Freitag, November 28, 2008

fließen zwei

Wegen den vielen Comments gleich ein neuer Post.



Ich bin mir durchaus bewusst, dass eine Menge Menschen auch nicht auf erstickende Zweierbeziehungen stehen. Es ist aber nicht das übliche, und bedarf einer klaren Ansage, um zu sehen, wie der andere drauf ist, in dem Fall in dem man sich verlieben würde. Weil: es kann deswegen zu argen Enttäuschungen und Missverständnissen kommen. Für den einen ist es selbstverständlich in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen im Fall von großer Zuneigung, für den anderen ist die Liebe genauso stark, aber findet nur einmal im Monat statt. Es kann halt sein, dass einem das einmal im Monat nicht reicht. Oder die gemeinsame Wohnung eine Alptraumvorstellung ist. Ich finde sowas kann man einfach klären. Nicht immer diese Vermuterei, und die Illusion die Verliebtheit und das Universum wird's schon richten. Da kann es passieren, dass zwei Leute zusammenleben, 20 Jahre womöglich, ohne dass es eigentlich beide so wirklich wollten. Im Ernst jetzt.



Kvinna fragte ob es sich nicht alles nur in meinem Kopf abspielt und ob ich mich nicht einfach einlassen kann. Es spielt sich nicht alles nur im meinem Kopf ab. Oder doch. Weil sich ja alles nur in einem abspielt, wo sonst auch? Kann ja nur mich verifizieren... Ne das sind Gedanken, die aus einem realen Erlebnis entstanden sind. Und es geht nicht darum, dass mich jemand in eine feste Beziehung einsperren wollte, sondern um meine Unsicherheit, wie ich mit Abstand und Nähe und Gefühlen umgehen will. Und um meinen Ärger weil der andere keine klaren Ansagen machte. Er hat schon etwas gezeigt, aber halt diese Verführung zu breitester Interpretation, die frau als alles auffassen kann aber im Grunde gar nichts bedeutet. Ich kann mich nicht einfach einlassen und hoffen, die Liebe und das Universum wird es schon richten. Nach 2 Ehen, x Liebhabern und mehreren ernsthaften Beziehungen weiß ich einfach, was ich will. Mich "einlassen" empfinde ich als Blindflug, bei dem ich schon zu oft irgendwo gelandet bin, wo ich garnicht hin wollte, ja wo wir beide garnicht hin wollten. So heilig sind Gefühle nicht, dass sie nicht ein bisschen Realität und Klarheit vertragen. Im Gegenteil, tut ihnen gut. Alles andere sind reine Vermutungen. Er liebt mich, er liebt mich nicht. Er will "nur" Sex mit mir. Er will mich kennenlernen. Er will mit einer Frau zusammenleben, wenn er sie liebt. Er brauch Freiraum. Usw. Und das ganze jetzt nochmal in "ich" Form. Wie soll sich das von selber entwickeln? Sowas muss einfach auf den Tisch. Die Erwartungen beider. Und jeder kann dann entscheiden, ob er so damit klar kommt. Rätselraten und glauben, die heiligen Liebesgefühle werden es schon richten ist nicht mein Ding. Viele spielen auch Spielchen, um den anderen Hinzuhalten, ihn Glauben zu machen das und jenes ist, um eigene Ziele zu erreichen, eigene Ängste zu verbergen. Andere machen sich überhaupt keine Gedanken drüber und schauen einfach mal. Aber das will ich einfach wissen, und nicht nur vermuten. Zu Glauben, das Universum richtet schon allen wenn man liebt ist äh.. ja. Fatal. Ich kann euch ja mal die Eimer zeigen, die ich im Namen der Liebe schon vollgeheult habe. Und auch die gebrochenen Herzen, die ich verursacht habe. So ein bisschen Klarheit und Vernunft könnte da helfen, nicht so einen Schwachsinn zu reiten. Ich bin da halt so. Mittlerweile. Jeder ist da etwas anders...



Es war auch ein Comment, der fragte, ob ich denn noch nicht über die "Sexualmaschinerie" hinaus bin. Dass das meine Energien verschwendet und es andere Sachen gibt. Tja. Dachte ich auch. 10 Jahre lang. Ich dachte ich wäre durch damit, ich hätte alles erlebt und gemacht, was ich machen wollte. Jetzt ist es einfach so, dass ich meine Sexualität ausleben muss, mal wieder, und wieder einen Schritt weiter gehe. Ich muss bis zum Grund der Dinge. Und wenn ich dabei verbrenne. Oder besser: ich muss diesmal dabei verbrennen. Ist so. In mir ist etwas so starkes wiedererwacht. Hilft nichts. Bin schon auf den Phönix gespannt, der daraus hervorgeht.



