Mittwoch, Januar 28, 2009

eileen

Liebe Bauhausfans! Finde ich faszinierend, dass wir alle so auf dem gleichen Trip sind.

Ähnliche Richtung: kennt ihr Eileen Grey? Faszinierende Frau! Le Corbusier neidete ihr das Talent. Absoluter Entwurf: ihr Haus E.1027.

Was mir daran so gefällt, sie hat alles genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Also wirkliche Alltagsbedürfnisse. Was brauche ich wo in meiner Wohnung? Wie lebe ich? Alles schlicht, ästhetisch und praktisch. Gegensatz dazu: Wohnkonzept wie mache ich meine Bude schön, damit der Besuch beeindruckt ist. Oder das übliche, als hätten alle die gleichen Bedürfnisse. Frühstücken im Bett z.B. manche lieben es, manche hassen es. Also Angleichung der Möblierung an mich, nicht umgekehrt.

Es gibt einen wunderbaren Film auf DVD über sie.

Montag, Januar 26, 2009

bauhaus

Habe gestern 27 Umzugskartons gepackt. Tauche ein in Schlichtheit und Leere. Meine neue Wohnung ist geomantisch an einer durchaus interessanten Stelle. Meine noch-Wohnung war bunt, kuschelig, vollgestellt, gemütlich. Die neue fühlt sich an wie alleine auf einem Hügel stehen.

Ich sortiere aus. Fühle die Gegenstände. Die Natur der Gegenstände. Es gibt Unterschiede. Manche Gegenstände sind Interfaces zu anderen Welten. Manche konservieren Erinnerungen.

Ich mochte niemals diese kühlen Einrichtungen in den teueren Wohnzeitschriften. Ich fand sie unglaublich ästhetisch, das schon. Ich wollte aber niemals so wohnen. Jetzt bin ich soweit. Ich entferne. Ich reduziere. Ich digitalisiere.

Begreife die ganze materielle Welt als einziges Interface. Die Trennung von Subjekt und Objekt aufgehoben. So geht Luisa mit Planzen um. Kommunizieren.

Bauhaus ist genial. Primärfarben. Grundformen.

Donnerstag, Januar 22, 2009

letzter tag

Heute letzter Tag in alter Arbeit. Hier Plan von meiner neuen Wohnung in München.

Dienstag, Januar 20, 2009

wohnung



Wohnungssuche ist lustig. Ich gehe in meinem eigenen Spiegelkabinett spazieren. Das heißt, jede Wohnung hat irgendwie mit einem Teil von mir zu tun. Erinnerungen, Assoziationsketten, Bilder, Bedürfnisse, Einschränkungen, Möglichkeiten. In einer Stadt wie München genügt auch nicht der bewusste Entschluss, eine Wohnung die einem gefällt dann auch einfach zu mieten. Auch bei Gefallen muss man einfach abwarten, wie entschieden wird, da für eine Wohnung viele Bewerber in Frage kommen. Auch wieder so ein Effekt. Geschehen lassen. Spannend ohne Ende.

Am Wochenende habe ich ein Seminar mitgemacht. Es wird wirklich mal Zeit, selber eins zu halten. Lehre Nummer eins. Obwohl, etwas nützliches ist immer dabei. Die Seminarleiterin hatte eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychologische Beratung. Schon ganz nett. Fantasiereisen, Märchen, Helferwesen treffen usw.
Es werden auch Techniken vermittelt, wie man das Unterbewusstsein beeinflussen kann, also so eine Art Autosuggestion. Das ist immer der Punkt, wo ich was komisch finde. Ist aber so diffus, dieses Gefühl. Ich gehe in mein Unterbewusstes, um meine Helfer zu treffen. Oder um Antworten zu finden. Aber solche Techniken wie z.B. NLP und ähnliches, die praktisch umgekehrt laufen, also bewusst das unterbewusste "umprogrammieren" erzeugen bei mir Unbehagen.



Das hatte ich schon immer. Lange schon kenne ich magische Techniken, wie es jetzt Trend ist mit dieser Wunscherfüllerei. Ich hab mich aber immer immer zurückgehalten, weil ich das Gefühl habe, engstirnig eine Wirklichkeit zu erzeugen, die frei fließend sowieso funktioniert und besser. Auch wenn manchmal Blockaden da sind und die Außenwelt alles andere macht, als mitzuspielen, ist ja gerade der Zweck dessen eine tiefere Umprogrammierung. Es kommt mir mit solchen Techniken so vor, wie Wohnsiedlungen auf Indianerfriedhöfen zu bauen. Oder auf ehemaligen Firmengeländen mit verseuchtem Boden. Hübsche Häuschen, glückliche Familien.



Und: mit einer nicht feministischen Therapeutin hab ich echt ein Problem. Das ging bei mir knapp fast bis zum Wutanfall. Da hab ich wirklich noch nicht die innere Ruhe, wie Luisa sie z.B. bei solchen Fällen hat. Schon mal die ständig männlichen Formen in der Sprache. Ich rede jetzt nicht von "Salzstreuerin", aber wir waren nur Frauen, und Thema war Frauenpower. Und dann alles in männlicher Form. Beispiele hat sie immer mit "er" erzählt. Innere Persönlichkeitsanteile waren durchweg männlich. Und so weiter. Geht halt gar nicht. Nichts gehen die Therapeutin persönlich. Eine ganz liebe Frau.



