keine sorgen
Gut, es gibt anscheinend Unstimmigkeiten in der Interpretation meines Fotos. Unglücklich, tieftraurig, verzweifelt lauten da zwei Meinungen.
Also, meine Lebenssituation:
Das allerschönste ist meine zauberhafte Enkelin. 3 Jahre alt, blond und zuckersüß. In der Spielwarenabteilung gefallen ihr Hubschrauber am besten. Wundervoll.
Meine Wohnung ist neu, wunderbar, erst ganz neu renoviert worden, modern, neu möbliert, meine Lieblingsspielsachen sind drin (Bücher, DVDs, Tarotkarten, Computer) ich fühle mich super wohl und habe einen magischen Balkon.
Meine Arbeit, ist stressig, kostet mich viel meiner Zeit, ich mag sie sehr, ist mein Traumjob, ich verdiene gut.
Habe keine Schulden, kann mein ganzes Geld so für mich verwenden, wie es mir passt.
Freizeit, ja wenig. Wenn dann, gerne in meiner Wohnung entspannen, DVDs kucken, Tarot legen, Bücher lesen, München anschauen, Freundinnen treffen. Morgens Sport, Laufen oder Gymnastik. Nach Waldkraiburg zu Oma und Mama fahren, eine Freundin besuchen, ratschen. Meinen Sohn und seine Familie besuchen. Geschichten schreiben, Internet surfen. Wohnung putzen und aufräumen. Nach Düsseldorf fahren, eine schöne Zeit haben, Essen gehen, Shoppen gehen, Spaß haben, Sex haben, zwei wunderbaren Menschen auf vielfältigste Arten näher kommen.
Zwischendurch: Müde sein, mich fragen, ob es nicht schöner wäre, Millionärin zu sein und nicht mehr arbeiten zu müssen, den Bandscheibenvorfall im Nacken ausheilen, der schon viel besser geworden ist. Sehnsucht danach haben, den ganzen Tag zu machen was ich will, das wäre in die Berge fahren, Baden gehen im Moment. Überlegen, ob ich nicht ganz was anderes machen kann/soll.
Wie kommt es zu einer solchen Interpretation von manchen von Euch? Das Bild ist neutral. Ich lache nicht, ich weine nicht. Find ich interessant...



11 Kommentare:
Hallo Ingrid,
Du hast es, glaube ich, schon selbst geschrieben: Projektion.
Ernsthaftigkeit wird komischerweise häufig mit Unglück verwechselt. Vielleicht ein Resultat der vielzitierten "Spaßgesellschaft". Alle müssen pausenlos lachen und gut drauf sein, sonst sind sie nicht glücklich und das ist schlecht....
In allen Medien wird das so vorgemacht und scheinbar gibt es einige, die das dann so übernehmen und glauben.
Herzlich
Antje
ja das mit den medien ist mir auch durch den kopf gegangen.
und lachen = gut, ernst = schlecht.
davon komme ich auch sowieso ganz davon weg, "nicht-gut-drauf" phasen negativ zu sehen. hat auch was mit zyklus zu tun. atemholen, besinnen, in die dunkelheit gehen, prüfen.
Ja, das sehe ich auch so. Ich glaube, dass es vielen Frauen zum Beispiel in den Wechseljahren deutlich besser ginge, wenn sie die Veränderungen eben einfach als solche betrachten würden, statt ihre Energie damit zu verschwenden, ständig nach außen die "Glückliche" im Sinne des Medienbildes zu geben.
Antje
Ich finde es gar nicht so einfach, ein Foto von sich selbst zu machen, das einen gut darstellt, so wie man ist. Deins finde ich gut, es ist neutral, ruhig, und die Farben und Spiegelungen sind schön. Was mir spontan dazu einfällt: Katharsis. Auch eine Projektion? Vermute, dass die Frauen, die es als problembeladen empfinden, vielleicht deine Ausflüge in Welt der Sehnsüchte kritisch beobachten. Kommt halt immer drauf an, auf welchem Trip man selbst gerade ist.
Welche Bedeutung haben Kommentare, die andere zum eigenen Befinden machen? Bei mir ist es zum Beispiel so, ich bin sehr dünn, nehme nicht zu (aber auch nicht ab), was ich natürlich öfters von der Umgebung vorgehalten bekomme, die sich auch Sorgen macht. Früher habe ich das immer mit: ich bin so, lasst mich in Ruhe abgewiesen. Inzwischen lasse ich es schon näher an mich heran und mache mir meine Gedanken… trifft halt auf Dauer.
Ist es nicht immer so, daß man Bilder/Fotos, Menschen, Situationen oder Aussagen so auffaßt, wie es sich im Inneren des eigene Selbst gerade spiegel?
