Mittwoch, März 26, 2008

beide nochmal



Die beiden letzten Themen ziehen noch Kreise, ich greife sie nochmal auf.

China. Vielleicht ist es garnicht so schlecht, dass China gerade jetzt die Olympischen Spiele ausrichtet. Tibet bekommt dadurch ganz starke Aufmerksamkeit, es rückt in den Fokus. Jeder denkt darüber nach, bezieht irgendwie Stellung. Unsere Politiker benehmen sich so, wie jemand, der sich nicht gegen den despotischen Chef auflehnt, aus Angst den Arbeitsplatz und die Existenz zu verlieren. Was mich im Vorfeld schon stark befremdet hat, ist wie in China Kinder für Olympia gedrillt worden sind. Gnadenlos in Internaten gedrillt und aussortiert, um Medallien für den Ruhm des Landes zu holen. Wie schön war dagegen ein Fernsehbericht, den ich mal gesehen habe, über einen Jungen mit Downsyndrom, der an den Paralympics teilgenommen hat.



Viele Gedanken werden jetzt aufgegriffen, z.B. über den Leistungssport an sich, das war ja auch schon Thema bei der Tour de France. Ich frage mich schon ewig, wie es gehen soll, dass ein normaler Mensch ohne medizinische Tricks solche Leistungen bringt. Gedanken über Wirtschaftsmacht und Kriegsmacht, über die Macht der Politik und wer wann zu was Stellung nehmen darf. Behauptet doch ein Politiker, politische Statements hätten bei Sportlern nichts zu suchen. Die Black-Panther Faust von 1968 kommt wieder in Erinnerung. Alles ist politisch, auch das Private. Trennung in Einzelteile ist für niemanden möglich. Jeder weiß doch, was los ist. Gute Mine zum bösen Spiel - genau damit sollte kollektiv Schluss sein. Stillhalten aus Angst, oder aus Gier? Das führt nur zur endlosen Wiederholung des gleichen falschen Spiels. Kennt doch jeder von uns aus den Kleinigkeiten des Lebens. Und was passiert, wenn jemand aufhört, still zu halten?Erfahrungsgemäß tritt dann nicht die befürchtete Katastrophe ein, sondern das Gegenüber reagiert anders als erwartet und ein ganz intensiver Lern- und Annäherungsprozess für beide Seite beginnt.



Wünschen. Da geht mir auch viel durch den Kopf. Zum Beispiel die Regeln, die im Buch "The Secret" für richtiges Wünschen aufgestellt werden. Also erst Wünschen, und zwar in der Gegenwart, und sich so verhalten, als wäre der Wunsch schon erfüllt, dann Dankbar sein für den erfüllten Wunsch (vorher) und den Wunsch loslassen. Schwierig. Wie soll man einfach seinen Wunsch vergessen? Lustig finde ich ja auch die Aufforderung, den Wunsch nicht anzuzweifeln, das würde sich wie ein Storno auswirken. Auf mich wirkt diese Regel wie ein Schild auf dem steht "das Lesen dieses Schildes ist verboten".



Also, alles ist immer da und ich erschaffe meine eigene Realität. Wir sind aber schon auf bestimmte Weise materialisiert, das beschränkt schon mal. Ich habe eine bestimmte Größe, braune Haare, braun-grüne Augen. Ich werde niemals der Typ feingliedrige Elfe sein. Auch nicht durch eine ausgeprägte Magersucht. Ich kann mich vielmehr so annehmen wie ich bin, und es leben.



Ich erschaffe meine eigene Realität. Ich reagiere in bestimmter Weise auch auf Ereignisse, die nicht von mir ausgehen. Trotzdem kann ich sagen, dass ich meine eigene Realität erschaffe, denn ich kann von einem bestimmten Ereignis völlig niedergeschmettert werden oder es als Treibstoff für den Aufschwung in einen neuen Lebensabschnitt verwenden. Ich erschaffe meine Realität, in dem ich Entscheidungen treffe. Was ich kaufe, wo ich wohne, mit wem ich zusammenlebe, welche Fertigkeiten ich mir aneigne, welche Projekte ich verwirkliche....



