Damit das ein wenig verständlicher wird, mein Fetisch mit den Puppen. Was machen kleine Mädchen mit ihren Puppen? Meistens Rollenspiele, und im Grunde versetzen sie einen Teil ihrer Persönlichkeit in die Puppe. Da wird daraus fluchx ein magischer Fetisch.
Die Schamanenbarbie. Der Kaktus und der Totenkopf gehören dazu. Sie durchstreift alleine karge Landschaften, kennt den Tod und reist in verschiedene Welten und Ebenen. Sie ist auch der Impuls, der mich von einer Reise nach Taos, New Mexico träumen lässt. Dazu ein Buch von
Felicitas Goodman: Wo die Geister auf den Winden reiten. 
Die Prinzessin mit ihrem Drachen. Sie leben zusammen und ihnen geht es wundervoll dabei. Der Drache hütet das Weltenei und niemand wartet auf den Prinzen. Und wenn einer kommt, dann nur kurz zu Besuch und er hat die Finger vom Drachen zu lassen.

Eine wirkliche Göttin. Mit ihrer Tollkirschenfrisur und der Spinnwebkette. Viel Göttin an jedem Tag.
Die afrikanischen Gefühle, das Stampfen von Hirse vor der Hütte im Dorf, das Erdige. Die Klanmutter. Gesänge, Trommeln, Trancen, Medizinfrauen.

Geisha-Barbie. Asiatische Frauen haben sehr genau herausgefunden, was patriarchalen Männern gefällt. Aber auch, wie sie das für sich nutzen können. So direkt ganz blöd waren Frauen ja noch nie. Dazu zwei Bücher:
Die sexuellen Geheimnisse der weißen Tigerin und
Der Weg der Kaiserin: Wie Sie die alten chinesischen Geheimnisse weiblicher Lust und Macht für sich entdecken. Ich mische zwar hier China mit Japan, ein No-Go (sozusagen) eigentlich, aber es ist ja meine Welt. Die Geisha Barbie ist einfach mein Sinnbild für Unterwerfung, die eine andere Dimension hat.

Das Wildweib. Die befindet sich bei allen anderen unter der Oberfläche. Sie im speziellen ist eine Tschechin. Aus dem schönen Städtchen Krumau.

Out-Door Barbie. Sie geht in den Wald, sammelt Federn, Steine, kommuniziert mit Pflanzen, liebt die Elemente und isst gerne Blaubeeren.

Cyper-Barbie. Sie ist cool, intelligent, hat voll die Ahnung von Computern und Internet. Und Spaß mit ihren sieben Jungs in der Arbeit (Ich arbeite momentan mit sieben Jungs in einem Büro).

Eine Hexe: sie ist meine Kreativitätsschutz-Hexen-Barbie. Hilft beim Planen, Schreiben, Ideen finden. Rumzetteln. Über den Haufen werfen. Zusammenkehren. Neues finden.

Eine zweite Hexe: steht über meiner Vitrine mit der Tarotkartensammlung. Sie ist für die Kunst der Divination zuständig. Tarot und Astrologie. Auch magische Rituale fallen in ihren Bereich.

Dschungelprinzessin, noch ziemlich diffus, dieser mein Wesensanteil. Ich war noch nie im Fernen Osten, werde das bald mal ergründen müssen. Als Kind haben mich Filmaufnahmen von Tempeltänzerinnen endlos fasziniert. Mal sehen. Kürzlich habe ich erfahren, dass es auf Indonesien eine Megalithkultur mit Steinkreisen gibt. Tja. Wenn das nicht wieder eine neue Spur ist.
Die Sängerin im Blues-Club. Sie singt den Blues der unerfüllten Liebe, von der nicht erwiderten Liebe, von der Liebe zu den falschen Männern, von Sucht und Selbstzerstörung. Sie transformiert Schmerz in Kreativität und Schönheit.

Die Nymphe oder Elfenkönigin. Erinnert mich an ein Zwiegespräch mit einer Quellnymphe an einer Wishing-Well in Cornwall. Sie erklärte mir, das Liebe an sich einfach eine Energie ist, die nicht verformt werden kann. Es ist einfach Liebe und Punkt. Es ist nicht die Energie, die die Schmerzen verursacht. Es sind die Menschen, die sie nicht erfassen können. Liebe macht niemals Schmerzen. Schmerzen kommen immer nur von Haß, Neid, Eifersucht, Misstrauen, Besitzstreben.

Ja die neueste, die vom letzten Eintrag, ist das böse kleine Mädchen. Die lieber mit Spinnen und Ratten spielt als mit den anderen Kindern. Knochen hat sie auch ganz gerne. Und schwarze Katzen. Und giftige Pflanzen. Und Friedhöfe. Eigentlich ist sie die schlimmste von allen. Böseböse.