haps
Habe das Buch "Menstruation: Von der Ohnmacht zur Macht" von Dagmar Margotsdotter-Fricke gelesen. Ist sehr interessant für Grundwissen, wie das Patriarchat den Frauen die Kraft gebrochen hat. Da ist eben die Herleitung gut dargestellt, deren Unkenntnis mich immer wieder hier im Blog in sinnlose Diskussionen verwickelt.
Die ganze Gehirnwäsche, aus der frau so schwer rauskommt. Ganz logisch, gar "wissenschaftlich" erklärt. Mit ganz vielen Quellenangaben und Literaturhinweisen. Also ein richtiger Klassiker sozusagen.
Was mir sehr gut gefallen hat, dass ich da zum ersten Mal schwarz auf weiß gelesen habe, was mir schon länger aufgefallen ist. In Büchern von männlichen Esoterikern (will das jetzt mal so nennen, in Ermangelung eines anderen Wortes) werden Frauen auch auf eine total einseitige Weise dargestellt, die meiner Art Frau zu sein überhaupt nicht entspricht. Diese Männer beschreiben die ideale Frau allesamt als hingabefähig, aufnahmebereit, liebevoll, passiv, nährend, schützend, gebend. Pah! Ich bin wild, fordernd, grausam. Manchmal.

Wie tief steckt denn die Angst der Männer vor einer wirklichen Frau? Und wissen sie nicht, was ihnen fehlt, wenn sie ewig den phantasierten Kindfrauen hinterher sind? Nahezu alle Frauen sind doch auch nicht so, es ist alles nur Show, bewusst oder auch unbewusst, antrainiert, verinnerlicht. Mit Gewalt beigebracht. Auch die Männer zahlen einen hohen Preis dafür.
Wenn Männer nicht diese Angst verlieren und endlich wieder wirklich in der Frau aufgehen, sich hingeben, sich verlieren können, dann, ja dann... dazu müssen sich auch die Frauen wieder erinnern. An Macht und Potenz. Eine notwendige Verschiebung der Energien in die richtigen Hände.
Bevor das nicht passiert, habe ich kein Interesse an einem Quantensprung. Wir sind nicht gleich. Sonst wären wir ja nicht so verschieden. Ach, wie gerne würde ich den einen oder anderen von euch verschlingen...



28 Kommentare:
Liebe Ingrid!
In einer Beziehung ist es manchmal gut abzuwägen, und nicht "immer" auf Konfrontation zu fahren, was ich eigentlich immer gemacht habe, immer noch tue, und sicher auch weiter tun werde, weil ich mittlerweile begriffen habe, dass ich "alleine" auch ganz gut, wenn nihct sogar besser, leben könnte. Und genau so verhalte ich mich auch meinem Partner gegeüber,....und Der weiss das auch. Frau kann Dinge bemängel, am Partner, sollte aber auch seine Bemühungen anerkennen, wenn die Ihren anerkannt werden, und ab und an einen Kompromiss schließen, ....und ja , ich weisss,....des "lieben Friedens Willen".
Liebe Grüße
Grye Owl
ja - schwierig für mich finde ich dass ich eine art beziehung zu leben suche die es noch nicht vorgefertigt gibt. ich will sehr wohl nähe zu einem mann aber auf keinen fall eine klassische feste zweierbeziehung.
ich will das auch nicht flüchtig, oberflächlich und beliebig austauschbar.
sondern nähe und abstand ausgelebt. das meiste in den zweierbeziehungen ist gewohnheit, abhängigkeit, besitzanspruch, angst.
ich will freiheit und begegnung. wie das gehen soll? keine ahnung. bin ja noch nicht mal im versuchsstadium, ist reine theorie. diese festgefahrenen vorstellungen sind hartnäckig.
liebe grüße i.
Wild, grausam, fordernd. Verschlingend! Das ist die Lilith in uns, der wir den ihr zustehenden Platz endlich einräumen sollten, oder?