Für mich persönlich ist es zum Beispiel ein Wunsch, einen Arbeitsplatz zu bekommen, an dem meine Fähigkeiten gefragt sind, sinnvoll (!) zum Einsatz kommen und ich sie anwenden, erweitern und verfeinern kann. Die Wünsche, die ich beschrieben habe, die in meinen Tagebüchern 1998-2001 standen, lauteten ungefähr so: ich will eine nette kleine Wohnung für mich alleine haben (ich lebte in einer unglücklichen Beziehung, in einem großen unordentlichen Haus), ich will einen Job in meinem Beruf haben (ich lernte gerade Mediengestalterin) und ich will reisen. Ich fand also einen Job als Mediengestalterin in der Tourismusbranche, 5 Minuten zu Fuß von meiner netten, kleinen Wohnung, in der ich alleine lebe, entfernt. Verreist bin ich beruflich schon viel und kann mir auch von meinem Geld privat günstige Reisen und Ausflüge leisten. So, Wunsch erfüllt.



Ich habe diese Wünsche nicht einfach auf meinem Sofa abgeschickt, und dann nichts weiter getan. Das ist der Knackpunkt, auf den ich schon im letzten Post hinauswollte. Dieser Typ, der jetzt soviel Geld hat, hat ja auch ein schönes Buch geschrieben, mit dem er das Geld verdient hat. Ich habe Spaß an meinem Beruf und mich viel mit der Materie beschäftigt, ungezählte Stunden vor dem Computer gesessen und Probleme und Aufgaben gelöst. In meinem Job hab ich unendlich viele Überstunden abgeleistet. Von so einem Überstundengeld habe ich z.B. meine Nilkreuzfahrt 2005 bezahlt.



Ich verwende den Begriff "Wunsch" als Synonym für "Ziel". Ich habe gemerkt, wenn ich ein für mich passendes Ziel vor Augen habe, kann ich es auch erreichen. Ich entwickle eine unendliche Willenskraft und Energie und entwickle mich dahin. Ist so ein Ziel erreicht, bin ich erst erstaunt und erfreut. Ich fühlte mich in jüngeren Jahren ehr als Spielball der Umstände und ziemlich machtlos. Das aktive "mein Leben in die Hand nehmen" gefällt mir viel besser. Wichtig ist natürlich auch Raum für Überraschungen, das Unvorhergesehene und die Einsicht, dass sich nicht alles erzwingen lässt. In der Ausbildung 1999 war es ein großer Wunsch unbedingt später in Berlin zu arbeiten. Das war aber nicht. Und Deggendorf war nicht mein Wunsch, aber sicher überhaupt nicht verkehrt, ich bin hier sehr glücklich geworden. Ist so ein Wunschabschnitt erfüllt, dann wird es langsam wieder Zeit, um mir ein neues Ziel zu stecken. Es wird Bilanz gezogen, das Erreichte gewürdigt, und ich gehe mit verschiedensten Methoden in mich, um rauszufinden, was es in mir will. Wohin. Und zu was? Dann entsteht wieder ein neuer Wunsch, etwas, dass aus meinem Leben und mir werden soll. Es gibt so viele spannende Sachen! Und wenn es sein sollte, zu lernen, im Augenblick zu leben und jeden Moment zu genießen.



15 Kommentare:

Am/um 11:09 AM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Ja. Genau. Wo ist jetzt die Differenz zu dem, was die Leute in The Secret sagen? Die behaupten auch nicht, man könne oder solle einfach auf seinem Sofa sitzen bleiben? Und sind in ihren jeweiligen Leben sehr aktive Leute. Von daher verstehe ich die Kritik an dem Buch und vor allem die Kategorisierung in "schwarze Magie" (???) nicht. Das finde ich sehr interssant, wie ein anderer Mensch eine solche Verbindung zieht, die ich selbst bei erfolgter kritischer Prüfung des Stoffes nicht finden konnte.

