Donnerstag, April 17, 2008

in der tiefe des brunnens



Nehme seit einiger Zeit kalifornische Blütenessenzen. Unter anderem eine, die den Kontakt mit dem höheren Selbst verstärkt, deutlicher macht, in den Vordergrund rückt. Im Moment fühle ich mich, als würde ich am Rand eines gemauerten Brunnens stehen und in die Tiefe sehen.



Habe eine sehr einfache Übung gefunden. Wir bewerten ja unsere Wirklichkeit und uns selber ständig. Leben praktisch nicht das was wirklich ist, sondern ein Konstrukt aus Annahmen. Beispiel. In der Arbeit. Annahme: Meine Kollegen können mich nicht leiden. Einfache Frage: Ist das wirklich wahr? Bist du dir ganz sicher, ist es bewiesenermaßen wirklich wahr? Die Anwort lautet immer: nein, es ist eine Annahme von mir. Es mag eine Kaskade von Gründen und Erklärungen folgen, aber niemand hat in diesem Fall doch tatsächlich seine Kollegen befragt und die deutliche Antwort bekommen: ich kann dich nicht leiden.



Also: Wirklichkeitsdeutung per unbewiesener Annahme. Und nach dieser Annahme gestalten wir nun unseren ganzen Tag. Die kleine Frage, "Ist das wirklich wahr?" kann diesen Gedankenfluss schon mal ein wenig unterbrechen.



Die Wirklichkeit erschließt sich mir aus diesem tiefen inneren Brunnen heraus, quasi in einer Ebene, in der alles verbunden ist. Oder in einer Ebene, die eben nicht nur aus einem Konstrukt von unbewiesenen Annahmen über die Realität und die Person, die "ich" ist, besteht.



Der Verstand ist sehr begrenzt. Winzig klein und "dumm" gegenüber der größeren inneren Weisheit und Wahrheit, die uns zur Verfügung steht. Das ist mir eigentlich schon lange klar. Das andere ist ja, das auch anwenden zu können. Also nach dem "wake up" das "wake down". Das habe ich in einem Buch gelesen und finde es toll, es spricht mir aus der Seele. Das ist so aus der höchst spirtuellen Szene, von Menschen, die viel meditieren, zu LehrerInnen gehen, nach Indien fahren, Retreats machen. Sie stellten fest, innerhalb der Meditation das Gefühl des Einsseins mit allem zu bekommen ist nicht so schwer.



Um was es aber tatsächlich geht, ist der ganz einfache Alltag. Wie bringe diese Inspiration in meine Alltag ein? Wenn mir da gerade alles um die Ohren fliegt, mein Partner sich von mir trennen will, mein Job mir keinen Spaß macht usw. Was auch grade in dem Buch steht, und ich sooo toll fand, dass es fatal ist, einfach die ganzen inneren Probleme und Schwierigkeiten beiseite schieben, mit der Begründung, sobald man sich darauf einließe, sei man verhaftet im alten Denken. Da streit ich mich schon ewig mit allen möglichen Leuten und mir selber rum deswegen. Das führt zu ganz fatalen inneren Verbiegungen. Das Spüren der Einheit, des großen Ganzen, allumfassender Liebe ist eins, das zurückkehren in eine beschädigte Psyche (und nahezu jeder hat Schäden) etwas anderes.



Da muss ich hinschauen, da muss ich aufräumen, liebevoll heilen, ungesehenes ans Licht bringen, umarmen, sehen. Hatte letztes Jahr auch so einen netten Zen-Spruch in meinem Kalender: Vor der Erleuchtung: Holz holen, Feuer machen. Nach der Erleuchtung: Holz holen, Feuer machen.



Nochmal zu meinem Post mit der Figur, Diät, mit dem Abnehmen und Körper. Bekam von mehreren Seiten ein Feedback, dass der Eindruck entstand, mir ginge es nicht gut. Das verwundert mich dann immer. Ich fasse das überhaupt nicht so auf. Das sind Gedankengänge, die bei mir in einem großen Topf von vielen, vielen anderen Gedankengängen existieren. Der eine ist nicht angenehm, das ist wohl wahr, und er existiert auch. Ich fand ihn auch so universell gültig, ich glaube, dass den viele Frauen so ähnlich haben. Nachdem mir sowas durch den Kopf ging und ich es aufgeschrieben habe, vergess ich es aber wieder. Dann taucht es mal wieder auf, bei Gelegenheit, ich weiß aber, dass ich nicht der Gedanke bin. Was ich sagen will: ich kenne das schon seit Jahren nicht mehr, dass es mir "schlecht" geht. Ich habe eine Zeit durchgemacht, in der ich alle Gefühle, gute und schlechte in mir total betäubt hatte. Seit ich wieder fühlen kann, finde ich jedes Gefühl interessant. Auch die schlechten. Also ich habe unbequeme Gefühle, es geht mir aber nicht "schlecht". Ich schaue mir das an, wie man sich einen besonderen Stein anschaut.



