Dienstag, November 18, 2008

im knien

Na gut. Das ist schon ein bisschen naiv. Was so eine richtiger Sadist ist, frisst Dark Susan zum Frühstück. Und es wird auch nicht weich in liebevolle Arme gefallen, sondern verdammt hart auf den blanken Boden.

lost.


Gut, dass Dark Susan unter Betreuung steht. Wenigstens die meiste Zeit. Und ihre Betreuerin sehr gut im Gedanken lesen ist. Zumindest was abgrundtief bösartig zynische Sadisten anbelangt. Was sie wiederum sehr zum Nachdenken anregt. Man spürt und nimmt nur etwas so intensiv wahr, das man kennt, das in einem selbst vorhanden ist. Die Psyche ist schon ein wahrlich wunderlich Gebilde.

Die Liste meine Geisteskrankheiten wird länger, aber wen interessieren schon klinische Diagnosen? Vor allem wenn man wie ich auf das Gefühl steht, wenn das Hirn wie ein Spiegelei brutzelt. Oder wie Rotz an die Wand klatscht.

and found.

23 Kommentare:

Am/um 9:27 AM , Anonymous Anonym meinte...

nej, ich finds nicht naiv, sich mit den dark susans in und unter uns auseinanderzusetzen.
Im übrigen muß ich nochmal sagen, dass ich bei den sm-liebhabern,die ich kennengelernt habe, das gewalttätige keinen platz hatte, nicht erwünscht war, auch aus den eigenen reihen verbannt wurde, wenns in form von neuzugängern auftauchte.
Es ging immer um das spielerische ausloten der grenzen, immer mit zustimmung beider seiten, immer mit möglichkeit zum stop, immer mit dem ziel, es soll guttun, was immer es für eine/n dann heißt.
Naiv wäre, sehnsuchtsvoll suchend sich dem erstbesten anzuvertrauen.
Eine möglichkeit wäre, sich mit bedacht einen geschützten rahmen zu suchen(sm-verein oder so)und sich die leute da mal anzuschauen und dann erst die sehnsüchte in die tat umzusetzen-wenn es dann noch gewollt ist.
Die leute, die ich da kennenlernen durfte, sind alle"total normal" und integer und ich würde ihnen kind und hund und hamster jederzeit anvertrauen. Aber genau hingucken muß sein, es gibt eben auch viele dark susans und dark franzls, die krank im hirn sind.
Lg
Doris

 
Am/um 10:42 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja. klar, was du da schreibst. so neu ist das bei mir nämlich auch nicht, ich mache grad eben mein öffentliches coming-out, ich bin eben die totale exhibitionistin.

mit dem "naiv" mein ich auch, genau wie du schreibst, törichtes vertrauen jedem gegenüber. da muss frau total vorsichtig sein, denn das ist alles ein spiel und heißt nicht, total jedem zu vertrauen und grundsätzlich die verantwortung abzugeben.

ich hatte einfach nach dem ersten post mit dark susan das innere gefühl, ich müsste nochmal nachhacken und auf die gefahren und die feinen aber wesentlichen unterschiede aufmerksam machen. es kam da so eine energie...

lg ingrid.

 
Am/um 11:14 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

mit den geistenkrankheiten mein ich übrigens auch nicht das sm sondern die "multible persönlichkeitsstörung" (dark susan - betreuerin - ich) und die "paranoide schizophrenie" (gedankenlesen). alles in allem eh ein scherz. oder?

 
Am/um 2:26 PM , Anonymous Anonym meinte...

hmmm, habs eigentlich ernst genommen und nichts schlimmes dabei gesehen, aber ich bin auch eher keine blitzgneisserin(kein scherz:) )
Alles liebe für dich, ich mag deine fotos, vergess es aber meist zu sagen,
Doris

 
Am/um 2:30 PM , Anonymous Anonym meinte...

...und wie war das noch mit "panta rhei"alles fließt, oder,also ein steter wandel, auch das hirn in der pfanne oder an der wand-oder im kopf
Lg
Doris

 
Am/um 2:33 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

nene habs schon ernst gemeint nur das ich meine ich hätte geisteskrankheiten ist ein scherz. immer meine schlampige ausdrucksweise... dein kommentar ist übrigens echt spitze! du hast es erfasst.. ganz liebe grüße i.

 
Am/um 8:59 AM , Anonymous Anonym meinte...

...ein bissl still hier heute...bin ich tatsächlich die einzige, die hier ihren senf abgegeben hat?!
Lg,
Doris

 
Am/um 2:06 PM , Blogger She-Ra meinte...

Ein gutes Buch zum Thema fand ich „Like a black rose“ von Yadi Pearl, sie hat auch eine Homepage. Sie hat sich ziemlich gesund und experimentierfreudig aus Geldnot auf einen Job als Domina eingelassen, aber auch die andere Seite ausprobiert. Das hat mir diese Welt geöffnet und ich fand´s echt aufschlußreich. Ich glaube Macht ist etwas was auf irgendeine Art zur Liebe gehört und jedeR lebt das halt etwas anders.

