wo bleibt da das gefühl - part 1
Arbeitshypothesen: Gefühle sind nicht einfach nur so ein rosa Häkelrand um die reale Welt, sozusagen ein Luxus, der die trockene Realität etwas einweicht. Etwas zum Babys trösten und für Frauen, die bittere Tränen über ihren Liebsten in seine dreckigen Socken hineinweinen. Auch nicht etwas, das nur Frauen haben, weil sie so weich und irrational sind. Gefühle sind der Kern der materiellen Welt, das Wesen der Dinge. Es ist unmöglich, etwas zu manifestieren, ohne es gefühlsmäßig zu verankern. Logik ohne Gefühl führt nur in eine Sackgasse. Völliger Irrtum, dass Gefühl bei Verstand und Logik nichts zu suchen hat. Von sowas kommt dann nämlich so eine Schnapsidee wie der Urknall. Da machts nämlich nichts als Bumm. Am Anfang und am Ende.
Gefühle sind nicht etwa weich, lieblich und nutzlos. Sie haben eine Macht, die alles aus den Angeln hebt, die Welt ändert. Sie sind Informationsträger und bilden die Schicht, auf die dann unsere sichtbare Welt aufbaut. Mit Gefühlen kann man kodieren und verschlüsseln, zaubern und manipulieren. Verwirren und Entwirren. Kommunizieren, verbinden und trennen.
Bei all dem hilft Klarheit einerseits, Hingabe andererseits. Hingabe: taucht ein Gefühl auf, es sein lassen. Es wahrnehmen. Wer bist du? Wo kommst du her, was löst du aus? Was bringst du mit, wo gehst du hin? Was machst du mit mir? Klarheit: Will ich das so? Was sagt mir das? Aktiviert es alte Glaubensätze bzw. Programmierungen? Sind die gut? Kann ich die identifizieren und löschen? Programmiert es neu? Gefällt mir das?










