Mittwoch, April 22, 2009

instant



mache gerade eine Erfahrung von außen, die ich von innen so gut kenne. Sozusagen das gleiche nur eine Generation weiter.

Das brachte mich auf die Idee, die Geschichte mit der Zweierbeziehung ganz anderes zu sehen. Ich sah es ja als gesellschaftlich hypnotisiertes Zwangsinstrument. Jetzt sehe ich das als kollektive Hürde im Bewusstsein.



Ich komme darauf, weil die Problematik in der Beziehung sich ständig wiederholt. Über Generationen, und bei ALLEN Paaren. Irgendwas sollen wir da lernen. Ich glaube das Ziel ist nicht das Glück zu Zweit, sondern die Fähigkeit, diese Glücksvorstellung, die man in die Zweierbeziehung projeziert zu transzendieren und die Vorstellung von Beziehung, Liebe und Familie zu erweitern.



Teilweise schmerzhaft das Ganze. Eifersucht, Verlassenheitsängste, Schuldgefühle. Extreme Reaktion sind dann die Fälle in denen dann ganze Familien getötet werden. Guter Ansatz: das Leben im Patchwork. Es entwickelt sich.

23 Kommentare:

Am/um 11:54 AM , Anonymous schamanca meinte...

Ich denke, dass weder das was wir bisher als Zweierbeziehung kennen, noch das was div. andere Pole sein können irgendwie bekannt und/oder generalisiert sein kann. Es gibt keine gesellschaftliche sondern nur individuelle Lösungen für ein Problem, das uns größtenteils eingeredet wird. Mensch soll berechnbar und funktionell sein. Gefühle sind das nun mal nicht und deswegen tun wir uns schwer damit. Auf zu neune, anderen, bunten, schillernden Ufern.

herzliche Grüße
silvia

 
Am/um 7:38 AM , Blogger kvinna meinte...

Ich behaupte ja nicht, Zweierbeziehung sei das Non-plus-ultra. Aber deine Aussage zum Modell "Patchwork" provoziert meinen Widerspruch.

Meine intimste Freundin ist geschieden und war einige Jahre mit zwei Töchtern alleinerziehend, alle Kontakte zum Ex-Mann ein einziger Krampf.

Nun ist sie wieder verheiratet und ihr neuer Mann hat zwei Kinder aus erster Ehe, die bei der Mutter leben, weiter weg, aber der Kontakt wird gehalten.

Von gutem Ansatz sehe ich da nix.

Das ist einfach nur Stress, selbst wenn gefühlsmäßig hie und da etwas im Reinen ist.

Da sind ja dann noch die neuen Partner der Ex-Lieben, also im Zweifelsfall 6 Erwachsene, die wegen der Kinder - die liebend gern die Erwachsenen gegeneinander ausspielen (begreifbar, logisch!) - irgendwie an einen Tisch kommen müssen, ob sie wollen oder nicht.

Nee! Sowas kann ich mir nicht als förderlich vorstellen. Aber vielleicht denkst du ja an ein anders Patchwork-Modell.

Fakt ist: die Aufzucht der Brut ist der Knotenpunkt, um den sich alles dreht.

Jedenfalls in meiner Welt ;D

 
Am/um 9:55 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

das finde ich schon eine einseitige sicht der dinge. warum ist es negativ wenn kinder viele bezugspersonen haben? ist dann wirklich alles was sie tun, diese gegeneinander auszuspielen?

meine priorität ist weiterentwicklung und wohlfühlen. kann ich mit einem anderen menschen. aber die ausschließliche fixierung und die illusion, es gibt den einen oder die eine das ist einfach nicht wahr. wir glauben doch alle als heranwachsende mädchen, wenn wir "den richtigen" finden, wird "alles gut". und es klappt nicht. und wir leiden und machen uns verantwortlich dafür. versuchen "beziehungsfähig" zu werden.

es ist ja schon eine esoterische lehre, dass die liebe zu einem anderen immer auf das göttliche in einem selbst verweist. es ist immer eine spiegelung projektion illusion. alles zum glück ist nur in einem selbst.

auf dieser illusion ist aber bei uns ein ganzes gesellschaftssystem etabliert.

es hatte bei mir auch viel mit angst zu tun, dass ich so unbedingt eine zweierbeziehung wollte. angst verlassen zu werden, angst alleine und einsam zu sein, angst auf eigenen füßen zu stehen. irgendwann war mir der preis zu hoch. und die angst-gespenster haben sich ins nichts aufgelöst.

und: eines tages ist die brut auch mal aus dem haus.

