Sonntag, Januar 27, 2008

idol



Am Freitag mit 10 Frauen + Luisa Göttinnen, oh nein, "weibliche Idole" angeschaut. Steht auch in ihrem salamandra.de was drüber. War sehr schön. Danach haben wir noch bei Luisa eine Menge ihrer Frauenidole sehen dürfen. Eine unglaubliche Sammlung! Jedes Stück mit einer langen Geschichte und auch mit einer oft sehr witzigen und ungewöhnlichen kürzlichen Geschichte, wie es zu Luisa kam.



In der akademischen Archäologie haben ja Matriarchate nichts zu suchen. Gerade jetzt kommt wieder die Diskussion verstärkt und vehement auf. Und überhaupt. Zitat von der GEO Seite: "Im Reich der Geister und Schamanen - Die Religion kam schon in der Steinzeit in die Welt - vielleicht durch eine Genmutation im menschlichen Hirn". Eine Schlagzeile vom GEOkompakt Nr. 13 - 12/07 - Die Steinzeit. Ich hab dieses Heft kürzlich am Bahnhof durchgeblättert und gleich wieder beiseite gelegt.



Das Akademische ist eben so trocken und eng. Kann sich nur an "Fakten" halten. Ist aber sogar unfähig, seine eigenen Fakten wenigstens interdisziplinär zu betrachten. Die Versuche und Studien sind doch immer viel zu einfach, gehen von einer Annahme aus, die dann bewiesen oder wiederlegt wird. Ich kann doch nicht einen miniwinzigen Baustein irgendwo rausbrechen und dann dranrum wissengschafteln? Doch klar, kann ich, aber das Ergebnis dann als das einzig wahre rauszustellen geht halt garnicht. Für mich.



Forschen mit den Sinnen, in Trancen, kleinen Fetzen aus der anerkannten Forschung, wenn passend, gefühltem, gehörtem, gelesenem, zusammengereimten ist genauso real und gültig. Wer hat zu bestimmen, dass es nicht so ist? Die Frage ist nur, lassen wir uns bestimmen und brauchen wir so unbedingt die Anerkennung der üblichen Autoritäten?
Keine kann jemals die ganze Wahrheit entschlüsseln, aber jede ihre eigene. Und da kann eine, muss eine sogar einfach Versatzsücke, die ihr über den Weg laufen (darum laufen sie ja gerade ihr über den Weg) zusammensetzen, auf ihre ganz eigene Art. Das was dabei rauskommt, muss dann auch nicht unbedingt für andere richtig sein, kann aber wiederum ein stimmiges Puzzleteilchen für jemand anders sein.



Anders: ist mir doch wurscht, was alle von der Existenz von Matriarchaten halten. Ich lass mich von stricken und weben meiner eigenen Welt nicht abhalten. Es geht ja darum, ob es für eine klappt, ob das Leben schön, angenehm, glücklich wird. Und meins wird es, nachdem ich meine eigenen Ideale entwickle und lebe. Und da geht noch mehr...



Dienstag, Januar 22, 2008

nase läuft nicht mehr



So endlich bin ich nicht mehr erkältet. Am Wochenende hab ich mal wieder die kleine Annalena besucht. Wenn ihr was nicht passt, schreit sie ganz laut und schrill. Ihre Mama macht das wahnsinnig, klar, es ist schon anstrengend ein Kleinkind den ganzen Tag zu betreuen. Ich finds lustig. Selber bin ich als Kind vor Wut auf und nieder gesprungen. Sie quiekt.

Sonst schwinde ich dahin, habe schon 6 Kilo weniger als noch vor 2-3 Monaten. Das fing ja mit meiner Zahnbehandlung an, dass ich nicht mehr so schmerzfrei reinfressen konnte. Dann die Phase, als ich bei einer essgestörten Freundin war, und so einen Nahrungsmitteloverkill hatte, dass ich tagelang gar nicht mehr wusste, was ich essen will. Ja Anita schrieb, das hätte ich jedes Jahr. Das ist wiederum ein Beweis, dass das Leben in Zyklen abläuft.



Lese gerade Angelika Aliti, Das Maß aller Dinge. Hat interessantes Diskussionspotenzial. Folgende Aussage hat mich total fasziniert: die Polarisierung in Mann-Frau ist eigentlich ein Instrument der patriarchalischen Kontrolle. Weil es ja nicht der Realität entspricht, denn es gibt im Grunde nur Frauen und ihre Kinder. Und dass frau sich das vor Augen halten kann in ihrer Beziehung, dass der Mann eigentlich nur das Kind einer anderen Frau ist.



