Mittwoch, Juli 30, 2008

wo bleibt da das gefühl - part 1

Arbeitshypothesen: Gefühle sind nicht einfach nur so ein rosa Häkelrand um die reale Welt, sozusagen ein Luxus, der die trockene Realität etwas einweicht. Etwas zum Babys trösten und für Frauen, die bittere Tränen über ihren Liebsten in seine dreckigen Socken hineinweinen. Auch nicht etwas, das nur Frauen haben, weil sie so weich und irrational sind. Gefühle sind der Kern der materiellen Welt, das Wesen der Dinge. Es ist unmöglich, etwas zu manifestieren, ohne es gefühlsmäßig zu verankern. Logik ohne Gefühl führt nur in eine Sackgasse. Völliger Irrtum, dass Gefühl bei Verstand und Logik nichts zu suchen hat. Von sowas kommt dann nämlich so eine Schnapsidee wie der Urknall. Da machts nämlich nichts als Bumm. Am Anfang und am Ende.

Gefühle sind nicht etwa weich, lieblich und nutzlos. Sie haben eine Macht, die alles aus den Angeln hebt, die Welt ändert. Sie sind Informationsträger und bilden die Schicht, auf die dann unsere sichtbare Welt aufbaut. Mit Gefühlen kann man kodieren und verschlüsseln, zaubern und manipulieren. Verwirren und Entwirren. Kommunizieren, verbinden und trennen.

Bei all dem hilft Klarheit einerseits, Hingabe andererseits. Hingabe: taucht ein Gefühl auf, es sein lassen. Es wahrnehmen. Wer bist du? Wo kommst du her, was löst du aus? Was bringst du mit, wo gehst du hin? Was machst du mit mir? Klarheit: Will ich das so? Was sagt mir das? Aktiviert es alte Glaubensätze bzw. Programmierungen? Sind die gut? Kann ich die identifizieren und löschen? Programmiert es neu? Gefällt mir das?

Dienstag, Juli 29, 2008

keine fotos mehr

doch, heute Abend stelle ich wieder welche rein.

Männer: am Sonntag, nach dem Luisa-Seminar im Hirsehaus traf ich mich mit Freundinnen zum Essen im Goldenen Engel in Deggendorf. Eine hatte ihren Freund dabei. Also keine ausführlichen Gespräche über unsere Sexualität und dem Wunsch nach neuen Schuhen. Ich erzählte, dass ich am Wochende auf einem Workshop war, bei dem ich als einzige Frau an bestimmten Stellen rasiert war. Nach Grausensbekundungen meiner Freundinnen, die etwas anders drauf sind, von mir aus rasiert sich jede Frau wo und wie sie will oder garnicht, fragte der anwesende Mann, was das denn für ein Workshop gewesen sei.

Ich sagte da nichts dazu, weil wie soll ich das erklären? Wo anfangen? Dass es den Urknall nie gegeben hat? Weil es knallt ja nix, alles fließt. Oder den steinzeitlichen Jäger, der nach Hause in die Höhle kam, wo eine Frau ängstlich auf ihn wartete, die es auch nie gegeben hat? Nach nochmaligen Nachfragen bekam er wieder keine Antwort. Nach 10 Minuten Nachdenken sagte er: bestimmt ein Uschi-Obermeier-Gedenk-Workshop.

Wirklich. Hab ich mir nicht ausgedacht.

Eine Frau in dem Workshop sagte irgendwann mal: Männer sind Jäger, die wollen Beute machen. Was sich ja auf sexuelle Eroberungen bezieht. Das liegt mir schon immer quer im Magen. Wer ist ernsthaft so blöd und will Beute sein? Ehrlich jetzt? Das impliziert Opferhaltung, Hilflosigkeit, Schwäche, Unterlegenheit. Hasilein und so. Damisches kleines Rehlein mit Augenaufschlag.

