alle sinne

Habe die letzten Tage mit Frauen verbracht, bin in Frauenenergie gewandelt, und es fühlt sich immer besser an. C.M. danke für den Tipp wegen Strömen, dass machen auch Freundinnen von mir, ich habe es selbst aber noch nicht ausprobiert, anscheindend sollte ich.

Heute war ich mit Ilona im "Deggendorfer Markt der Sinne". Besonders lustig war ein Stand mit zwei Frauen, die Marmelde, Sirup und Likör verkauft haben, alles selbst gemacht mit Früchten aus dem eigenen Garten. Und so lustig und lebhaft waren die! Die ganze Atmosphäre war zauberhaft.

Wir aßen Eis, Rosenblütesahne und Schokolade. Es gibt so viele schöne Sachen und so kreative Menschen.

Donnerstag und Freitag waren Rosmarie, Christine, Gabi und ich bei Angelika. Wir waren in einem kleinen See baden, das war schön. Auch das Reden, Essen, Lachen. Vielleicht sollte ich doch eine Frauenwohngemeinschaft in Erwägung ziehen. Eine Wohngemeinschaft mit Rückzugsmöglichkeit. Mit Garten. Mit Holunder. Und Hasel. Und Kirschbäumen. Und Salbei. Und so weiter.

Es war alles so verzaubert, sanft und doch kraftvoll. Gestern war ich mit Kollegin und ehemaligen Kolleginnen Essen. Viel Gelächter und Erstaunen über Parallelen bezüglich männlicher Vorgesetzter und Kollegen. Dazu kein Kommentar, das kennt ihr ja selber.

Jedenfalls gibt es bei uns nicht diese "Stutenbissigkeit", ein doofer Ausdruck, sowieso. Wir sind ganz dicke und verstehen uns prima, natürlich obwohl oder weil wir auch sehr verschieden sind.

Eine Politikerin von den Grünen schlug vor, Frauenlöhne geringer zu besteuern. Klasse. Find ich mal eine richtig gute Idee. Laut Fernsehen sind da auch Frauen dagegen (eine einzige wurde auf der Straße interviewt), ich nicht. Ich bin dafür.

Nachher gehe ich wieder auf meinen Lieblingshügel und sehe zu, wie die Sonne unter geht. Ein schöner Abschluss von diesem langen Wochenende. In Bayern war ja Donnerstag Feiertag, und den Freitag hatte ich mir frei genommen.