27 Kommentare:

Am/um 8:59 PM , Anonymous Anonym meinte...

Hallo Ingrid, welches Buch liest du da?
Gruß Marfilia

 
Am/um 8:48 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

Hallo Marfilia ;-)

Das Buch:
Die lautlose Revolution
Arjuna N. Ardagh
ISBN-10: 3899010906
Verlag: Kamphausen

Es ist so teils-teils, auf alle Fälle ganz anders als das Wunschbuch, aber komischerweise werden da zum Teil die selben Leute zitiert. Ganz nette einfache praktische Übungen sind da drin. Andererseits ist es halt einfach voll im amerikanischen Stil - du weißt was ich meine, das mit den "tollen" Beispielgeschichten aus dem Leben gegriffen. Phasenweise verstehe ich auch nur Bahnhof vom Text her, entweder bin ich zu doof oder es ist einfach zu wirr geschrieben, das erschließt sich mir nicht. ich kanns dir ja mal leihen. es kostet immerhin 22 euro...

 
Am/um 9:00 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja und frauenspezifisch ist es auch fragwürdig, es hat halt ein mann geschrieben, und diese meditations-spirtuellen sehen im femininen eben das Fühlende, keine Spur von Macht und Wildheit. da hams wohl angst vor... sehr fragwürdige fallbeispiele, von einer frau, die sich nicht mehr erinnern kann, ob sie missbraucht worden ist oder nicht, sich aber trotzdem mit ihrem vater trifft, als wäre nichts gewesen und einer frau, die bei ihrem mann wohnen bleibt, obwohl er eine jüngere hat.

das sticht mir in letzter zeit richtig ins auge, dieses für mich total verquere frauenbild der "spirituellen". frau sollte sich nie unter keine umständen von männern sagen lassen, wer sie ist und wie sie zu sein hat. kann man ziehn von osho bis hellinger. das thema ist mir bestimmt bald einen post wert. bevor die nicht jeden monat bluten, hör ich nicht auf die....

 
Am/um 10:35 AM , Anonymous Anonym meinte...

Die Übung die Du da beschreibst klingt nach Byron Katie. Auch nicht uninteressant....

 
Am/um 10:40 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja genau. da gibt es noch was ähnliches mit dem auflösen von Annahmen, die tippling-methode, die ist aber viel komplizierter, also es werden viel mehr fragen gestellt. muss garnicht sein denke ich. "ist das wirklich wahr?" sagt einfach alles....

 
Am/um 11:14 AM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Osho und Angst vor der "Wildheit" der Frau - das ist ja lustig. Wenn du die Leute hier anführst, wäre etwas mehr Genauigkeit auch schön. Gerade Osho hat die Leute zur Katharsis ermutigt im Sinne von "du kannst nicht über etwas hinausgehen, daß du nicht total gelebt hast."
Die Grundannahme der "Spirituellen, über die du hier schreibst, ist die, das jeder Mensch ALLE Anteile in sich trägt. Deshlab ist eine Polarisierung in (ich verkürze mal) "weiblich-sanft" und "männlich-wild" (Tao = GANZ) überhaupt nicht in dem von dir geschilderten Sinne zu verstehen - sondern jeder Mensch trägt alles in sich und kann innerhlab seiner bedingten Lebensumstände auch alles zum Ausdruck bringen.
Anuja

 
Am/um 11:25 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

du hast deine meinung - ich meine. können wirs nicht endlich ein für alle mal gut sein lassen?

 
Am/um 12:21 PM , Anonymous Anonym meinte...

Osho ist ja nun mal ein Mann gewesen und zudem noch ein Meister, der nie eine echte Beziehung zu einer Frau hatte und er ist in Indien groß geworden, was sein Bild über die Frauen bestimmt auch geprägt hat (das Frauenbild dort ja überhaupt nicht zu vergleichen mit unserem). Von daher kann ich Ingrids Aussage
("frau sollte sich nie unter keine umständen von männern sagen lassen, wer sie ist und wie sie zu sein hat. kann man ziehn von osho bis hellinger. das thema ist mir bestimmt bald einen post wert. bevor die nicht jeden monat bluten, hör ich nicht auf die....")
sehr gut nachvollziehen.