Wobei selber jagen sehr lustig ist. Da stell ich mich doch nicht blöd in die Landschaft und warte, bis mich einer abschießt. Ich meine schaut auch mal die Mythen an. Die jungfräuliche Jägerin und der Hirschkönig. Wer jagt denn da wen? Oder die Amazonen. Die haben sich sicher auch nicht gleich die HighHeels angezogen und den Arsch am Kanapee in die Höhe gestreckt. (Betonung auf gleich, nichts gegen HighHeels). Da wurde erst mal sauber gekämpft. Und wenn ein Mann da nicht mithalten konnte, ja, durchgefallen. Bei manchen reicht ja schon ein einfaches: Buh! Ich glaub ja nicht, dass dieses neumodische Männer-sind-Jäger-Balzritual natürlich ist. Das gibt es doch nur, weil sich die Frauen einbilden, sie kriegen sonst keinen ab, wenn sie ihre wahre Macht und Stärke zeigen. Und wenn schon? Allein sein ist verdammt schön. Bestimmt schöner als einem halbgaren möchtegern Macho kostenlos den Haushalt zu schmeißen. Und überhaupt. Ich will ja jetzt garnicht mit der Story von dem Schnitzel und der ganzen Sau anfangen. Diese ganzen Beziehungsrituale und -bestimmungen sind mir nämlich höchst zuwider. Dazu demnächst mehr, in der lockeren Reihe: Ingrid macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt. trallahoppsasa.

Donnerstag, Juli 24, 2008

fraktal

was ich witzig finde - Bewusstsein funktioniert fraktal und holografisch. Das heißt, alles ist in allem enthalten, nur in anderen Maßstäben. Was ja bedeutet, ich weiß alles. Oder mit anderen Worten, ich komme jederzeit an sämtliche Infos. Ist ja besser als Google.

Das unterstützt auch wieder die Theorie, dass es vernünftiger ist, sich mit einer Seerose zu unterhalten als mit einem Wissenschaftler.

Das ist das Ding mit Schmied und Schmiedel. Oder mit dem großen Kuchen und den Krümeln. Wissenschaftler versuchen alles zu beschreiben, (übrigens genau wie jedEr andere auch, der nicht so hochoffiziell ermächtig wurde) Seerosen sind.

Mittwoch, Juli 23, 2008

nun gut

habe wieder Vertrauen in den großen Plan. Gestern habe ich mit meiner Mutter telefoniert. Sie hat endlich das Familienhaus verkaufen können und zieht jetzt zu ihrem Freund.

Taos, ich komme. Yeah.

Dienstag, Juli 22, 2008

alles weg

Schlafe viel. Träume, dass alles weg ist, alles verschwindet, mein ganzes Leben löst sich auf. Ich habe Panik. Das Kind auf meinen Armen schläft, es ist schwer. Ich will meine Katze mitnehmen, ich rufe und merke, es kommt eine andere.

Ich bin sehr verunsichert, bin in der Schwebe. Wachse und weiß nicht wohin. Vertrauen in den großen übergeordneten Plan fällt mir schwer. Ich weiß nicht warum.

Ich lerne und lerne. Ich will endlich wissen, wie es geht, selbst bewusst Realität zu erschaffen. Ich möchte endlich nach New Mexico. Ich will nach Taos. Immer wieder lese ich von diesem Ort. Ich muss dahin. Der Flug kostet 700 Euro. Ich hab schon nachgesehen.

Aber was wird dort sein? Schon wieder ich?

Wort des Tages: Rotzfrechizität
gesehen bei der genialen Else Buschheuer

Freitag, Juli 11, 2008

ich kann mich gar nicht mehr beruhigen

über so viel Irrsinn. Also mal ganz einfach logisch. Der gute Physikprofessor Siegfried Bethke sagt doch, dass durch den Urknall gar keine Materie und kein Leben entstehen kann. Äh ja. Ich würde jetzt mal schlussfolgern, dass Materie und Leben also eben nicht durch den Urknall entstanden ist. Und ich würds auf keinen Fall in einem Versuch ausprobieren obs nicht doch vielleicht irgendwie funktioniert. Das sagen mir ganz klar die Worte: "Materie und Antimaterie vernichten sich gegenseitig komplett".

lauter irre

Luisa schreibt in salamandra.de über das Urknallexperiment von Cern. Habe weiter gelesen, auf focus online,

ich zitiere zwei Absätze:

In einer 27 Kilometer langen, unterirdischen Teilchenkanone „Large Hadron Collider“ (LHC) werden Wasserstoff- Atomkerne mit bislang unerreichter Wucht ineinander krachen. Wenn die Urknallmaschine des europäischen Teilchenforschungszentrums „Cern“ im Herbst 2007 angeschaltet wird, erwarten die Wissenschaftler nicht nur zahlreiche Antworten auf fundamentale Fragen der Physik, sie hoffen auch auf ein tieferes Verständnis des Universums.