Was vielleicht anders ist, als in deiner Betrachtung und der von vielen anderen Frauen hier, ist die partielle Ermunterung in "The Secret" zu "Think Big" - nicht zuletzt, weil größtenteils Leute zu Wort kommen, die sich zu einem überdurchschnittlich guten Salär verholfen haben.
Was mich betrifft, so nutze ich die Gelegenheit der (vernetzten) Begegnung mit diesen Menschen dazu, mir meine eigenen Vorurteile und Konditionierungen in Bezug auf Reiche, Macht, Verantwortlichkeit etc. anzusehen.
Lisa Nichols sagt zum Beispiel genau das, was du auch hervorhebst: Sie hat ihr Glück in dem Moment gemacht, als sie lernte, sich selbst und ihren Körper voll anzunehmen und nicht mehr nach Supermodell-Figur o.ä. zu streben.

Interessant finde ich an dieser Stelle, wie verschieden die Aussagen eines Buches aufgrund von eigenen Mustern interpretiert und gewertet werden.

Die Austragung der Olympiade in China war mir lange ein Dorn im Auge - jetzt scheint es so, als ergebe sich tatsächlich eine Möglichkeit, den zuvor absurden Austragungsort für eine klare Demonstration zu nutzen. Und vor allem ergibt sich für die Funktionäre keine Möglichkeit, ihr Land während dieser Zeit so verschlossen zu halten, wie sie es sonst tun. Hoffentlich kommt es den Betroffenenen zugute!

S´Kind ist ja schon ganz schön groß geworden. Und schön sieht sie aus. Ein ganz eigenes Wesen.
Anuja

 
Am/um 11:45 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

für mich erweckt das buch "the secret" den eindruck, dass es genügt ein paar regeln zu befolgen (sie werden auch erklärt) und schon erfüllt sich jeder wunsch. es ist tatsächlich auch so, dass es bei den leuten, die da zu wort kommen auch nicht so passiert ist, aber das buch vermittelt trotzdem den eindruck, es würde genügen. schritt 1, schritt 2, schritt 3, alles richtig machen, wunsch ist erfüllt.
das brachte mich auch auf die parallele zur schwarzen magie, weil auch die nicht mit erfülltem und reifen bewusstsein arbeitet, sondern mit beschaffung durch einhalten von mechanischen regeln, sozusagen eine abkürzung, die die notwendigkeit der vollen bewusstheit eines reinen herzens oder des eigenen Schicksals umgeht.
nicht mal die einzelnen menschen, die da zu wort kommen machen das so denke ich. da ist ja z.b. einer dabei, der früher obdachlos war und jetzt erfolgreich und wohlhabend ist. das hat er sicher nicht erreicht, weil er die paar regeln befolgt hat, da sind wohl auch ganz andere dinge mit ihm und in ihm passiert.
beispiel, wie ich das meine: es ist halt fatal sich eine macht zu wünschen, die man dann nicht wirklich ausfüllen kann. ich habe nichts gegen macht und geld einzuwenden. es geht um den umgang damit. das haben auch viele frauen hier geschrieben, sie meinen nicht, dass wir uns das eine oder andere nicht gönnen sollen, sondern sollten verantwortlich mit allem umgehen, soweit wir es merken, absehen und realisieren können.

 
Am/um 9:53 AM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

"es ist halt fatal sich eine macht zu wünschen, die man dann nicht wirklich ausfüllen kann."
Stimmt. Deshalb klappt es ja dann im Leben auch selten - oder der Wunsch materialisiert sich zwar, geht dann aber wieder flöten.
Ergänzend möchte ich anmerken, daß auch die "Weißmagier" nach Regeln mit "Mach dies und das und jenes, wenn der Mond hinten links steht" arbeiten. Das sind alles lustige, unterhaltsame und bei entsprechendem Glauben daran vielleicht sogar wirksame Konzepte. Erlaubt ist, was heilt, fällt mir dazu ein.