 
Am/um 1:59 PM , Anonymous Anonym meinte...

Ach ja, Hellinger als Spirituellen zu bezeichnen halte ich für total daneben. Was der den Frauen vermitteln will, ist wirklich das Allerletzte und dazu auch noch wirklich gefährlich.....

 
Am/um 2:13 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

dann ist halt kein spiritueller. kommt doch auf die definition dieses begriffes an. jedenfalls ist er ein mann, der frauen etwas für ihre heilung vermitteln will.

 
Am/um 2:16 PM , Anonymous Anonym meinte...

Ja, das bezog sich auf Anuja. Und ich meinte genau das: Er will Frauen etwas vermitteln, aber es gelingt ihm nicht. Im Gegenteil, er schadet mehr als er nutzt.

 
Am/um 2:16 PM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Zum Thema "Spiritualität" fällt mir hier nur immer wieder auf, daß etwa 50 Prozent der Menschheit hier als inkomepentent kategorisiert werden, nur, weil die nicht einmal pro Monat bluten, sondern sich jeden Tag rasieren müssen.
Ich kann immer so schlecht etwas "gut sein lassen", wenn es das nicht ist, das gebe ich zu.
Ich finde es sogar gar nicht gut, wenn jemand etwas über Osho oder Arjuna Ardagh behauptet, ohne wirklich was von Osho oder Arjuna zu wissen.

Ja, wir lassen es mal - ich werde in Zukunft der Versuchung wiederstehen, nochmals darauf hinzuweisen, wie beschränkt diese Sicht der Welt aus einer auschließend weiblich-blutenden Perspektive ist. Versprochen!

Viel Einsichten noch wünsche ich - vor allen in die Ganzheit des eigenen Selbst, Anuja

 
Am/um 2:19 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ein buchtitel von hellinger lautet: Hellinger, Bert: Natürliche Mystik, Wege spiritueller Erfahrung

deswegen kam ich drauf, ihn als "spirituellen" zu bezeichnen.

 
Am/um 2:21 PM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

PS: Ich habe übrigens Hellinger nicht als Spirituellen gelistet, da mußt du dich an Ingrid halten, Anonym. Ich habe in meinem Beitrag die von Ingrid erwähnten "Spirituellen" in Anfährungszeichen gesetzt - in dem Breich gibt es nämlich eine Menge sehr unterschiedlicher Betrachtungsweisen, daher die Gänsefüßchen. Die werden gesetzt, um Verdrehungen zu vermeiden - nicht um ihnen wieder den Nährboden zu bereiten.

 
Am/um 2:21 PM , Blogger Zwillings-Sonne meinte...

Dieser Post wurde vom Autoren entfernt.

 
Am/um 2:29 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

es ist niemand kompent genug, mir zu sagen wer ich bin und was ich denken soll. es ist ja niemand ich.

meine güte ich habe diese streiterei echt so satt. es geht doch dabei nur ums recht haben. das bringt doch nichts.

mein weltbild ist mein weltbild ist mein weltbild.

es ist weder das einzige und schon garnicht das einig richtige.

aber momentan denke ich so punkt. ich habe gute gründe. die für andere so überhaupt nicht stimmen. müssen brauchen. vielleicht können.

 
Am/um 5:07 PM , Anonymous Anonym meinte...

Hallo, ingrid,
ich möchte deinen ansatz von den "nicht bewiesenen annahmen"aufgreifen, da gerate ich oft ins trudeln, weil mir die grenze zwischen annahme und intuition verschwimmen, so nach dem motto:hups, war des jetzt eine eingebung, ein bauchgefühl oder bild ich mir"bloß wieder was ein"?
Darum finde ich mich oft zu zögerlich, weil ich ja immer erst mal alles abwägen muß..ggg
Die schwierigkeit, die spiritualität in den oft sehr grauen alltag mitzunehmen, kenne ich.
Ich bemerke dann irgendwann so ein mangelgefühl, da knüpf ich daran an und hole mir wieder verbindung, muß mich aber immer wieder zur geduld mahnen, weil ichs am liebsten hopphopp hätte.
verbindung hole ich mir in der natur, indem ich lese, z.b.bücher v.luisa francia, die helfen mir sehr beim kurs halten und einfach durch"drandenken", weil energie folgt der aufmerksamkeit.
Deine themenwahl gefällt mir gut, ingrid, ich fühle mich von dem meisten, was du so postest, sehr angesprochen.
Lg,
Doris