Klarheit, ja, erstmal Klarheit über mich. Dann Klarheit, was will der andere. Und? Klarheit, ob ich dem anderen das geben kann und will was er braucht. Ob ich mich einlassen will. Und auch Klarheit, ob der andere bereit ist, mir zu geben. Oder zu nehmen. Dazu brauch es schon zwei Leute, die sich selber gut kennen, und die nicht gleich das große Heulen kriegen, wenn der andere nicht so fühlt oder so viel zu geben bereit ist. Oder die sich nicht auf Dinge einlassen, nur um jemanden "zu kriegen", die sie dann nicht zu halten bereit sind. Undundund. Es wandelt sich ja auch. Es kann heißer werden oder abkühlen. Es kann auf einmal mehr Nähe oder mehr Abstand nötig sein. Kann sein, dass es der eine so sieht, der andere aber nicht. Sich darüber auszutauschen ist einfach das Gegenteil von Spielchen spielen, Hinhaltetaktiken, Schmollen, Eingeschnappt sein, Grollen, im Stillen ärgern, im Stillen weinen, sich nicht artikulieren können.



Und nein, die Menschen, die mit mir eine Liebes-Beziehung eingehen wollen, stehen nicht Schlange. Und wenn es auch mal nur einer/eine sein sollte: ich kann es nur mit klaren Ansagen. Alles andere fährt mich psychisch an die Wand.

Donnerstag, November 27, 2008

ersticken oder frei fließen

Habe mir Gedanken gemacht, warum das mit mir und den Männern (oder auch Frauen, die ich liebe) so überhaupt nicht funktioniert. Es erfüllt sich nie, es bleibt Sehnsucht.

Es ist weil ich mich total unverbindlich gebe, schwankend, unkonkret. Wie so eine Borderlinerin. Komm her - hau ab. Das hat eigentlich überhaupt nichts mit meinen Gefühlen zu tun, sondern mit meiner totalen Panik vor einer sogenannten festen Beziehung. Ich fühle mich im Vorfeld schon eingeschränkt, weil ich immer meine, es gäbe einfach nur die zwei Möglichkeiten, ein gefühlloser One-Night-Stand oder das ersticken in einer verlogenen Zweierkiste.



Ich denke jetzt nicht, dass das für mich so existieren würde, auf keinen Fall. Ich meine immer, es gibt nur die zwei gängigen Optionen. Das heißt für mich ich fühle mich unwohl, weil ich nicht weiß, wie erkläre ich ihm oder auch ihr mein Konzept? Oder lege ich mich so fest, dass ich meine der/die andere läuft wie auf Schienen nur auf diese zwei Möglichkeiten und zieht nicht mal in Erwägung, dass es andere Modelle geben könnte?

Wie weit ist die Welt bezüglich experimenteller Beziehungen? Oder ist das eigentlich scheißegal? Ich lege meinen Standpunkt klar, und Ende? Das ist aber das Dilemma, sobald ich klar sage, klassische Zweierbeziehung, no way, meine ich der/die andere denkt, ich hätte keinerlei tiefen, wahnsinnigen Gefühle. Schwachsinn, oder? Ich muss aus dem Netz der Illusion raus, zu meinen der andere meint irgendwas, mal sowieso. Und zum zweiten mal aus der Illusion raus, andere müssen unbedingt besitzen und einsperren, sonst sind sie nicht glücklich.



Ich bin einfach da. Ich bin ein einzelnes, präsentes Wesen in einem riesen Netzwerk. Und zu manchen Menschen in diesem Netzwerk ist der Draht einfach enorm und glüht förmlich. Das gibt es bei mir auch in allen Schattierungen. Und bleibt. Ich bin einfach zu erwachsen, um mich auf einen Menschen allein konzentrieren zu können.

Ich denke schon immer, dass das sowieso keiner macht. Das jede klassische, feste Beziehung dahingehend verlogen ist. Das hat ja nur was mit Angst zu tun. Angst seine Flügel auszubreiten, Angst alleine zu sein, Verlustangst. Mir kann doch kein Mensch erzählen, dass man sich auch wenn man jemanden noch so sehr und heftig liebt, sich nicht auch für andere interessieren kann. Es gibt so viele faszinierende Personen. Und die Beziehung zu mir selbst, die auch der umfassenden, zeitaufwändigen Pflege bedarf, nicht zuvergessen. Es genügt doch schlicht und einfach, wenn ich mich an der Einmaligkeit der Verbindung erfreue, die wird es so nicht mehr mit niemand anderem geben. Das ist aber auch alles. Im doppelten Sinn.