Natürlich spielen unzählige Faktoren in unseren Lebensgeschichten zusammen und auf die wenigsten scheinen wir Einfluß zu haben.
Ich denke, die meisten Informationen aus TheSecret machen nur Sinn, wenn man sich wirklich für einen Moment darüber bewußt ist, daß tatsächlich alles Geist ist und aus Geist geformt wird. Für hartnäckige Materialisten wird das am ehesten deutlich, wenn man sich Erfinder anschaut, die ihre Ideen materialisiert haben.

Ich sag´s nochmal: Ich freue mich, daß solche Themen inzwischen einem breiteren Publikum näherkommen - es kann uns dahin bringen, endlich zu begreifen, die genug Fülle für alle Menschen auf dem Planeten vorhanden ist (schließlich ist der Geist unbegrenzt) und daß es keinen Grund gibt, weiter an Mangel zu glauben. Letzteres, der Glaube an Mangel, hat sich zum Beispiel in den vergangenen Jahren durch das kollektive Gejammer wie "Ach ja, und es wird ja alles noch viel schlimmer" und "Früher mit der DM war alles besser" sehr anschaulich und in Windeseile materialisiert.
Ebensogut können wir mehr Heilung und Wohlergehen gemeinsam erschaffen.

Was die Secret-Leute betrifft, bin ich etwas tiefer in die Information gegangen, was ich meistens mache, wenn ich auf so ein Projekt treffe - und kann nur sagen, daß die meisten von denen sehr erfolgreich sind und zum Teil auch durchdrungen von dem, was sie vermitteln. Natürlich kann man seiner Skepsis nachgehen und das Buch einfach für Geldschinderei halten. Auf Youtube kann man sich ggf. Interviews ansehen mit den jeweiligen Menschen.
Neil Donald Walsh war auch obdachlos, bevor er "Gespräche mit Gott" herausgebracht hat. Ob er "wirklich" mit Gott spricht oder nicht (das könne wir alle)ist völlig wurscht, entscheidend ist, ob die Bücher den Menschen weiterhelfen - und das tun sie zweifellos, weil die Botschaft Liebe ist. Vielleicht haben er und Joe Vitale (den du oben erwähntest) einfach eine gute Eingebung gehabt, als sie blöderweise auf der Straße gelandet waren. Ich verstehe das angeführte Beispiel nicht, denn demnach müßten ja quasi alle Obdachlosen auch obdachlos bleiben - aber Leben ist doch Veränderung ... Vermutlich ist Herrn Vitale erst auf der Straße sein Lichtlein aufgegangen.

Es ist so kontrovers wie mit dem Film "Bleep": Manche haben´s noch nicht erfahren und finden´s einfach doof und "unrealistisch". Andere kennen es aus eigener Erfahrung.

Es steht jedenfalls weit mehr drin in The Secret als nur "Machen sie 1,2 und 3 ..."
Und daß, was die meisten von uns glauben, was unsere sichtbare Welt ausmacht, ist nur ein klitzekleines Telchen im Hologramm. Komisch, daß der Bordcomputer so eisern an dieser engen Betrachtung der Existenz festhält.

Oh, ein langer Kommentar. Muß daran liegen,daß es mein "Herzensthema" ist, mich mit Geist, Gott und der Welt zu befassen.
Übrigens haben Leute wie Paracelsus die ganzen "Informatonen" schon lange vor TheSecret kundgetan - und wurden meist während ihrer Lebzeiten stark angefeindet, nach dem Tode dann hochgeehrt. Immer das Gleiche auf diesem kreisenden Planeten.