 
Am/um 2:23 PM , Anonymous Marion meinte...

..frag mich gerade ob verrückt sein oder SM Club heute die einzigen Refugien sind in denen weibliche dunkle auch mal gewalttätige Macht sich ausleben kann ?
Beschäftige mich selbst gerade sehr mit dem schwarzen Aspekt der Göttin in mir, dem zweifellos nötigen Aspekt der zerstörerischen großen Mutter und bin absolut immer wieder erschüttert, wie wenig sich Frauen selbst erlauben so zu sein. selbst die die sich mit physischer Gewalt erfolgreich gegen prügelnde Ehemänner gewehrt haben sind eher die "Bösen " als diese Männer.
Wird eine verrückt wenn sie das Verlangen spürt, nicht lieb zu sein und es sich jahrzehntelang nicht auszuleben traut ?
Außerdem gehören Schmerz und Lust für Frauen zusammen, das haben wir auch beim Gebären..warum muss das in speziellen Clubs stattfinden..warum können wir uns nicht gegenseitig so stark vertrauen das wir den Aspekt bei unseren Schwestern anerkennen genau wie bei uns selbst ? Naja im Umgang mit Männern ist das vllt problematisch weil die eher unterdrückende Macht als Lust dabei ausleben (könnten)

LG Marion

 
Am/um 4:41 PM , Anonymous Anonym meinte...

@marion:
das find ich einen guten ansatz, weil so hab ich meine berührungsängste mit den "dunklen seiten"reduzieren können:den aspekt(welchen auch immer)bei den schwestern wie bei uns selbst anerkennen(und auch bei den brüdern;))
Allerdings denk ich, dass wahrscheinlich die dark domina noch eher bei feministinnen "sein darf", als die, die ihre lust in der unterwerfung suchen mag.
Lg,
Doris

 
Am/um 8:29 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

hm also ich würde nicht sagen, dass verrückt sein und sm die einzigen refugien sind. das entscheidet ja jede frau für sich selber.
ich habe mich jetzt auch in den letzten wochen total intensiv mit literatur zum thema beschäftigt und mit meinen ideen und vorstellungen dazu. klar ist ja auch, dass es innerhalb von sm tausenden schattierungen gibt, und den passenden partner dort zu finden ist genauso leicht oder schwer wie im "normalen" leben. die beziehungs probleme sind anscheinend auch identisch.
im prinzip empfinde ich es als sexuelle ausrichtung, die frau hat oder nicht. wenn eine frau sie hat, ist immer noch die hürde der ängste es auch auszuleben (erziehung, gesellschaftliche moralvorstellungen usw.). wichtig finde ich auf alle fälle, dass das nichts mit blinden gehorsam, totaler unterwerfung und machtlosigkeit zu hat, wenn eine frau bottom ist, also den unterwürfigen part liebt. es ist ein subtiles spiel, dass nicht mit der haltung im alltag zu verwechseln ist und es ist sexuell. so seh ich das jedenfalls für mich.
das mit dem verrückt sein ist reine kokketerie von mir, ich sehe mich eben als ziemlich unangepasst. klinisch würde ich auch tatsächlich diese diagnosen bekommen, wenn ich ein gespräch mit einem entsprechenden arzt hätte, das hat aber nichts mit meiner tatsächlichen realität zu tun. ich lass mir normalität nicht definieren.
dunkle seiten ausleben kann an sich auch sehr sehr verschiedene formen haben und annehmen. will ich nur mal so sagen. ist fakt.
das mit den feministinnen und nur domina sein dürfen ist nicht so. wenn eine frau unterwürfig ist im sm so ist sie das idealerweise innerhalb eines zuvor besprochenen settings und entscheidet bewusst wen sie will, was sie will und gibt dann bewusst für ein paar stunden macht eine person ab, der sie vertraut. vertrauen kann. es gibt schon auch eine menge leute, die da s nicht kapieren, aber mit so jemanden würde ich mich nicht einlassen. also macht kann frau erst abgeben, wenn sie sie hat.
im englischen wird sm auch mit "sex magic" übersetzt, ein hinweis darauf, dass frau durch das einlassen und loslassen einen total transzendenten zustand erreichen kann.

lg ingrid.

 
Am/um 9:34 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

nochmal ;-))
es gibt ja da im sm viele möglichkeiten bzgl. unterwerfung. ein modell ist 24/7 also 24 stunden, 7 tage, immer sklavin sein. nicht mein ding. oder viele frauen dienen ihrem top (der dominante männlich part) auch im alltag unterwürfig. auch nicht meins. meine dienstzeit als hausfrau ist definitiv für alle zeit zu ende. und es macht mich auch überhaupt nicht an.
also jedE/R findet da so seinen eigenen weg. frau muss halt ihr gefühl und ihr begehren klar kriegen. ist aber auch in normalen beziehungen so. ist nichts besonderes im sm. kann halt blos noch mehr weh tun. oder? stimmt eigentlich auch nicht...

