Freitag, Juli 11, 2008

lauter irre

Luisa schreibt in salamandra.de über das Urknallexperiment von Cern. Habe weiter gelesen, auf focus online,

ich zitiere zwei Absätze:

In einer 27 Kilometer langen, unterirdischen Teilchenkanone „Large Hadron Collider“ (LHC) werden Wasserstoff- Atomkerne mit bislang unerreichter Wucht ineinander krachen. Wenn die Urknallmaschine des europäischen Teilchenforschungszentrums „Cern“ im Herbst 2007 angeschaltet wird, erwarten die Wissenschaftler nicht nur zahlreiche Antworten auf fundamentale Fragen der Physik, sie hoffen auch auf ein tieferes Verständnis des Universums.

So ist bis heute rätselhaft, warum nach dem Urknall überhaupt Materie übrig geblieben ist, aus Sterne, Planeten, Bäume und schließlich auch Menschen entstehen konnten. Bei der Geburt des Kosmos müssen zunächst Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen erzeugt worden sein, die sich anschließend gegenseitig wieder komplett vernichtet hätten müssen. „Die Frage ist also letztlich: Warum sind wir überhaupt da? Das ist völlig mysteriös“, sagt der Münchner Physikprofessor Siegfried Bethke, der beim Aufbau des Super-Labors beteiligt ist. „Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben. Das ist doch Grund genug, mal nachzuforschen.“

Ja hm. Was mich da total wundert, ich hab das schon in mehreren Büchern gelesen und selbst in mehreren psychodelischen und Tranceerfahrungen rausgefunden. Nicht nur ich, sondern auch ein Haufen anderer Leute. Was soll also der Scheiß? Sind die doof oder was?

5 Kommentare:

Am/um 1:20 PM , Blogger distelfliege meinte...

Och, also - ich finde das vielmehr ganz faszinierend, obwohl ich wenig von Physik verstehe.
Ich hab mal ein Buch über Quantenphysik gelesen, und eigentlich ists doch sehr spannend, wenn man rauskriegen möchte, ob die bisherigen Theorien über Universum, Urknall und den ganzen Rest im Experiment bestätigt werden können. Davor sind es halt Theorien.

 
Am/um 6:26 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja das kostet 4 milliarden euro und ist ziemlich gefährlich. also ich mein ... äh .. urknall auf der erde simulieren... nachbauen quasi. ich finds halt damisch, weils von der falschen richtung her geht. von hier wo wir jetzt sind quasi rückwärts. nicht von da wo wir herkommen nach hier. total verkehrt rum. da kann nichts gescheites bei rauskommen. nachdenken drüber kann man gerne immer ständig. das macht spaß, egal von wo her und nach wo hin.

 
Am/um 8:06 PM , Blogger distelfliege meinte...

Hm, das mit der Gefährlichkeit halt ich für ein Gerücht, aber sicherlich ist das medienwirksam und so.. daß schwarze Löcher uns verschlingen werden - stimmt aber nicht.

Den "echten Urknall" bauen sie sowieso nicht nach. Der Prof hat auch nicht gesagt, beim Urknall kann kein Universum entstehen, sondern nur, daß er laut der bisherigen Theorie nicht versteht, wie es entstehen konnte. Alles andere wäre völlig unwissenschaftlich, daß es das Universum gibt, ist ja so weit ersichtlich *g*

liebe Grützlis und schönes WE
Distel

 
Am/um 1:30 PM , Anonymous Anonym meinte...

CERN: Mir macht es Angst!

Kommt garantiert von Männern. Als wenn es nicht genug andere Schwierigkeiten auf diesem Planten gibt.

Verschleudern Geld für sinnlose Forschung. Damit sie was zum Spielen haben. Dafür ist immer Geld da.
Oder für genauso sinnlosen und zerstörerischen Krieg... da sprudelt das Geld nur. Millionen und Milliarden...

Jasmin

 
Am/um 11:15 PM , Blogger kvinna meinte...

Jo, immer alles genau wissen wollen. Das kann Spaß machen, sicher. Viele Insekten beispielsweise lassen sich nur genital bestimmen, d.h., sie müssen getötet und ihr Geschlechtsapparat herauspräpariert sowie unter dem Mikroskop verglichen werden, um zu erfahren, wie sie heißen. Und da frage ich mich: woher das Recht nehmen, aus Neugier zu töten? Im Vergleich zum Urknall nur eine Winzigkeit, sicher. Aber prinzipiell dasselbe, denke ich. Und es nützt überhaupt nix, das von mir so oft und gern zitierte "Wiegen, Messen, Zählen". Es ist nichts als ein spannender Zeitvertreib. Beim Erkennen der Welt (Faust lässt grüßen!) hilft es gar nix. Dabei sind es doch die Männer, denen nachgesagt wird, immer und zuallererst zu fragen: "Was nützt mir das?"

 

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