Und dann: wo besteht der Unterschied des von dir genannten Buches zum "Schwarzmond-Tabu"?
der unterschied zum schwarzmond-tabu: völlig anderer text. total anderer blickwinkel.
ja - lilith - hm. es geht darum, dass wir die macht haben leben zu geben. wir sind aber ehr in der ohnmacht. und die männer in der "zeugungs"macht. diese natürliche macht sollten wir wieder spüren. wir sind momentan er sowas wie sein schoß und besitz.
einen satz in dem buch fand ich besonders witzig: "das sperma ist gar kein same, sondern ein pollen." es stimmt auch. erst mit dem aufgehen des spermas in der eizelle (deswegen auch die notwendigkeit der männlichen hingabe, damit es auch wieder psychisch stimmig wird) entsteht ein same.
Ingrid, es geht um dieselben FAKTEN. Welche Rolle spielt da der Blickwinkel?
Und Lilith ist die grausame Hälfte des Weiblichen. Ohne Schwarz kein Weiß. Sozusagen die dunkle Seite der Macht.
Den Aspekt der Macht, Leben zu schenken, sehe ich bei Lilith nicht im Vordergrund. Absolut nicht.
Oh, der Blickwinkel spielt IMMER eine SEHR große Rolle. Allerdings merkt man das nur, wenn man bereit ist sich ab und zu mal auf einen anderen Blickwinkel einzulassen....
äh... fakten? es gibt keine unumstößliche wahrheit. immer nur weitere beschreibungsversuche.
und: das schwarzmondtabu erklärt die menstruation an sich, dagmar margotsdotter-fricke beschreibt den prozess, wie frauenwissen und -kraft, in den letzten paar jahrtausenden durch inquisition und gesetzte, also mit gewaltanwendung, in männerhände und -köpfe geraten ist. sie erklärt auch wie es funktionierte, dass das kaum jemand in frage stellt, und die meisten von uns vergessen haben, dass es mal anders war. also blickwinkel politischer.
ja lilith - ich will das nicht benennen was da in mir vorgeht. oder teilen. da meine wildheit, da meine kraft, leben zu geben. ich meine bei einer geburt ist frau auch ganz schön wild und kräftig. ich will da keine schematas. alle mythen, namen und einteilungen sind doch letztlich nie die wahrheit, sie bleiben immer nur hilfskonstruktionen. ich schriebe einfach, was ich fühle. ohne wahrheits- und absolutsanspruch.
Jut! Was ich eigentlich sagen wollte: Es geht um dieselben Wahrheiten, soweit Wahrheiten deckungsgleich sein können.
Und den Unterschied zwischen der Wahrheit einer Jutta Voss und der Wahrheit dieser Dagmar Margotsdotter-Fricke seh' ich grad' nicht, jedenfalls nicht aus der Inhaltsbeschreibung. Dazu müsste ich das Buch lesen. Ich habe mich aber mit der Frau Voss schon schwergetan wegen all' der trockenen - haha! - Fakten.
Und Lilith - ein Hilfsmittel, eine Krücke, wie jeder Mythos - steht für mich für das Zulassen mordlüsterner Gedanken gegenüber der eigenen Brut oder das Aushalten meines weiblichen Blutdurstes allgemein.
Blut ist nun einmal ein besonderer Saft. Und die Gefühle, die wir diesem Saft gegenüber haben, sagen eine ganze Menge über uns aus.
Wie passend, dass ich gerade mal wieder "Kill Bill" angesehen habe - Rache und Blut! Wie entsetzlich unweiblich! (Vorsicht für die, die's nicht sehen: der letzte Satz ist Ironie!)
haha. kill bill ist mein lieblingsfilm
Viele Männer brauchen das Gefühl, das sie die Frau retten, wovor auch immer, egal ob sie gerettet werden will oder muss. Anschließend hat sie das zu sein, was du schon schriebst, hingebungsvoll, liebevoll, nährend, arbeitssam etc ...
Tritt ihnen aber eine starke Frau entgegen, wagt sie es seine Lebensphilosophie zu hinterfragen, oder gar seinen Zweck (in der Beziehung) dann trifft es ihn wie ein Schlag und schon findet sich wieder ein Weibchen welches unbedingt gerettet werden muss ....