 
Am/um 9:35 AM , Anonymous Anonym meinte...

ja ok, das ist dann wieder so eins von meinen kopfgespinsten und klischees, dass "die feministinnen"nur die domina gelten lassen würden. Es geht halt nix über ein sorgsam kultiviertes vorurteil...:)
Das mit dem verrückt-sein: ein wenig koketterie steht einer jeden da schon zu, find ich. Wenn eine ver-rückt ist, ist sie aus der mitte des zeitgeistes gerückt und hat womöglich von außerhalb der mitte ganz neue perspektiven.Für mich ist es eine gratwanderung;einerseits mich in der "realen"welt zurechtfinden können und andererseits nicht darin die einzige meiner möglichkeiten sehen.
Lg,
Doris

 
Am/um 9:45 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

stimmt total. der witz ist die gratwanderung. wenn frau im alltag nicht mehr zurechtkommt mit ihrer verrücktheit, dann landet sie wirklich in der anstalt. kann frau es ausbalancieren ist alles erlaubt...

 
Am/um 9:53 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

zu den clubs, weil marion nur von clubs geschrieben hat. im grunde ist das erstmal bei allen sm-leuten sehr privat. manche gehen dann ab und zu gern in club, manche sind halt richtige szene-leute. wie in der "normalen" clubszene auch. es gibt garantiert eine menge sm begeisterte, die noch nie in einem club waren. oder nicht gern hingehen.

 
Am/um 12:31 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

mei ja, und noch was. der vollständigkeit halber. ist natürlich nicht so, dass ich jetzt die letzten paar wochen ein paar bücher gelesen hätte und nachgedacht habe und jetzt bumm bin ich plötzlich die sm-königin. das geht alles schon ewig, von meinen ersten sexuellen fantasien an die ich überhaupt hatte, ist ein langer prozess mit viel sehnsucht, verwirrung, frust, seltsamen erlebnissen und auch glück und erfüllung. habe nur momentan das gefühl ich durchschaue es endlich und hab konkret begriffen, was ich wirklich will und wo es bei mir lang geht.

 
Am/um 5:12 PM , Anonymous Marion meinte...

..mich hat mal eine Frau beim Sex gefragt ob ich sie mit ner Peitsche hauen würde..irgendwie fand ich das gruselig, meine Vorstellung von Schmerz und Lust ist eine andere, irgendwie (eher so ein bisschen rauh beim Sex ohne fesseln und so). Mein Post war nicht so sehr auf SM bezogen sondern darauf das Frauen generell ein Problem damit haben Gewalt auszuüben, schon nicht wenn sie selbst davon bedroht sind..und da das Domina-Sein eines der letzten Refugien ist wo Frauen unsanktioniert Gewalt und Machtgelüste ausleben dürfen..ich habe keine Ahnung von SM ich dachte sowas passiert in Clubs.

LG marion

 
Am/um 5:14 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ah so. ja verstehe. da hast du schon recht mit dem letzten refugium unsanktionierter gewalt.

 
Am/um 9:21 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

hab jetzt nochmal drüber nachgedacht, wegen der aggression und der gewalt und den dominas. so wie ich die urweibliche gewalt verstehe ist das aber nicht. mag vielleicht von außen so wirken, im gesellschaftlichen bild so erscheinen. eine domina ist im grunde ehr sowas wie eine dienstleistende performancekünstlerin.

 
Am/um 1:21 PM , Anonymous Marion meinte...

..also urweibliche Gewalt ist für mich auch was anderes..
Aber ich denke die meisten Frauen ahnen nur dass es sowas gibt..frag mich gerade ob der Maso der sich von einer Domina vermöbeln lässt irgendwo tief drin Sehnsucht nach das Macht der großen Mutter hat, die ihn in seinem Größenwahn maßregelt, aber genauso wenig wie die meisten Frauen weiß, was das wirklich ist, was da fehlt...
Naja sie fehlt eigentlich überall, die maßregelnde Mutter, die die Kinder, die Vielfalt und überhaupt die Erde gegen Ausbeutung und Raffgier verteidigt und zwar so, das es wirkt
LG Marion

 
Am/um 1:44 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

Die maßregelnde Mutter, in meiner Vorstellung bin ich da immer bei Ishtar in Babylon, sehe sie als Königin die ein riesiges Heer befehligt, die alle vom Erdboden wegfegt, die sich nicht an die Gesetze der Erde halten. Das ist ein ziemlich starkes Bild in mir. Hat auch damit zu tun, knietief im Blut zu stehen. Aber nicht im Blut der Feinde, die man aus Gier hingemetzelt hat, sondern knietief in Menstruationsblut. Frage nicht, wie und woher, diese Bilder sind einfach da.
lg ingrid.

 
Am/um 8:09 PM , Anonymous Marion meinte...

..ja schönes Bild, so stell ich mir die Macht der großen Mutter ungefähr vor, aber irgendwie auch so, das der Banker , oder Gentechnik-Experte ohne Essen ins Bett muss *g*

 
Am/um 8:22 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

hihi

 

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