frauen energie markt sinne kreativ marmelade



10 Kommentare:
Die Sinnlichkeit kommt gut 'rüber auf den Bildern!
Ich steh' schon ziemlich lange nicht mehr im Berufsleben, vielleicht wird das nochmal 'was, wenn die Familienarbeit weniger wird. Mein Status als versorgte Frau eröffnet mir die Möglichkeit, mich druckfrei zu orientieren.
Das Hühnerhofgebaren vieler Frauen habe ich immer als sehr anstrengend empfunden. Heute könnte ich sicher besser damit umgehen.
Aber das mit der niedrigeren Besteuerung von Frauenlöhnen löst bei mir Unbehagen aus.
Mit welcher Rechtfertigung sollen Frauen denn dadurch begünstigt werden, eine Extrawurst kriegen?
1. Frauen bekommen für die gleiche Arbeit grundsätzlich weniger Lohn. Das kann mit einer niedrigeren Besteuerung wieder ausgeglichen werden.
2. Frauen sind oft jahrelang wegen der Kinder zu Hause. Im selben Zeitraum machen Männer Karriere und kommen so zu wesentlich besseren Positionen und höheren Löhnen. Auch dafür ist es ein Ausgleich.
3. Frauen leisten in ihrer "Freizeit" kostenlose Familienarbeit.
... usw. da gibts bestimmt noch mehr.
Ich persönlich finde es z.B. sehr ungerecht, dass verheiratete wesentlich weniger Steuern zahlen müssen als ich. Ich hab mit 40 beruflich von vorne angefangen, da ich Hausfrau und Mutter war, teilweise auch allein erziehende Sozialhilfeempfängerin. Und ich werde besteuert wie ein junger Kerl , der zuhause bei Muttern wohnt? Und ein Mann, der sich um Karriere kümmern kann und zuhause eine Frau hat, die ihm den Rücken frei hält. Der Steuervorteil beträgt bei meinem Brutto immerhin ca. 300 Euro monatlich netto. Ohne Kinder wohlgemerkt. DAS ist ungerecht!!!
Unser Steuersystem stimmt hinten und vorne nicht, da gebe ich dir Recht.
Aber die Benachteiligungen und Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen im Beruf über die Steuer ausgleichen??
Hieße das nicht, das Ungleichgewicht - das ja woanders stattfindet als bei der Besteuerung - zu finanzieren, zu kultivieren?
Sprich: Frauen per Geld ruhig zu stellen?
Ich meine, du sprichst über Männer, männliche Vorgesetzte und Hühnerhofgebaren - ich weiß genau,w as du meinst! - du kannst doch nicht wollen, dass das mit Geld glattgestellt wird??!
genau 276 euro mehr. ich hab nachgeschaut. und steuervorteile beim lohnsteuerjahresausgleich gibt es dann auch noch.
das ist für mich die begünstigung einer bestimmten lebensart und die förderung von hausfrauenhaltung.
mit kindern hat das nichts zu tun.
meine kollegin hat 3 kinder, ist nicht verheiratet und bekommt nur 50 euro mehr im monat als ich.
also wenn das nicht ungerecht ist, dann weiß ich nicht...
und das mit den hühnerhofgebaren: ich hab geschrieben, dass das bei uns nicht so ist. wir sind solidarisch.
aber was sagst du zu der bevorzugung von verheirateten männern mit hausfrau??
und wenn wir "mehr" geld bekommen, bedeutet das noch lange nicht, dass ruhe ist. das wär halt mal ein kleiner ausgleich der gerechtigkeit, aber kein grund, die hände in den schoß zu legen und alles zu lassen wie es ist. mit einer günstigen besteuerung unterschreibe ich ja keine schweigegelübte.
ich weiß aber was du meinst, der bessere weg wäre eine gesetzliche bestimmung, dass frauen den gleichen lohn bekommen MÜSSEN. dann bleibt aber immer noch das problem mit der lücke, in der frauen beruflich nicht weitergekommen sind.
ich glaub, dass da auch nur eine diskussion angeregt wird, seit wann werden denn vorschläge von grünen politikerinnen in die tat umgesetzt?
ich würde es persönlich wirklich begrüßen, nicht mehr länger 47,5% meines Lohnes abgeben zu müssen, nur weil ich mir keine Hausfrau halte.
Hausfrauenhaltung, räusper. Ja, es ist ungerecht. Meine Bedenken richteteten sich ja auch gegen den Ausgleich aus der falschen Ecke. Es geht um's Prinzip. Und ich hatte das auch nicht so verstanden, dass DU den Hühnerhof lebst. Aber du kennst ihn und weißt, was ich meine. Durchaus selbstkritisch möchte ich anmerken, dass es mir finanziell als "gehaltener Hausfrau" ziemlich gut geht und ich keinerlei Drang verspüre, auf irgendwelche Barrikaden zu steigen. Ich geb' Ruhe, weil Geld da ist! Doch! Trotz leiser Skrupel, dass das alles so nicht richtig ist, irgendwie. :/
ja klar wärs einerseits ein trostpflaster und würde die wahren missstände nicht ändern.
andererseits ist die ungerechtigkeit in der besteuerung auch ein teil der missstände.
war auch jahrelang gut versorgt. aber alles hat seinen preis. ich empfand es golden, aber käfig. denke aber dass eine da nicht für andere auf die barrikaden gehen braucht, die erste frage ist doch eine persönliche, will ich es geniesen wie es ist oder ist mir unabhängikeit wichtiger. das ist eine ganz persönliche entscheidung. ich war halt immer so gestrickt und fühlte mich zwar sicher aber eingesperrt. andere frauen kommen gut klar, weil es ja auch ein geben und nehmen in der beziehung ist.
zum hühnerhof: kenn ich so nicht, wie es das klischee will. eine hackordnung kenn ich wohl, aber die ist geschlechterübergreifend. gockel vom misthaufen schubsen und so.
Ich auch zum Stichwort "Hühnerhof": Ich finde es so schade, wie viele Frauen sich selbst und andere in dieser Weise als Hühner degradieren und scheinbar noch nicht die Kraft und Schönheit einer Ansammlung (losgehend ab 2 Personen) von weiblichen Wesen gespürt haben im Leben. Eine andere Kraft als bloß körperliche und eine andere Schönheit als bloß äußerliche, klar. Frauen haben so viel auf einmal: Schönheit, Erotik, Mütterliches, Geborgenheit, Kraft, Kampfeslust, Unerschrockenheit, Zugang zu anderen Ebenen der Existenz und so weiter. Es würde mich freuen, wenn diese Mär vom "Hühnerhof" mal vor den zahlreichen wohltuenden Qualitäten in den Hintergrund gelangen täte.
By the way: Ich habe in meinem Leben viele Männer erlebt, die benehmen sich schlimmer, als man es dem schlimmsten "Waschweib" angedichtet hat, reinste Mimosen. Sie verstehen es allerdings, diese Qualitäten, die sie selbst haben, den Frauen ins Gesicht zu schleudern und so scheinbar weit von sich weg.
Anuja
Jetzt komme ich ins Grübeln. Als ich Anfang der neunziger Jahre meine Ausbildung zur Bankkauffrau in der Sparkasse begann, waren dort die Frauen in der Überzahl. Meine erste Geschäftsstelle bestand aus vier Frauen und vier Männern.
Stellt euch mich als eine Art Dornröschen vor, das frisch aus überbehütetem Elternhaus und weltfremdem Mädchengymnasium in die Realität des Berufslebens purzelt. :)
Die männlichen Kollegen erinnere ich als unkompliziert, ungefährlich. Denke ich an die Frauen zurück, gehen bei mir noch immer alle Warnlampen an. Jeder Tag mit ihnen war ein Alptraum, und der hatte System.
Vielleicht hat mich das traumatisiert? Jedenfalls in meinem ganzen späteren Berufsleben - als Zeitarbeiterin habe ich eine Menge kennengelernt - ging ich wohl auch sehr voreingenommen an frauendominierte Arbeitsräume heran.
Hm. Es hat tatsächlich lange gedauert, bis ich entdeckte, wie wunderbar Frauen sein können. Wie wertvoll es ist, wie sinnlich wie SCHÖN, mit ihnen zusammenzusein.
Trotzdem gibt es den Hühnerhof hie und da - aber doch, stimmt! - mancher hat genauso viele Hähne wie Hennen... :D
Kommentar veröffentlichen
<< Startseite