Schöne Grüße, Anuja

 
Am/um 10:12 AM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

PS: Eine wichtige Frage bezüglich des Materialisierens ist zum Beispiel noch, ob es eine Rolle spielt, WIE das geschieht. Ich sage nein. Die Secret-Leute auch. Zum Beispiel freue ich mich derzeit sehr über meinen neuen MP-3-Player mit Musikbibliothek, also direktem Zugriff auf jedes einzelne Stück und mit großem Fassungsvermögen. So ein Teil habe ich mir schon vor vielen Jahren gewünscht, als es noch keine solchen Geräte gab. Nun ist es wahr geworden. Habe ich das also materialisiert?
Für einen "realistischen Menschen" ist die Antwort klar: "Natürlich nicht, du hast ja überhaupt nichts dazu beigetragen und das Teil nicht erfunden."
Und ich für mich bin trotzdem erstaunt, wie gut daß funktioniert hat mit meinem Wunsch!
Anuja

 
Am/um 10:55 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ich glaub wir reden total aneinander vorbei.
ich hab doch nie behauptet, der obdachlose soll obdachlos bleiben. nur dass er sich nicht einfach nur gewünscht hat, nicht mehr obdachlos zu sein, sondern mit sicherheit AKTIV geworden ist, innerlich wie äußerlich.
ich behaupte, es genügt nicht, sich einfach nur irgendetwas zu wünschen. der prozess des wahren wünschens ist dabei doch essenziell. den wahren willen finden. nicht irgendetwas materialisieren. aber das machen wir doch eh schon immer und dauernd. warum also der ganze hokuspokus mit den wunschbüchern. wir erschaffen unsere wirklichkeit, dauernd und schon immer. ich weiß nicht wo da die sensation ist. es ist für mich nur schlichtweg verarsche zu behaupten, man könne sich einfach alles wünschen. es geht doch um was ganz anderes!

was mich auch so an dem buch stört, ist dass mit den Krankheiten und dem Altern. Es wird da schlicht weg behauptet, wir brauchen keine Krankheiten und wir brauchen auch nicht Altern.

Was für ein riesen Scheiß. Und dann kommt genau so eine Argumentation, wie du sie führst. Wenn ich es für einen Schmarrn halte, bin ich noch nicht weit genug und hab es noch nicht kapiert. Das ist genau der Punkt. Ach du bist krank? Tja. Dann hast du es wohl noch nicht überrissen...

ich weiß sehr wohl, wie viele viele andere auch, dass wir in einem größeren zusammenhang leben und ein größeres wahres selbst haben und auf einer ebene alles heil und ganz ist, es keine krankheit, keine kälte keinen hunger keinen tot gibt. aber wenn wir da sind, sind wir nicht mehr materialisiert!!!!

 
Am/um 10:59 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

noch dazu ist das alles nicht wirklich neu veröffentlicht, die Seth-Bücher z.B. gibt es schon seit den 60er Jahren, da steht auch alles ausführlich drin.
ich finde einfach, dass wunschbücher wie diese (ich hab ja auch ein anderes genannt, das ist sympatischer, mir ist eben grad das the secret total unsympatisch) auf den falschen weg führen, weg von sich selber, hinein in eine wunsch-konsum-illusion.

 
Am/um 11:02 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

oder anders damit du verstehst was ich meine: die informationen die da verwendet werden sind wohl alt (paracelsus) und auch richtig.
aber es geht doch nicht ums willkürliche wünschen.

 
Am/um 11:05 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

oder die totale allmacht über materie , alter und tot. das haben immer wieder menschen probiert und es ist noch nie gut ausgegangen. es geht doch um selbsterkenntnis und selbstverwirklichung. für manchen als bettelmönch, für den anderen als milliadär.

 
Am/um 3:31 PM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

"es geht doch um selbsterkenntnis und selbstverwirklichung." - Für dich. Für andere mag es vielleicht um was anderes gehen.
Ich würde vielleicht wieder etws anderes anführen, um das "es geht".

Danke für die Mittteilung, daß meine Argumentationsführung ein Scheiß ist. Wenigstens klare Worte, sowas weiß ich zu schätzen!

Was also der Mensch aus TheSecret und anderen Büchern herausliest, bleibt eine Frage der Lesart. Und ja, sicher auch eine Frage des persönlichen Horizonts.
Ich habe es nie so gelesen wie du, daß es "ums willkürliche Wünschen" geht, wie du es nennst.