Zum Glück trifft das nicht auf alle Männer zu ...
Und dann hab ich so ganz off topic, auf meinem Blog was für dich. http://esmerelda.twoday.net/stories/5198436/
Liebe Grüße
Esme
ja mir kommt es auch so vor als wollten männer beschützen, retten und solche sachen, eben die "starken" sein. find ich ja auch süß. aber - wir frauen sind ja keine kinder.
ich hab dann auch schon erlebt, dass männer mir gegenüber dann so eine art ratlosigkeit haben, für was ich sie denn bräuchte.
äh.. für eine begegnung unter gleichgestellten? kennenlernen von mensch zu mensch?
das ist immer so der punkt, wo ich sie nicht verstehe.
Hallo Ingrid,
genau solche Vorstellung von "Zweierkiste" habe ich auch. Aber das ist auch mit Frauen nicht leichter (schreibt hier eine Lesbe), als mit Männern, also liegt es nicht unbedingt an den Männern, sondern eher an den Vorstellungen von Zweierbeziehungen/Rollen, an der Angst "verschlungen" zu werden, sich aufzulösen, an der Angst verlassen zu werden, mit altem Schmerz konfrontiert zu werden u.s.w. . Auf jeden Fall habe ich ERFAHREN, dass es wichtig ist, nicht alle Gründe, warum es nicht funktioniert beim Gegenüber zu suchen. Ich habe es mit beiden versucht und der Unterschied war nicht so groß. Allerdings will ich nicht bestreiten, dass Gewalt v.a. von Männern ausgeht. Aber zu denen mußte ich nicht gehen und die haben mich auch nicht gefunden. Ich denke es ist schwer Nähe zu leben und bei sich zu bleiben. Verbundenheit zu erfahren und darauf zu vertrauen, daß sie wieder möglich ist, auch wenn ich sie jetzt loslassen. Wenn mensch wirklich nicht gerettet oder versorgt werden will, weil sie/er sich selbst genug ist, wozu dann "Zweierkiste"? ..... Nun ich habe nach vielen Jahren des erst eins/arm dann alleinssein erkannt, daß ich die Gegenüber (das können auch Steinkreise sein :))) brauche, um mich zu spiegeln (das ist für mich mit Menschen am effektivsten, als Mensch), also mich zu erkennen, also zu wachsen (in meine Form, wenn es die überhaupt gibt). Und ich habe erfahren, dass 1+1 mehr als 2 sein kann, daß dadurch etwas entstehen kann, was ich allein nicht erfahren hätte und da meinen ich jetzt nicht unbedingt Kinder. Grüße dich herzlich Silvia aus Berlin.
ja mir hat auch im letzten luisa seminar eine lesbe genau das selbe erzählt wie sie sich eine beziehung vorstellt und genau die selben probleme wie ich. weil, wie du schreibst, die enge vorstellung von "beziehung" nicht nur heterosexuelle beziehungen betrifft. wir beide standen an dem punkt, zu wissen was wir uns wünschen, aber noch nicht zu erden.
und klar: form der beziehung, art wie ich das gegenüber wahrnehme: immer höchst subjektives eigenerleben und entfaltung des aktuellen inneren zustandes..
das "du" zum erfahren und spiegeln...
ich bin grad dabei das jetzt zu akzeptieren und mich nicht mehr von meinen eigenen idealen irre machen zu lassen. damit meine ich aber nicht unpassende und schlechte zustände willenlos und handlungslos hinzunehmen, sondern sie als folgerichtig zu erkennen. fühlt sich gut an.
lg ingrid.
das Jetzt, "den aktuellen zustand" meine ich oben im letzten absatz
@silvia:
Ich finde, du bringst es sehr schön auf den punkt!