Was ich aber bräuchte, um nicht zu schwimmen in einem Meer von Fragezeichen, sind klare Ansagen. Ich bin einfach absolut der Mensch für klare Ansagen. Begrenze das Chaos, und ich kann mich fallen lassen. Konkrete Ansagen, wie: so fühle ich mich, so fühle ich für dich, das brauche ich um mich wohl zu fühlen, das bin ich bereit dir zu geben, das bin ich bereit von dir zu empfangen. Beispiel: ich fühle mich unglaublich leicht und angetörnt, ich begehre dich mit ungeheuerlichem Verlangen, ich brauche von dir eine klare Ansage um mich wohl zu fühlen, ich kann dir ca. alle 14 Tage einen Tag und Nacht mit meiner vollen Präsenz geben, ich bin bereit unvoreingenommen dein ganzes Wesen kennenzulernen. Und wenn sich das ändert, sage ich es dir punkt.

Dienstag, November 25, 2008

besoffene matrosen

Überlege schon die ganze Zeit, was ich interessantes schreiben könnte. Mein Gehirn ist im Moment überhaupt nicht mehr Öffentlichkeitskompatibel, on my way to submission. Und - noch dazu - komm ich einfach nicht drüber weg, über diesen Mann bzw. meine Gefühle, diesen Sommer, diesen ganzen Wahnsinn.



Manchmal mein ich, dass ich drüber weg bin, aber es ist ja irgendwo schon fast archetypisch, überpersönlich und ich komme nicht aus, den Knackpunkt daran zu verstehen, sonst wiederholt sich das alles endlos. Das Konstrukt an sich ist ja klarerweise sowieso eine soundsovielte Auflage. Der Mitspieler diesmal bringt mich einfach komplett um den Verstand. Ich dachte, ich könnte den Stecker ziehen, in dem ich mich einfach zurückziehe. Funktioniert auch nicht, verdammt. Etwas besser ist es schon, ich war kurz vor knapp, so einen massiven psychotischen Schub hatte ich überhaupt noch nie, aber es hilft nicht wirklich. Die Enden sind lose. Nojo. Ohne Feedback vom Mitspieler ist es halt zum Kotzen, das war's ja auch, was mich so genervt hat. Aber das bedeutet ja auch irgendwas. ICH konstruiere ja meine Wirklichkeit, ICH ziehe Ereignisse in mein Leben. Da brauch ich wohl noch eine Sequenz ähnlicher Art, anders verschlüsselt, um es zu verstehen. Wird kommen. Klingt jetzt alles ziemlich kopflastig und rational - aber ich schwör's euch, es gibt immer noch Momente, wo es mich vor Sehnsucht fast umbringt.



Habe einen Ratgeber gelesen, für dominante Männer, wie sie sich ihre submissive Frau angeln können. Gibt's. Ernsthaft. Fand ich unglaublich aufschlussreich. Das erste Drittel von dem Buch befasst sich mit "sei authentisch". Gute Idee. Der rote Faden, der sich durch das Buch zieht: das Motiv der Jagd. Wie Angelika Aliti schon in ihrem Buch "Die sinnliche Frau" bemerkte: wir sind die Beute, der Preis. Nicht Königin und König. Jäger und Beute. Gut, haha. Man könnte jetzt einwenden, grad bei dominant-submissiv passt Jäger-Beute und nicht König-Königin. Aber: das ist ja das total übliche Konstrukt. Völlig alltäglich. Wo ist jetzt da der Witz, eine Beute zu unterwerfen?

Und wo ich echt vor Lachen aus dem Bett gefallen bin, bei dem Merksatz: "Frauen geben Signale wie besoffene Flaggenmatrosen auf hoher See". Brauch ich ja hier nicht weiter kommentieren. Echt gut. War aber wirklich nett gemeint, der Merksatz, so nach dem Motto: Jungs, ab hier wird es schwierig, konzentriert euch und seit aufmerksam!

Dienstag, November 18, 2008

im knien

Na gut. Das ist schon ein bisschen naiv. Was so eine richtiger Sadist ist, frisst Dark Susan zum Frühstück. Und es wird auch nicht weich in liebevolle Arme gefallen, sondern verdammt hart auf den blanken Boden.

lost.