Gruß, Anuja

 
Am/um 1:42 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

halt halt halt. ich habe geschrieben, dass das mit dem keine krankheiten haben und nicht mehr altern ein riesen scheiß ist. also sorry, wenn du dich in der art kritisiert gefühlt hast, das war nicht auf dich bezogen.

kritisiert habe ich allerdings schon die argumentationsweise, wenn jemand z.b. krank wird "noch nicht soweit" zu sein, wie in deinem Text: Komisch, daß der Bordcomputer so eisern an dieser engen Betrachtung der Existenz festhält, also der nächste Schritt ist dann die trennung von menschen, die es schon kapieren und welchen, die "noch nicht so weit" sind. So hab ich jedenfalls deinen text interpretiert... möglicherweise falsch.

ich hab ja schon geschrieben, dass ich denke wir schreiben aneinander vorbei. alles was du schreibst kann ich nur befürworten. aber das buch the secret find ich trotzdem total übel. ich hab auch noch andere wunschbücher gelesen, die ich ganz gut finde, weil die besser auf die mir wichtigen punkte eingehen.

was hälst du denn von den kapiteln über krankheit und altern? meinst du wirklich, wir könnten und sollten einfach nicht mehr krank werden und altern? einfach so? weil das alles illusion ist und wir und einfach was anderes wünschen können? uns was, wenn es jemand nicht schafft?

liebe grüße, und nichts für ungut, ich liebe es mit dir zu diskutieren, ingrid.

 
Am/um 9:05 PM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Ja, ich dachte mir schon, das an dieser Stelle eine Abschwächung kommt ... dennoch war es für mich sehr klar beim Lesen.

Ich kann es nur nochmal sagen: Ich meine, es kommt auf die Lesart und die Betrachtung bzw. das Erleben an.
Deine Frage verstehe ich mehr als eine rhetorische und antworte dennoch:
Zuerst einmal - es gibt keine Beweisführung, die für alle gleich gültig ist - und schon gar nicht, wenn die Frage materieller Natur ist, also nach sichtbaren, meßbaren Beweisen verlangt.
Es gibt eine Menge Menschen, die von schwersten Krankheiten wieder genesen sind, weil sie offenbar die erforderliche Anbindung an die Quelle unseres Seins gefunden und auf diese vertraut haben. Darum geht es auch in dem Buch. Und darum, bereits als gesunder Mensch seine Grundeinstellung zur Quelle hin zu ändern.
Clemens Kuby´s Heilungsgeschichte fällt mir an dieser Stelle auch ein, sie ist ja inzwischen recht bekannt. Im Film "TheSecret" gibt es auch eine sehr beeindruckende Geschichte von einem Mann, der sich selbst geheilt hat entgegen aller Prognosen seiner Mitmenschen.
Andere, die nur ans Materielle und an die Richtigkeit von großen Krankenhäusern und Chemotherapie glauben, werden wohl eher nicht mit einem Spezialtee von Amazonasindianern ihre Heilung genießen - aber vermutlich auch nicht unbedingt mit Chemo.
Für jede(n) von uns gibt es eine eigene Geschichte - auch bezüglich Krankheit und Alter. Wer mit viel Gottvertrauen (anderes Wort für Anbindung an die Quelle) sein Leben meistert, wird sich sicher meist besser fühlen, als jemand, der sich nicht getragen weiß.

Es geht ja auch nicht drum, den bevorstehenden leiblichen Tod zu besiegen - sondern darum, dein eigenes unsterbliches Sein schon jetzt zu erleben - obwohl wir alle alt werden und der Körper langsam stirbt, wie auch immer.
Das ist nicht schwer (die Unsterblichkeit und das Nichtmaterielle zu erleben) - es will nur niemand wissen, solange er/sie sich in der Materie verhaftet glaubt - weil es Angst macht und vor allem wird man leicht für bekloppt gehalten wird.