Ich finde es erstaunlich, wie verschieden Menschen auf mich und mein Verhalten oder meinen Gesichtsausdruck reagieren.
Meine Lache ist z.B. laut, lustig, ansteckend... ich lache gern. Meine inneren Prozeße und Stimmungen ändern sich viel. So bin ich. Das hat nichts mit launisch zu tun. Es ist eine bewußte Entscheidung dann mich nicht passend zu machen. Sehr schwer.
Ich versuche weiterhin die Balance zu halten und eben "einfach nur zu sein und zu gucken".
Öfter kommt es vor, daß Kolleginnen fragen: Geht es Dir nicht gut?, weil ich nicht rede oder wie gewünscht und sichernd für Andere lächle.
Das ist meiner Meinung nach mit ein Grund, daß wir die "Stimmung" oder den momentanen "IST -Zustand" der anderen Menschen erfassen müssen/wollen. Es geht um das Sichern der eigenen Person.
Es kann sehr verunsichernd sein, wenn ein Mensch nicht so ist, wie wir meinen das er sein müßte, sollte oder sein könnte. Mir geht es jedenfalls oft so.
Ich versuche dann mich auf mich selbst zu besinnen, und den anderen so zu lassen wie sie/er gerade ist.
Grüße
Oona
So, jetzt habe ich mir wirklich dein foto gaanz genau angesehen..:)
Was ich mir denke ist, dass ein foto einfach eine momentaufnahme ist.
Ich habe lange zeit mit fotos von mir gehadert(waaas, wie ich da ausschaue!etc)und irgendwie fällt das in die gleiche kategorie wie die sache mit dem gewichthalten(oder nichthalten), ständig ist wichtig wie eine aussieht, dreinschaut, sich darstellt. Dabei reicht es mir, deinen blog zu lesen, um den eindruck zu haben"der ingrid gehts gut".
Die sache mit der projektion...das hieße ja, dass es einer schlecht geht und sie es in deinem foto wiedererkennt, oder wie..?!Glaub ich nun auch wieder nicht.Eher sind wir dran gewöhnt alles "irgendwie schlau" zu interpretieren.Dein foto gefällt mir übrigens gut.Projeziere ich damit oder was sagt das über mich aus, oder wenn ja wieviel, oder wie???!;)
Lg aus tirol,
Doris
Du lachst nicht, Du weinst nicht, aber Dein Blick wirkt leer auf diesem Bild. Der Reichtum, den Du beschreibst in Deinem Leben, ist darin nicht zu sehen. Sicher gibt es hunderte Bilder von Dir, auf denen das anders ist. Deswegen ist es merkwürdig, daß Du dieses auswählst.
Micha
hihi. vielleicht weil ich keine 2000 aktuellen bilder von mir habe und keine profi-portait-fotografin bin?
und: was man mir wirklich auf dem foto ansieht: 26 tage arbeiten mit bandscheibenvorfall und nur 2 tage frei.
UND: schluss jetzt mit der beurteilung meiner person.
lg ingrid.
Es geht doch nicht um Deine Person, sondern um das Bild, das du Deinen Leserinnen präsentiert hast. Und es ist auch keine Beurteilung, von mir jedenfalls nicht. Es ist ein Mitteilen der Empfindung, die frau hat, wenn das Bild auf sie wirkt. So wie frau auch zu einem Satz von Dir als Kommentar ein eigenes Gefühl mitteilen würde.
Aber natürlich kannst Du Dir das verbitten. Daraus schliesse ich, daß es Dir unangenehm und wenig hilfreich ist dergleichen dazu zu lesen. Soweit es mich betrifft tut mir das dann leid.
Micha
ne ist schon klar. wenn ich jetzt mein bild mit abstand neutral betrachte bekommt eine dann schon mit sicherheit bestimmte assoziationen. im ersten moment hab ich das einfach nicht gerne gelesen.
ich gehe auch momentan durch dunkle bereiche einerseits und andererseits bin ich wirklich an meiner grenze, was meine berufliche belastbarkeit anbetrifft. das alles ist sichtbar.
das mit dem "verbitten" trifft ehr einen anderen nerv. ich muss das alles tun. auch wenn man es mir ansieht. es ist schön, lebendig und entspannt zu sein und zu wirken, klar. wenn ich mich nicht in abgründe stürzen kann, erfülle ich mich aber nicht. verstehst du, was ich meine?
lg i.
das neue bild ist mir als erstes aufgefallen. ich finde es ist das schönste seit ich deinen blogg besuche (4jahre). du siehst toll aus für meinen geschmack.
und ist traumjob nicht besser als sechs richtige im lotto oder milljarden schwer zu sein? sei lieb gegrüßt du schöne von yivi
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