiner Erfahrung nach muss sich eine Frau doppelt bis dreifach anstrengen, um in eine höhere Position zu kommen, also kommt es äußerst selten vor, dass eine schlecht qualifizierte Frau an so einen Posten kommt.
.. nix für ungut...
Ich glaub die Angst, sich gegen Männer zu stellen und möglicherweise ihre Gunst und ihren Schutz zu verlieren sitzt tief.
Aber kein Problem, glaubt mir, auch wenn wir sie nicht immer reflexartig verteidigen, macht das wenig Unterschied. Es könnte sogar sein, dass sie uns mehr respektieren.
Ihr seid aber auch tief katholisch da unten. Ich glaube, dass in evangelischen Gegenden schon manches ganz anders aussieht.
Und das können kleinste Zellen sein.
Aber das ist auch wieder nur meine Brille.
Das hat scho was auf sich mit der Kirche. Meine Oma hat immer CSU gewählt, wegen dem "C", weil sie so katholisch ist. Das ist natürlich ein absolut unverdienter Bonus für eine Partei und sollte zur Trennung von Staat und Kirche verboten werden.
In Bayern dreht sich in der Durchschnittsfamilie, vor allem auf dem Lande vieles um die Kirche. Aber wo es hart zu geht, gibt es auch immer die entsprechende Gegenbewegung.
Um den Chiemsee rum tummeln sich SchamanInnen und ErdheilerInnen aller Art (z.B. www.alpenschamanismus.de) und gerade hier im Bayrischen Wald sind die freien Frauen sehr stark vertreten. Hier lebt z.B. auch Heide Göttner Abendroth. Um Frauen zu treffen und hier Urlaub zu machen empfehle ich wärmstens das Hirsehaus: www.hirsehaus.de
Kirche ist immer da stark, wo sonst nix ist. Und in den Bergregionen ist ja wohl abseits der Touripfade nicht viel.
Wobei, im sehr evangelischen Norden ist mir aufgefallen, dass die fehlende Dauerbespaßung - die wir hier im Rheinland bis zum Überdruss haben! - dort dazu führt, dass die Leute politisch viel aktiver und offenbar auch selbstbestimmter sind, ähnlich wie wiederum die Schweizer, auch ein Bergvolk, hm.
Neulich kam mir der Gedanke, dass die Kirche im Süden so stark ist, weil sie so schlau war, das Heidentum gewissermaßen zu assimilieren.
In einer Gegend, in der es wenig anderes als Brauchtum gibt - sage ich jetzt mal aus meinen niederrheinischen Vorurteilen heraus ;) - ein ziemlich kluger Schachzug, denn die Verwurzelung in diesen Traditionen ist offenbar dort sehr viel stärker als anderswo.
Übrigens spiele ich schon länger mit dem Gedanken, meinen alljährlichen Solourlaub mal in Bayern, möglicherweise im Hirsehaus, zu verbringen.
Bayern ist etwas, das ich noch nicht am eigenen Leib gefühlt habe.
:D
Ich sage auch "und Frauen", und zwar bewußt und nicht um unbewußt bei den Männern anerkannt zu werden. Ich arbeite in der Zentrale eines großen Konzerns, bin also ziemlich nah an den Mächtigen 'dran und kann nur sagen: Auch die Frauen dort oben sind schrecklich - nämlich macht- und geldgeil, deswegen verlogen, unmenschlich, egozentrisch .... Ganz sicher ist es schwieriger für eine Frau dort oben anzukommen aber es sind auch dort nicht die besten. Ich frage mich immer was das Geschrei soll, daß wir Frauen an die Macht sollen, um zu beeinflussen etc. . Ich will da nicht hin, wo die reichen Mächtigen sind. Dazu bin ich zu dicht 'dran. Für mich sind alle, zumindest die ich von denen kenne psychisch und seelisch krank. Ja, ich glaube du must seelisch krank sein, um dort "oben" (über)leben zu können. Wie gesagt, daß ist meine eigene aber immerhin reale Erfahrung und ganz sicher gäbe es bei vielen Managerinnen ein Geschreib, daß sie ganz anders sind, wenn sie in solchen web-seiten lesen würden. Ich halte das beeinflussen der Welt eher so wir Luisa: Lege mir Algen aufs Gesicht und kommuniziere mit dem Universum. Klingt vielleicht spaßig ist aber ernst gemeint. Ich glaube, auch als Ostfrau, mit meiner "revolutiönären" Vergangenheit nicht mehr an die Wirkung von Revolutionen. Ich habe auch hier wieder die ganz reale Erfahrung gemacht, daß ich wirkliche Veränderung in meiner Umgebung nur durch eigene Veränderung und überhaupt nicht durch Kämpfen oder in Machtpositionen erreicht habe. Grüße euch alle herzlich. Silvia
nojo, des war wieder so eine spontanreaktion von mir, das mit den "und Frauen". Ich sehe mein Ziel auch nicht in der Gleichberechtigung, sondern darin, es ganz anderes zu machen.