Du schreibst (sinngemäß), dir seien die "verschiedenen Ebenen" bekannt - und beziehst dich dann im nächsten Satz wieder explizit auf die materiell-menschliche Ebene als die "wichtigere" und nennst die (ich nenne es mal so) des reinen Seins "abgehoben".
Auf mich macht das den Eindruck, als sei da eine Angst vor diesem "Abheben".
Wer wirk-lich um sein Sein weiß, der braucht gar keine Sorge mehr, er könne irgendwie abheben - du weißt, daß sich dein Leben mittendrin in dem abspielt, wohin also sollte es abheben. Nur die Interessen verschieben sich.

Die Quelle, das Sein, Gott, Göttin, wie-auch-imer,ist erheblich größer als unser Menschenspiel - und das ganze Spiel ist in ihr enthalten - nicht andersherum.

Deswegen ist die materielle Wahrnehmung viel ver-rückter als die geistige, finde ich.

Das Menschsein genieße ich sehr, besonders das sinnliche Erleben und Wahrnehmen von allem. Und viel intensiver, seit ich weiß, es ist nur eine Illsuion. Es ist eine phantastische Illusion!

"Was ich dem geringesten meiner Brüder getan habe, das habe ich mir getan!" sind Jesus Worte in der Bibel. Das Ho´onopono der Hawaianer sagt dasselbe.
Das meine ich, wenn ich sage, es ist ALLES eins.
Und dieses Wunder offenbart sich immer wieder neu.
Und manchmal eben auch nicht, wenn wir uns in unseren materiellen Schädeln gefangen halten.

Buenas noches, Anuja

 
Am/um 6:18 PM , Blogger She-Ra meinte...

Ich kenne "The Secret" nicht aber über das Wünschen und Realität mache ich mir auch viele Gedanken. Und das mit dem "positiv denken" finde ich auch so eine Sache. Einerseits ist das sicher richtig, wir brauchen Visionen, Ziele, gleich wie "unrealistisch" sie sind, und den Glauben (bei mir würde ich das fast schon Wissen nennen) an ihre Verwirklichung, sonst klappt´s auch nicht. Andererseits kann es halt auch passieren dass es nicht klappt (und das hat dann gute Gründe). Ich finde man muss aufpassen dass man trotzdem "realistisch" bleibt, sich selbst kennt, abwägt, wie sich die Dinge entwickeln, wohin bewege ich mich und warum. Man darf nicht die Augen schliessen und ans Gute glauben. Dann läuft man wahrscheinlich vor die Wand. Und, einer meiner wichtigsten Grundsätze: Was scheisse ist soll man auch scheisse nennen. Sonst kann man´s nicht verändern. Es gibt ja auch so "Dauerlächler" (sowohl bei den Esoterischen wie auch bei den ganz Normalen), ich sage das jetzt einfach mal so provokativ-subjektiv, das finde ich immer nicht so lustig. Letztendlich muss ja jedeR selbst wissen was sie macht und braucht. Ich denke es geht auch um die Balance zwischen Realität und Wunsch, zwischen Erde und Himmel, und jeder Mensch befindet sich da sicher auf einem anderen Weg und braucht unterschiedlich viel Erdung. Ich gehöre zum Beispiel eher zu den "Dunklen", zu den Zweiflern und Meckerern wenn was nicht so läuft wie es sollte. Und ich sehe Dinge auch gerne subjektiv. Aber ich brauche das wohl so. Meine Methode beim "Wunsch loslassen" ist: ich denke mir eine Alternative aus. Was mache ich wenn das nicht wahr wird? Was mache ich wenn ich den Job nicht kriege? Ich schreibe dann parallel schon mal ein paar andere Bewerbungen und konzentriere mich auf einen anderen Weg. Ist aber keine Garantie. Garantie gibt´s nur bei Addidas, und Addidas ist langweilig.

