Dienstag, Mai 19, 2009

am rande

mal so am rande, mit den randgruppen. und den subkulturen. sind ja alles soziologische theorien. das mit den randgruppen/subkulturen.

bin gerne und immer in solchen. in einer randgruppe oder, schöner, subkultur zu sein befriedigt ja beides, individualität und zugehörigkeit. sehr menschlich also. sehr sehr.

lustig ist immer die beschreibung der subkultur von außen, und die von innen. obwohl es wieder bestimmte personen innerhalb einer subkultur sind, die sie beschreiben, die darüber schreiben. viele leben einfach nur. und nicht wenige leben "es" einfach ohne sich einen fartz gedanken darüber zu machen, dass sie mitglieder einer subkultur und/oder randgruppe sind.

über subkulturen gibt es auch sicherlich so viel literatur von außenstehenden, weil es sich so schön für die akadamische methode eignet. interessantes thema und quellen. alles vorhanden. das verfälscht die sache immer, ist aber total irrelevant, da nur künstlich aufgeblasen.

diesen gedanken hatte ich auch bei dem buch "wer bin ich und wenn ja wie viele". das ist ja eine amüsante geschichte der philosophie. aber was macht es aus, dass ein denker (in dem buch gibt es keine denkerinnen, aber das ist wieder was anderes) ein berühmter denker wird? es liegen 100% genialste schriften und ideen in irgendwelchen schubläden herum und keine alte sau interessiert sich dafür. ist popularität wirklich der massstab für relevanz? gilt immer das gesetz der masse?

von der masse zurück zur subkultur. ich sehe das an meinem interesse für sm. natürlich hält sich die bdsm kultur für eine ausgegrenzte, missverstandene (in den büchern derer die dabei sind und darüber schreiben). ich erzähl ja gerne herum, was ich für eine leidenschaft habe, und nicht einE einzigER hat irgendwie blöd reagiert. interessiert diskutiert oder einfach hingenommen. andere reaktionen gab es nicht.

bin ja auch schon geübt in subkulturen. und randgruppendasein. ich denke auch, dass es die "normale" kerngruppe gar nicht gibt. es kaleidoskopt doch schillernd. alles und jedER.

Sonntag, Mai 10, 2009

kunst kritikerin



Das zerknüllte Gefühl hält an. Es ist aber nicht so, dass es mir "schlecht" geht. Ich nehme einfach Schwankungen wahr. Ich bin da mittlerweile ziemlich neutral. Immer nur mich beobachtend und interessiert.



Sind ja Luxusprobleme, die ich habe. Ich habe so viel Möglichkeiten und so viel Besitz (Bücher, Spiele, Computer, Kochbücher, Malutensilien, Zeitschriften, Musik-CDs, DVDs usw.) und wohne ja jetzt in München, wo es auch unendlich viele Möglichkeiten gibt (Museum, Kneipe, Biergarten, Kino, Einkaufen, Bummeln, Straßenbahn fahren, usw.). Ich weiß also gar nicht, was ich tun soll. Nojo. Eigentlich schon, aber wenn ich was tue, kann ich ja die anderen vielen Sachen die ich tun könnte nicht tun. Also Frage: was will ich?



Ne. Das ist es auch nicht. Ganz. Das meine ich mit dem inneren Kritiker. Mir fällt es wirklich schwer, locker zu sein. Ich habe immer eine Art Leistungsdruck und Anspannung. Ganz selten, dass das mal von mir weicht. Das sind dann Momente, in denen ich ganz im Hier und Jetzt bin. Das ist in Ästhetik, Natur und Sex. Also in intensiven Momenten der selben. Mein Sternzeichen? Waage... Aszendent? Steinbock.



Also. Ich bin, was ich bin. Vielleicht mach ich ne Kunst draus, mich zu kritisieren. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Es ist wirklich an der Zeit, Denkschablonen zu verlassen.

Donnerstag, Mai 07, 2009

zerknittert

Habe Zustand keine Ahnung. Wie ein zerknülltes Stück Papier. Woher, wohin? Vertiefe den Moment. Drehe mich im Kreis.

Von Kind an habe ich eine nervige innere Kritiksucht. Was will diese Stimme von mir? Sitze auf der Couch sehe meine bunten Lavalampen und den Turm.

Heute habe ich eine Geschichte über 4 alte Männern gehört, die im Bayrischen Wald auf einem Hof leben, chaotisch, selbstversorgend und HartzIV kassierend. Im Garten haben sie eine halbe Million Euro vergraben. Oder sind es noch DM? Bizarr.