Freitag, November 30, 2007

wo bin ich



Letztes Wochenende war ich in Malle. Ich hab erst richtig gemerkt, wie schön ich es die 3 Monate hatte. Ich liebe das Nachtleben dort, die Bars, die CLubs, die Nacht durchtanzen. Es war einfach toll. Eine ganz andere Seite von mir, die ich hier nicht lebe. Es passt einfach nicht.



Fühle mich sonst wie bei einem ständigen Neuanfang. Ich wandle, es wandelt, ich hab immer diesen Zustand, alles verändern zu wollen, und bin dabei nicht im Stande den Status Quo schlüssig zu bestimmen.



Wer bin ich überhaupt? Wie bin ich? Was brauche ich wirklich? Wo will ich hin? Was hab ich tatsächlich zur Verfügung?



Das sind lustige Fragen. Ich merke ja zum Beispiel, wenn ich in einem anderen Land bin, dass da Teile von mir zur Geltung kommen, von denen ich gar nichts weiß, die ich hier nicht lebe. Und es geht auch wirklich nicht, weil es einfach nicht passt, die Atmosphäre ist nicht entsprechend. Wenn ich hier abends weg gehen will, krieg ich einfach nur einen Vogel.



In Cornwall fühle ich mich so sanft und leicht, das ist hier einfach nicht. Die ganze Woche in der Arbeit sein. Abends weiter arbeiten. Irgendwas. Kochen. Am Rechner sitzen. Fotos in flickr reinstellen. Schauen, was die anderen so machen. Mit Freundinnen telefonieren. Meine Ausstellung planen, durchführen. Flyer machen, in den Weltladen bringen. Tee kochen, Plätzchen essen. Abgefahrene Plätzchenrezepte suchen. Mit Maracuja Buttercreme Füllung... Ich plane zu Backen. Mal sehen.



3 Kommentare:

Am/um 8:51 PM , Anonymous irgendwas_is_immer meinte...

Hi Ingrid!

Ich musste gerade schmunzeln.... "ich plane zu backen". Ich plane jedes Jahr zu backen, aber bisher hat noch kein Plätzchen das Licht der Welt erblickt.

Wenn ich in fremden Ländern unterwegs bin, dann ist meine Intuition anders.... oder ausgeprägter? Eine bewegende Energie erfaßt mich und ich bin oft über mich selbst erstaunt.

1997 zwei Wochen La Palma (kanarische Inseln). Wow, was für eine Energie die Insel hat und wie sie auf mich wirkte. Alpträume - so arg - die ersten Tage und dann tiefer, erholsamer Schlaf. Obwohl ich Angsthäsin in einer Grotte in einer Felswand schlief. Allein!

Wer ich bin? Ich BIN.

Liebe Grüße
Jutta

 
Am/um 5:36 PM , Anonymous Anonym meinte...

Liebe Ingrid

Das finde ich nun spannend Du bringst wieder einmal ein Thema welches mich zur Zeit auch wieder vermehrt auf Trab hält. Oftmals frage ich mich "Was mache ich hier in dieser Stadt" (ich wohne in Zürich). Irgendwie habe ich immer wieder den Eindruck, dass es mir hier zu eng ist.
Seit einer Woche bin ich wieder so Ausgehfreudig, dass ich am liebsten Nächtelang in Bars hocke und dort auch abtanze. Dann aber am morgen sollte ich zur Arbeit...Was ist das bloss für ein unruhiges Fieber. Nun war ich Monatelang brav und glücklich ganz alleine für mich zuhause und nun bin ich genau gegenteilig unterwegs..Seltsam und erstuanlich.

 
Am/um 8:43 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

bei mir hat auch noch kein plätzchen das licht der welt erblickt *grins*, aber ich hab sooo tolle rezepte...

... ich mache auch sachen im moment, die ich schon lange nicht mehr gemacht haben.. ganz komisch.

 

Kommentar veröffentlichen

<< Startseite