Montag, Januar 29, 2007

frage

Luisa hat in ihrem Tagebuch (28.1.2007) Mann-Frau gegenübergestellt, wie im Fernsehen gesehen. Zufällig hab ich gleichzeitig in einem Zeitschriftenladen am Bahnhof ähnliche Eindrücke gesammelt. Die Zeitschriften lagen so nebeneinander, da ist nichts gestellt. Dazu dann noch die Bestseller für Frauen. Mir san doch damisch, oder? (Auf Hochdeutsch: Wieso nehmen wir das alles für selbstverständlich ohne mit der Wimper zu zucken?)









Samstag, Januar 27, 2007

chromosom



Komme mir selbst wieder näher. Oder kann man sich garnicht von sich selbst entfernen? Alles wird ruhiger, ich mache Yoga, habe Lust auf Obst, rohes Gemüse und Vollkornbrot und einfach Spaß am Sein.



Mein Lieblingsessen momentan: Banane zerdrücken, mit Frischkäse, einer ausgepressten Blutorange, Petersilie, Cayennepfeffer, Salz und Kokosflocken mischen. Chiccoree kleinschneiden und alles mischen. Leckerst.



Die meisten Fotos diesmal wieder von meiner Wohnung. Draußen fotografiert es sich so schlecht. Es ist einfach alles weiß.



Diese Woche sind mir einige Themen eingefallen, über die ich schreiben könnte. Das einzige, das mir jetzt noch einfällt ist Gender Mainstreaming. Definition: hier klicken. Das geht mir schon länger durch den Kopf. Kernsatz: Männer und Frauen agieren in erlernten Geschlechterrollen, die gesellschaftlich und sozial bedingt sind. Ich frage mich, wie weit das rein, oder runter geht.



Sind Männer und Frauen nur durch ihr biologisches Geschlecht unterscheidbar, und, nähme man alles erlernte weg, eigentlich völlig gleich? Ich glaube nicht dass das so ist. Andererseits darf auch niemand einen Nachteil haben, der (man sieht's ja schon an der Sprache...) anders Leben will als der repräsentative Durchschnitt des eigenen Geschlechts. Ein Mann z.B., der absolutes Interesse an Blumen, Farben, Dekoration, möglichst noch in pink, hat, sollte das ohne Schwierigkeiten ausleben können. Oder er muss den Mut haben, das durchzuziehen, trotz dem er "aus der Rolle fällt".



Bei mir ist es ja so, dass ich eine gewisse Neigung zu technischen Dingen habe. In der Kindheit wurde das nicht gerade gefördert. Ich wollte eine Modelleisenbahn, bekam ich nicht. Meine Cousins bekamen auch jedes Weihnachten Chemiebaukästen, bei mir war garnicht dran zu denken. Ich spielte auch gern mit Puppen. Sammle heute noch Barbiepuppen, weil ich die als Kind so mochte (ja, ja ich hab mich mit der ganzen Barbie-Geschichte feministisch auseinandergesetzt, das kleine Mädchen in mir will sie haben, ende). Das eine schließt ja das andere nicht aus.



Ich konnte schon immer Videorecorder programmieren, Stereoanlagen bedienen oder Boxen anschließen. Andererseits kann und will ich nicht Auto fahren, und habe eine Abneigung gegen große Maschinen, wie Bagger oder ähnliches. Ich hab auch noch nie eine Bohrmaschine in die Hand genommen, weil ich nicht alles selber machen muss. Ich bin aber sicher, wenn ich will kann ich. Da kommt man mit den Klischee männlich/weiblich einfach ganz schön in Schleudern.



Zu meinem großen Glück wurde in den 90er Jahren das Internet erfunden und Computer ein Haushaltsgegenstand. Genau das Richtige für mich. Feinste Elektronik und man kann damit wunderhübsche Sachen erzeugen. Jedesmal, wenn ich in einer Elekronikabteilung Sachen anschaue, bin ich zwischen lauter Männern. Der Witz ist ja, dass sich erfahrungsgemäß die meisten Männer nicht wirklich mit Elektronik auskennen, sie tun aber so und machen Gedöns. Sie sollten es müssen, weil sie Männer sind, der Welt und anderen Männern gegenüber, ich weiß es nicht.



Keine Ahnung, was mit dem Gender Mainstreaming raus kommt. Ich meine einfach, das ist alles so persönlich, was ein Mensch kann, oder für war er sich interessiert. Wenn individuelle Interessen und Neigungen gefördert werden, egal welches Geschlecht jemand hat, ist das sicher ok, und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber nicht wieder einfach alles umdrehen. Da kommt nur Blödsinn bei raus. Es gibt einfach Frauen, die haben nichts übrig für Elektronik (aber dafür vielleicht für schnelle Autos?). Auch wenn sie in der Richtung von Geburt an gefördert worden wären. Auf die Art hätten wir ein ausgeglichenes Verhältnis in der Elekronikabteilung, aber auch ein ausgeglichenes Verhältnis bei den Nicht-Checkern.