Lg,
Doris
dazu muss ich halt auch wieder sagen - nicht dass es jetzt wieder heißt männer und frauen sind doch gleicht - die art der beziehungsstruktur ist mit dem patriarchat und dem brechen der ursprünglichen frauenkraft gekommen. dass auch lesben sie übernommen haben, zeigt nur nochmal sehr deutlich, wie weit wir andere formen des zusammen- und beziehungslebens auch unter frauen vergessen haben. die gehirnwäsche funktioniert perfekt. auch ohne männer.
naja beharrlichkeit führt immer zum sieg
und mit beharrlichkeit ist uns lange lange zeit eingetrichtert worden dass es nur eine mögliche form der beziehung gibt
ich bin dein herr und meister und du gehörst mir mit haut und haar...
es ist aber doch auch so abhängig vom befinden was ich gerade brauche
oft bin ich froh allein zu sein
aber wie oft fehlt mir jemand bei dem ich mich einfach fallen lassen kann der mich ohne worte versteht
im zusammenleben ist das schon schwer dass die befindlichkeit beider gerade zusammenpasst
erst recht wenn nur punktuelles zusammentreffen stattfindet
idealerweise könnte da eine gruppe sein
vernetztes leben
eine lebensgemeinschaft
eine neue form der sippe
und dann noch zu allem überfluss nachhaltiger gemeinsamer erwerb des lebensunterhalts...
birgit
interessant das thema. ich mein, wenn man den anderen "braucht" ist die beziehung eh schon nicht viel wert oder? das retten, beschützen wollen etc ist da oft der ausdruck davon. mann will dass die frau ihn braucht - umgekehrt gibts das ja genau so. da ist dann schon abhängigkeit dabei, und machtanspruch. aber wenn zwei reife menschen eine beziehung führen, die einander nicht nötig brauchen, sondern "nur" bereichern, dann kann es bestimmt auch ganz nett sein wenn man sich umsorgt und aufeinander aufpasst, im sinne von acht gibt. gegenseitig natürlich. voraussetzung ist das man erst mal auch sich selber acht geben kann. ich glaub schon noch dran, dass es - vereinzelt - männer gibt, die auch die "ganz andere" beziehung mit ner starken frau leben wollen. hast du den glauben da dran schon aufgegeben, ingrid?
ja birgit, genau. so wärs super!!!
deserada, was ist das denn für eine frage? soll ich mein leben damit verbringen auf IHN zu hoffen und zu warten und mich soweit perfektionieren, damit ein endlich gut genug bin für eine tolle beziehung? genau dass ist nämlich der schmarrn an der ganzen sache, diese erkenntnis hatte ich vor ein paar tagen.
erst wenn ich ein reifer mensch bin, ist es soweit? vorher leid, schmerz, irrsinn, nicht gesehen werden? ist doch quatsch. muss quatsch sein.
ein mann und eine beziehung ist doch keine belohnung für gute arbeit am selbst! und kein ziel und kein "endlich auch ich unter der haube". ne. das kann es nicht sein.
es ist immer alles so gut wie es ist. dass mit dem mann bei mir kürzlich war in dem sinne vollkommen perfekt. es ist immer vollkommen. es ist immer ein lernprozess. die hoffnung auf "den richtigen" oder die perfekte beziehung ist eine hoffnung auf erlösung. die gibt es nicht. nicht in einer äußeren partnerschaft. diese "du findest ihn schon noch, wenn du die hoffnung nicht aufgibst und weiter daran glaubst" macht mich irre.
viele schreiben, es gibt diese männer, die mit einer starken frau können. seit doch mal ehrlich, dass ist doch ein patriarchaler erlösungsmythos.
ich jedenfalls steh total auf birgits methode. so geht es und nicht anders. und mit respekt und würde allen menschen gegenüber, mit denen frau zu tun hat. ich habe ein solches netzwerk an männern, freunden, freundinnen und familie, und mir selbst, werde geliebt und liebe.
Es wurde schon gesagt: Beziehungen sind dazu da, um sich zu spiegeln. Also: Um sich via des Spiegels selbst kennenzulernen. Selbst!!! Der andere gibt mir also lediglich die gute Gelegenheit, mir meine EIGENEN verqueren Vorstellungen anzuschauen (direkter: Es geht überhaupt nicht um den anderen, schon gar nicht in Beziehungen).
Dazu gehören auch solche Sehnsüchte nach einem Mann, der einen letztlich, egal in welcher Form von Beziehung, glücklich machen soll. Hier: Er soll die Kraft und die Wildheit anerkennen, respektieren, damit sein können usw.