 
Am/um 7:00 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

danke doris! nur muss ich gleich was relativieren, wegen den "nicht bewiesenen annahmen". da geht es mir nicht um so plötzliche eingebungen, sondern um sogenannte "glaubenssätze", die man sich permanent einredet. also beispiel: "kein wunder, dass es mit diesem mann nicht geklappt hat, ich bin ja zu dick (oder zu alt/klein/...)", also annahmen über sich selbst.

lg ingrid.

 
Am/um 7:03 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

hab ich ein wenig zu schwammig ausgedrückt, dachte ich mir schon...

 
Am/um 7:12 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

aber das thema, wie kenn ich eine wirkliche intuitive eingebung von einer schnapsidee auseinander ist auch interessant... mach ich mir mal gedanken wie das bei mir so ist und recherche, wie das andere so machen, danke für die eingebung ;-))

 
Am/um 7:19 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja, und nochmal so für die Allgemeinheit, die diese Comments liest. Natürlich halte ich nicht Männer im allgemeinen für unterbelichtet, weil sie nicht bluten. Ich möchte mir nur nichts von einem Mann über Weiblichkeit erzählen lassen. Da fehlts ihnen dann doch wirklich an der autentischen Erfahrung. Da forsche ich lieber in mir selber, tausche mich mit anderen Frauen aus, lese Bücher von Frauen und besuche ab und zu mal ein Seminar, von Frauen für Frauen.
Die landläufige Theorie, dass wir alle männliche und weibliche Anteile in uns haben, oder das linke Hirnhälfte weiblich, rechte männlich oder Gefühl weiblich, Ratio männlich kann ich so sowieso nicht teilen. Vor allem seit ich weiß, dass Mathematik von Mater, also Mutter kommt. Ich erlebe mich z.b. in einer Aggression nicht als "männlich". Ich bin Frau und weiblich, gerade auch wenn ich vor Wut Feuer spucke, wie eine alte Drachin...

lg ingrid.

 
Am/um 10:42 AM , Anonymous Anonym meinte...

Erinnere mich an einen bericht im fernsehen vor einigen tagen, da gings um die "neuen"feministinnen, die "ganz frech sind und auch pornos ok finden"(O-ton der moderatorin). Ein paar der mädels wurden kurz vorgestellt, autorinnen, eine rapperin und so.
Insgesamt fand ich schockierend,dass genausogut männer befragt hätten werden können, der ton, der in allem mitschwang war latent aggressiv, gegenüber müttern/mutterschaft reichlich verächtlich und sowas wie mitgefühl kam schlichtweg nicht vor.
Erinnerte mich in der folge an das buch v.b.walker"göttin ohne gott", da wurde z.b.diese überall spürbare
aggression als ein merkmal von patriarchalischen systemen beschrieben.
Und hier komme ich mit ingrids standpunkt zusammen:Ich bin auf der suche nach weiblichen energien, vorbildern, gedankenbrücken,...weil es für mich keine wirkliche weiterentwicklung ist, wenn männliche denkweisen a bissl "verweiblicht" werden. Und auch nicht, wenn immerzu die behauptung auftaucht, dass wir alle alles enthalten und polarität was schlechtes ist.
Ich habe genug damit zu entdecken, was es heißt, weiblich spirituell zu sein und die energien im alltag zu bewahren, wo die energien oft sehr entgegengesetzt strömen, weil alles sehr männlich dominiert ist.
Jetzt isses lang geworden, hm
lg,
Doris

 
Am/um 12:04 PM , Anonymous Anonym meinte...

In letzter Zeit komme ich mit Männern im spirituellen Sinn "gut" aus -und sie mit mir. Was diese Männer aber nicht wissen ist, dass ich mich auf meinem spirituellen Weg mindestens 10 Jahre konsequent jedem männlichen Einfluss entzogen habe. Meine sehr oft lesbischen Lehrerinnen haben mich im meinem weiblichen Sein gestärkt, herausgefordert und gefördert. Ich bin ihnen unendlich dankbar dafür. jetzt - nachdem meine weibliche Spiritualität gewachsen und stabil ist, wird meine ureigenste Weise des Ausdrucks - von Männern, Frauen und von mir nicht mehr in Frage gestellt. Da gebe ich wieder Anuja vollkommen Recht, letztendlich gibt es nur eine Spiritualität - die alles enthält. Nur, wie da hin kommen - wenn durch die männlich dominierte Sichtweise der Weg zu einem halt in meinem Fall "weiblichen Selbst" oft stur und aus egoistischen Motiven, wie Rivalität verstellt wird?