"um der kinder willen" oder "wegen der kinder" ist auch zu wenig hinterfragt. wollen sie wirklich die harmonie mama, papa, kind? und wenn ja warum? weil es so schön ist? oder weil alle so leben? ich weiß es nicht.

 
Am/um 3:17 PM , Anonymous Anonym meinte...

Kann man denn überhaupt sagen, "was kinder wollen", ob das nun harmonie mit eltern oder patchworkfamilie ist?!
In meinem dunstfeld sind die meisten "konventionellen"familien ziemlich daneben, eben"normal", aber ich kenne auch paare(mit und ohne kinder), die einfach gut miteinander leben, ohne beziehungsstress und krampf.
Allerdings erlebe ich es so, dass kinder aufzuziehen grundsätzlich eine belastung für eine zweierkiste ist. Deswegen finde ich patchwork eigentlich schon eine gute idee. Es kann ja auch bedeuten, dass man sich gegenseitig stützt, eben auch "um der kinder willen". Und da wie dort denke ich brauchts menschen, die wissen, was sie wollen, in sich klar sind und das glück in sich tragen(diese formulierung mag ich besonders gerne)und nicht andere zur eigenen erlösung(miß)brauchen.
Ich selber verstehe patchwork nochmal anders:ich habe(gebeutelt von einer schrecklichen familienstruktur meiner herkunftsfamilie)mittlerweile den begriff der "wahlverwandschaft"für mich entdeckt.
Ich habe ein netzwerk aus menschen, die mir und denen ich gut tue(nicht zu verwechseln mit kofliktfreier bequemlichkeit). Das können verwandte, also blutsverwandte sein, müssen es aber nicht.
Lg, Doris

 
Am/um 7:06 PM , Anonymous Anonym meinte...

Hallo Ingrid,
dieses "wir sollen da was lernen" -wenn's nicht von Dir käme - käme mir fast zynisch vor angesichts all der Verwüstungen und des Leids, die diese Art des "Lebens" gerade für Frauen mit sich bringt und gebracht hat. Ein bisschen klingts auch so wie die Tao-Anhänger, die alles Leid für dem Tao gemäss und daher "scho recht" halten. Oder die Christen, die's als Sühne und Läuterung sehen. LG

 
Am/um 7:43 AM , Blogger kvinna meinte...

Ingrid! Selbstverständlich ist es für Kinder gut, viele Bezugspersonen zu haben. Wenn die aber jede Menge alten und neuen Gefühlsballast mit sich herumtragen ("Du hast mich doch verlassen...!", "Du hast mich betrogen...!", "Du hast dich nie gekümmert!", "Dein/e Neue/r hat von Kindererziehung keine Ahnung...!") kann das ja wohl kein gesundes Klima sein. Und wo sind Erwachsene nach solchen Geschichten schon miteinander im Reinen?

 
Am/um 8:26 AM , Blogger kvinna meinte...

Noch eins (oder zwei): Ich gebe dir völlig Recht, dass die Sache "mit dem Richtigen wird alles gut" eine totale Irrlehre ist, die viel Unglück produziert.

Und dass die Kinder die Situation "Vater, Mutter, Kind" haben müssen, ist auch nicht gesagt. Aber sie brauchen Erwachsene, die diese Bezeichnung auch verdienen. Und da hapert's m.E., denn wenn die zuständigen Bezugspersonen - egal in welchem Beziehungsmodell - sich pubertär benehmen und versuchen, die jeweiligen Partner zu erziehen, ist das der Brut nicht dienlich.

Und, tut mir leid, in den Entwurf "keine Kinder" kann ich mich gerade gar nicht hinein versetzen, da muss ich ehrlich passen.

Allerdings sehe ich schon, dass Nachkommen eine bestehende Beziehung sehr verkomplizieren können. Was kommt, wenn die Kinder aus dem Haus sind, ist zwar völlig offen, aber es ist möglich, dass manches wieder einfacher wird, wenn die Brunt unabhängiger ist.

Bloß - das kann ich ja auch alles nur aus meiner Ecke betrachten.