Gut, dass Dark Susan unter Betreuung steht. Wenigstens die meiste Zeit. Und ihre Betreuerin sehr gut im Gedanken lesen ist. Zumindest was abgrundtief bösartig zynische Sadisten anbelangt. Was sie wiederum sehr zum Nachdenken anregt. Man spürt und nimmt nur etwas so intensiv wahr, das man kennt, das in einem selbst vorhanden ist. Die Psyche ist schon ein wahrlich wunderlich Gebilde.

Die Liste meine Geisteskrankheiten wird länger, aber wen interessieren schon klinische Diagnosen? Vor allem wenn man wie ich auf das Gefühl steht, wenn das Hirn wie ein Spiegelei brutzelt. Oder wie Rotz an die Wand klatscht.

and found.

Montag, November 17, 2008

darkness



Lerne eine Frau namens Dark Susan kennen. Sie erzählt mir von Hingabe und Schmerz. Kein blindes Losschlagen aus Frustration, Wut oder Verachtung. Ein subtiles Spiel von Lust, Entgrenzung und Vertrauen. Missverstanden. Lange habe ich es missverstanden. Das Verlangen, sich jemand besonderem bedingungslos hinzugeben. An die Grenzen geführt zu werden, darüber hinaus. Hitzige Wellen der Lust zu empfinden. Zu Fallen, in die tiefste Dunkelheit. Mit heftigen heißen Schreien Erlösung finden. In die Arme des Geliebten/der Geliebten fallen. Weich. Das ist ihre unendliche, unerfüllte Sehnsucht.

Samstag, November 15, 2008

neuer code

Das war ich vor einem Jahr:



Das bin ich jetzt:



Wie das geht? Seht euch einige Male den Film "Matrix" an, oder gleich die ganze Trilogie. Und dann denkt über folgendes nach: der Körper ist eine Selbstbildprojektion. Wenn ihr verstanden habt, wie ihr die Projektion macht, könnt ihr sie umprogrammieren.

Mittwoch, November 12, 2008

zwei universen



War mit Luisa in Südtirol, war sehr schön. Wir lernen uns immer besser kennen. Das brachte mich auf eine neue Theorie. Den Unterschied von Frauen und Männern betreffend.



Erzähle ich einer Frau von mir und meinem Leben, was ich alles mache, habe und kann, hört sie zu. Erzählt mir von ihren Sachen. Wir vergleichen. Lachen. Staunen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Spüren unsere eigene Einmaligkeit und die der Anderen. Spüren, was wir von der anderen noch lernen können. Geben der anderen Tipps und Ratschläge, lassen sie von unserem Wissen profitieren. Profitieren von ihren Kenntnissen. Erfreuen uns an der Schönheit der Erzählungen, der Schönheit ihrer Körperlichkeit und ihrer Ausstrahlung, ihrer Persönlichkeit, spüren Stärke und Verletzlichkeit gleichermaßen. Spüren auch, was ihres ist, uns fasziniert, wir aber nicht weiter verfolgen wollen. Oder können. Zwei Königinnen treffen sich, zwei Universen kommunizieren. Wir sind uns dabei klar, dass wir das andere Universum niemals in seiner Gänze begreifen können, da es ein nicht-ich ist. Wir sind durch und durch erfüllt von Wohlgefühl und Schönheit der Begegnung. Ich spüre sie und gleichzeitig mich neu.



Das gleiche Verfahren in der Kommunikation mit Männern führt bei mir immer zu erheblichen Irritationen. Das fühlt sich vollkommen anderes an. Als würde ich mich anbieten, also darstellen wollen, wie toll und super ich doch bin. Sie reagieren völlig anderes als Frauen. Das führt dazu, dass ich mich total bescheuert fühle. Das kann nur zwei Gründe haben: erstens, Männer gehen davon aus, dass ich eine Ware bin, die sich anbieten will. Zweitens: Männer nehmen das was ich sage oder schreibe nicht dazu, um ein anderes Universum, einen anderen Menschen kennenzulernen, sondern um eine Hierarchie und Strategie zu entwickeln. Was kann sie besser als ich? Wo ist sie mir überlegen? Wo unterlegen? Wie kann ich sie unterwerfen? Wo muss ich Angst haben, dass sie mich unterwirft? Wie kann ich sie unter Kontrolle bringen? Wo kann ich sie verletzen um sie zu kontrollieren? Wo kann ich ansetzen, um das aus ihr raus zu holen, was ich brauche, und dabei möglichst wenig von mir zu offenbaren und herzugeben? Wie kann ich vermeiden, dass sie mir zu nahe kommt und meine Schwächen bemerkt? Wenn sie sieht wie ich wirklich bin, bin ich erledigt... usw.