 
Am/um 2:43 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja - diese "neuen" feministinnen, ich frage mich ob es die wirklich im alltag gibt, oder ob die nicht einfach so eine patriarchale medienerfindung sind. wär auch wieder einen längeren gedankengang wert.

ich hab ja auch schon den einen oder anderen pornofilm gesehen. aber darum geht es doch überhaupt garnicht...

also jetzt auf die aussagen in den medien bezogen nicht auf doris.

ja mir geht es ähnlich. da hab ich auch genug zu tun, alltag spirituell und mich entdecken.

zu dem männer erklären uns die weiblichkeit; ich habe auch gerne mit ihnen zu tun, also die männer in meinem umfeld meine ich jetzt. es gibt auch bereiche in denen für mich als heterosexuelle frau ein mann erst ein erleben ermöglicht, dass ich so nicht haben kann, allein oder mit anderen frauen. nur eben der schritt, dass ich sie als lebenslehrer, therapeuten, gurus für mich sehen kann den gehe ich nicht. weil sie es einfach nicht wissen können, wie es ist, eine frau zu sein. ich weiß auch nicht, wie es ist, mann zu sein. für mich greift das "im grunde sind wir alle gleich" überhaupt nicht. sind wir nicht, ganz banal und offensichtlich. diese lebenslehrer, gurus, therapeuten können sich ja untereinander helfen. arbeit genug.

wo ich immer gerne mit Männern gesprochen habe: wenn ich probleme in der Beziehung hatte, um herauszufinden, wie sie so ticken. also mit einem guten freund mal alles aus männlicher sicht besprechen, bei einem kühlen bierchen.

mei liebe junge frauen, lasst euch von dem "neuen" feminismus blos nicht verarschen. das ist doch alles nix neues. blos so banal und plakativ. ohne jegliche tiefe, hübsch zugeschnitten auf patriarchal verdaubare happen. schön sexy auch noch. ihr lasst euch ganz schön vorführen!

lg ingrid.

 
Am/um 3:00 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja zu Anuja: ich sag nicht, dass sie "unrecht" hat. sie hat ein anderes weltbild als ich.
jeder hat ein anderes weltbild als ich. jedEr hat ihr eigenes.
wir können uns davon erzählen, es vergleichen, uns anregungen holen.
auch wenn ich noch so überzeugt von meiner wahrheit bin, sie ist einfach nicht universell und wird es nie sein.
ich bin einfach ein winziges partikel im universum, mit der färbung "ich entdecke weiblichkeit".
deswegen halte ich es auch für wenig sinnvoll darüber zu streiten, wessen weltbild nun das "richtigere" ist.
vielleicht war osho ganz ok. keine ahnung. mir stellt sich halt nur bei dem bloßen gedanken an einen männlichen guru alles auf. kann ich einfach nicht ab. nicht mein weg, andere baustelle, kein anschluss unter dieser nummer. und wenn er wirklich was drauf hat, ist ihm das auch ganz schön total egal.

 
Am/um 4:21 PM , Anonymous Anonym meinte...

Ah ja!

 
Am/um 10:32 AM , Anonymous Lucia meinte...

ich versteh gar nicht, warumm immer wieder so aggressiv reagiert wird - seehr oft sogar von frauen - wenn eine sagt, das männer ihr übers frausein nix erzählen können.
ne, versteh ich nicht.
schließlich ist es ja wirklich so.
und auch eine frau kann mir nicht erzählen, was ich als "weiblich zu verstehen habe". geht auch nicht.
mit einer frau allerdings kann ich mich darüber austauschen, über unsere verschieden oder auch ähnlichen oder auch gleichen sichtweisen aufs "frausein" - weil wir ähnliche erfahrungshintergründe haben werden. körperlich genauso wie gesellschaftlich.
das hat ein mann nicht - mit dem kann ich mich nicht austauschen. der kann mir von seinem erzählen und ich ihm von meinem - aber nicht austausch über "frausein" und wie "frau zu sein hat"
wie domestiziert muß man denn sein, das man ständig die männer verteidigt. können die das nicht selber?

 

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