Erst mal wäre dazu nötig, daß ich mich selbst total und auch diesen Mann-Menschen mit seinen seltsamen Eigenschaften anerkenne.
Immerhin, Ingrid hat anerkannt, daß die es auch nicht leicht haben in ihrem Sein. Ist das erkannt - ist es sicher leichter, sich zu begegnen.
Nochmal zurück zum Spiegeln: Wenn ich selbst also frei bin in Denken und Handeln, im Geiste sozusagen (Worte sind so unzulänglich), warum sollten mich dann irgendwelche Konzepte von anderen Menschen (Matriarchat, Patriarchat etc. pp. usw.) kümmern oder ärgern oder gar auf Dauer beschäftigen?
Dann gibt es einfach nur Begegnung. Und zwar dann, wenn sie gerade stattfindet. Dann kann sie auch wild und leidenschaftlich bleiben. Natürlich vorausgesetzt, daß das Gegenüber ebenso frei im Geiste ist.
Sobald ich aber beginne, die Beziehung in "Lebenskonzepte", "Beziehungskonzeote", "Kinderaufzuchts-" und "Versorgungskonzepte" zu packen, ist es damit aus. Kozepte und/oder Wünsche und/oder Erwartungen, sehr oft sind es Bedingungen, eben jegliche Vor-stellung vor das, was einfach ist.
Solange noch solche Er-wartungen vorhanden sind, egal welche, verbringen wir weiter das Leben mit WARTEN.
Schönen Gruß, Godot
hm. das ist ja wieder so das buddistische konzept.
ich schrieb: "es ist immer alles so gut wie es ist. dass mit dem mann bei mir kürzlich war in dem sinne vollkommen perfekt. es ist immer vollkommen. es ist immer ein lernprozess. die hoffnung auf "den richtigen" oder die perfekte beziehung ist eine hoffnung auf erlösung. die gibt es nicht." wo ist jetzt da der unterschied?
diesen wunsch nach auflösung und beendigung meiner beschäftigung mit den konzepten matriarchal-patriarchal hab ich überhaupt nicht, im gegenteil. ich werde mich noch viel tiefer damit auseinandersetzen in zukunft. weil: ich sehe das als eine falle im denken zu glauben alles wäre transzendiert. das kann es in einem neptunischen moment sein, vor allem auch in der begegnung mit einem anderen, dazu ist schließlich die sexualität erfunden worden. aber ich muss immer wieder zurück in meinen irdischen, soziologischen kontext. und der ist definiert. und ich will ihn mit umdefinieren.
Was ist das: "Beziehungen sind dazu da, um sich zu spiegeln."? Ein Konzept, richtig!
Wie kommt es, Zwillings-Sonne, dass mir deine Vorträge über Konzeptlosigkeit immer so konzeptstarr erscheinen, dein Reden über innere Freiheit immer so beklemmend, so atemlos eng und unfrei vorkommt?
So viel aufgesagte Theorie und so wenig wirklich eigene authentische Erfahrung, so wenig Individualität. Als wenn Erlösung das Eingehen in euphorischer Konformität bedeuten würde... Bist du dir sicher, dass du da nicht etwas missverstehst?
Woher kommt dieser Drang zur altklugen Schlaumeierei, sich dabei so gar nicht wirklich auf die Wellenlänge des anderen einlassend, so gar nicht mitschwingend?
Du verstehtst nicht und willst nicht verstehen. Weißt, dass diese Art von Statement hier unwillkommen ist, nicht auf offenen Boden fällt, auch verärgert und verletzt. Warum und wem musst du deine gefühlte Überlegenheit immer wieder beweisen, - ist dass die glückselig taumelnde innere Freiheit, die es zu erreichen gilt?!
Zeig dich doch mal wirklich, genauso ehrlich und ungeschützt wie Ingrid es immer wieder tut, -das wäre mutig, das wäre ein Geschenk für die Anderen!