 
Am/um 8:31 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

lernprozess: ist nicht so gemeint, dass jetzt die einzelne frau was nicht weiß und unzulänglich ist. ich meine das kollektiv.
wenn viele menschen das gleiche durchmachen gibt es ja eine menge lösungen, die der allgemeinen matrix zur verfügung stehen. die nachfolgenden menschen, die das gleiche durchmachen, lernen schneller. und irgendwann ist es kollektiv verankert, und es gibt diese eifersuchts-verletzt sein-aufeinenpartnerkonzentrieren
menschen-besitzen-wollen geschichte nicht mehr.

das ist evolution.

 
Am/um 8:48 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

oder anders ausgedrückt: mit dem allen will ich ganz einfach nur sagen, dass ich eine deutliche strömung wahrnehme dass wir uns kollektiv zu mehr offenheit in beziehungen und mehr selbstbewusstsein als einzelperson entwickeln.
das ist ein schmerzhafter prozess, teilweise, aber er läuft halt ganz einfach, der prozess.

 
Am/um 10:16 AM , Anonymous Anonym meinte...

Das wären dann doch die morphischen felder, die allen zur verfügung stehen. So kann ich mir den wandel ganz gut vorstellen, weil die zweierkiste als alleinseligmachende hat sich ja auch erst langsam entwickelt. bleibt spannend! Und offen.
Lg, Doris

 
Am/um 2:32 PM , Anonymous Anonym meinte...

In der Matrix müsste das ja bereits vorhanden sein, geht man nicht davon aus, dass Patriarchat, patriachale Besitztumsrechte an Frauen und Macht-Habe über Frauenleben ewig währende Seinszustände sind bzw. waren.

Und ich meine auch nicht die einzelne Frau, sondern dass mit dieser Art zu argumentieren grundsätzliches Unrecht, einem scheinbar sinnvollen Zweck zugeführt und damit gerechtfertigt wird. Eine uralte Technik und eine Funktion des Wachstumswahns, denke ich.

Das mit der Strömung klingt besser. LG

 
Am/um 2:53 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ja da ist schon ein altes muster da. drum haben wir es ja auch gefunden. aber es existiert ja nicht in der synthese, also post-patriarchal.
wobei wir jetzt auch den zeitfaktor einbringen könnten. weil im grunde ich immer alles da ist, also auch das "neue" muster. wir müssen es aber quasi in der zeit erschaffen.

ja verstehe was du meinst, ist aber eine missbräuchliche auslegung der bekannten weisheit. das klappt nur außerhalb von leid und schuld - nur in neutraler betrachtung von zeitenläufen und nicht als entschuldigung oder rechtfertigung. damit hat man ja die übergeordnete neutrale ebene verlassen.

lg i.

 
Am/um 3:06 PM , Anonymous Anonym meinte...

gibt es eine übergeordnete neutrale Ebene? LG

 
Am/um 3:18 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

es gibt neutrale ebenen ja. neutral weil sie jenseits der dualität liegen.

die darf man aber argumentativ niemals in die hier-und-jetzt-im-leben ebene mischen, sonst kommt schmarrn raus.

um eine 3 dimensionale welt zu erzeugen muss man dual vorgehen. an-aus. binär. plus-minus. usw. es gibt aber selbstverständlich ebenen außerhalb der 3d, mittels derer wird 3d erst erzeugt, also unsere welt ist nur so eine von vielen.

 
Am/um 5:48 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

ah super danke. elisabethplatz ist nicht allzu weit weg von mir, da schau ich morgen gleich mal.

lg i.

 
Am/um 6:30 PM , Anonymous Anonym meinte...

da kommen wir dann wieder zu dem vorteil der mutterrechtlich organisierten sippe
die kinder der sippe werden von den müttern und sozialen vätern den brüdern und onkeln verantwortlich aufgezogen
der biologische vater spielt nicht diese entscheidende rolle
das besitzdenken an kindern und erbansprüchen führt erst zu konflikten
mal so ins unreine gedacht
birgit ursa53

 
Am/um 9:05 PM , Anonymous Anonym meinte...

Ich weiss nicht, die Welt als Computer-Analogie oder gar als Computer. Das ist eine dieser Ideen, die so herumschwirren, und die so verführerisch sind, weil sie unseren technologisch-reduktionistischen Denkgewohnheiten so entgegenkommen: Endlich haben wir ein Modell und eine Sprache, die Wirklichkeit zu erklären, so muss es sein! Was ideologisch dahinter steckt, ist glaube ich eben das: unser gewohntes durch Wissenschaft und Religion indoktriniertes Denken. Ich stehe diesen Konzepten sehr sehr skeptisch gegenüber - ich halte sie für eine weitere Matrix, die aufkommende echte Veränderungsbestrebungen in für den gesellschaftlichen Status Quo sichere Kanäle lenken soll.

