idol

Am Freitag mit 10 Frauen + Luisa Göttinnen, oh nein, "weibliche Idole" angeschaut. Steht auch in ihrem salamandra.de was drüber. War sehr schön. Danach haben wir noch bei Luisa eine Menge ihrer Frauenidole sehen dürfen. Eine unglaubliche Sammlung! Jedes Stück mit einer langen Geschichte und auch mit einer oft sehr witzigen und ungewöhnlichen kürzlichen Geschichte, wie es zu Luisa kam.

In der akademischen Archäologie haben ja Matriarchate nichts zu suchen. Gerade jetzt kommt wieder die Diskussion verstärkt und vehement auf. Und überhaupt. Zitat von der GEO Seite: "Im Reich der Geister und Schamanen - Die Religion kam schon in der Steinzeit in die Welt - vielleicht durch eine Genmutation im menschlichen Hirn". Eine Schlagzeile vom GEOkompakt Nr. 13 - 12/07 - Die Steinzeit. Ich hab dieses Heft kürzlich am Bahnhof durchgeblättert und gleich wieder beiseite gelegt.

Das Akademische ist eben so trocken und eng. Kann sich nur an "Fakten" halten. Ist aber sogar unfähig, seine eigenen Fakten wenigstens interdisziplinär zu betrachten. Die Versuche und Studien sind doch immer viel zu einfach, gehen von einer Annahme aus, die dann bewiesen oder wiederlegt wird. Ich kann doch nicht einen miniwinzigen Baustein irgendwo rausbrechen und dann dranrum wissengschafteln? Doch klar, kann ich, aber das Ergebnis dann als das einzig wahre rauszustellen geht halt garnicht. Für mich.

Forschen mit den Sinnen, in Trancen, kleinen Fetzen aus der anerkannten Forschung, wenn passend, gefühltem, gehörtem, gelesenem, zusammengereimten ist genauso real und gültig. Wer hat zu bestimmen, dass es nicht so ist? Die Frage ist nur, lassen wir uns bestimmen und brauchen wir so unbedingt die Anerkennung der üblichen Autoritäten?
Keine kann jemals die ganze Wahrheit entschlüsseln, aber jede ihre eigene. Und da kann eine, muss eine sogar einfach Versatzsücke, die ihr über den Weg laufen (darum laufen sie ja gerade ihr über den Weg) zusammensetzen, auf ihre ganz eigene Art. Das was dabei rauskommt, muss dann auch nicht unbedingt für andere richtig sein, kann aber wiederum ein stimmiges Puzzleteilchen für jemand anders sein.

Anders: ist mir doch wurscht, was alle von der Existenz von Matriarchaten halten. Ich lass mich von stricken und weben meiner eigenen Welt nicht abhalten. Es geht ja darum, ob es für eine klappt, ob das Leben schön, angenehm, glücklich wird. Und meins wird es, nachdem ich meine eigenen Ideale entwickle und lebe. Und da geht noch mehr...

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