Kaja
liebe kaja,
danke dass du mich so verteidigst! finde die meinung von zwillings-sonne trotzdem interessant. mich würde auch die praktische seite interessieren, wie frau so eine beziehung lebt. werde ich bei gelegenheit wieder aufgreifen das thema!
ganz liebe grüße i.
Wie kommt es, Zwillings-Sonne, dass mir deine Vorträge über Konzeptlosigkeit immer so konzeptstarr erscheinen, dein Reden über innere Freiheit immer so beklemmend, so atemlos eng und unfrei vorkommt?
Das weiß ich nicht, Kaja.
Aber du führst ja anschließend noch eine ganze Menge aus, was deine Ideen üer meine Person betrifft. Von daher war es ja offensichtlich keine rge, sondern du wolltest es mir jetzt mal so richtig geben und endlich dafür sorgen, daß ich mein deiner Meinung unauthentisches Maul halte.
Ich werde drüber nachdenken, danke für deine freundliche, einfühlsame Anregung.
Von buddhistischen Konzepten bin ich übrigens Lichtjahre entfernt, habe die aber wirklich im richtigen Leben kennengelernt, wie vieles andere auch ... um sie dann hinter mit zu lassen.
Ich weiß also sehr gut, wovon ich rede, wenn es um verschiedene "Konzepte" geht - aus dem richtigen Leben, Kaja - auch wenn du mich noch so blöd findest.
Adieu und einen schönen Abend allen, Sati
da hab ich einen wunden punkt getroffen, oder warum wirst du wütend? wie kommst du drauf ich meine du sollst was sollen? ich habe in manchen deiner einträge eine enttäuschung rausgelesen darüber, dass "die männer" mit einer starken frau nicht könnten, und gleichzeitig die sehnsucht danach, dass vielleicht doch mal einer - mit dir - könnte. daher die frage.
manchmal scheint mir, feministische frauen verurteilen sich selbst in grund und boden dafür, wenn sie den wunsch nach nähe zu einem mann spüren. ich bin feministin von den anfängen an, und weiß meine freundinnen weiß göttin zu schätzen. und trotzdem ist eine erfüllende nähe zu einem liebevollen mann, der mir achtung und wertschätzung entgegenbringt, eben auf einer anderen ebene auch etwas sehr schönes.
nein es ist kein "mythos" dass es männer gibt, die mit starken frauen können. prozentual wenige, aber es gibt sie - starke männer eben. sonst würdest du ja allen frauen, die in einer soliden partnerschaft leben, absprechen stark zu sein.
ich hab nicht geschrieben, frau muss perfekt oder "gut genug" sein bevor sie eine liebevolle beziehung "verdient". es geht nur darum, über das brauchen und gebraucht-werden-müssen hinweg zu sein, vorher geht es halt nicht, da ist nur abhängigkeit.
erlösung gibt es. wann immer sich etwas löst, eine fixierung, ein schmerz, ein "brauchen", ist es erlösung. die kann aus einem selber kommen, und sie kann auch von einem gegenüber, männlich oder weiblich, unterstützt werden, immer in verbindung mit der göttin natürlich.
ich finde ihr seid hier grad nicht sehr liebevoll miteinander. was genau bringt das, so übereinander herzufallen, für- oder gegeneinander partei zu ergreifen? soll das hier nicht mehr ein austausch sein, wo jede ihre erfahrungen, empfindungen offen äussern kann, ohne gleich wieder nach patriarchalem muster niedergemacht zu werden? ich mag so etwas jedenfalls nicht mitmachen.
ja so angriffe sind bei thema immer üblich hier. das ist einfach emotional total aufgeladen, das mit der "liebe".
hm - bei mir ist es nicht so genau wut, sondern irgendwie "trifft" es mich manchmal an einem wunden punkt. ich kanns nicht so genau definieren. ich glaube es geht in die richtung "unfähigkeit". ich fühle mich dann getroffen, als wäre ich nicht fähig, einen mann zu finden und andere schon. so in der art.
die "liebe" zwischen mann und frau kommt mir manchmal vor wie ein spiel dessen regeln ich einfach nicht kapiere. da komm ich mir einfach oft wie eine idiotin vor.
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