Der Vorteil der Ausprägung einer nicht-geschlechtsspezifischen Neigung ist ja der, man weiß sicher, die ist nicht gesellschaftlich erlernt, die kommt aus einem selbst. Oder ist es nur wieder die gegenteilige Form von Anpassung, nach dem Motto, was die Jungs können, kann ich schon lange?



Ich denke schon, dass Männer und Frauen eine unterschiedliche Grund-Matrix haben. Es gibt ja nicht umsonst das xy und das xx Chromosom. Wobei ich mal gelesen habe, dass das zweite x garnicht aktiviert ist. Das hättet ihr wohl gerne!! (Gruß an links und rechts)



Freitag, Januar 19, 2007

kommerz



Interessante Diskussion, deswegen bleib ich noch beim Thema. Übrigens, wer von euch das noch nicht macht, lest auch die comments, das ist der Link unten am Schluss eines jeden Artikels, da wirds erst richtig spannend!



Allgemeines Thema Zeitschriften. Wegen den Comments über die Mädchen und das, was sie so lesen und welche Zeitschriften es gibt. Ich hab dann auch ein bissel recheriert, und wirklich auch nur ich-und-mein-Pferd und ich-und-meine-Schminke und ich-und-die-Jungs gefunden. Finde aber nicht, dass es so ist, dass die Mädchen was anderes nicht lesen möchten. Die Zeitschriften, die es gibt, haben ein Ziel: Marketing und Verkauf. Für den großen Raibach ist ja nicht allzu kritisches und selbstständiges Denken erwünscht. Und für eine Zeitschrift ist wiederum das Überleben schwer ohne Anzeigenkunden. Wenn ich an meine eigene Jugend denke, hab ich viel gesucht nach Leitbildern, nach Orientierungsmöglichkeiten. Unsere Töchter und Enkelinnen einfach diesen Kommerzblättern zu überlassen und denken, das wird schon, find ich nicht so gut. Da es ja heutzutage auch Internet gibt, hoffe ich mal, die Mädchen suchen und finden da bessere Infos. Für die älteren unter uns kenne ich die Zeitschrift "ab 40". Die ist anders, auch anders als Emma.



Diese Woche war bei mir sowieso politische Woche. Meine langjährige Freundin lebt in einer "politischen" WG in Ravensburg. Die Gruppe nennt sich Rhizom. Habe selbst wohl auch eine Ader für sowas, und gemerkt, dass es mir irgenwie gefallen würde. Signifikant war, was ich in der dortigen Bibliothek über den "spirituellen Ökofeminismus" gelesen habe. Aus der Sicht der Linken ist es "rechts" zu denken, Frauen seien die besseren Menschen und würden automatisch eine bessere Welt erschaffen. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Dazu sage ich jetzt mal nur, dass jede in sich geschlossene Gruppe dazu neigt, in einen gewissen Dogmatismus zu verfallen. Deswegen fällt mir eine eindeutige Zugehörigkeit immer schwer, obwohl die Sehnsucht da ist.



Das Maskenbauen bei Christine war auch toll. Bei mir entstand eine Art klingonische Kriegerin, interessant. Sie ist ein Mischung aus Außerirdischer und Meereswesen, das wird erst deutlich werden, wenn ich sie bemale. Die Farben werden kretisch, ähnlich wie im Palast von Knossos.



Freitag, Januar 12, 2007

emma



Emma hat 30. Geburtstag. Durch diese Zeitschrift, die ich Anfang der 90er Jahre eine Zeit lang abonniert hatte, habe ich zum ersten Mal richtig von Frauen gehört, die Politikerinnen, Forscherinnen, Künsterinnen, Geschäftsfrauen usw. sind. Also erfolgreiche Frauen, die etwas leisten und bewegen. In der traditionellen Medienwelt tauchen Frauen als Schönheiten, als Schmuck der Männer auf, oder wenn erfolgreich und nicht "schön" im üblichen Sinne, dann ehr beleidigend, siehe Angela Merkel.



Ich lernte auch, dass Frauen eine Geschichte haben. Eine Geschichte, die uns verschwiegen wird. Ich hatte lange den Eindruck, wir müssten es erst allen beweisen, dass wir alles so gut können wie die Männer. Ich lernte, dass es schon längst in der Vergangenheit Frauen gab, die das lebten. Und diese Frauen stehen nicht in unseren Schulbüchern. Mein Selbstbewusstsein blühte auf einmal ganz anders auf.

Später vertiefte ich das alles noch spirtuell oder anders gesagt, ich verband meine Spriritualität mit dem Ur-Weiblichen. Seitdem stehe ich ganz anders im Leben.



