Dienstag, März 11, 2008

es war einmal

Vergangenes aus meinem Leben kommt mir ins Bewusstsein. Ich habe meine Schubladen ausgemistet und so einiges gefunden. Seit über 30 Jahren schon führe ich Tagebücher. Schreibe über Gefühle, Vorhaben, Kummer, Krisen, Veränderungen, Wünsche. Habe einiges davon die letzten Tage gelesen.

Ein roter Faden ist deutlich zu sehen. Wie ich durch eigene Stärke und Kraft immer wieder aus allen Krisen raus kam, mich immer wieder gefangen habe und überlebt habe. Als Kind verfügte ich eigentlich schon über alle Anlagen und die gesamte Stärke und Kraft, die sich bis jetzt fortgesetzt hat. Lange Jahre zwischendurch waren es immer nur kurze Phasen, in denen ich mich fing. Letzendlich nahm die Kraft wieder überhand.

Ich sehe auch den roten Faden der Beschäftigungen, die mir Freude machen. Daran hat sich irgendwie nie etwas geändert. Schreiben, Stricken, Kochen, Pläne machen, Ordnung schaffen, konzentriert sein, Strukturen erschaffen. Früher liebte ich Schreibwaren. Hefte, Blöcke, Papier, Füller, Stifte. Mein Opa sagte immer, ich hätte einen Papierverbrauch wie das Landratsamt. Nun sind es die Computer. Sozugagen: Schreibheft extended. Ich lebe praktisch in einer perfektionierten Kindheit.

Mit drei Jahren bei meiner Oma vor dem Haus. Sie im Hintergrund beim Wäsche aufhängen.


Meine Urgroßmutter, meine Großmutter, meine Mutter und ich.


Mit Mutter und Großmutter einige Jahre später. War ein Ausflug nach Wien.


Mit Mama am heimischen Herd. Ich so ca. 15 Jahre alt. 1977. Die Siebziger. Man sieht's an den Fliesen. So stylisch wie jetzt als Retro waren die 70er nicht wirklich.


Ich mit 15. Muss wirklich selber sagen, ich war schon sehr hübsch.


Mein Zimmer, eine Seite, über meiner Bettcouch. Zwischen 1976 und 1978. Rechts im Eck gerade noch sichtbar: mein geliebtes Kassetten-Radio. Vorläufer des iPod.


Mein Zimmer, andere Seite. Schön: die geradezu prophetisch angeordnete Schreibmaschine neben der Weltkugel.


5 Kommentare:

Am/um 12:20 PM , Blogger Stephanie meinte...

"Ich lebe praktisch in einer perfektionierten Kindheit."

Was für ein wunderbarer Satz!
Er benennt das Gefühl, das ich auch in mir trage. Aber so treffend und schön habe ich es für mich noch nicht auf den Punkt gebracht.

Ich bin übrigens, trotz Computer, immer noch mit reichlich Papier umgeben, obwohl mir die generelle Papierflut mit der wir alle umgeben sind, wenig zusagt.

Gruß Stephanie

 
Am/um 9:03 AM , Anonymous Esmerelda meinte...

Spontan dachte ich beim Angucken der Bilder: Noch ein Kopftuchkind!

Leiterregale sind zu Standregalen, Schreibmaschinen zu Computern geworden, geblieben sind zum Glück Träume, einige jahrzehntelang.

Liebe Grüße
Esme

 
Am/um 11:30 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja so isses. und die poster sind gerahmt und die vorhänge feiner geworden ;-))

 
Am/um 12:13 PM , Anonymous Anonym meinte...

Ich muss so sehr über Oma und Mama schmunzeln. Beide waren schon immer und sind noch immer richtige Damen.
Obwohl sie es sicher nicht immer leicht hatten im Leben, ist eine perfekt sitzende Dauerwelle ihr Zeichen für Haltung und Perfektion.

Ich seh dich schon in 20 Jahren mit Lockenwicklern rumlaufen.

lg Aniti

 
Am/um 12:29 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja diese perfekten frisuren unter den kopftüchern sind schon der hammer. stimmt, stil hatten sie immer, auch unter schwierigsten umständen und mit wenig geld!

lg ingrid.

 

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