12. November 2003 Mittwoch 20:15 Uhr Tag 6

 

Das nächste Thema sind die 7 Pentakel. Beim Lesen der Quellen war ich erst ziemlich verwirrt, da die Aussagen sehr gegensätzlich sind. Beim genaueren Überlegen kam ich drauf, dass es trotzdem um nur eine Angelegenheit geht, aus verschiedenen Blickwinkeln, in unterschiedlich interpretierten Zeitabläufen.

Bei Crowley ist die Pentakel 7 der Fehlschlag. Ganz düster, und wird als "schlechtes Omen" gedeutet. Margarthe Peterson dagegen bezeichnet die Karte als Nicht-Tun, als Aufforderung zurückzutreten und das ewige Stirb- und Werde zu beobachten. Einwirkung nützt da nichts. Im Mondtöchter-Tarot bedeutet die Karte Abwägung. Das beeinhaltet auch das Zurücktreten, hier wird allerdings die Zeit, in der nicht gehandelt werden kann, dafür verwendet über geleistetes und nicht geleistetes nachzudenken.

Ich musste Lachen. Mir wurde klar, wie typisch "Mann, der sich für einen großen Magier hält" die Interpretation von Crowley ist. Weil: aus der Situation aussteigen, nicht handeln, abwarten, was sich entwickelt ist ja wie schwanger. So deutet auch Motherpeace die Karte. Der "Fehlschlag" tritt nur ein, wenn eine nicht abwarten kann.

Raider Waite ist sehr optimistich, es ist ein Zurücktreten in einem Moment in dem die Bemühungen von alleine Früchte tragen. Einfach abwarten.

 

 

Meine Karte wirkt auch sehr düster. Das ist der Zustand im März, bevor alles zu wachsen anfängt. Es sieht nach nichts aus, es wird aber definitiv etwas wachsen. Was es wird, wie es wird, kann noch keine absehen. Es ist wirklich besser, nicht das Grübeln anzufangen, in so einer Situation. Einfach abwarten. Es ist das Wissen um die Zyklen und die innere Richtigkeit des Vorgangs. Abwarten können. Nicht zwanghaft handeln oder sich ängstigen.
 


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