Was ist nach 30 Jahren Emma, nach mehreren Jahrzehnten Emanzipation? Brauchen wir noch Emanzipation, oder ist es schon geschafft? Um die Wahrheit zu sehen, schaut mal ein paar Stunden Boulevard-Magazine im Fernsehen an. Heute war ein Beitrag, in dem Jungs Mädchen daten konnten. Aussage des Jungen: "Sie sollte so aussehen wie Pamela Anderson, mit den geilen Titten. Pamela ist die Mutter aller Geräte." Und das ist ok, das wird nicht kritisiert. Diesem Kerl wird auch noch ein nettes Mädchen "präsentiert". Nächstes Magazin, Zitat eines 18jährigen über seine 16jährige Freundin: "Meine Freundin soll schon alle Freiheiten und ihr eigenes Leben haben, aber in einem bestimmten Rahmen, mit bestimmten Grenzen." Dem brauch ich nichts mehr hinzufügen, das spricht für sich.

Bin jetzt mal 5 Tage nicht online, mache bei Christine am Wochenende einen Masken-Workshop und von Montag bis Mittwoch fahre ich zu meiner Freundin Vera. Bringe bestimmt viele Fotos mit!!



Mittwoch, Januar 10, 2007

zimmer

Diesmal ein kleiner Streifzug durch meine Wohnung, damit ihr seht, wo mein Blog entsteht.






















Samstag, Januar 06, 2007

dauerhafter wohlstand



Habe einen zweiten Blog angefangen www.astrologie-blog.de , das wird nicht wie ein Tagebuch, sondern ehr eine langsam wachsende Sammlung von Texten zur Astrologie, auch zum Lernen und Diskutieren geeignet. Mit der Zeit werde ich Postings über sämtliche Sternzeichen, Planeten und Häuser machen. Auch allgemeines über die Sichtweisen der Astrologie, die ja sehr unterschiedlich sind. Es gibt dort eine Menüstruktur, damit ihr die Themen leichter findet, auch wenn die Artikel schon älter sind. Würde mich freuen, wenn ihr alle ab und zu mal reinschaut, der Link dazu ist dann immer in der rechten Spalte oben.



Beschäftige mich gerade mal wieder mit dem Thema Glaubenssätzen. Bin irgendwie gerade in so einer Übergangsphase. Die Art, wie ich arbeite und wie dafür bezahlt werde hat sich in letzter Zeit grundlegend gewandelt und es ist irgendwie komisch, mich daran zu gewöhnen.

Früher ist es immer so gewesen, wenn ich mal ein wenig weiter kam, brach nach einiger Zeit alles wieder über mir zusammen. Zwei mal schon war ich Sozialhilfeempfängerin. Ich denke darüber nach, wie diese Situationen entstanden sind und wie wichtig mir Geld und Arbeit sind.



Ich kenne von Kindheit an dieses Hadern mit Knappheit, das Sparen und Verzichten müssen. Irgendwie spüre ich, dass es Menschen gibt, die mit Geld ganz anders umgehen können. In unserer Familie war es immer verknüpft, schwer arbeiten zu müssen um Geld zu verdienen. Arbeit machte keinen Spaß, war schwer zu bekommen, wurde schlecht bezahlt. Vermögen hatten nur andere. Die wurden bewundert, als etwas, dass wir nie erreichen würden.



Wenn Geld da war, gab es zwei Möglichkeiten: mein Vater verschwendete es, gab auch mehr aus, als wir hatten, meine Oma und meine Mutter sparten. Beides geht mir auf die Nerven. Im Moment lebe ich so, dass ich immer exakt genau so viel Geld brauche, wie ich habe. Beim Sparen hab ich das Gefühl, andere würden mit meinem Geld Dinge machen, die ich nicht will. Gespartes Geld ist tote Energie. Andererseits denke ich, es würde mir gefallen, ein sicheres Polster zu haben, nicht immer so exakt auf Null zu sein am Monatsende.



Auf alle Fälle gärt in mir die Angst, so wie es jetzt ist, wird es nicht mehr lange sein und dieser Zustand nervt mich. Das ist so eine innere Angst, Wohlstand stünde mir nicht zu. Ist eindeutig ein Glaubensatz. Ich komm nur nicht so ganz an die Wurzel.

Montag, Januar 01, 2007

neues jahr



Frage: wer sind meine LeserInnen in New York? Und an alle: ein tolles, wunderschönes, überraschendes Jahr 2007.



War im Hirsehaus, wir haben mit Luisa ein Perchtenwochenende gemacht. Ist wirklich immer schön, mit den anderen Frauen zusammen zu sein und gemeinsam etwas zu machen.



Hatte eine seltsame Trancereise, sah die Percht alles auflösen und die Einzelteile wieder zur Verfügung zu stellen. Also alles "lebendige", in unserer Dimension existierende auflösen und in kleinste Teile zerlegen, aus denen wieder eine Neuschöpfung entsteht. So wie Mikroorganismen einen toten Körper zerlegen und ihn wieder in fruchtbare Erde verwandeln. Wie geht es, eine gute Gärtnerin zu sein?



Freue mich schon auf Ute Schiran, sie kommt am 28.1. nach Regensburg. Anmeldung und Info bei: info@rita-weiniger.de . Sie liest: Am Küstensaum der Zeit.