Das Gefühl der Wut tauchte auf, als ich merkte, dass sie offensichtlich von Feminismus keine Ahnung hat, und die Geschichte des Patriarchats für die Wahrheit hält. Im speziellen Fall ging es um Märchen, sie las ein deutlich patriarchal verändertes Märchen vor, und das als Anregung für Frauen einen Umgang mit Wut zu finden. Sehr lustig, echt. Ich tickte aus. Sie war eben der Meinung, diese Märchen seinen unverändert. Es war schon immer so. Diese verdammte Hypnose. Neben der Wut hab ich da immer einen riesen Schmerz. Das sind alles Gefühle, die ich davon habe, Frau zu sein. Von der langen Zeit, in der ich eben auch nicht wusste, dass wir eine eigene Geschichte haben, und der patriarchale Mythos eine Lüge ist. Sie tauchen immer wieder auf, wenn eine andere Frau auf der unumstößlichen Wahrheit dieses Mythos besteht. Oder ein Mann. Aber da ist es nicht so schlimm. Da fühle ich mich nicht so verraten.

Montag, Januar 12, 2009

altes und neues



So. Hier in Bayern ist es furchtbar kalt. Brrr. Fahre nachher nach München-Pasing zwei Wohnungen anschauen. Es wird ernst mit dem neuen Leben. Es ist auch garnicht so einfach, sich für eine Wohnung zu entscheiden. Kaum hat man einen Besichtigungstermin ergattert, sind schon wieder neue interessante Wohnungen im Internet. Nojo. Werde schon die richtige erwischen.



Am Wochenende Hermann Meyers Häuserherrscher Buch durchgearbeitet. Interessanter Ansatz, er gehört aber offensichtlich zur "Oberschicht". Bespiel: Herrscher von Haus 2 ist bei mir Neptun. Seine Erklärung für den "Kompensator" ist: kauft Immobilien und Grundstücke, bis er Pleite geht. Öh ja. Bei mir hat es grad mal zu Möbeln gereicht, finanziell. Und da hat Oma noch was beigesteuert. Nun gut. Muss ja auch nicht alle Probleme haben. Sonst, umgedeutet, ist das Buch ganz brauchbar. Vom feministischen Standpunkt her stehen einer da auch die Haare zu Berge. Es ist so die Sorte Mann, der komplett für die Gleichstellung der Frau ist aber irgendwie trotzdem total auf Rollenklischees rumreitet. Seltsam. Männer möchten halt gerne emanzipierte Frauen, so lange sie es dadurch einfacher haben. Aber wehe wenn...



Im Zug nachher lese ich "Abschied vom Märchenprinzen" von Bonnie Kreps. Muss mal dringend prüfen, was so an Texten, Gedanken und Forschungen existiert bezüglich Beziehung, Partnerschaft und "Liebe". Das Dogma der Entwicklung zum reifen Menschen. Ein reifer Mensch ist jemand, der eine gelungene Partnerschaft führt. Bin mir sicher, das halte nicht nur ich für einen Schmarrn. Es ist einfach gut für das Patriarchat, wenn Frauen in dieser Idee verfangen sind, ihre Energie auf die Partnersuche und -kümmerung konzentrieren. Und: um Diskussionen vorweg zu nehmen, wer kocht denn die meiste Zeit dann daheim? Wer wischt die Böden? Wer bedient denn den Rest der Brut, die daheim so rumlungert? Und wer geht auch noch Geld verdienen, heutzutage, ganz emanzipiert?

Montag, Januar 05, 2009

da ist es

So ja, da ist es also, das neue Jahr.

Was ich die ganze Zeit nicht schreiben konnte, und mich im Dezember auch noch ziemlich beschäftigt hat: ich habe einen neuen Job in München und werde umziehen.



Also Resümee 2008: ab Frühsommer war Jupiter rückläufig in meinem 12. Haus, in dieser Zeit habe ich einige Möglichkeiten, wie ich weiterleben könnte, angesehen. Das wären gewesen: bleiben wo ich bin und alles so lassen wie es ist, mich auf eine Männergeschichte einlassen, ganz anderen Job suchen und sonst wo hin gehen, nach Berlin gehen von Hartz IV in einem runtergekommenem Haus leben und mit den Jungs Komakiffen, ein Jobangebot annehmen und nach München gehen, ein Kunst-Künstlerhausprojekt mit anderen Frauen zusammen machen - nebenberuflich, einen Bildband gestalten und setzen (kann auch Schrift setzen, bzw. bin Druckvorlagenherstellerin) - in der Freizeit, nicht kommerziell, Berufsastrologinnenausbildung machen - nebenberuflich, mit einer Freundin, die Redakteurin ist, eine Zeitschrift machen - dazu kündigen, mich ehrenamtlich für die frei fließende Donau engagieren, und noch ein paar Handlungsstränge, die so aufblitzten.

Am 2.12. ist dann der Jupiter über meinen Aszendenten, zugleich Sextil Venus/MC. Und Pluto kam in Steinbock. Endlich. Am 5.12. war ich dann bei meinen Tops in Düsseldorf und es war auf einmal sonnenklar, wo es beziehungsmäßig und sexuell mit mir hin geht. Am 11.12. dann das Bewerbungsgespräch für den neuen Job. Und gestern den perfekten Nachmieter für meine Wohnung bekommen. Jetzt fehlt nur noch eine Wohnung in München. Da bin ich gespannt.

Programm für 2009 also: Umzug (locker), Karriere (steil), Sex (hart und schmutzig), Reise nach Indonesien (traumhaft). Restliche Zeit: fotografieren, lachen, Karten legen, Horoskope deuten, rumfahren, Sport machen, Bücher lesen, Leute treffen, München erkunden, tanzen, Neues lernen. Und jaaa natürlich: bloggen und twittern.