Obwohl es wichtig ist, das jedEr die Möglichkeit hat, das zu machen, was sie/er will, beruflich und auch sonst im ganzen Lebensentwurf.
Aber im Grunde ist ja das ganze patriarchale System krank und marode. Da hilfst nix, wenn Frauen so können/dürfen wie Männer.
Fehlende Dauerbespaßung im Rheinland? Was ist denn das? Eine dauerspaßgestresste Bewohnerin einer rheinischen Millionenstadt mit Ganzjahreskarneval und Eventzwang
Nee, im Gegenteil. Zuviel Dauerbespaßung in unser beider Breiten, Anuja. Und daß diese im Norden fehlt, bewirkt dort interessante Dinge. Finde ich.
Mich hat ein Satz von Alice Schwarzer bewegt: Frauen sollten nicht immer vom Aussteigen träumen, sondern endlich EINSTEIGEN!!! (Frei zitiert; auf einem Vortrag vor Jahren gehört) Ich finde, dass es so leicht ist zu kritisieren. Endlich einsteigen und es besser machen... Wäre doch schön. Machen wir es uns nicht zu einfach das "patriachale System" zu verurteilen, von dem die meisten von uns ganz gut leben? Eine ganz ketzerische Frage von einer bisher stillen Mitleserin
Hallo,
schöner Spruch!
Einsteigen macht Spaß! Aber Aussteigen finde ich zwischendurch auch gut und erholsam. Dann steige ich aber lebenslustig wieder in die nächste Straßenbahn (symbolisch), manchmal ist es auch ein Flugzeug!
Herzliche Grüße,
Ulrike
Ich sehe z.B. Blogs schreiben oder Rituale machen durchaus als "einsteigen". Meiner Meinung nach haben solche Dinge ihre ganz eigene Macht.
Klar ist es nicht der Weisheit letzter Schluss, mein Geld total patriarchal und karrieregeil zu verdienen. Ich denke aber das brauch ich, um mir zu beweisen, dass ich es auch kann, wie ein Mann. Für mich ist es noch zu früh um auszusteigen.
Ist in etwa so wie mit ganz reichen Leuten, die letztendlich das einfach Leben wieder entdecken.
Aber auch Frauen wie Angelika Aliti, die tatsächlich patriarchatsfrei Zonen geschaffen haben, mussten erstmal Grundkapital im "normalen" Leben verdienen.
Jede hat da auch ihren eigenen Weg. Manche engagieren sich politisch, manche demonstrieren beim G8-Gipfel. Andere halten das alles für nicht materiarchal und schaffen sich Inseln, in denen sie sich selbst versorgen. Andere wieder machen Rituale um durch Bewegung in der unsichtbaren Welt die sichtbare zu ändern.
Also ich denke, nahezu alle meiner Leserinnen und ich sind schon eingestiegen auf irgendeine Art und Weise.
ein kleines filmchen zum dove-film "evolution" - nämlich das filmchen "revolution" - http://www.youtube.com/watch?v=oD5Hadlhr1M
viel spaß.
lucia
der spruch am schluss: who defines you and why do you listen? ist wirklich klasse...
Ich stelle zur Zeit bei ganz vielen Frauen fest, dass es schwer ist, in Kontakt zu kommen, mit der Umgebung, mit der Natur. Die Tore zur Anderswelt scheinen verschlossen(er?) zu sein, ich brauche mehr konzentrierte Energie, wenn ich die Welten wechseln will, und dann ist es "irgendwie" anders. Ich weiß nicht, woran das liegt - ich habe nur festgestellt, dass es nicht individuell ist, sondern eine Art "Zeitqualität" zu sein scheint.
Oder?
Liebe Grüße aus Norddeutschland
Sabien
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