Sonntag, Januar 13, 2008

nase läuft



Ich werd mich hüten, das als Beleidigung aufzufassen (siehe 2 comments zu meinem letzten post). Das vermeintliche Kompliment über meine frühere Schönheit. Ich lass mich doch nicht schräg draufbringen. Da seht ihr es mal wieder, wie nette Männer, die einen schon lange, lange und nicht nur körperlich kennen, so denken unter anderem. Und intensiv reflektieren, was sie da überhaupt sagen. Als ich jünger war, haben sich mir das nämlich auch nicht gesagt, wahrscheinlich aus Angst, ich könnt mir meine Schönheit intensiver zu nutze machen.



Heute hab ich mal einen neuen Weg bei meinem üblichen Sonnenuntergangs-Photo-Spaziergang gegangen. Und habe einen so wundervollen neuen Platz entdeckt, sagenhaft! Es lohnt sich wirklich, öfter mal ausgetretene Pfade zu verlassen und sich ins Unbekannte zu wagen.



Gesundheitlich geht es mir nicht gut. Ich hab meine 3. Erkältung diesen Winter, und die letzten 2 Tage so ungefähr 20 Packungen Tempos gebraucht. Vorher hatte ich die ganze Woche Husten. Mein Immunsystem ist anscheinend im Keller.



Ich hab auch wieder mal auf Vollwertkost umgestellt. Ich war ja Sylvester bei einer Freundin, die Esssüchtig ist. Dieser Überfluss an Nahrungsmitteln, den ich da erlebt habe, hat mir die ersten Tage jeglichen Appetit verdorben, und mich dann auf die Suche gehen lassen, nach Nahrung, die mir wirklich schmeckt und mir gut tut. Ich schwelge jetzt in gesunden Leckereien, Genüsse ohne Ende, feine wertvolle Sachen, lecker, lecker. Und meine Hosen werden mir zu weit. Irre.



Wie es aussieht, ist das richtige Verhältnis zu Körper und Ernährung auch eine Sache von Psyche und Wohlbefinden. Nichts, was man sich zwingen kann, um abzunehmen, um gesünder zu werden oder sonstiges. Genuss, Geschmack, Sinnlichkeit steht im Mittelpunkt. Ich war auch schon bevor ich bei meiner Freundin war, irgendwie mit dem Essen nicht mehr glücklich. Weil das meiste, was es so zu kaufen gibt im Supermarkt, einfach grauenhaft schmeckt. Fertigjoghurt, Tiefkühlpizza, Fruchtsäfte mit Zucker und Aromen, Kekse ... nur so als Beispiel. Alles total greislig. Bäh.



Mein Lieblingsessen dieser Tage: einen Apfel reiben, eine rote Paprika und dünnen Streifen schneiden. Darüber eine Soße aus: ein wenig Ingwer, Zimt, Salz, Zitronensaft, ein wenig naturreiner Apfelsaft, ein Teelöffel geriebener Meerrettich, ein Eßlöffel Nuss- oder Mandelmus. Da könnt ich mich reinsetzten!

Donnerstag, Januar 10, 2008

was ist denn das

Jetzt haben schon 2 Exliebhaber, Freunde, Männer, die mich schon lange kennen gesagt: mei, du warst früher sooo hübsch. Eine Schönheit. Komisches Kompliment.



Gestern habe ich FrauTV auf WDR gesehen. So ein Zusammenschnitt aus Interviews mit sehr interessanten Frauen zwischen 41 und 80 Jahren. Lisa Fitz war da dabei, die Lottofee Karin Titze-Ludwig, Hera Lind, Lisa Ortgies, die zukünftige Chefredakteurin von Emma, und einge mir weniger bekannte Schauspielerinnen. Die waren alle sehr individuell und stark, wie eben reife Frauen sind.



Befragt wurden sie nach Körper, Altern, Schönheit, Männern und Liebe. Sie sagten darauf zwar genau die Antworten, die ich auch habe. Aber warum fragt man denn Frauen nicht endlich was anderes?

Nach ihrer Kompetenz, ihrem künsterlischen Schaffen, dem Ausdruck ihrer Sprirtualität oder ähnliches?