vergangenheit - gegenwart - zukunft

München hat mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. In den ersten Lebensjahren wohnte ich in Landsham, nähe Markt Schwaben, ist von München nicht weit weg. Ich kann mich noch an die ersten Besuche erinnern, die großen, schwarzen Gebäude (sie waren in den 60er tatsächlich noch schwarz zum Teil von den Bombenangriffen), der Busbahnhof, die Stoffgeschäfte, in denen meine Tante, die Schneiderin war, einkaufte.

Dann wohnte ich 68 km von München entfernt, an der legendären B12, dem heiligen Highway. Ich fuhr ihn unzählige Male. Wenn ich an ihn denke, fällt mir das Wort "Merowinger" ein. Und "Fürstinnen". Eine Fürstin liegt in der Frauenkirche. Inoffiziell natürlich. Das hab ich bei Zusa gelernt.

Die 70er, das war die Olympiade. Jetzt hab ich Blick auf den Olympiaturm von der Wohnung aus. Nicht von ungefähr. Ich fing 1972 mit dem Leistungsturnen an, auf Grund der Olympiade. Die russischen Turnerinnen Olga Korbut und Ludmilla Turischewa hatten es mir angetan.

Mitte der 70er dann Schwabing, die ersten Wochenenden hier, bei der Schwester einer Freundin, die eine kleine Wohnung in der Görresstraße hatte. Mein München der 70er war: Joan Baez und David Bowie in der Olympiahalle, Leopoldstraße, Citta 2000, das erste Mal chinesisch Essen, Kino gehen (in Kleinstädten damals liefen die neuen Kinofilme erst Wochen später), Tee, Räucherstäbchen, Leopoldmarkt, Englischer Garten, Freaks, Trommeln, Monopterus. Klassenausflüge mit dem wunderbaren Kunstlehrer zu allen aktuellen Ausstellungen ins Haus der Kunst und zu den Klassikern in der Pinakothek.

Die 80er und 90er gehen unter im Dunkel der Zeiten und meiner Sucht. Die Stadt und ihre Bewohner spielten auch da eine wichtige Rolle. Einschließlich dem Dominastudio, in dem eine Freundin von mir arbeitete. Auf er Tagseite studierte ich in Pasing Sozialpädagogik und wohnte am Chiemsee. Mitte der 90er holte mich der heilige Highway wieder zurück.

Ab 2000 ganz anderes Setting: Webdesign, Geschäfte, Kongresse, Business, edle Hotelübernachtungen. Besuche bei Zsusa und Luisa, die Stadt als Energiekörper, als Stadt der eigen-mächtigen Frauen. Diesmal von der Donau aus.

Die Stadt kennt sehr viel von mir. Nun gehöre ich ihr.



4 Kommentare:
Ich finde die kräftigen Farben gut. Die mag ich sowieso viel lieber als die zarten. Ich wünschte nur, bei mir wär' jemals so viel Fußboden frei! Das sieht sehr gut aus. Für mich gibt es keine Stadt, mit der ich richtig verbunden bin. Bei mir sind das immer die Käffer, die mir mein Herz stehlen. ;)
ich bevorzuge ein kräftiges weiß
giggle aber coole wohnung wow
ein umzug ermöglicht minimalismus
finde ich ja auch toll aber irgendwie krabbelt der krimskrams mir immer wieder ans knie :)))
ich kenne münchen nur zu besuch und liebe es sehr
wünsch dir alles gute
liebe grüße birgit ursa53
tolle Farben, tolle Wohnung, ganz anders, hat sich verändert, so wie du. Ich bin gespannt wie es weitergeht.. alles Liebe und Gute
silvia
Wow! bin ja schon gespannt!
Erinnere mich dran dass ich dich fragen wollte wo dieses englische cream tea café ist!!
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