Sonntag, August 30, 2009

gruppe

Auch wieder eine alte Geschichte. Ich finde es schön, gewisse Gruppen anzuschauen. Gothics, Punks und so zum Beispiel. Ich finde sie interessant. Ich will aber nicht dazugehören. Ich will von allem ein bisschen. Ein lebendes Puzzle eben.



Klar: jede Gruppe schließt ab, schließt aus. Schafft aber Identität und Geborgenheit. Konnte mich nie vollständig dazu hinreißen. Ist das ein Vergangenheitstrauma? Mich gruselt es nämlich, wie weit Gruppenzugehörigkeit gehen kann. Andererseits wirkt bestimmt ein alter Mechanismus, der sagt: als Einzelne überlebst du nicht. Oder schwer.



Noch einige Gedanken zur Vergangenheit. Ich war ja auf einer Burg, im virtuellen Mittelalter. Gab die Gesellschaft die Freiheit des Einzelnen für den Schutz des Einzelnen auf? Oder besser gesagt der Einzelne seine Freiheit, die auch Schutzlosigkeit bedeutete. Der Preis des Schutzes war Unterwerfung. Schutz bieten konnte, wer Macht hatte. Aber im Prinzip ist das ja alles Blendwerk. Unter dem Deckmantel des Schutzes schickten die Mächtigen ihre Schutzbefohlenen massenhaft ins Grab oder zumindest ins Elend.



So hat Matriarchatsforschung im Grunde damit zu tun, eine Gesellschaft zu entwerfen, die Schutz anders versteht. Ich denke wirklich, dass sie entwirft. Das imaginierte goldene Zeitalter existierte womöglich niemals. Aber aus alten Fragmenten und Wünschen lassen sich neue Zukünfte basteln. Das ist auch der Grund, warum Geschichte im akademischen Sinne immer Quatsch ist. Es ist unmöglich, die Vergangenheit aus unserer heutigen Sicht zu erklären. Es ist alles nur virtuell und hat nur was mit unserer Gegenwart und Zukunft zu tun.

Dienstag, August 18, 2009

nicht fern



deswegen schau ich nicht mehr fern: gehirn wird vermüllt, emotionen missbraucht. oder an was denkt ihr bei "ich liebe es"?
Internet ist mir lieber, weil interaktiv.

Sonntag, August 16, 2009

sonntag nachmittag

ohne worte






















landei



Also München überrascht mich. Oder die urbane Lebensart. Fahre nachher zum Essen in die Schlossschänke Blutenburg mit dem Rad.



Kann es nur nochmal wiederholen. Bin ja in einer Kleinstadt aufgewachsen und hab mir das Leben in der Stadt ganz anders vorgestellt immer. Viel weniger Natur, viel mehr, naja, Betonklötze. Aber München is ja eh ein Dorf...



Und es beweist das Gesetz der Anziehung. Klar finde ich als erstes Hügel, Pflanzen, Bäume und romantische Locations. Bin so Cornwall-Infected. Gestern war ich im Botanischen Garten, der ist neben dem Schloss Nymphenburg. Sehr schön. Und für einmal viel zu viel. Also wird das ein von mir bevorzugt besuchter Platz.



So schönes Wetter. So ein schöner Tag. Hach. Wundervoll.

Mittwoch, August 12, 2009

von aussen

Habe die letzten Tage viel geschlafen. Ist wohl besser. Runterfahren. Mir geht es weiterhin komisch. Ich bin aber in mir mehrere, also es gibt auch noch eine Instanz, die sich beim komisch gehen beobachtet.



Es ist wohl mehr ein ein- und ausatmen. Das fatale ist einfach, dass ich versuche zu viel in zu wenig Zeit zu verpacken. Oder? Prioritäten setzen? Klar. Aber dann bleiben so viele Ideen ungenutzt. So viele Wege nicht gegangen.



Deshalb: Notbremse Schlafkur. Alles langsam erblühen und reifen lassen.

Montag, August 03, 2009

lilith

geht über meinen Aszendenten. Merke ich so stark. Ich zerscherbe in Einzelteile und das ungeliebte Wesen in seiner grauenhaften Gestalt kommt hervor. Sichbar. Spürbar. Wer bist du und was willst du? Ich gehe schwanger mit diesen Emotionen.

Zweite Herausforderung: Bindung und Unabhängigkeit. Zwischenmenschlich und beruflich. Lilith ist da nicht sanft, sie zerrt. Was ich aber schon weiß: kein Wiederspruch ist lösbar. Es geht immer nur beides.