So ist bis heute rätselhaft, warum nach dem Urknall überhaupt Materie übrig geblieben ist, aus Sterne, Planeten, Bäume und schließlich auch Menschen entstehen konnten. Bei der Geburt des Kosmos müssen zunächst Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen erzeugt worden sein, die sich anschließend gegenseitig wieder komplett vernichtet hätten müssen. „Die Frage ist also letztlich: Warum sind wir überhaupt da? Das ist völlig mysteriös“, sagt der Münchner Physikprofessor Siegfried Bethke, der beim Aufbau des Super-Labors beteiligt ist. „Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben. Das ist doch Grund genug, mal nachzuforschen.“

Ja hm. Was mich da total wundert, ich hab das schon in mehreren Büchern gelesen und selbst in mehreren psychodelischen und Tranceerfahrungen rausgefunden. Nicht nur ich, sondern auch ein Haufen anderer Leute. Was soll also der Scheiß? Sind die doof oder was?

Donnerstag, Juli 03, 2008

high



Bin auf einem absoluten Hoch angelangt. Oder in einem absolutem Hoch? Es ist der Wahnsinn. Leute, lasst euch den Atlasknochen einrichten. Mein Körper ist schöner als mit 18 Jahren. Die gewisse Patina hat dazu ihren eigenen Reiz. Es ist der Irrsinn.



Ich mache Sport wie in alten Zeiten. Kann auf einmal wieder eine Brücke machen, ein Rad schlagen, Delfin schwimmen. Und merke: das ist erst der Anfang. Das wunderbare Gefühl, meinen Körper vollkommen zu beherrschen, das ich in der Kindheit und Jugend hatte, kehrt zurück. Es ist faszinierend.



Energielevel ist ultrahoch. Ich höre schon Death Metal, weil mir im Moment nichts mehr heftig genug schwingt. Ebenso schwindet merklich meine Angst vor Gefühlen. Ich versuche mich schon an Kunststücken beim Springen. Elegant eintauchen.



Einige Sachen sind mir im Wandlungsprozess aufgefallen. Ich habe gelernt, meine Energie bei mir zu behalten. Sie nicht jedem und allem einfach zur Verfügung zu stellen. Meine Zellen tanzen. Ist ja auch Sommer. Auch wichtig. Dem allgemeinen natürlichen Rhythmus entsprechen, synchron schwingen. Es ist nicht immer Sommer und nicht immer Vollmond. Und: der Körper vergisst nichts. Das gilt natürlich auch im Guten. Meiner erinnert sich an Bewegungen, die er 30 Jahre nicht mehr gemacht hat. Eine Kraft, eine Spannung und Eleganz breitet sich in mir aus, dass es eine wahre Freude ist.



War ja in Berlin und Bonn. Zu Berlin. Das Universum ist sehr willens und bereit, uns unsere bevorzugte Stimmungslage immer wieder und wieder zu verschaffen. Nett. Meine beste ist im Wald, mit Blättern, Grün und Licht. Und Kunst, wildes mag ich auch. Ich war jeden Tag in einem Schwimmbad schwimmen, in dem ein Nachtigallpärchen in der Damenumkleidekabine nistet (Insulaner in Schöneberg) und nebenan ein Naturpark in einem ehemaligen Eisenbahngelände mit Graffitti. Verschaffte mir ekstatische Stunden.



Bonn: ich merke, ich hab überall schnell mein bevorzugtes Logistiksystem zusammen. Postbank, Bioladen Basic, Buchladen, Schuhladen, DVDladen, Schwimmbad. Könnte also praktisch überall in Deutschland in kürzester Zeit Fuß fassen. Hauptsache Hirseflocken zum Frühstück. War dort bei meinem Mann, der in einer therapeutischen WG mit anderen Jungs lebt. Hab auch wieder eine totale Jungs-Phase. Die letzten Jahre war ich nur unter Frauen, bis auf ein paar unwesentliche Randfiguren. Jetzt Jungs, soweit das Auge reicht.



Mittwoch, Juli 02, 2008

genau



das ist mal ne klare Ansage...