Es gibt andere Ebenen, wahrscheinlich unzählige, aber es gibt glaube ich bezüglich des Nachdenkens über menschliches Leben keine neutrale übergeordnete Ebene - das ist eine religiöse Idee, aus einer patriarchal- monotheistisch-herrschaftsorientierten Religion.

Eine Bezeichnung für den "Raum" in dem sich all diese "Ebenen" "befinden" (alle in Ermangelung eines besseren Wortes), die mir sehr gefällt, ist "imaginative realm", dabei denke ich an partizipatorische Prozesse, an ständige Veränderung, an ineinander fliessen von Welten, da ist kein Platz für übergeordnete oder neutrale Räume/Ebenen, eigentlich nicht einmal für "Räume/Ebenen".

Der ganze Punkt meines Einspruchs ist eben dies: die Grundlage auf der die Vorstellung eines zu vollziehenden Lernprozesses für die Menschheit aufbaut, die andere, höhere Ebene, scheint mir selbst vollständig Teil des bestehenden patriarchalemn Weltbildes und grossflächig angewandt, um soziale Veränderungsprozesse zu verhindern oder zumindest so flüchtig zu machen, dass sie suspekt oder irrelevant erscheinen.

Besser geht's gerade nicht. Das war schon ne Anstrengung, uff.

Einen guten Abend für Dich. LG

 
Am/um 11:53 PM , Anonymous Anonym meinte...

Hallo,
das letzte ist mir ein bissel zu kompliziert - versteh ich nicht.
Heide Göttner Abendroth entwirft in dem Matriaval-Heft eine Theorie - Leute tut Euch zusammen in verbindlichen Lebenszusammenhängen und teilt Euch die Brutaufzucht. Dann habt Ihr freie Kapazitäten für Sex und all die schönen Dinge. Lebt sie, die Liebe kommt und geht, aber das betrifft nicht den Lebenskern der Butaufzuchts-Gemeinschaft, mal salopp zusammengefaßt.
Soweit die Theorie.
Kennt eine von Euch diesbezüglich eine gutlaufende praxis?
Ich meine - ich lebe in ner gut-die-Arbeiten-funktionierenden-gemeinschaft und lern einen phantastischen Liebhaber/in kennen und laß diesen Teil des Lebens draußen, werd vielleicht schwanger und ändere nix an der Haltung, kehr in mein gemeinschaft-Aufzuchts-nest zurück???
wie fühlt sich das für Euch an?
Epona

 
Am/um 4:38 PM , Anonymous Anonym meinte...

Ich weiß, dass es üblich ist, die jungen Menschen, mit denen wir zusammenleben, unsere Kinder, gern mal salopp als Brut oder gar Blagen zu bezeichnen. Mir bereitet das immer ein wenig Unbehagen. Ich habe zum Beispiel auch nicht gebrütet, sondern meine Kinder ausgetragen und geboren. Ich finde, es ist eine merkwürdige Gewohnheit unseren Nachwuchs so distanziert im Kontext der Nestflüchter zu sehen, was wir als „Säugetiere“ nun mal nicht sind. Wir teilen mit unseren Kindern unser Leben und halten sie nicht in einem Aufzuchtsnest!

Ein Schritt solche „kollektiven Hürden im Bewusstsein“ zu verändern, wäre, respektvoller und achtsamer auch im sprachlichen Ausdruck mit den uns am nächsten stehenden Menschen umzugehen. Liebe Frauen, es geht meiner Meinung nach nicht darum, ob wir Kinder „haben“ oder nicht, sondern darum mit ihnen zu leben.
Und ob Patchwork oder Wahlverwandtschaft, z. Z. sind das auch nur Variationen der etablierten Kleinfamilie.

Stephanie

 
Am/um 12:26 AM , Anonymous Anonym meinte...