Es gibt auch nur zwei Lösungen des Problems: erstens, ich werde endlich lesbisch, oder zweitens: Göttin will, dass ich auf die wenigen Männer treffe, die nicht in Hierarchien Frauen gegenüber verwickelt sind. Zwei kannte ich. Beide tod. Einer war ja auch verwandt (Großvater). Also ok, Hierarchie unter Männern, schön und gut. Ich stehe eindeutig auf Alphatiere. Verdammt sexy. Ich habe wirklich sehr viel Spaß, ihnen dabei zusehen. (Obwohl, global betrachtet, ist es nicht lustig, aber das führt jetzt zu weit, aber interessanter Gedanke. Vielleicht später.) Aber gegenüber Frauen, die Mann kennenlernen und vielleicht lieben will, ist das nicht machbar. Das kann nur hierarchiefreier Raum sein, sonst funktioniert es nicht und ist reine Energieverschwendung und nicht im Sinne der Erfinderin.



Und ja - es gibt sicher auch Frauen die untereinander im hierarchischen Stil kommunizieren. Das ist dann aber garantiert nicht echt, sondern von klein auf zu Überlebenszwecken in männerdominierten Familien antrainiert.



UND: Was ganz neues, ganz, ganz tolles: Missy-Magazine. Ausgabe 1 leider, oder besser, im Sinne der Macherinnen, glücklicherweise schon vergriffen. Webseite ist aber auch interessant, für das Warten bis die Nummer 2 erscheint.

Mittwoch, November 05, 2008

laufen vor sonne



heute bin ich vor sonnenaufgang eine halbe stunde gelaufen. irre. das hat sich bei mir komplett geändert. von der lang- und vielschläferin zur frühaufsteherin und 6-stunden schläferin. macht spaß. was neues.

Dienstag, November 04, 2008

altes wieder neu

Bastle mir gerade ein neues Hirn zusammen. Ich erfinde mich neu, wie Linda Litzke schon sagte. Blos nehme ich immer innen Eingriffe vor, bildet sich ja sowieso im Außen ab. Dann.



Witzigerweise treffe ich immer wieder auf Menschen, die ich Neptunier nenne. Ich war mal eine Zeit lang auch eine. Das sind Menschen, die alles transzendieren und auflösen wollen. Diese Auflösung findet auch tatsächlich statt, wir sind ja in einem gigantischen Jetzt, aber sie ist nicht das Ziel. Das ist der Punkt, in dem ich mich von den Neptuniern unterscheide. Für mich ist die totale Auflösung eine Art Bewusstseinsebene, die ständig vorhanden ist, nicht das Ziel, zu dem wir kollektiv hin wollen. Kollektiv wär vielleicht gut, dass wir begreifen, dass es so eine Ebene gibt, aber was geht es mich an, muss nicht jeder so werden wie ich.



Also, die Neptunebene ist alles. Der Kessel. Die Ursuppe. Oder das Urmeer. Oder die Weite des Alls. Wo alles herkommt und wieder hingeht. Was wir hier leben können, wollen ist unser Bewusstsein, unsere Sicht der Dinge. Die zerlege ich grad mal und bau mir was neues. Mal wieder. Es ist eine Mischung zwischen linear und zyklisch. Vielleicht ist das labyrintisch. Mir am allerwichtigsten: die Schönheit des Tages entfalten. Das auch mal zu der kollektiven November-Depressions Hysterie. Was gibt es schöneres als nebelige Landschaften? Noch wichtig, ich nenne es die "und-täglich-grüßt-das-Murmeltier-Taktik". Wer kennt diese Film nicht, von einem Mann, der immer und immer wieder den selben Tag erleben musste. Er probierte alles, Gleichgültigkeit, fies sein, egoistisch sein, sich umbringen, und die Lösung des Ganzen war, den Tag zu nutzen, alle Möglichkeiten optimal ausschöpfen, jede Gelegenheit, jeden Impuls ausleben zum eigenen Wohl und zum Wohle der anderen. Völlige Gelassenheit, sich völlig einlassen. Klar sein, alles ist eins und alles ist verbunden.

Samstag, November 01, 2008

genuss



Heute ist ein wundervoller Tag. Bei Joggen am Morgen totale Glücksgefühle gehabt. Mein Körper ist ein 3D Wahrnehmungs, Genuss- und Wandlungsbiotool.
Fotos sind von gestern Abend.