Lovely greetings
She-Ra

 
Am/um 9:28 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

@anuja,
es war allerhöchstens so gemeint: siehst du nicht, dass in dem buch streckenweise ein riesen scheiß steht?

aber sichtweisen sind sichtweisen sind sichtweisen. das ist wohl wahr.

du rennst bei mir zum größten teil offene türen ein.

ich behandel ja auch meine hep c mit urwaldtee und würd lieber frühzeitig sterben als mich der konventionellen medizin anzuvertrauen wie du schon schreibst.

es geht mir halt um dieses eine verdammte buch, dass ich nicht gut finde. die richtigen inhalte übel rübergebracht. ich kanns selber nicht ganz verstehen, warum es mich so nervt. wie gesagt, ich lese seit jahr und tag bücher über diese themen, aber an dem stört mich halt irgendetwas gewaltig.

glaub mir, angst vorm abheben hab ich keine. ich muss ja sogar abheben um wiederum zu integrieren. es ist nicht die theorie an sich, die mich an dem buch stört. irgendwas, auf das ich nicht komme. wahrscheinlich, dass ich es um die burg nicht schaffe mir ein paar millionen euro zu materialisieren.

was du über das altern und den tod schreibst: ja so seh ich das auch. in dem buch steht aber, wir müssen nicht mehr altern und können ewig jung sein. keine falten mehr. nur dran glauben und wünschen. DAS ist denn genau sowas, was bei mir unter "totaler scheiß" läuft.

 
Am/um 11:53 AM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Ja - ich denke, weil du es 100 % wörtlich nimmst. Ich glaube nicht, daß es 1 zu 1 gemeint ist, daß wäre in der Tat dumm.
Allerdings sehe ich, daß in unserer Kultur das Sterben teils ziemlich absurd vorgeht und nenne hier mal ein Klischee, um es deutlich zu machen: Wir fressen uns zu Tode mit Fastfood und anderem totem fetten Zeugs, werden krank, gehen dann zum Doktor und wollen, daß er uns mit Pillen heilt und wir aber so weiter machen können wie zuvor. Der ein andere von uns raucht und säuft auch noch dazu. Irgendwann finden wir uns dann in der Schleuse der
Apparetemedizin wieder und wenn wir Pech haben, verrecken wir ziemlich elendig und lang. Selbst, wenn wir nicht derart ungesund gelebt haben, haben wir in der Regel viel zu viel Streß für nichts und wieder nichts gehabt und produziert - und auch den Kinderchen den ganzen Druck weitergegeben.
Das finde ich schon ziemlich krank - und ich meine, es geht schlicht darum, sich mittels gesunden Gedanken in eine heilsamere Richtung zu bewegen.
Und es trifft für einige Exemplare zu, daß sie kaum Alterserscheinungen haben und einen recht kurzen, ruhigen Tod sterben, ohne Siechtum oder Qual.

Ein estremeres Beispiel für die Kraft des Geistes , wie sie in dem Buch beschrieben wird, daß du nicht magst, ist mir in einer Geschichte über einen buddhistischen Mönch und Meister begegnet, der seinen Schülern ein Wunder hinterlassen hat, um sie zum Nachdenken anzuregen: Sein Körper ist auch 400 Jahre nach seinem Tod noch nicht verwest und man kann bis heute in der meditativen Haltung sehen, in der er den Übergang in den körperlichen "praktiziert" hat.

So eine Abneigung, wie du sie gegen "The Secret" hast, hatte ich in abgeschwächter Form gegen die banale Literatur von Frau Mohr. Sicher nicht nur, weil sie mir nicht sonderlich intelligent rüberkommt, sondern auch, weil ich damals nicht an die Einfachheit der Dinge glauben konnte. Inzwischen mag ich die ganz gern und freue mich sogar auf ihren Film, der demnächst kommt und sicher auch viele Gemüter anheizen wird.

Vielleicht blogge ich mal ein paar Passagen, die ich gut finde aus "TheSecret", bei mir drüben ... aber vielleicht auch nicht. Jedenfalls hast du mich schon dazu angeregt, nach langer Zeit mal wieder scharf hineinzuschauen.

Einen guten Tag mit sonnigem Wetter wünsche ich, Anuja

 
Am/um 11:55 AM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Bitte nix gucken auf Grammatik ... dankä

 

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