Zur Zweierbeziehung, die in Deinem Blog oft fast verteufelt zu werden scheint: Ich selbst, oft als Radikal-Feministin empfunden, lebe in einer, mit einem starkem Mann, schon drei Jahre, und fühl mich gut damit. Aufgehoben, respektiert, geachtet und inspiriert. Es geht also, hätte ich in jüngeren Jahren auch nicht geglaubt.
Es gibt viele Männer, die sich auch nach einer komplett anderen Welt ohne Herr-schaftsstrukturen und Zerstörung, und nach neuen Formen von Beziehung, Begegnung sehnen. Die wohl wissen, was das patriarchale System angerichtet hat/ anrichtet, die ebenso drunter leiden wie wir, und gerne mithelfen wollen, es zu überwinden. Bestimmt sind sie noch die Minderheit, aber ebenso sind ja, ehrlich betrachtet, bewusste Frauen noch in der Minderheit. Ich kann nur sagen, es ist schön, mit einem solchen Mann in liebevollem Austausch zu leben.
Trotz meiner mich erfüllenden Beziehung fühle ich mich aber nicht fixiert darauf oder abhängig davon. Sollten sich unsere Wege trennen, werde ich mich weiterhin selber respektieren, achten, inspirieren, wie ich es in in meinen vielen Single-Jahren davor gelernt habe.
Meine persönlichen Erfolgszutaten für die Partnerschaft: Keinen, auch nicht den allerkleinsten Kompromiss eingehen, was die eigenen Werte, Lebensvorstellungen, Wünsche, das eigene Wohlbefinden betrifft. Natürlich alle Freundschaften zu Frauen weiter pflegen und im Zweifel als prior behandeln. Und beim geringsten Unbehagen: Maul aufmachen und penetrant insistieren, alles bis zum letzten zu klären.
Moana

 
Am/um 8:42 AM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

klar ist die computeranalogie mit sicherheit nicht DIE wahrheit. ist einfach ein sprachliches update im versuch des bewusstseins etwas zu beschreiben was unmöglich zu beschreiben ist. der effekt ist einfach, dass es für mich als computerfan dadurch greifbarer wird.

übergeordnete ebene ist die falsche wortwahl. ob jetzt oben unten oder außen rum, ist nicht zu sagen. es geht mir nur um den gedanken wie unsere materie gebildet ist, das sind einfach die polaritäten. aber das ist dünner als die haut eines apfels.

wobei eben durch wissenschaft zivilisation usw. meiner empfindung nach die meinung vorherrscht, die materie wäre alles.

sehe wieder an den comments die unzulänglichkeit des geschriebenen wortes. und das gleiche wörter ganz verschiedenes meinen können je nach kontext. immer wieder interessant.

was ich nicht verstehe: der comment mit der praktischen seite der matriarchalen lebensform, mit den liebhabern außen vor und dann wieder dahin zurück? also ich kapier nicht, wie das gemeint ist, bitte nochmal näher erklären.

lg i.

 
Am/um 9:02 PM , Blogger Ingrid Jahn meinte...

denke schon auch, dass ich verstehe, was du meinst. durch sprache kann man sehr gut begrenzen, einengen, systeme transportieren.

es bleibt aber immer sprache und ist nicht die wahrheit. die ist ja unfassbar.

ich schreibe einfach mal was so schnell hin, lege worte wie ebene oder übergeordnet nicht auf die goldwaage, ist nur ein beschreibungsversuch. aber da ist schon was dahinter, dass ich aus einer fremden beschreibungswelt mitziehe.

"imaginative realm", dabei denke ich an partizipatorische Prozesse, an ständige Veränderung, an ineinander fliessen von Welten, da ist kein Platz für übergeordnete oder neutrale Räume/Ebenen, eigentlich nicht einmal für "Räume/Ebenen". ja - ist eine schöne beschreibung.

muss mal bilder ändern und loslassen....

@moana klingt schön. ich kann es mir für mich halt einfach nicht vorstellen. nicht dass ich mir tolle männer nicht vorstellen könnte. ich experimentiere einfach gerne mit anderen formen. wenn ein mann, dann wäre die beziehung zu ihm eine unter vielen anderen, die ich pflege. so könnte ich mir das vorstellen.

 
Am/um 9:54 PM , Anonymous Anonym meinte...

Mein Beziehungsmodell habe ich mir nicht ausgesucht, es hat sich entwickelt.
Wir leben in Patchfork - mein Mann (seit 15 Jahren), unsere Tochter seit 5 Jahren), mein Freund (seit 4 Jahren) und ich - 35 Jahre alt.

Liebe Grüsse von der Beltane.

 

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